mojoreads
Community
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Die literarische Sensation aus Japan: Eine Außenseiterin findet als Angestellte eines 24-Stunden-Supermarktes ihre wahre Bestimmung. Beeindruckend leicht und elegant entfaltet Sayaka Murata das Panorama einer Gesellschaft, deren Werte und Normen unverrückbar scheinen. Ein Roman, der weit über die Grenzen Japans hinausweist. Keiko Furukura ist anders. Gefühle sind ihr fremd, das Verhalten ihrer Mitmenschen irritiert sie meist. Um nirgendwo anzuecken, bleibt sie für sich. Als sie jedoch auf dem Rückweg von der Uni auf einen neu eröffneten Supermarkt stößt, einen sogenannten Konbini, beschließt sie, dort als Aushilfe anzufangen. Man bringt ihr den richtigen Gesichtsausdruck, das richtige Lächeln, die richtige Art zu sprechen bei. Keikos Welt schrumpft endlich auf ein für sie erträgliches Maß zusammen, sie verschmilzt geradezu mit den Gepflogenheiten des Konbini. Doch dann fängt Shiraha dort an, ein zynischer junger Mann, der sich sämtlichen Regeln widersetzt. Keikos mühsam aufgebautes Lebenssystem gerät ins Wanken. Und ehe sie sichs versieht, hat sie ebendiesen Mann in ihrer Badewanne sitzen. Tag und Nacht.
BIOGRAFIE
Sayaka Murata wurde 1979 in der Präfektur Chiba, Japan, geboren. Für ihre literarische Arbeit erhielt sie bereits mehrere Auszeichnungen. Ihr Roman »Die Ladenhüterin« gewann 2016 mit dem Akutagawa-Preis den renommiertesten Literaturpreis Japans und war in mehr als einem Dutzend Ländern ein großer Erfolg.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
13.04.2018
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783351037031
Sprache
German
Seiten
145
Schlagworte
Gegenwartsliteratur, Die Vegetarierin, Single, Japan, Han Kang, Supermarkt, Satire, Roman, Haruki Murakami, Gesellschaftskritik, Außenseiter
MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von czytelniczka73, frauschafski und andere
czytelniczka73
frauschafski
renee
czytelniczka73
Skurril verpackte Gesellschaftskritik Schon als Kind hatte Keiko Probleme die Welt zu verstehen,irgendwie waren ihre Reaktionenimmer falsch und die Eltern ihrewegen betrübt,deswegen hat sie meistens geschwiegen und sich aus allem rausgehalten.Als Studentin bewirbt sich Keiko um einen Aushilftjob in Supermarkt und während der Anschulung für die Angestellte kommt für sie die Erleuchtung.Hier gibt es klare Verhaltsregel,3 kurze Sätze mit dem sie durch den Tag kommt,auf einmal ist auch Keiko ein funktionierendes Teil der Gesellschaft.Auch die Eltern und Bekannte freuen sich über Keikos "Heilung". 18 Jahre später ist das aber zu wenig und die Familie sieht für Keiko nur zwei Alternativen-Heirat oder Karierre.Keiko ist zwar mit ihren Leben zufrieden,aber sie verucht wieder sich anzupassen. Ich war bei diesem Buch bisschen skeptisch und bei der Inhaltsangabe wusste ich nich so recht was mich hier erwartet,aber die vorwiegen positive Meinungen haben mich überzeugt zu versuchen.Ich hab das Buch also gelesen und bin einfach nur begeistert.Diese Geschichte ist wie ein Überraschungsei,außen witzig,skurril und schräg,innen klug und gesellschatskritisch.Diese Mischung aus Leichtigkeit und Tiefgang ist sehr gelungen und macht das Lesen zu einem Erlebnis-leicht verständlich und sehr unterhaltsam,halt aber nach und macht nachdenklich-wo genau liegt die Grenze zwischen Anpassung und Sichselbstverlieren ?Meiner Meinung nach ist dieses Buch ein kleiner Schatz und wirklich lesenswert.
2 Wows
Ein Leben für den Konbini Einmal mehr eröffnet dieses Büchlein einen faszinierenden Einblick in die japanische Gesellschaft. Diese Mal im Gewand eines sogenannten Konbini, ein 24-Stunden-Supermarkt. Dort ist Keiko Furukawa Aushilfe. Seit 18 Jahren bildet der Laden ihren zentralen Lebensinhalt. Denn Keiko hat Schwierigkeiten, sich in soziale Umgebungen einzufügen, versteht die Regeln und Konventionen gesellschaftlichen Umgangs nicht. Was sie aber versteht, sind die klaren Regeln und Abläufe des Konbini, dessen Ziele und Bedarfe. Umso besser: Er gibt ihr auch Verhaltensanweisungen für ihr Privatleben mit. Pflege dich, schlafe ausreichend, iss gesund, damit du als wertvolle Arbeitskraft dem Konbini nützt. Klingt merkwürdig? Das denken die Personen in Keikos Umfeld auch und beginnen zunehmend, sich in ihre heile Welt einzumischen. Denn gesellschaftliche Konventionen erwarten von ihr, mehr als einen Aushilfsjob in einem Supermarkt auszuüben. Sie erwarten, dass sie heiratet, Kinder bekommt, einer „anständigen“ Arbeit nachgeht. Der Druck, der sich aufbaut, ist immens. Und auch wenn wir uns hier in Japan befinden, wo die gesellschaftlichen Vorgaben extremer scheinen, konnte ich in vielen Punkten Parallelen zu deutschen Konventionen feststellen. Allem voran die Tatsache, dass Menschen generell dazu neigen, sich in das Leben anderer einzumischen und die eigenen Ansichten als die einzig wahren anzusehen. Sich davon zu befreien, war zu allen Zeiten die größte Herausforderung, die ein Individuum leisten kann, und die wenigsten schaffen es. Fazit: Auch wenn dieses gesellschaftliche Lehrstück spannend war, ist es mir insgesamt etwas zu kurz geraten. Insbesondere das Ende war mir zu schnell abgehandelt, hier hätte es der Geschichte gut getan, noch etwas weiter zu denken. Alles in allem mehr eine Novelle, als ein Roman, ganz nett zu lesen.
Wow
Japanische Außenseiter Ein Buch über zwei Außenseiter in Japan. Ein Land in dem die Gleichförmigkeit der Individuen ein wichtiger Aspekt der Kultur ist/war. Die Hauptpersonen, Keiko Furukara, 36-jährige Protagonistin, fiel ihrer Umgebung schon in jungen Jahren negativ durch fehlende Empathie auf, da sie selbst diese negativen Empfindungen der Umgebung nicht nachvollziehen kann, entschließt sie sich, sich in sich selbst zurückzuziehen, und versucht einfach Personen ihrer Umwelt nachzuahmen um nicht negativ aufzufallen. Genau aus diesem Grund sucht sie sich auch einen Aushilfsjob in einem Supermarkt und fängt diesen 18-jährig an. Und über die folgenden 18 Jahre verschmilzt sie förmlich mit diesem Job, er wird ihr Lebenszweck. Die zweite Person ist Herr Shiraha, kommt zur Aushilfe in die Supermarktfiliale, ein Kritiker des Systems an sich, aber eigentlich nur darauf aus, jemanden zu finden, der ihn aushält. Er unterbreitet Keiko seine Sichten darüber, was einen Menschen in der Gesellschaft zu einem wertvollen Mitglied macht, seine Arbeitskraft für die Gesellschaft und seine Zeugungskraft zum Erhalt der Gesellschaft. Alle anderen werden ausgegrenzt. Und Keiko überlegt und handelt … . Den Sarkasmus in diesem Buch finde ich schon hervorragend. Aber trotzdem finde ich solche Aussagen als sehr einfach, zu sehr Schwarz/Weißdenken. Jedes Individuum grenzt doch das aus, was es nicht verstehen kann bzw. will. Und Sichtweisen sind doch hoffentlich bei jedem Individuum verschieden. Sicherlich ist das in der japanischen Welt noch etwas Anderes. Aber ich denke doch das Menschen rein gefühlstechnisch überall auf der Welt ähnlich ticken/empfinden, die kulturellen Prägungen kommen nur zu den sozialen hinzu. Aber auf jeden Fall eine originelle Geschichte, die auch einen großen Sog besitzt.
1 Wow
Deutsch
  
Englisch
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook