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Lara Prescott

Alles, was wir sind

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3.6/5
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ZUSAMMENFASSUNG
Es geht um Liebe. Es geht um uns. Der Kalte Krieg zieht auf, und Worte werden zu Waffen. Olga Iwinskaja, Geliebte des großen Boris Pasternak, wird verhaftet. In Moskau will man verhindern, dass Pasternaks Roman Doktor Shiwago erscheint, doch Olga hält an ihrer Liebe zu Boris fest. Zugleich will die CIA mit einer einzigartigen Waffe den Widerstand in der Sowjetunion wecken - mit Literatur, mit Doktor Shiwago. Für die Mission wird die junge Irina angeworben und von der Agentin Sally ausgebildet. Es beginnt eine gefährliche Hetzjagd auf ein Buch, das den Lauf der Welt verändern soll. Eine große Geschichte über geheime Heldinnen, die Kraft der Literatur und - die Liebe.
BIOGRAFIE
Lara Prescott, geboren 1981 in Pennsylvania, studierte als Stipendiatin am Michener Center for Writers. Ihre Geschichten erschienen in literarischen Zeitschriften und wurden mehrfach ausgezeichnet. Alles, was wir sind ist ihr Debütroman, für den sie jahrelang in Russland, Europa und den Archiven der CIA recherchierte. Sie lebt in Austin, Texas. Mehr unter www.laraprescott.com Ulrike Seeberger studierte Physik und lebte zehn Jahre in Schottland. Sie übertrug u.a. Autoren wie Greg Iles, Oscar Wilde oder Annabel Abbs ins Deutsche.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
08.11.2019
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783352009358
Sprache
German
Seiten
475
Schlagworte
Juri, Alles Licht, das wir nicht sehen, Olga Iwinskaja, Madame Hemingway, Paula McLain, fünfziger Jahre, Good Girls Revolt, Hemingway und ich, Kristin Hannah, 50er Jahre, Doktor Schiwago, Anthony Doerr, Die Nachtigall, Mad Men, Ein Gentleman in Moskau
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von sursulapitschi, reading_is_my_fav... und 3 andere
sursulapitschi
reading_is_my_favourite_hobby
czytelniczka73
furbaby_mom
dark_rose
sursulapitschi
Noch ein Buch, das anhand der Aufmachung Seichtes vermuten lässt und dann wirklich positiv überrascht. In letzter Zeit erwische ich öfter mal so etwas. Hier geht es um Doktor Schiwago und Boris Pasternak, um ein Buch, das unter schwierigsten Umständen geschrieben, in Russland verboten wurde und trotzdem Weltruhm erlangte. Sie haben viel gemeinsam, der Autor und sein Protagonist, neben der Ehefrau eine Herzensfrau und ein Regime, das sie beobachtet und drangsaliert. Es ist wirklich spannend mitzuerleben, wie dieses besondere Buch entstand und was es für Pasternaks Leben bedeutet hat. Und dann ist im fernen Amerika das CIA daran interessiert, russische Bücher, die im eigenen Land auf dem Index stehen, unter das Volk zu bringen um aufzuklären. Irina und Sally sind dort Schreibkräfte mit Spezialaufgaben. 1958 durfte in Russland kein Buch über die Oktoberrevolution erscheinen, im Ausland erweckte es aber höchstes Interesse. Das alles präsentiert dieses Buch wunderbar lebendig. Die beiden Handlungsstränge in Russland und Amerika sind kunstvoll verquickt und geben spannende Rätsel auf. Man muss dieses Buch sehr aufmerksam lesen (oder hören). Im letzten Drittel schießt es dann leider ein wenig über das Ziel hinaus. Mir hätte eine entsagungsvolle Liebesgeschichte vollkommen gereicht, aber die Autorin legt noch nach. Trotzdem beeindruckt dieses Buch maximal. Das Hörbuch ist schön gelesen, nicht immer ganz einfach wegen der Zeitsprünge, aber ein großer Wurf, tolle Unterhaltung mit Tiefgang, Herz, Schmerz und ein Stückchen russische Geschichte zum Miterleben.
2 Wows
reading_is_my_favorite_hobby
Lara Prescott hat sich auf die Spuren der Vergangenheit begeben und so ein wunderbares Buch über eine Zeit erschaffen, in der es nicht einfach war sein Buch zu veröffentlichen. Wir lernen hier zum einen die Liebesgeschichte zwischen Boris Pasternak und seiner Geliebten Olga kennen aber auch den Konflikt des kalten Krieges. Dabei trifft man in dem Buch auf wirklich starke Charaktere aber auch auf den Wahnsinn der damaligen Zeit und ihren Verfechtern. Die Auswirkungen des kalten Krieges und seiner Machenschaften lassen uns erschaudern, aber auch darüber nachdenken, dass früher eben nicht immer alles nur gut war. Zugegeben, ich hatte zu Beginn Schwierigkeiten in das Buch reinzufinden, da die Kapitel und Sprünge zu Beginn sehr verwirrend waren, jedoch wurde das Konzept der Kapitel irgendwann deutlich und umso verständlicher wurde das Buch. Prescott ist hier definitiv ein wunderbares Buch gelungen, welches nicht umsonst schon vor Erscheinen so dermaßen gelobt wurde. Von mir gibt es 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Wow
czytelniczka73
" Krieg der Wörter " Obwohl "Doktor Shiwago" noch nicht fertig geschrieben worden ist,sorgt das Buch schon für politischen Unruhen.Da man antisowietische Inhalte vermutet,will die Regierung das Buch verhindern,deswegen wird auch Olga,die Gelibte von Boris Pasternak verhaftet und nach Sibirien geschickt.Und wie das im Kalten Krieg so war,was die Sowiets nicht wollten,wollten die Amerikaner um so mehr.Die CIA startet eine groß angelegte Mission,eine Agentin wird speziell dafür ausgebildet... Schon der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht,besonders da das Buch eine wahre Geschichte erzählt,deswegen waren meine Erwartungen auch recht groß.Zu groß ,wie sich rausgestellt hat,da mich die Umsetzung nicht ganz glücklich gemacht hat.Der Schreibstil ist leider langatmig und leicht verwirrend,die Kapitel sind aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben und manchmal ist wirklich nicht deutlich,wer der erzähler ist.Von den berühmten "russichen Seele ",auf die ich mich wirklich gefreut habe,ist leider in dem Buch auch nicht so viel zu finden.Der Schwerpunkt der Geschichte liegt mehr in dem amerikanischen Teil und der Spionagearbeit.Auch die Liebe ist eigentlich nur zwischen den Zeilen zu finden...So gesehen ist das Buch ganz anders,als ich es erwartet habe,gefallen hat es mir aber trotzdem.Man kriegt beim Lesen eine gute Vorstellung von den Lebensunständen im Kalten Krieg, und auch wenn die Zeit noch gar nicht lange zurückliegt,war das doch eine ganz andere Welt.Was am meisten überzeugt und zum nachdenken bringt,ist natürlich die Kraft und Wichtigkeit der Literatur "Damals glaubten wir noch,dass Bücher Waffen sein können-dass Literatur den Lauf der Geschichte ändern kann " Auch wenn die Autorin nicht das ganze Potential der Geschichte nutzt,fand ich die Lektüre angenhem und lesenswert und das Buch macht vorallem Lust "Doktor Shiwago " (noch mal ) zu lesen.
2 Wows
"Alles, was wir sind", erschienen im Rütten & Loening Programm des Aufbau-Verlags, war der erste Roman, den ich von Autorin Lara Prescott lesen durfte und noch ehe ich die Lektüre überhaupt begann, kam ich nicht umhin, die überaus hochwertige und optisch aufwendige Buchausstattung zu bestaunen. – Ein bedruckter Folienumschlag, der sich wunderbar vom ebenfalls bedruckten Buchdeckel abhebt, ein edles Innencover, ein Lesebändchen…nobler geht es kaum. Es wird sofort deutlich, dass dieses Werk sich von der Masse der anderen aktuell veröffentlichten Bücher abheben wird. - "Episch!", ging es mir durch den Kopf und genau solch eine Begeisterung erwartete ich mir auch vom Inhalt. Im Vorfeld hatte ich schon viel von diesem auf wahren Tatsachen beruhenden Roman gehört, der bereits seinen internationalen Siegeszug angetreten hatte. Vielleicht kennt nicht jeder Leser den Namen Boris Pasternak, aber sein Lebenswerk, der Roman "Doktor Shiwago", dessen Verfilmung Mitte der Sechziger Jahre gleich fünf Oscars gewann, ist ein Stück Kulturgeschichte. Tatsächlich sollte in der damaligen Sowjetunion die Veröffentlichung Pasternaks Romans mit allen Mitteln verhindert werden, wovon nicht nur er selbst, sondern vor allem seine Geliebte (und Muse) Olga Iwinskaja betroffen war. Trotz mehrerer Jahre Gefangenschaft, die sie aufgrund ihrer Bekanntschaft mit Boris in einem weit von Moskau entfernten Gulag unter desaströsen Bedingungen verbringen muss, bleibt sie ihm treu und unterstützt ihn in seinem Schaffen. In den USA leitet die CIA derweil eine sanfte Propagandawelle ein, indem sie gedruckte Exemplare des Romans heimlich nach Russland zurückschmuggeln will, um die Menschen dort aufzurütteln und somit das Sowjetregime quasi von innen, vom eigenen Volk ausgehend, zu schwächen. Erzählt wird sowohl aus Ost- als auch aus West-Perspektive, jeweils mit immer wechselnden Protagonisten als Hauptstimme des jeweiligen Kapitels. Insbesondere die Beleuchtung des Alltags und der Spionagetätigkeiten diverser Agenten/-innen in den USA fand ich unheimlich spannend, da das alte Washington D.C. der 50er Jahre faszinierend real von der Autorin zum Leben erweckt wurde, auch im Hinblick auf die damalige Gesellschaftsordnung. Frauen waren noch weit von der heutigen Gleichberechtigung entfernt und vor allem in den Kapiteln der Stenotypistinnen wird dies deutlich. Die junge Irina wird aufgrund ihrer russischen Abstammung von der Agency für Spionagetätigkeiten angeworben und von der charismatischen Agentin Sally (die meine Lieblingsfigur in diesem Roman war) entsprechend ausgebildet. Hierbei lag der Fokus allerdings größtenteils auf Irinas Privatleben – sie verliebt sich in jemanden, mit dem eine Beziehung unmöglich scheint… So interessant die Hintergrundgeschichte zur Veröffentlichung des legendären Romans Pasternaks ist, so fremd blieben mir die Charaktere in Lara Prescotts Werk. Möglicherweise lag es an der Vielzahl der Figuren oder am permanenten Wechsel der Erzählstimme - oftmals hatte ich zu Kapitelbeginn Probleme zu erkennen, aus wessen Perspektive gerade erzählt wird. Beinahe alle Protagonisten waren mir schlichtweg unsympathisch. Olga opfert ihr Lebensglück auf mehr als nur eine Weise für Boris (- der wiederum nur für seinen Roman lebt -), vernachlässigt sogar ihre Kinder darüber. Boris Pasternak mag ein großer Schriftsteller gewesen sein, aber menschlich wird er hier als selbstsüchtiger, rücksichtsloser Narzisst dargestellt; sein Erfolg geht ihm über alles, bedeutet ihm mehr als Olga. Sein Ego ist ihm wichtiger als Olgas Sicherheit, wichtiger als das Wohl seiner (sowie ihrer!) Familie. Ich hätte Olga vor Wut über ihre devote, naive Haltung ihm gegenüber am liebsten schütteln wollen! Über das Werk "Doktor Shiwago" hatte ich mir insgesamt mehr Detailinformationen erhofft. Warum genau war der Roman der Sowjetregierung solch ein Dorn im Auge? Welche Kritik hat er am Staat geübt? Stattdessen nahmen allerlei 'Nebenschauplätze' einen dermaßen großen Raum ein, dass die Hauptthematik etwas verblasste und die Geschichte mich letztlich nicht so fesseln konnte, wie ich es mir erhofft hatte. Speziell im Mittelteil zogen sich einige der Passagen in die Länge und lenkten vom Hauptfokus ab. Leider hat der wundervolle, mal poetisch schöne, mal nüchterne Schreibstil der Autorin nicht ausgereicht, um diese negativen Punkte auszugleichen. Den realen, in die fiktive Rahmenhandlung eingebetteten geschichtlichen Fakten liegt gewiss eine aufwendige Recherchearbeit zugrunde, das wird mehr als deutlich; dennoch hatte ich das Gefühl, als Leserin gerade mal an der Oberfläche der Informationen zu kratzen. Für Kenner von "Doktor Shiwago" ist das Werk sicherlich interessant, sozusagen als Ergänzung. Im allgemeinen Vergleich mit anderen historischen Romanen würde "Alles, was wir sind" (aufgrund der bereits angesprochenen Oberflächlichkeit und Emotionslosigkeit) allerdings den Kürzeren ziehen.
Wow
Leider für mich zu deprimierend und zu oberflächlich Das Cover ist wirklich schön gestaltet. Das Buch kommt mit einer Papierbanderole umwickelt. Löst man sie, sieht man das Buch. Der Schutzumschlag ist aus bedrucktem Plastik. Nimmt man ihn ab ist das Buch darunter nur mit den Menschen im Zentrum bedruckt und den Kreisen drum herum, die aussehen, wie ein Guckloch. Kein Text, weder auf dem Cover, noch auf der Rückseite oder dem Buchrücken. Die Menschen finden sich auch auf der Innenseite wieder. Die Kapitelüberschriften wiederholen sich immer wieder und bezeichnen die Rolle, die ein Charakter gerade spielt. Sie werden durchgestrichen und darunter steht dann die aktuelle Rolle. Das ist interessant gemacht und mal etwas ganz anderes. Das Buch ist nicht glatt, sondern fühlt sich irgendwie grobporig an. Das lässt sich schlecht beschreiben. Die Kreise sind in verschiedenen Ebenen fühlbar gestaltet. Das macht das Buch rein optisch und haptisch zu etwas besonderem. Ost gegen West. Die einen wollen um jeden Preis das Erscheinen eines Romans verhindern, der ihrer Meinung nach gegen das System gerichtet ist. Die anderen wollen, dass er auf jeden Fall erscheint, vor allem weil die anderen davor Angst zu haben scheinen. Es herrscht der Kalte Krieg, die Gegner sind die Sowjet Union und die USA und der Roman, um den es geht, heißt Doktor Schiwago. Doch geht es wirklich um einen Roman? In diesem Buch nur als verbindendes Element. Es geht um einen Autor, der an einem Roman arbeitet, über den man aber nichts erfährt, außer seinem Titel. Die schwangere Geliebte des Autors wird vom Staat mitgenommen, wochenlang verhört und verliert schließlich durch Schläge ihr Kind. Dennoch wird sie nicht freigelassen. Erfundene Anklagen werden durch unter Folter erzwungenen Geständnissen gegen sie verwendet und sie landet in einem Arbeitslager, alles, um den Autor unter Druck zu setzen. Es geht um eine Gruppe junger Frauen, die als Sekretärinnen bei der „Agency“ arbeiten, die nie beim Namen genannt wird, aber bei der es sich ganz klar um die CIA handelt. Innerhalb dieser Gruppe gibt es Frauen, die nicht nur Sekretärin sind. Sie sollen helfen das Buch zu veröffentlichen. Aber für die Agency zählen sie als Menschen nichts, sie sind austauschbar und werden im Bedarfsfall angeschafft und wieder fallen gelassen. Ich fand den Schreibstil an sich genial. Man erfährt fast nichts über einzelne Personen, man weiß nicht, wer gerade erzählt, manchmal auch lange nicht, ob es ein Mann ist oder eine Frau. Man wird in deren Leben geworfen und wie sie von den Ereignissen überrollt. Was aber schade ist, ist, dass das Buch oberflächlich bleibt. Ab und an, wenn einem Charakter etwas schlimmes zustößt geht es in die Tiefe, aber sonst bleibt man ein „Mitläufer“ und beobachtet. Ich hatte erwartet, dass es bei dem Buch um das Buch „Doktor Schiwago“ geht, dass man erklärt bekommt, warum das Buch „antisowjetisch“ sein soll, warum die Regierung verhindern will, dass es erscheint und zu so drastischen Mitteln greift. Ich dachte, man erfährt mehr darüber, warum die USA unbedingt wollten, dass es erscheint. Aber man bekommt in der Hinsicht nur eine Kindergarten-Antwort „weil die wollen, dass es nicht erscheint“. Ich finde es so schade, dass dieses Buch so oberflächlich bleibt! Eine Katastrophe nach der anderen bricht über die Erzähler herein und es wird immer deprimierender. Aber es fehlt lange der Bezug zum Buch. Man erfährt einfach nicht, warum all das geschieht. Es gibt allerhöchstens Andeutungen, aber niemand spricht Klartext. Fazit: Leider war das Buch so gar nicht meins. Ich fand den Erzählstil am Anfang richtig gut, aber irgendwann wurde es dann zu viel mit diesem betont wage bleiben und bloß nicht bestimmte Dinge beim Namen nennen. Das Buch eiert da einfach drum rum und man hat als Leser das Gefühl, nicht wirklich zum Kern des Ganzen vorstoßen zu können. Darüber hinaus war es mir persönlich einfach viel zu deprimierend. Auch wenn das in Teilen der Wahrheit entspricht, mir war es zu extrem. Zudem kam ich an die Charaktere nicht wirklich heran. Immer wieder wurde auf einen ein Schlaglicht geworfen, wenn dem etwas zustieß, aber ansonsten ging es nicht um dessen Emotionen und Gefühle. Dadurch taten sie mir zwar leid, aber ich musste aufpassen, nicht mit den Namen durcheinander zu kommen, weil sie diese Art der Darstellung austauschbar gemacht hat. Das Buch war leider nicht meins. Es bekommt von mir 2 Sterne, wegen der interessanten Thematik, die aber für mich nicht interessant genug umgesetzt wurde.
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