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Nathan Filer

Nachruf auf den Mond

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ZUSAMMENFASSUNG
Der Überraschungserfolg aus Großbritannien: Ausgezeichnet mit dem Costa Book Award 2013. »Ich werde Ihnen erzählen, was passiert ist, denn bei der Gelegenheit kann ich Ihnen meinen Bruder vorstellen. Er heißt Simon. Ich glaube, Sie werden ihn mögen. Wirklich. Doch in ein paar Seiten wird er tot sein. Danach war er nie mehr derselbe.« Matthew Homes ist ein begnadeter Erzähler, und Patient der Psychiatrischen Klinik in Bristol. Um dort dem trostlosen Alltag zu entfliehen, schreibt er seine Geschichte auf - und die seines Bruders Simon, der im Alter von elf Jahren während des Campingurlaubs in Cornwall starb. Selbst nach zehn Jahren gibt sich Matthew immer noch die Schuld am Unfalltod seines Bruders. Doch eigentlich ist Simon für ihn gar nicht tot - und Matthew auch kein gewöhnlicher 19-Jähriger. Matthew leidet an Schizophrenie ... »Ein Meisterwerk!« EVENING STANDARD »Nathan Filer hat ein Gespür für die dunkle Komödie des Lebens.« THE OBSERVER »Authentisch, lustig und unendlich traurig.« THE SUNDAY TIMES »Nathan Filer tritt in die Fußstapfen von Mark ­Haddons Supergute Tage. Sie werden 'Nachruf auf den Mond' einfach lieben.« DAILY MAIL »Eine bewegende und erheiternde Lektüre ... mit Passagen, die einfach Poesie sind.« THE GUARDIAN
BIOGRAFIE
Nathan Filer ist ehemaliger Krankenpfleger der Psychiatrischen Klinik in Bristol und heute als Schriftsteller, Dichter und Filmemacher tätig. Zudem unterrichtet er Creative Writing an der Bath Spa University. "Nachruf auf den Mond" ist sein erster Roman, für den er verschiedene Preise gewann: u.a. den renommierten Costa Book Award und den Betty Trask Prize für das beste Debüt. Filer lebt mit seiner Familie in Bristol. Mehr über den Autor unter http://nathanfiler.co.uk/

PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
02.03.2015
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783426281246
Sprache
German
Seiten
320
Schlagworte
Schizophrenie, Verlust, Psychiatrie, Psychiatrische Klinik, Schuldgefühle, Bruder, Trauer, Erwachsenwerden, Trauerbewältigung, Bristol, Ameisenfarm, Einsamkeit, Mond, Unfall
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REZENSIONEN
Bewertet von Ladybug und Buchensemble
ladybug
buchensemble
"Wir besiegen das Ding, mon ami. Wir besiegen es zusammen." Matthew Homes ist Patient in der Psychiatrie in Bristol. Er kämpft noch immer mit Schuldgefühlen: der Tod seines zwei Jahre älteren Bruders Simon ist seiner Ansicht nach nur durch ihn möglich gewesen. Matt ist nicht einfach, aber man muss ihn einfach mögen. Er schreibt seine Geschichte auf und erzählt so dem Leser und auch sich selbst, was damals geschah. Doch nicht chronologisch, sondern völlig durcheinandergewürfelt. Man kann Matt verstehen, wenn man selbst schon einschneidende Erlebnisse hinter sich hat, denn dann kennt man das. Da steigen beim Erzählen andere Erinnerungen hoch, die unbedingt jetzt vorher noch erzählt werden müssen und die – schafft man es bis zum Ende durchzuhalten – gar nicht so unwichtig waren, wie sie zunächst erscheinen. Der Stil ist so, wie er zu einem Psychiatriepatienten passt: man spürt gute und schlechte Tage. Matt schreibt mal sehr wach und intelligent, mal glaubt man, die Medikamente aus seinem Text zu lesen. Das macht die Story aber sehr authentisch. Auch die vermeintlich wirren Stellen lesen sich sehr gut und flüssig und immer erkennt man Matt. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, ihn Stück für Stück kennenzulernen. Matt ist auch sehr intelligent – das beweist er an sehr vielen Stellen immer wieder. Und sagt man nicht, Genie und Wahnsinn liegen dicht beieinander? Auch die Beziehung zu seinen Eltern wird sehr schön beschrieben. Wie schön auch durch sanfte Distanz Nähe aufkommen kann, zeigt Matts Vater mit seiner Art, wie er mit ihm umgeht. Es ist so voller Liebe und gibt Matt auch deutlich Rückhalt. In diesem Buch steckt alles, was auf der bunten Pallette des Lebens zu finden ist: Liebe, Hass, Wut, Freude, Trauer, Krankheit, Gesundheit, Leben, Tod, Stillstand, Entwicklung ... und Glück – alles eben. Nathan Filer schenkt dem Leser mit „Nachruf auf den Mond“ eine wunderbare Geschichte, die viel mehr ist, als in diese 315 Seiten passt. Sie wächst außerhalb des Buches im Kopf und Herzen des Lesers noch weiter. Und doch kann ich keine vollen fünf Sterne geben. Genau benennen kann ich es nicht, was mir fehlt, was mir nicht gefällt. Vielleicht ist mir das Buch zu offen, denn ein richtiges Ende hat es nicht, das sagt auch Matt. Aber auf alle Fälle bekommt es vier blankpolierte Sterne und eine Kaufempfehlung, die aus tiefstem Herzen kommt.
Wow
Wahnsinn! – Nachruf auf den Mond Matthew Holmes hatte eine schöne frühe Kindheit, obwohl sein großer Bruder Simon an der Glasknochenkrankheit erkrankt ist. Dann geschah ein Unfall im Urlaub, und Simon trug seinen kleinen Bruder, um ihm zu helfen. Jetzt ist Simon tot, und Matthew ist schuld. Zumindest sagt er das. Seine Mutter ist schwer depressiv, Matthew muss die Schule wechseln, um von der Erinnerung an seinen toten Bruder wegzukommen. Doch die Erinnerung kommt mit: In Form einer Psychose erscheint Matthew sein Bruder immer wieder. Eine paranoide Psychose bringt ihn in die Psychiatrie, wo er auf einem Computer Tagebuch schreibt. Und dieses Tagebuch heißt: Nachruf auf den Mond. Die ersten drei Dinge, die ich nach dem Lesen getan habe: Ich habe nichts bereut. Meinen Terminkalender angesehen Platz für eine Neuüberarbeitung von “Irre sind menschlich geschaffen” Mein Eindruck zu Nachruf auf den Mond: “Nachruf auf den Mond* ist der beste Psychiatrie-Roman, den ich jemals gelesen habe. Zwar bin ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit Suicide Notes durch, aber das Buch hatte mehr Inhalt als ich erwartet hätte. Dieses wird vermutlich eine der kürzesten Rezensionen, die ich je geschrieben habe, weil ich so endlos begeistert bin. Kia war nicht nur begeistert, sondern auch erschüttert. Mehr dazu liest du beim Buchensemble: https://www.buchensemble.de/nachruf-auf-den-mond/
Wow
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