mojoreads
Community
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
No description available
BIOGRAFIE
Martin Suter, geboren 1948 in Zürich, arbeitete bis 1991 als Werbetexter und Creative Director, bis er sich ausschließlich fürs Schreiben entschied. Seine Romane - zuletzt erschien >Montecristo< - und >Business Class<-Geschichten sowie seine >Allmen<- Krimiserie sind auch international große Erfolge. Martin Suter lebt mit seiner Familie in Zürich.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
18.01.2017
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783257069709
Sprache
German
Seiten
352
Schlagworte
MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von travlinbone_nika, elena_liest und andere
travlinbone_nika
elena_liest
drwarthrop
travlinbone_nika
Mit >>Elefant<< zog mein erstes Werk von Martin Suter bei mir ein. Viele von euch scheinen den Autor schon länger zu kennen. So war es wohl auch kein Wunder, dass ich auf dieses Buch durch unsere Community aufmerksam wurde. Ich danke euch dafür, Leute! Das Werk ist auf seine eigene Art und Weise bezaubernd. Nicht nur die Präsens des kleinen rosa leuchtenden Elefantes – mit dieser einhergehend lernte ich nämlich ganz nebenbei so einiges über die grauen Riesen – sorgte als schnuckelige Figur für schöne Lesestunden, sondern auch die mit diesem Wunder in Berührung kommenden Figuren stellen einen echten Mehrwert für die Geschichte dar. Je wichtiger die Person, desto häufiger lag der Fokus auf ihr. Das wiederum sorgte für eine angenehme Anzahl an Personen, die mal mehr mal weniger tiefgehend auftauchen. Das ermöglicht dem Autor wiederum die Nutzung von gelungenen Perspektiven- und Zeitwechseln, um die Geschichte ein wenig spannender zu gestalten. Denn alles in allem bietet >>Elefant<< dem Leser einen eher ruhigen Roman, ohne große Achterbahnfahrt. Der Fokus liegt hierbei vielmehr auf den Persönlichkeiten und dem was hinter diesen steckt. Für meinen Geschmack war das eine gelungene Abwechslung! Dennoch lässt mich einfach nicht das Gefühl los, dass mir eine Kleinigkeit gefehlt hat. Jedoch konnte ich es bisher einfach nicht in Worte fassen. Daher schaffte der süße Elefant es leider nicht auf mein Treppchen der Jahreshighlights 2017 – aber es war sehr knapp! An dieser Stelle möchte ich mich bei dem Diogenes Verlag ganz herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken. Ihr habt es mir ermöglicht so einen süßen kleinen Elefanten kennenzulernen, der zwar immer präsent ist, sich jedoch niemals in den Vordergrund drängt. Vermutlich der sympathischste Protagonist seit langem!
1 Wow
"Elefant" von Martin Suter ist ein wirklich toller und berührender Roman über einen kleinen rosa Miniatur-Elefanten, der Menschen verzaubert und sie zurück ins Leben bringt. Schoch ist ein Obdachloser, der seine Zeit mit Alkohol totzuschlagen versucht. Eines Tages entdeckt er in der Höhle, die er zum schlafen nutzt, einen kleinen rosa Elefanten. Er ist sofort fasziniert von dem zarten Tier und nimmt es unter seine Fittiche. Als es dem Elefanten zusehends schlechter geht, wendet sich Schoch an die Tierärztin Valerie, die ihm und Sabu, wie er den kleinen Elefanten tauft, bei sich aufnimmt. Es beginnt eine tiefe Freundschaft, die von den "Erschaffern" Sabus überschattet wird... Martin Suter hat diesem Roman eine sehr originelle Idee zugrunde gelegt. Ein durch Genmanipulation entstandener kleiner rosa Elefant, der im dunklen leuchtet und einen Obdachlosen wieder auf die richtige Spur bringt - einfach toll! Zwar bin ich anfangs recht schwer in die Story reingekommen und wusste durch die Zeitsprünge auch nicht so wirklich, wo dieser Roman hinführen soll, aber ab dem ersten Mal, als Sabu aufgetreten ist, war ich absolut verzaubert. Entstanden aus der Profitgier skrupelloser Forscher hilft der kleine Elefant Schoch aus seiner Alkoholsucht, gibt ihm einen Sinn zum Leben und führt ihn zu Valerie. Das Buch zeigt auf berührende Weise, dass jedes Lebewesen einen Wert besitzt und geliebt wird. Obwohl Sabu nur zu Forschungszwecken und zum Geld scheffeln geschaffen wurde, hat er Menschen kennengelernt, die ihn beschützen und Wertschätzen. Genauso geht es mit Schoch und den anderen Protagonisten. Das war sicherlich nicht mein letztes Buch von Martin Suter, sein Schreibstil ist toll und flüssig, die Kapitel hatten eine angenehm kurze Länge und die Message des Buches hat mir auch super gefallen. Ich vergebe 4,5 / 5 ⭐🐘
1 Wow
Wie weit darf die Wissenschaft gehen und wo sind ihre Grenzen? Dieser Frage geht Martin Suter mit "Elefant" eindrücklich nach, in dem er die Geschichte des verbitterten und über die Jahre mehrfach betrogenen Genforschers Paul Roux erzählt. Dieser versucht durch verschiedene Genmanipulationen einen rosa Elefanten zu züchten, der einen permanenten fluoreszierenden Schein besitzen soll und sich damit von seinem Rivalen und ehemaligen Arbeitgeber abhebt, dessen Tiere "lediglich" im dunkeln leuchten können. Ein paar Jahre später findet ein Obdachloser, der in einer kleinen Höhle haust ein kleines, rosa leuchtendes Wunder in seinem Heim vor. Was er zunächst für eine aus dem Alkoholrausch entstandene Halluzination hält entpuppt sich schnell als lebendiger und sehr hungriger Elefant im Taschenformat. Schoch, der keine Ahnung von der Aufzucht kleiner Elefanten hat sucht schnell ein paar Zweige und Blumen zusammen, von denen der kleine Schützling jedoch krank wird. Das Werk zeichnet eine faszinierend realistische und zugleich verspielte Narrative aus, die ihres gleichen sucht und in der Präsenz facettenreiche Aspekte aufweist. Dabei springt der Autor immer wieder zwischen Retrospektiven und Gegenwart, um das Geschehen aus verschiedenen, persönlichen Winkeln zu präsentieren und so dem Leser ein spannungsreichen, fluenten und abwechslungsreichen Faden zu bieten. Erzählerisch enthält sich der Roman jeglicher auktorialer Elemente, wodurch beleuchtete Perspektiven einerseits narrativ wertvoller erscheinen, andererseits distinkt die Kontraste zwischen verschiedenen Personen aufgearbeitet werden. Deren Einzelschicksale sind durch kleine, aber für den Charakter wichtige Anekdoten gefestigt, die sowohl organische, realistische Tiefe verleihen, als auch schnell Empathie entstehen lassen. Suter bedient sich einer pragmatischen, natürlichen Diktion, die ihren Fokus stark auf die Geschehnisse setzt und dabei die visuelle Ebene sporadisch vernachlässigt, die emotionale dafür jedoch durchaus zu bespielen weiß. In fast meisterlicher Perfektion vermag es der Autor die Geschichte durch olfaktorische, sinnliche oder nostalgische Einflüsse zu festigen und so flamboyant vor dem geistigen Auge zu erschaffen. Dem wäre durch stumpfe, visuelle Exposition nicht ansatzweise genüge getan worden. Die luzide, illusionelle Fiktion wird grandios durch wissenschaftliche Details, die auch Leien vor keine Herausforderung stellen sollten untermalt und ergreifend mit unerbittlicher, harter Realität konfrontiert. Daraus entstehende, wissenschaftliche Erkenntnisse wirken fundiert und entwerfen durch auch aktuell noch herrschende Debatten eine ungezwungene Kritik an moderner Genmanipulation und deren verheerenden Auswirkungen. Martin Suter hat mit diesem Werk ein wunderschönes Monument geschaffen, dass in seiner Wirkung und einzigartigen Erzählstruktur feinfühlig die ambivalenten Zustände moderner Gesellschaften vereint und durch den Schleier einer herzzerreißenden Geschichte beleuchtet. Ein unglaublich toller, emotionaler und spannender Roman, der ausnahmslos genial die Grenzen menschlicher Schöpfung auslotet und einfühlsam die Auswirkungen vermittelt. Absolute Empfehlung.
1 Wow
Deutsch
  
Englisch
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook