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John Ajvide Lindqvist

So finster die Nacht

Thriller
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4/5
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ZUSAMMENFASSUNG
Wenn das Unfassbare Einzug hält, nimmt es anfangs niemand wahr ... In dem Stockholmer Vorort Blackeberg wird die Leiche eines Jungen gefunden. Sein Körper enthält keinen Tropfen Blut mehr. Alles deutet auf einen Ritualmörder hin. Noch ahnt niemand, was tatsächlich geschehen ist. Auch der zwölfjährige Oskar verfolgt fasziniert die Nachrichten. Wer könnte der Mörder sein? Und warum sind in der Nachbarwohnung die Fenster stets verhangen ... Eine fesselnde Geschichte über Liebe, Rache - und das Grauen.
BIOGRAFIE
Keine Angaben verfügbar

PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
01.10.2007
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783404157556
Sprache
German
Seiten
641
Schlagworte
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von Babscha
babscha
Der zwölfjährige Oskar lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter in einem Stockholmer Vorort. Das triste Leben des unscheinbaren, dicklichen, aber sehr sensiblen Jungen wird beherrscht von Isolation und einem extremen brutalen mobbing durch mehrere Mitschüler aus seiner Klasse. Mangels Unterstützung durch seine Mitmenschen, selbst seine ignorante und in ihrer unreflektierten Liebe alles erdrückende Mutter versagt auf ganzer Linie, flüchtet sich der Junge in Tagträume und Gewaltphantasien. Als eines Tages ein etwa gleichaltriges Mädchen in die Wohnung direkt nebenan zieht, werden Oskars Instinkte schlagartig geweckt. Zarte, offensichtlich auf Gegenseitigkeit beruhende Bande werden geknüpft, obwohl mit dem Mädchen so einiges nicht ganz zu stimmen scheint. Niemand ahnt, welche Spirale von Angst und Schrecken sich kurz danach in Bewegung setzen wird...... Lindquist entwirft in seinem Erstlingsroman ein gekonntes Wechselspiel zwischen Sozialdrama, Horrorroman und Liebesgeschichte. Ansatzlos springen die Abschnitte zwischen der interessant ausgemalten sich langsam steigernden Beziehungskiste der beiden Hauptfiguren mit all ihren jugendlichen Eigenarten und der nüchternen, distanzierten Schilderung teils abstoßender Grausamkeiten. Etwas störend erscheinen die in ihrer Anzahl überreich vorgestellten Neben- und Randfiguren, von denen einige die Handlung nicht oder nur unwesentlich beeinflussen und diese daher eher behindern. Warum der im gleichen Stadtteil wie im Buch beschrieben aufgewachsene Autor auch ein solch destruktives, negatives Bild der schwedischen Gesellschaft zeichnet, erschließt sich mir nicht ganz, hat aber wohl primär dramaturgische Gründe. Ansonsten jongliert er aber in mehreren nebeneinander laufenden Handlungssträngen, die irgendwann alle schicksalhaft zusammenlaufen, geschickt mit den Emotionen des Lesers. Wenns wieder mal ganz dicke kommt, möchte man am liebsten ins Buch springen und dem armen Oskar zu Hilfe kommen. Die Verquickung von Elementen der phantastischen und blutsaugenden Fraktion in eine Geschichte aus der heutigen Zeit ist aus meiner Sicht hier gut gelungen. Selbst wenn die Auflösung der story am Schluss nicht sehr überraschend kommt und das Buch mit einem open end ausklingt, stimmt dies insgesamt versöhnlich. Ein lesenswertes Buch.
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