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Ralf H. Dorweiler

Der Gesang der Bienen

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ZUSAMMENFASSUNG
1152: Als Zeidler streift Seyfried durch die Wälder und erntet Honig und Wachs von wilden Bienen. Doch sein beschauliches Leben findet ein jähes Ende, als seine Frau Elsbeth zum Tode verurteilt wird. Um sie zu retten, bleibt Seyfried nur ein Ausweg: Er muss die Fürsprache der berühmten Hildegard von Bingen erlangen. Während Elsbeth im dunklen Verlies dem Tod entgegensieht, knüpft die Äbtissin ihre Hilfe allerdings an schier unerfüllbare Bedingungen, die Seyfried bis zum neu gekrönten König Friedrich I. führen ...
BIOGRAFIE
Ralf H. Dorweiler lebt seit seiner Geburt im Jahr 1973 in der Nähe des Rheins. Aufgewachsen ist er an der geheimnisumwitterten Loreley, zum Studium der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft zog es ihn ins lebenslustige Köln. Mittlerweile lebt er im Südschwarzwald, wo er als Redakteur bei einer großen regionalen Tageszeitung arbeitet und Romane schreibt. Ralf H. Dorweiler ist mit einer Opernsängerin verheiratet und Vater eines Sohnes.

PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
01.03.2019
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783404177776
Sprache
German
Seiten
480
Schlagworte
Imkerei, Kaiserpfalz, Kloster, Zeidlerei, Mittelalter, Bingen, Deutschland, Historischer Abenteuerroman, Abenteuer, Ruperstberg, Imker, Äbtisstin, Historische Romane, deutsche Geschichte, Ingelheim
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REZENSIONEN
Bewertet von tigerbea, norgenz und andere
bienchen
norgenz
milkysilvermoon
Zeidler Seyfried lebt mit seiner Frau Elsbeth und den drei Kindern zufrieden im Schwarzwald. Den Lebensunterhalt für sich und seine Familie verdient er durch Honig und Wachs, welches er durch wilde Bienenvölker gewinnt. Elsbeth hilft beim Unterhalt durch ihre Tätigkeit als Heilerin. Und damit bringt sie sich in Gefahr. Denn als sie einer jungen Adeligen versucht zu helfen und diese stirbt, wird Elsbeth zum Tode verurteilt. Denn eine Frau kann keine Heilerin sein. Seyfried erreicht einen 14tägigen Aufschub und macht sich auf den Weg zu Hildegard von Bingen. Kann Hildegard Elsbeth helfen? Dieser Roman hat mich in vielerlei Hinsicht überrascht. Zum einen erfährt man interessante Fakten über Bienen, den Beruf des Zeidlers und das damalige Leben. Dies alles ist äußerst lehrreich und interessant gestaltet. Durch den bildhaften Schreibstil hat man eine genaue Vorstellung von diesen Dingen. Auch die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Man bekommt ein genaues Bild von ihnen und leidet gerade mit Seyfried unheimlich mit. Aber man erlebt auch bei den Charakteren einige Überraschungen. Nicht jede historische Persönlichkeit ist so, wie man sie sich immer vorgestellt hat. Der Spannungsbogen ist sehr hoch. Ständig denkt man, daß jetzt alles gut wird und dann kommt das nächste Hindernis. Dieser Roman ist absolut empfehlenswert!
Wow
Tolle Geschichte mit starken Charakteren Das Buch überzeugt durch einen anschaulichen Schreibstil. Gebannt gelesen habe ich die Szene eines Bärenangriffs, die bildhaft geschildert ist, sodass ich das Gefühl hatte, ich wäre hautnah mit dabei. Informationen über die Zeidlerei, die Bienen, die Köhlerei oder andere Situation aus dem Mittelalter sind geschickt in die Handlung eingebettet und veranschaulichen das alltägliche Leben, so dass man sich in diese Zeit zurückversetzt fühlt.  Gut gefallen haben mir die gut ausgearbeiteten Charaktere mit Ecken und Kanten und Erlebnissen aus der Vergangenheit, die sie bis heute beschäftigen und ihr Handeln beeinflussen. Nicht alle sind sofort leicht einzuschätzen und können einen überraschen. Der Schluss ist richtig spannend und dramatisch geschildert, allerdings gibt es ein paar Kleinigkeiten, wie das Verhalten mancher Figuren, die ich am Ende nicht vollständig nachvollziehen konnte. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Erklärung gewünscht. Dies ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt. Jedes Kapitel beginnt mit einem passenden Zitat von Hildegard von Bingen oder aus der Bibel, was dem Buch noch mehr Charme verleiht. Eine Karte von Seyfrieds Wanderung, ein Personenverzeichnis mit allen vorkommenden Charakteren und ein Nachwort des Autors, das informiert, welche Aspekte den Tatsachen entsprechen und welche frei erfunden sind, runden den Roman ab. Fazit: Gelungener Roman über das Leben im Mittelalter, die Zeidlerei und Hildegard von Bingen mit anschaulichem Schreibstil und gut ausgearbeiteten Charakteren.
Wow
Anne (milkysilvermoon)
Der Schwarzwald im Jahr 1152: Als Zeidler streift Seyfried (35) durch den Schwarzwald und erntet Honig und Wachs von wilden Bienenvölkern. Mit seiner Frau Elsbeth (32) und den Kindern lebt er ein beschauliches, abgeschiedenes Leben. Doch seine Welt gerät aus den Fugen, als man seine Frau für den Tod von Fronika, der Tochter Gottfrieds von Staufen, verantwortlich macht. Sie wird eingesperrt und zum Tode verurteilt. Vom Gericht erhält Seyfried jedoch eine Frist von zwei Wochen, um die Fürsprache der Äbtissin Hildegard einzuholen und so die Unschuld von Elsbeth zu beweisen. Deshalb bricht er zum Kloster Bingen auf, um das Leben seiner Frau zu retten. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. „Der Gesang der Bienen“ ist ein historischer Abenteuerroman von Ralf H. Dorweiler. Meine Meinung: Der Roman besteht aus 25 Kapiteln mit einer angenehmen Länge, die von einem Pro- und einem Epilog eingerahmt werden. Zu Beginn jeden Kapitels steht ein zum Thema passendes Zitat - eine schöne Idee. Auch die Orts- und Zeitangaben sind sehr übersichtlich und einheitlich am Anfang der Kapitel platziert, sodass eine Orientierung in der Geschichte trotz unterschiedlicher Schauplätze sehr leicht fällt. Erzählt wird aus wechselnden Perspektiven, vor allem aus der von Seyfried und Elsbeth. Dieser Aufbau funktioniert sehr gut. Der Schreibstil ist locker, flüssig, bildhaft, detailliert und anschaulich. Der Autor schreibt fesselnd und gleichzeitig einfühlsam. Der Einstieg in die Geschichte gelingt daher sehr einfach. Die Charaktere des Romans wirken authentisch, interessant und gut ausgearbeitet. Im Vordergrund der Geschichte steht Seyfried, der mir schon nach wenigen Seiten sympathisch war, ebenso der Rest seiner Familie. Seine Gedanken- und Gefühlswelt konnte ich gut nachvollziehen. Trotz der annähernd 500 Seiten bleibt die Handlung kurzweilig und unterhaltsam. Einige Wendungen halten die Spannung stetig oben. Nur gegen Ende hin wird das Geschehen ein wenig unrealistisch und zu stark übertrieben, was meinen ansonsten sehr positiven Gesamteindruck des Romans leider ein wenig geschmälert hat. Zudem nimmt der Klappentext bereits viel vorweg. Sehr gut gefallen hat mir das historische Setting des Romans. Mit Hildegard von Bingen spielt eine reizvolle und bekannte Persönlichkeit eine wichtige Rolle in der Geschichte. Ich fand es interessant, auf unterhaltsame Weise mehr über die berühmte Frau zu erfahren. Lehrreich wird der Roman auch dadurch, dass Wissenswertes über das Zeidler-Handwerk vermittelt wird. Die Anmerkungen des Autors belegen die fundierte Recherche. Sehr hilfreich ist das umfassende Personenverzeichnis am Ende des Romans. Tolle Extras sind außerdem eine Landkarte sowie das Rezept zum „Hildegardis-Gold“. Das Cover passt gut zum Thema. Schön finde ich, dass das Bienen-Motiv auch bei der Gestaltung im Inneren des Taschenbuchs aufgegriffen wird. Der Titel klingt poetisch und trifft meinen Geschmack. Mein Fazit: „Der Gesang der Bienen" von Ralf H. Dorweiler ist ein empfehlenswerter historischer Roman. Trotz kleinerer Schwächen sorgt die Geschichte für fesselnde Lesestunden.
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