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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
In einer Welt, in der Frauen nur hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, bricht eine das Gesetz. Das provozierende Überraschungsdebüt aus den USA, über das niemand schweigen wird! Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben - das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr. Das ist der Anfang. Schon bald kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmuts, ihrer Träume beraubt. Aber das ist nicht das Ende. Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen. »'Vox' zeigt die Dringlichkeit der #metoo-Bewegung und die grundlegende Wichtigkeit von Sprache.« Vanity Fair »Intelligent, spannend, provokativ und verstörend - genau wie ein großer Roman sein muss.« Lee Child »Fans feministischer Dystopien werden dieses Jahr mit Neuerscheinungen überschüttet - und 'Vox' sticht daraus klar hervor.« Irish Independent
BIOGRAFIE
Christina Dalcher pendelt zwischen den Südstaaten und Neapel. Die gebürtige Amerikanerin, zu deren Helden Stephen King und Carl Sagan zählen, promovierte an der Georgetown University in Theoretischer Linguistik und forschte über Sprache und Sprachverlust. Ihre Kurzgeschichten und Flash Fiction erschienen weltweit in Magazinen und Zeitschriften, u.a. wurde sie für den Pushcart Prize nominiert. »Vox« ist ihr Debütroman.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
15.08.2018
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783103974072
Sprache
German
Seiten
395
Schlagworte
Ohnmacht, Atwood, Report der Magd, Totalitärer Staat, Mündigkeit, Stimme, Sprache, Empowerment, Emanzipation, Dalcher, MeToo, Fundamentalismus, Handmaid's Tale, #MeToo, Empörung
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REZENSIONEN
Bewertet von seehase1977, cozybibliophilie und 3 andere
seehase1977
cozybibliophilie
collectionofbookmarks
nonostar
neniswelt
Erschreckend realistischer und provozierender Debütroman mit schwachem Ende Hundert Wörter am Tag. Mehr dürfen Frauen ab sofort laut Regierung und Gesetz nicht mehr sprechen. Jean McClellan kann es nicht glauben. Sowas kann nicht passieren. Nicht in Amerika des 21. Jahrhunderts. Doch Jean lernt schnell, dass dieses Gesetz ab sofort nicht nur ihr Leben, sondern auch das tausender anderer Frauen bestimmen wird. Sie können Ihre Berufe nicht mehr ausüben, die Mädchen lernen in der Schule weder lesen noch schreiben. Sie alle werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmuts und ihrer Träume beraubt. Doch Jean rebelliert und ein Kampf, David gegen Goliath beginnt... Meine Meinung: Der Roman „VOX“ von Christina Dalcher hat, zugegeben, aufgrund der vielen unterschiedlichen Leser-Reaktionen meine Neugier geweckt. Das bemerkenswerte Debüt spaltet offensichtlich die Lesewelt und ich wollte mir auf jeden Fall meine eigene Meinung dazu bilden. Das Szenario liest sich erschreckend realistisch und fesselnd und doch konnte mich Dalcher nicht in Gänze überzeugen. Während Jean und ihre Tochter Sonia nur noch 100 Wörter am Tag reden dürfen und ein unscheinbares und dennoch angsteinflößendes Armband an ihren Handgelenken sie stets daran erinnert, ändert sich für ihren Mann und ihre Söhne nichts. Patrick kann seinem Job weiterhin nachgehen, doch Jean, die angesehene Wissenschaftlerin putzt stattdessen schweigend das Haus. Jean bemerkt besorgt, wie sich ihre Tochter Sonia immer mehr in sich zurückzieht und wie ihr ältester Sohn Steven unter der gesetzlichen Gehirnwäsche förmlich aufblüht. Als Jean ein ungewöhnliches Angebot erhält weiß sie, dass sie ihre Chance nutzen muss. Das unglaubliche Szenario, das Christina Dalcher mit packendem aber nüchternem Schreibstil beschreibt, wirkt erschreckend realistisch und hat mich förmlich durch die ersten zwei Drittel des Buches gepeitscht. Gefühle wie Wut und Unglauben waren dabei mein ständiger Begleiter. Gebannt treibt man auf ein hoffentlich fulminantes Ende zu, was leider nicht kommt. Das letzte Drittel hat mich wirklich enttäuscht. Die Auflösung ist unglaubwürdig, wird viel zu schnell abgehandelt, ist undurchschaubar und im Ergebnis für mich nicht konsequent durchdacht Zu viele Fragen bleiben offen. Sehr schade, da es leider so überhaupt nicht zum restlichen, ja fast schon Thriller ähnlichen Plot passt. Jean als Hauptprotagonistin war für mich zwar alles andere als eine Sympathieträgerin, dennoch bewundere ich ihren Mut und ihren Kampf für eine lebenswertere Zukunft, für sich, ihre Tochter und all die anderen Frauen und Mädchen. Alle anderen Protagonisten bleiben, bis vielleicht auf Jeans Kinder für mich eher unnahbar und blass, was ich aber nicht als ein Manko einordnen würde. Mein Fazit: Der gesellschaftskritische und provozierende Debüt-Roman „VOX“ von Christina Dalcher hat viele Facetten. Für mich war er zum Beispiel ebenso Thriller wie Dystopie und hat mich bis zur ungefähr dreihundertsten Seite grandios und mit großer Intensität unterhalten. Leider hat das Buch sein schwaches und viel zu hastig abgehandeltes Ende nicht verdient, was sehr schade ist. Trotz dem leicht bitteren Nachgeschmack kann ich für „VOX“ eine, wenn auch nicht hundertprozentige Leseempfehlung aussprechen.
1 Wow
cozybibliophilie
Frauen dürfen nur noch 100 Wörter am Tag sprechen. Das zieht nach sich, dass Frauen schnell nicht mehr arbeiten können und Mädchen in der Schule nicht mehr lesen und Schreiben lernen, das brauchen sie ja nicht. Auch die Zeichensprache ist nicht erlaubt. Wenn die Wörterzahl überschritten wird, gibt es Stromschläge. Jean möchte diese Einschränkung nicht mehr hinnehmen und will sich ihre Stimme zurück erkämpfen… Das Cover von VOX finde ich sehr passend zur Geschichte. Es ist schlicht und der Mund der Frau versiegelt. Das passt einfach sehr gut. Der Schreibstil war in Ordnung, weder besonders flüssig noch schwierig zu lesen. Die Idee der Geschichte fand ich sehr interessant und ich liebe Dystopien ja auch einfach. Die erste Hälfte des Buchs wurde mir auch viel gegeben, was ich erwartet habe: Wie geht Jean und ihre Familie mit dem Ganzen um? Wie entwickelt sich ihre kleine Tochter, die quasi gar nichts anderes kennt? Welche Wörter spart man sich? Wie wird kommuniziert? In der zweiten Hälfte wollte mir das Buch dann leider zu viel. Irgendwie artete es in sehr viel Aktion aus, was für mich nicht ganz gepasst hat. Jean war mir leider auch nicht sonderlich sympathisch. Sie hat sich fast immer erstmal für das Gegenteil von dem entschieden, was ich gemacht hätte. Auch ist sie mit ihrem Sohn sehr harsch umgegangen, das kam für mich aber anfangs aus dem Nichts und auch später mit Begründung fand ich es doch etwas krass für einen Umgang zwischen Mutter und Sohn. Alles in allem eine tolle Idee, die für mich leider nicht sehr gut umgesetzt wurde.
Wow
collectionofbookmarks
Es ist eine Idee, die stark an Atwoods Report der Magd erinnert: Frauen werden erniedrigt, indem man ihnen die Stimme raubt. 100 Wörter am Tag haben sie zur Verfügung, danach folgen Stromschläge. Erst als man ihr das verheerende Armband anlegt, merkt Jean, dass man ihr nicht nur ihre Sprache, sondern damit auch alle Rechte als ebenbürtiger Mensch genommen hat. Doch wie soll sie ihre Tochter Sonia erziehen, wie soll sie sie lieben und respektvoll erwachsen werden lassen, wenn sie zu ewigem Schweigen verdammt ist? Als ihre Verzweiflung am größten ist, scheint eine kleine Hoffnung am Horizont aufzuleuchten, die sie packen und nicht mehr loslassen wird. Würde man ein Buch nur nach seiner Idee bewerten, so hätte mich Dalchers Vox sicherlich restlos begeistern können. Es gefiel mir vor allem, dass es sich bei ihrer Protagonistin um keine Frauenrechtlerin handelte, die die Katastrophe von Anfang an kommen sah. Jean ist eine Frau, welche sich erst nach und nach eingestehen musste, dass sich die Welt in die falsche Richtung entwickelte, ohne dass sie selbst wirklich etwas dagegen getan hätte. Umso größer ist nun ihre Wut gegen die herrschenden Männer und das System, umso größer auch ihr Verlangen, etwas dagegen zu tun und zu rebellieren. Dieser Zorn schwappte beim Lesen auch des Öfteren auf mich über. Dann aber beginnt sich der Roman zu drehen und der Weltenentwurf, über den ich gerade mehr lesen wollte, gerät in den Hintergrund. Die Autorin konzentrierte sich viel lieber auf "Romantik" und Themengebiete, die sie besser beherrschte: Linguistik und Hirnforschung. Klar, an sich zwei interessante Gebiete, zu denen ich in einem unabhängigen Buch sicher gern mehr erfahren hätte, aber betrachtet man nun Vox, so fehlt es eben, abgesehen von diesen beiden Themen, allem an Tiefe. Ich hätte mir gewünscht, dass Frau Dalcher allen Aspekten ihres Buches so viel Leidenschaft entgegengebracht hätte, wie ihren Fachgebieten. Das aber schafft sie nicht. Ihre Sprache bleibt lächerlich einfach, zwischenmenschliche Probleme werden viel zu schnell und mit keinerlei Schwierigkeiten gelöst und das, was sie an Spannung versucht einzubauen, war für mich weder spannend noch überraschend.
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Jean lebt in einem modernen Amerika, das jedoch zurück versetzt scheint in längst vergessene Zeiten. Frauen dürfen nicht arbeiten, nichts entscheiden, nicht lesen, nicht verreisen. Doch viel dramatischer ist: Sie dürfen nur noch 100 Wörter am Tag sprechen. Vor dieser Zeit war Jean Neurolinguistin, zusammen mit ihrem Team stand sie kurz vor dem Durchbruch ein geschädigtes Sprachzentrum zu heilen. Die Welt in der Jean und ihre Familie leben ist sehr beängstigend und macht mich gleichzeitg wütend. Zwischendurch war ich versucht, das Buch wegzulegen, weil mir die Handlungen sehr zugesetzt haben. Es ist einerseits unvorstellbar, wie sich eine solche Gesellschaftsentwicklung vollziehen kann, doch auf der anderen Seiten, fragt man sich "Was wenn doch?. Zunächst ein schleichender Prozess wurden die Beschränkungen für Frauen immermehr und plötzlich gibt es kein Zurück mehr. Obwohl ich kein sehr gesprächiger Mensch bin, kann ich mir kaum vorstellen, nur 100 Wörter am Tag zu sprechen. V.a. für Kinder finde ich dies sehr barbarisch. Die Frau ist nur dazu da, ihren Mann zu hofieren und sich um den Haushalt zu kümmern. Man sollte meinen, diese Zeit ist längst überwunden. Ich kann die Wut, die Jean zunehmend empfindet, sehr gut verstehen. Die Figuren sind alle sehr gut herausgearbeitet finde ich. Manche der Figuren hasst man, andere möchte man schütteln und ihnen die Augen öffnen, mit manchen kann man sich identifizieren. Dennoch fragt man sich immer wieder, wie emanzipierte und intelligente Frauen, es so weit kommen lassen konnten. Auch Jean fragt sich das, als sich schmerzhaft erkennen muss, dass sie es sich in ihrer Blase zu gemütlich gemacht hatte. Ihre Gedanken und ihre Wut auf die Männer und die Gesellschaft aber auch auf ihre Machtlosigkeit kommen an beim Leser. Das Hin- und Hergerissen Sein von Jean war gut verständlich. Insgesamt fand ich auch die Entwicklung der einzelnen Figuren sehr interessant. Die Sprache ist flüssig und leicht zu lesen, aber dennoch nicht langweilig. Ich fand die Handlung das ganze Buch über richtig spannend, v.a. am Ende. Einziger Kritikpunkt wäre aber auch, dass sich die Ereignisse am Ende etwas überschlagen, hier hätte man vielleicht noch etwas mehr machen können. Fazit: Ein Buch, das mir Angst macht und mir gleichzeitig in Erinnerung ruft, wie wichtig es ist, wählen zu gehen und seine Stimme zu erheben.
1 Wow
Der Klappentext gibt wirklich bereits viel Auskunft darüber, worum es in dieser Geschichte geht, daher komme ich direkt zum Cover. Dieses hat mich von vornherein angesprochen! Ich finde den schwarzweißen Hintergrund zu den roten Großbuchstaben unglaublich aussagekräftig. Der Einstieg in die Geschichte viel mir wirklich sehr leicht und der Schreibstil von Christina Dalcher war gut zu lesen. Wir erleben die Geschichte aus der Ich-Perspektive unserer Protagonistin Jean, die eine wirklich sehr intelliegente Frau und Mutter ist. In dieser Geschichte geht es nicht nur darum, dass Frauen “keine Stimme” mehr haben, sondern eigentlich darum, dass der Bruder des Präsidenten (welcher an allem Schuld ist) gestürtzt ist und dann ein Forschungsteam zusammengestellt wird, um den Bruder aus dem Koma zu holen, oder so ähnlich. Ich muss gestehen, dass mich das Wissenschaftszeug nicht so interessiert hat. Haha! Naja, auf jeden Fall muss Jean wohl in das Forscherteam, weil sie einfach die beste auf ihrem Gebiet ist und dies macht sie natürlich nur unter der Bediengung, dass sie und ihre Tochter Sonia frei sprechen dürfen. Tja… hättet ihr damit gerechnet? Ich nämlich nicht. Ich bin davon ausgegangen, dass Jean eher eine Kämpferin gegen das System ist und das es in diesem Buch um Rebellion geht und Demonstrationen und sonstiges. Aber nein, es ging wirklich viel um Wissenschaft, um die Vergangenheit (ihr glückliches Leben als Studentin und als alles noch “normal” war) und ihr Leben als Mutter von vier Kindern. Natürlich hat es mich sehr schockiert, dass es für Sonia, Jeans Tochter, normal ist, nicht viel zu sprechen. Auch mitten in der Geschichte gab es für mich einige Schockmomente, dennoch war die Geschichte für mich eher guter Durchschnitt. Dies lag wahrscheinlich daran, dass ich mit der Protagonistin nicht warm wurde und ich mir auch generell etwas anderes unter der Geschichte vorgestellt habe. Fazit Leider konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen. Ich habe mir eine ganze andere Handlung erhofft. Auch mit der Protagonistin wurde ich nicht wirklich warm. Trotzdem gab es einige spannende Momente die mich wirklich schockierten. 🙂 Vielen lieben Dank an NetGalley und S. Fischer Verlage für das Rezensionsexemplar! Erhältlich im Buchhandel eures Vertrauens oder direkt beim Verlag. Eure Neni ♥
Wow
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