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Ellen Sandberg

Die Vergessenen

Wirtschaft
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4.4/5
10 Bewertungen
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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
1944. Kathrin Mändler tritt eine Stelle als Krankenschwester an und meint, endlich ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Als die junge Frau kurz darauf dem charismatischen Arzt Karl Landmann begegnet, fühlt sie sich unweigerlich zu ihm hingezogen. Zu spät merkt sie, dass Landmanns Arbeit das Leben vieler Menschen bedroht - auch ihr eigenes. >
BIOGRAFIE
Ellen Sandberg ist das Pseudonym der erfolgreichen Münchner Autorin Inge Löhnig. Ihre Krimis und Romane stehen regelmäßig in den Top Ten der SPIEGEL-Bestsellerliste. Sie arbeitete zunächst in der Werbebranche, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Nach dem sensationellen Erfolg von »Die Vergessenen« wurde auch ihr neuer groß angelegter Spannungs- und Familienroman »Das Erbe« sofort zu einem Bestseller. Darin befasst sich Ellen Sandberg mit einem Thema, das ihr ein persönliches Anliegen ist: den Verbrechen der NS-Zeit und der Notwendigkeit, diese nicht zu vergessen.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
27.12.2017
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783328100898
Sprache
German
Seiten
512
Schlagworte
Verstrickung, Generationenroman, NPD, Familiensaga, Dijon, Nervenkitzel, Kriminalgeschichte, Königstein, Bracht, Nationalsozialismus
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von kimvi, Anne (milkysilver... und 3 andere
kimvi
milkysilvermoon
harakiri
ramonan
lisa_zeilenzauber
Manolis Lefteris führt in München ein angesehenes Autohaus. Keiner weiß, dass er außerdem der Mann ist, der ganz besondere Aufträge erledigt. Dieses Mal soll er Unterlagen besorgen, die auf keinen Fall in die falschen Hände geraten dürfen. Manolis hält diesen Auftrag für reine Routine, doch dann entwickelt er sich anders als gedacht. Manolis kommt einem unglaublichen Verbrechen auf die Spur, das seit Jahrzehnten ungesühnt ist und muss eine Entscheidung treffen. Ellen Sandberg, die Krimifans eher unter dem Namen Inge Löhnig kennen dürften, erzählt diesen interessanten und zum Nachdenken anregenden Roman, auf verschiedenen Zeitebenen. Im Jahr 1944 verfolgt man die erschütternden Beobachtungen, die die Krankenschwester Kathrin in einer sogenannten Heil- und Pflegeanstalt macht. Dieser Handlungsstrang wechselt sich mit dem aktuellen Geschehen, in dem sich Manolis Lefteris auf die Suche nach den geheimnisvollen Dokumenten macht und dabei auf die Journalistin Vera Mändler, eine Nichte Kathrins, trifft. Der Einstieg in diesen Roman verläuft zunächst eher gemächlich, da man sich erstmal mit den unterschiedlichen Strängen und den jeweiligen Akteuren vertraut machen muss. Beide Perspektiven sind aber von Anfang an interessant, da man erfahren möchte, wie sich das alles verbinden wird. Im weiteren Verlauf nimmt die Handlung dann auch deutlich an Fahrt auf. Denn im aktuellen Strang spitzen sich die Ereignisse zu und in der Perspektive, die sich in der Vergangenheit zuträgt, mag man kaum glauben, was man dort erfährt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm lesbar. Es gelingt der Autorin hervorragend, Protagonisten und Handlungsorte so zu beschreiben, dass man sie vor Augen hat. Deshalb kann man mühelos in die Geschichte eintauchen. In beiden Handlungssträngen fiebert man mit den Protagonisten mit und macht sich Gedanken, wie das alles enden wird. Auch wenn man glaubt, das Ende vorherzusehen, wird man durch unvorhersehbare Wendungen überrascht, sodass man förmlich in den Sog der Ereignisse gerät. Ich habe mich beim Lesen dieses Romans ausgesprochen gut unterhalten, da ich mühelos in die Geschichte eintauchen konnte und früh in den Sog der Handlung geriet. Dadurch mochte ich das Buch nur ungern aus der Hand legen und habe es deshalb beinahe in einem Rutsch gelesen. Ich habe dabei mit den Protagonisten mitgefiebert und mochte manchmal kaum glauben, was dort geschrieben stand. Vor allen Dingen deshalb, da ich mir immer vor Augen hielt, dass die Ereignisse in der fiktiven Heilanstalt, ja tatsächlich an anderer Stelle geschehen sind. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt das Buch alle fünf Bewertungssterne, da es mich berührt und zum Nachdenken angeregt hat.
1 Wow
Anne (milkysilvermoon)
Manolis Lefteris, Mitte 40 und Autohändler in München, ist ein Mann für besondere Aufträge. In seinem aktuellen Fall soll er einer alten Frau, Kathrin Mändler, Akten wegnehmen. Die Seniorin, eine ehemalige Krankenschwester, befindet sich wegen eines Schlaganfalls gerade im Krankenhaus. Doch ihre Nichte, die Journalistin Vera Mändler, wird ebenfalls auf die Unterlagen aufmerksam und wittert eine gute Story. Manolis ahnt nicht, dass er im Begriff ist, ein Verbrechen aufzudecken, das Generationen überdauert hat ... „Die Vergessenen“ ist ein Familienroman von Inge Löhnig, veröffentlicht unter dem Pseudonym Ellen Sandberg. Meine Meinung: Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. Dabei hat das Buch drei Erzählstränge. Der Roman spielt außerdem auf zwei Zeitebenen: In der einen geht es um das Jahr 2013 in München, in der anderen um das Jahr 1944 in Winkelberg. Dieser Aufbau hat mir gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und gleichzeitig anschaulich. Trotz der eher hohen Seitenanzahl ließ sich das Buch daher schnell lesen. Ich hatte ein wenig Probleme, in die Geschichte hineinzukommen. Nach dem packenden Prolog ist der Anfang des Romans eher schleppend, die ersten Kapitel dümpeln dahin. Bis richtige Spannung aufkommt, dauert es ungewöhnlich lange. Daher hatte die Geschichte für mich einige Längen. Erst relativ spät nimmt die Handlung richtig an Fahrt auf, deshalb konnte mich der Roman nicht sofort fesseln. Die Figuren sind vielschichtig angelegt. Ich habe mich allerdings etwas schwer damit getan, mich mit den Hauptprotagonisten zu identifizieren oder Sympathie für sie zu entwickeln. Weder zu Manolis noch zu Vera konnte ich sofort einen Zugang finden. Das besserte sich aber im Verlauf des Romans. Das Thema des Romans dagegen hat mich sofort angesprochen. Ich finde es wichtig, dass die Euthanasie während der Zeit der Nationalsozialisten auch literarisch verarbeitet wird, weil diese bisher nur wenig Berücksichtigung fand. Die Heil- und Pflegeanstalt Winkelberg in einem Roman aufzugreifen, das war in meinen Augen eine gute Entscheidung. Das Buch ist dadurch erschütternd und regt zum Nachdenken an. Generell mag ich Geschichten sehr gerne, die auf wahren Begebenheiten basieren. Man merkt dem Roman zudem an, dass viel Recherche darin steckt. Der Titel ist angesichts des Themas sehr treffend gewählt. Das Cover finde ich ansprechend. Mein Fazit: „Die Vergessenen“ von Ellen Sandberg ist trotz kleiner Schwächen in der Umsetzung ein lesenswerter Roman zu einem wichtigen Thema. Es ist keine leichte Kost.
Wow
Als Veras Tante Kathrin einen Schlaganfall hat und kurz darauf ihr Cousin ermordet aufgefunden wird findet sie einen Hinweis auf eine Akte, die ihre Tante versteckt hat. Die Journalistin in ihr erwacht und beginnt mit Nachforschungen. Sie stößt auf ein Naziverbrechen, das seine Tentakel bis in die jetzige Zeit wirft. Wow – was für ein Buch! Ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Vor allem die Schilderungen in dem Sanatorium haben mir gut gefallen. Sie wirkten sehr authentisch und Kathrin merkte man ihre Zerrissenheit sehr gut an. Auch die Handlung fand ich gut aufgebaut und spannend dargestellt. Die Handlung spielt auf zwei Ebenen. Einmal in der Vergangenheit, in der wir die Geschichte um Kathrins Jugend zu Ende des Zweiten Weltkriegs erzählt bekommen. Diese Geschichte hat mich sehr berührt. Nicht oft wird dieser Teil unserer Vergangenheit thematisiert und vor allem der Teil mit den Kindern hat mir Gänsehaut beschert. Der andere, längere, Strang, spielt in München im Jahr 2013. Protagonist ist hier Manolis Lefteris, ein Mann für besondere Fälle. Er bekämpft Justizfälle auf seine besondere Art. Spannend wird es, als er auf Vera trifft. Er soll ihr nämlich die Akten der Tante entreißen. Doch hat er mit der Vergangenheit und der Justiz ja so seine eigene Meinung. Der Roman ist von der bekannten Schriftstellerin Inge Löhnig unter Pseudonym verfasst. Ganz Dühnfort-frei ist er aber auch nicht ;) Fazit: Ein 5 Sterne + Buch. Ich konnte es nicht zur Seite legen, habe es von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen.
Wow
Ramona Kielfeder
Ich habe kürzlich ein Buch gelesen, bei dem mir noch immer die Worte fehlen. Es schießen mir so viele Gedanken durch den Kopf und ich weiß sie nicht zu sortieren. Dieses Buch – es hat mir die Sprache verschlagen. Ich spreche von Die Vergessenen von Ellen Sandberg. Wenn euch der Name der Autorin nichts sagt: Das ist das Pseudonym von Inge Löhnig. Ich mag ihre Krimis und deshalb wollte, ja musste ich auch dieses Buch einfach lesen. Inge Löhnig alias Ellen Sandberg behält auch in diesem Werk die beeindruckende Fähigkeit bei, ihren Leser mit jedem Satz mehr und mehr in ihren Bann zu ziehen. Man will nicht aufhören, man muss einfach weiterlesen. Ich konnte Die Vergessenen nur sehr ungern aus der Hand legen und innerhalb kürzester Zeit hatte ich das Buch durchgesuchtet. Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen, sehr emotionalen und intensiven Perspektiven erzählt. Mir stockte mehrmals der Atem. Noch schockierender und bedeutsamer ist dabei die Tatsache, dass die Geschichte von Ellen Sandberg auf wahren Begebenheiten beruht. Darauf geht Ellen Sandberg auch im Nachwort von Die Vergessenen ein. Eine wichtige Botschaft von der Autorin ist wohl auch, dass viel zu viele grausamen Taten aus dem zweiten Weltkrieg ungesühnt geblieben sind. Und dass sich diese schrecklichen Taten nicht mehr wiederholen dürfen. Dass wir alles daran setzen müssen, das zu verhindern. Diese Geschichte wird noch lange in meinem Kopf nachklingen. Bitte lest Die Vergessenen von Ellen Sandberg! Ihr dürft das Buch nicht verpassen.
Wow
lisa_zeilenzauber
Cover: Es ist ganz schön gehalten, hat etwas düsteres an sich und die Pusteblumen erwecken bei mir den Eindruck das alles vergänglich ist. Es hat keinen direkten Bezug zu der Geschichte, aber ich finde es dennoch recht passend. Schreibstil: Der war wirklich angenehm. Kerin Stocken, kein Verhaspeln, einfach nur lesen. Auch mit der Thematik und dem ärztlichen Thema konnte man alles super verstehen da hier auf spezielle Fachbegriffe fast gänzlich verzichtet wurde. Es war wirklich ein sehr angenehmes und schnelles lesen! Meine Meinung: Das Thema ist tatsächlich nicht für zarte Gemüter gedacht. Es handelt sich dabei um die Geschichte einer alten Dame die zu Hitlers Zeit im Krankenhaus gearbeitet und dort nach und nach mitbekommen hat wie geistigbehindert und benachteiligte Kinder, Männer und Frauen recht schnell und auf etwas seltsame Art und Weise sterben. Nach und nach kommt sie dem Geheimnis auf die Spur und verstrickt sich selbst in die Machenschaften. Wie gesagt, es war wirklich keine leichte Lektüre. Ab und an glitzerten die Tränen in meinen Augen und ich konnte es einfach nicht fassen was man vorallem den Kindern angetan hat. Am Ende war ich dann noch etwas perplex und gefüllt mit unverständnis. Denn die alte Dame hat all die Jahre das Wissen und die Beweise, den Übeltäter der an allem Schuld war und die "Organisation" geleitet hat, anzuzeigen und hat es doch nie gemacht, obwohl Freunde dafür gestorben sind in dem Versuch die Beweise auszuliefern. Das hat sich mir einfach nicht erschlossen, egal welche Gründe angeführt wurden ich kann es immer noch nicht verstehen. Das und der Punkt das man erst sehr spät erfährt um was es so richtig geht und die ganze spannende Handlung auch erst so ziemlich am Ende passiert haben mich dazu gebracht dem Buch nur 3 von 5 Stenrne zu geben. Es war ein gutes Buch das man definitiv lesen kann, allerdings habe ich auch schon bessere aus diesem Genre gelesen und werde das Buch auch nicht noch einmal zur Hand nehmen! Fazit: Bildet euch am besten eine eigene Meinung, den Kauf werdet ihr jedenfalls nicht bereuen, aber umhauen wird es euch vielleicht auch nicht unbedingt.
Wow
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