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Journalistin Carolin stolpert wider Willen in einen Kriminalfall, der sie tief in die Vergangenheit Ost-Berlins führt. In einem Hinterhaus in Prenzlauer Berg findet sie die Leiche eines seit Langem vermissten Jungen. Doch kaum jemand scheint sich an ihn erinnern zu wollen. Die Hausbewohner schweigen, und die Polizei ermittelt nur halbherzig. Eigentlich hat Carolin andere Sorgen. Ihr Freund ist weg, sie hat keine Wohnung mehr und keinen Job. Aber ehe sie sichs versieht, ist sie dem Mörder zu nahe gekommen. So wird das Hinterhaus auch für Carolin zur tödlichen Falle ...

PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
01 Jun 2019
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783404178278
Sprache
German
Seiten
317
Schlagworte
Leiche, DDR-Kinder, Kriminalroman, Wochenkrippe, Krimi, sozialistisch, alleinerziehend, Mörder, Aufbau, Aufarbeitung, Mord, Berlin-Krimi, Polizist, Deutschland, Serienkrimi (Serienermittler)
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REZENSIONEN
Bewertet von miss_mesmerized, Wuschel und 2 andere
miss_mesmerized
wuschel
mybookshelfismyboyfriend
kimvi
miss_mesmerized
Als sie vom Yoga nach Hause kommt, ist alles anders: die Wohnung ist leergeräumt, Freund Jens ist weg, nur noch sieben Kartons mit ihren Habseligkeiten sind übrig geblieben. Journalistin Carolin weiß nicht wie ihr geschieht und sucht zuerst einmal Trost bei ihrer Nachbarin und Freundin Henry. Doch dort kann sie auch nicht bleiben und weil sie so neben sich steht, ist sie tags darauf auch noch arbeitslos, denn sie hat ihre Radiosendung völlig versemmelt. Ausgerechnet die schräge Mandy aus der Erdgeschosswohnung im Hinterhaus nimmt sie auf. Doch schon die erste Nacht wird zum Desaster als Carolin beim Toilettengang im Zwischengeschoss auf die Leiche eines seit 20 Jahren vermissten Jungen stößt. Und das ist erst der Anfang für eine Reihe von unglaublichen Ereignisse. Lioba Werrelmanns Roman spielt ein wenig mit den Genregrenzen. Es gibt eine Kriminalgeschichte, sogar eine richtig gut gestrickt, was sich aber erst spät in der Handlung wirklich offenbart; bis man dahin kommt, glaubt man sich eher in einer Räuberpistole mit Slapstickeinlagen oder gar einem parodierten Splatterroman. Wenn man sich die Rezensionen anschaut, könnten die Meinungen kaum weiter auseinanderliegen, was sich gut nachvollziehen lässt; an mancher Stelle habe ich auch gedacht, dass ein bisschen weniger gut gewesen wäre. „Hinterhaus“ ist einer der wenigen Romane, die sich kaum als Ganzes beurteilen lassen, er zwingt zur Aufschlüsselung einzelner Aspekte. Die Krimihandlung ist vom Ende her gesehen wirklich sehr gut gestrickt und traurigerweise auch sehr glaubwürdig. Die Figuren sind - positiv formuliert – eigenwillig. Allen voran Carolin, die mehrfach als ausgesprochen weltfremd und doof bezeichnet wird und genau so auch rüberkommt. Ihr fehlt jede pragmatische Kompetenz und offenbar ist sie bislang gut damit gefahren, in ihrer eigenen Welt zu leben. So wirklich warm wird man mit ihr nicht, bisweilen haben mich ihre autistischen Züge fast wahnsinnig gemacht. Mandy ist nicht viel besser, sie ist die typische Cat-Lady, die jedoch im Gegensatz zu Carolin nur verschoben wirkt, aber offenkundig recht clever ist. Alle anderen Figuren sind ebenfalls speziell auf ihre jeweils ganz eigene Weise. Was es bisweilen wirklich schwer machte, den Roman nicht beiseite zu legen, was die Sprache. Der Text ist gespickt mit Fäkalausdrücken und die Häufigkeit und Detailgetreue, mit der Carolins Verdauung thematisiert wird, hat meine Schmerzgrenze deutlich ausgereizt. Es mag der Versuch sein, die schnodderige Berliner Schnauze darzustellen, hat mich aber nicht erreicht und bei einer Protagonistin aus Bergisch Gladbach, die in ihrer neuen Heimat ohnehin nie angekommen ist, macht dies sowieso keinen wirklichen Sinn. So wirkt dies mehr nach sehr derber Gossensprache, die doch etwas verstört, aber kein Flair schafft. Auch mag manche Leser das wahre Gesicht vieler Figuren eher verschrecken, als dies offenkundig wird. Es fehlt jeder Hinweis darauf, wobei hier wirklich die Gradwanderung zwischen Spoilern und Triggerwarnung schwer zu lösen ist. Auch wenn sich der Krimi über weite Strecken zum Teil fast eher humoristisch liest, ist er meines Erachtens letztlich sicher nichts für zart besaitete Gemüter. Fazit: ein ausgesprochen eigenwilliger Roman, der jeder Erwartung trotzt und für den ich letztlich dennoch eine klare Leseempfehlung aussprechen würde.
1 Wow
Beschreibung: Nachdem Carolin binnen zweier Stunden als sie beim Yoga war von ihrem geliebten Jens verlassen wurde, nimmt sie die scheinbar seltsame Nachbarin Mandy bei sich auf. Ihr Leben scheint Kopf zu stehen. Verlassen vom Freund - ohne ein Wort -, keine Wohnung mehr und Job verloren und dann stolpert sie zu allem Übel auch noch über die Leiche eines seit 20 Jahren vermissten Jungen. Keiner scheint sich wirklich zu interessieren, weswegen Carolin versucht auf eigene Faust ein paar Dinge herauszufinden und genau das wird ihr zum Verhängnis, denn sie ist dem Mörder näher als sie denkt. Meinung: Den Klappentext finde ich schon ein wenig unpassend, denn Caro ist eigentlich keine Journalistin. Sie ist lediglich "die Stimme des Ostens" und moderiert eine Sendung im Radio. Das wird aber beim Lesen auch relativ schnell klar, denn diese Frau wirkt einfach nur absolut unfähig. Dennoch schaffte es die Autorin, dass ich eine gewisse Empathie für sie empfand. Ob es an dem Schicksalsschlag direkt zu Anfang lag kann ich nicht sagen. Andererseits musste ich mir verdammt oft an den Kopf langen und hätte das "Mädchen" einfach nur gern geschüttelt, weil es so übel verstrahlt ist. Witzig fand ich, dass in diversen Rezensionen kritisiert wurde, dass die Protagonisten so häufig ihren menschlichen Bedürfnissen nach gehen. Bis ich dies gelesen habe ist es mir gar nicht so extrem aufgefallen. Es war für mich einfach natürlich. Zudem fand ich es aus stilistischer Sicht passend. Schon allein die Ausführungen über diverse Gepflogenheiten des Bezirk Prenzlauer Berg ließen mich mehrfach lachen; Lokalkolorit vom Feinsten - auch wenn das Buch an sich von der Atmosphäre eher bedrückend ist. Obwohl ich kein Fan von einer übermäßigen Ansammlung kurzer Sätze bin, fand ich es  recht erträglich. Das Gesamtbild hat für mich einfach gepasst. Einziges Manko war, dass ich mich dadurch wirklich häufig total gestresst oder gehetzt fühlte, die Handlung aber eher gemächlich weiter ging. Wobei der Kontrast von diesem Maschinengewehrfeuer zur Handlung auch irgendwie zum Ort passt. Das schnelllebige, vor Menschen strotzende Berlin - keiner hat Zeit, alles gestern - und dann dieser skurrile Leichenfund, der keinen zu interessieren scheint, die Welt sich aber dennoch gemächlich weiter dreht. Ihr seht, das Buch - so simpel wie es war - hat etliche Gefühle und Gedanken bei mir geregt. Zwischendurch hatte ich auch wirklich das Bedürfnis darüber zu sprechen, da es mich wirklich fertig gemacht hat. Die Szenen haben sich förmlich in meinem Kopf abgespielt. Die Story an sich fand ich auch ganz cool, wenn auch irgendwie unwahrscheinlich, aber da etliche seltsame Dinge in der ehemaligen DDR sowie zur Wende geschehen sind, könnte ich mir dennoch vorstellen, dass es so war. Diese überspitze und leicht überdrehte Darstellung passte für mich ebenfalls gut ins Gesamtbild. Das Buch als Krimi zu bezeichnen finde ich ein wenig grenz wertig. Ich empfand es oftmals dann mehr als Thriller oder sogar Psychothriller. Die Ermittlungen sind nicht so richtig oder eher beiläufig vorhanden. Zumindest gefühlt. Beim Lesen hatte ich einfach mehr dieses (Psycho)Thriller Gefühl als nach einem Krimi. Dennoch hat mich das Buch gut unterhalten, da ich beide Genre sehr gerne mag. Fazit: Eine beklemmender, aber dennoch überdrehter Krimi, der für mich vom Gesamtkonzept her recht gut zusammen passt und mir zudem Spannung sowie Unterhaltung lieferte.
Wow
mybookshelfismyboyfriend
Beschreibung: Journalistin Carolin stolpert wider Willen in einen Kriminalfall, der sie tief in die Vergangenheit Ost-Berlins führt. In einem Hinterhaus in Prenzlauer Berg findet sie die Leiche eines seit Langem vermissten Jungen. Doch kaum jemand scheint sich an ihn erinnern zu wollen. Die Hausbewohner schweigen, und die Polizei ermittelt nur halbherzig. Eigentlich hat Carolin andere Sorgen. Ihr Freund ist weg, sie hat keine Wohnung mehr und keinen Job. Aber ehe sie sichs versieht, ist sie dem Mörder zu nahe gekommen. So wird das Hinterhaus auch für Carolin zur tödlichen Falle ... Meine Meinung: Mich hat dieses Buch vollends begeistert. Ich mochte es von Anfang an. Ich möchte jetzt hier nicht zu viel schreiben, weil ich Angst habe, dass ich zu viel verrate. Finde ich bei Krimis ja immer verheerend. Carolin kommt irgendwann vom Yoga wieder nach Hause und stellt fest, dass ihre ganze Wohung ausgeräumt ist, bis auf ein paar Kartons mit ihren Sachen drin. Innerhalb von 2 Stunden hat ihr langjähriger Lebensgefährte Jens, alles leer gemacht und vor allem auch alles mitgenommen. Die gemeinsame Wohnung hatte er auch schon im Vorfeld fristgerecht gekündigt. Innerhalb von 2 mickrigen Stunden hat sich Carolins kommplettes Leben verändert. So landet sie im Hinterhaus, bei Mandy. Und ab da wird alles total seltsam, sie wird in einen Mordfall mit reingezogen, kommt dem Mörder sehr nahe und alles steht noch mehr Kopf als sowieso schon. Bei diesem Krimi wird einem wirklich nie langweilig. Es passiert unentwegt etwas. Meistens irgendwas seltsames, das hat mich besonders gefesselt. Und ich habe Lioba Werrelmanns Schreibstil geliebt. Ich denke viele werden diesen kritisieren weil er einfach direkt ist, kein Blatt vor dem Mund nimmt. Es kommen auch Schimpfwörter vor oder es werden Tätigkeiten beschrieben, die man so nicht in jedem Buch liest aber genau das macht dieses Buch für mich so authentisch. Wir fluchen alle mal und wenn wir es nicht laut sagen, dann denken wir Wörtet mit f oder s. Für mich war das einfach sehr nah an der Realität. Ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall, weil es anders ist, auch schockierende Themen beinhaltet aber vor allem weil es unterhält.
Wow
Carolin lebt mir ihrem Freund Jens, einem ziemlich erfolgreichen Orthopäden, in Berlin. Carolin muss sich um nichts kümmern, alle Probleme werden ihr abgenommen. Doch damit ist es schlagartig vorbei, als sie eines Tages nach Hause kommt. Denn die Wohnung ist leer und Freund Jens offensichtlich ausgezogen. Carolin hat keine Ahnung, warum Jens weg ist und wo sie nun leben soll. Denn die Wohnung ist gekündigt und bis auf ein paar Umzugskisten bleibt Carolin von ihrem bisherigen Leben nichts mehr. Mandy, eine Bekannte, die im Hinterhaus lebt, bietet ihr spontan Hilfe an und lässt sie bei sich wohnen. Doch damit fangen Carolins Probleme erst richtig an. Denn sie findet die Leiche eines seit Jahren vermissten Jungen. Plötzlich geschehen merkwürdige Dinge und jeder Hausbewohner scheint Geheimnisse zu haben. Carolin stolpert regelrecht ins Chaos und scheint dem Täter dabei viel zu nah zu kommen... Krimis und Thriller sind ja meine absoluten Favoriten und deshalb hat mich die Inhaltszusammenfassung sofort angesprochen. Denn ich habe mir ein spannendes und nicht so leicht zu durchschauendes Leseerlebnis erhofft. Leider fiel mir schon der Einstieg nicht ganz leicht. Denn die Ich-Erzählerin Carolin wirkte auf mich nicht unbedingt sympathisch und ihre Erzählungen eher wirr. Die Beschreibungen des Mietshauses, das im Zentrum der Handlung steht, und die der unterschiedlichen Bewohner, sorgten von mir von Anfang an dafür, dass ich mich in diesem Haus, und damit in der Handlung, nicht wohlgefühlt habe. Im Verlauf der Ereignisse stolperte Carolin von einer kuriosen Situation zur nächsten. Diese Szenen wirkten auf mich nicht gerade glaubwürdig, wobei dieser Eindruck vermutlich zum größten Teil an der eingeschränkten Wahrnehmung der Hautprotagonistin lag. Denn Carolin war sehr auf sich selbst bezogen und ihre Gedanken kreisten meistens um die eigene Person. Deshalb konnte sie die Schwingungen und Verbindungen zwischen den anderen Bewohnern wahrscheinlich nicht wahrnehmen und an den Leser weitergeben. Sehr gut vermitteln konnte sie allerdings die Vielfalt ihrer Körperausscheidungen. In den ersten beiden Dritteln der Handlung sorgten diese bei mir dafür, dass ich mich noch unwohler im Geschehen fühlte und mich regelrecht ekelte. Das könnte man durchaus positiv bewerten, da es ja auch eine Kunst ist, so eine besondere Atmosphäre zu erschaffen, die authentisch zwischen den Zeilen spürbar ist. Allerdings hat diese Atmosphäre, die durch die teilweise sehr derbe Wortwahl der Protagonisten noch unterstützt wurde, bei mir dafür gesorgt, dass ich das Buch am liebsten zur Seite gelegt hätte. Im letzten Drittel hatte Carolin ihre Körperausscheidungen besser im Griff und dies führte bei mir dazu, dass sich meine Abneigungen, das Buch weiterzulesen, etwas legten. Die Hintergründe, die vor Jahren zum Tod des Jungen geführt haben, waren nicht so leicht zu durchschauen. Es gab also einige Überraschungen, die ich positiv bewerte, da ich den Täter so nicht auf dem Schirm hatte. Insgesamt gesehen, hält sich meine Begeisterung allerdings sehr in Grenzen. Denn die Handlung wirkte auf mich kurios, stellenweise sehr konstruiert und dadurch ziemlich unglaubwürdig. Außerdem habe ich mich in der Atmosphäre überhaupt nicht wohlgefühlt, da mich die ausführlich und gefühlt ständig beschriebenen Köperausscheidungen, an meine Ekelgrenze gebracht haben. Auf meiner Bewertungsskala vergebe ich deshalb nur zwei von fünf Sternchen. Da die Geschmäcker ja zum Glück verschieden ist, gibt es von mir die Empfehlung, sich selbst ein Bild zu machen.
Wow

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