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ZUSAMMENFASSUNG
Eine Frau mit einem Motorrad - Ein Mann mit einem Baby - Eine Gang mit einem Schaufelradbagger - eine Dystopie mit packendem Endzeit-Setting: Die alten Regeln gelten nicht mehr, seit drei Kriege und das Wasteland-Virus die Menschheit beinahe ausgelöscht haben. Marodierende Banden beherrschen das Land, und auf dem freien Markt sind Waren nur im Tausch gegen Gefallen zu haben. Um an Medikamente zu kommen, lässt sich die herumreisende Laylay auf ein Geschäft ein: Weil sie als Einzige immun gegen das Virus ist, soll sie den Marktbewohner Zeeto in der Todeszone aufspüren. Als sie ihn findet, ist er bereits infiziert. Zudem hat er etwas in einer geheimen Bunker-Anlage gefunden: ein Baby. Und obwohl das Virus Laylay nichts anhaben kann, beginnt sie sich zu verändern ... Eine postapokalyptische Utopie auf den Ruinen eines zerstörten Deutschlands. Fesselnde Action mit einer Prise Romantik: Judith und Christian Vogt haben mit »Wasteland« eine post-apokalyptische Welt erschaffen, die nicht nur Fans von Dystopien begeistern wird. Die Zukunft gehört den Heldinnen!
BIOGRAFIE
Judith Vogt absolvierte nach dem Abitur eine Lehre als Buchhändlerin, bevor sie sich dem Schreiben widmete. Sie hat bereits mehrere Romane bei Bastei Lübbe veröffentlicht. Für ihren ersten gemeinsamen Roman, Die zerbrochene Puppe, erhielten Judith und Christian Vogt den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie "Bester deutschsprachiger Roman". Das Ehepaar wohnt mit seinen Söhnen in Aachen.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.10.2019
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783426523919
Sprache
German
Seiten
400
Schlagworte
Endzeit Bücher, Christian Vogt, Handgebunden-Markt, Scifi-Roman, Weltuntergang, Science Fiction, Forschungsanlage, SF, Mutanten, Thriller, Zeeto, Ödland, Bunker, Endzeit Romane, Apokalypse
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REZENSIONEN
Bewertet von Lisa Beiersmann, sillyt und 3 andere
lisa_beiersmann
sillyt
victoriavicisbookblog
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Lisa Beiersmann
Enttäuschungen gehören zum Leben wie Zitrone zu Ingwer Wasteland beschreibt ein postapokalyptisches Europa, durch das die Protagonistin Laylay gemeinsam mit ihrem Vater auf einem Motorrad reist. Nach einem Weltkrieg mit biochemischen Waffen sind große Teile der Welt unbewohnbar. Insekten sind nahezu ausgestorben und die wenigen Pflanzen müssen per Hand bestäubt werden. Einzig in den Grüngürteln herrscht Leben, doch diese sind von giftiger Luft (dem Wasteland-Virus) gekennzeichnet: ein normaler Mensch kann selbst mit einer Schutzausrüstung nicht lange dort überleben. Die Gebiete dazwischen werden vielerorts von Gangs regiert, die ihre Macht gerne mit Sex ausdrücken. Laylay und ihr Vater bleiben nie lange an einem Ort, kehren an bestimmte Stellen jedoch immer wieder zurück. So auch zu Beginn des Buches: Laylay und ihr Vater treffen auf dem sogenannten Handgebunden-Markt ein. Da die Gang aus diesem Gebiet auf die Wirtschaft des Marktes angewiesen ist, lassen sie die Leute dort weitestgehend in Frieden. Waren sind nur im Tauschhandel erhältlich. Um wichtige Medikamente zu bekommen, verrät Laylays Vater einer alten Freundin das Geheimnis um Laylay: ihre Immunität. Im Austausch für die Tabletten soll Laylay nach dem Marktbewohner suchen, der einen Forschungsausflug in eine der Todeszonen unternommen hat. Als sie ihn findet, ist er nicht allein: in einer Bunkeranlage fand er ein kleines Baby, das Laylays Immunität zu teilen scheint. Doch auch in anderer Hinsicht ist dieses kleine Kind besonders und sie verstecken es auf dem Markt. Mit der Zeit beginnt auch Laylay sich zu verändern. Sie geraten in einen Konflikt mit der Gang, bei dem sich alles um die geheimnisvolle Bunkeranlage drehen zu scheint. Die Geschichte wird abwechselnd von Laylay, Zeeto und einem Mitglied der Gang erzählt. Die Sprache dieser Postapokalypse ist von Turkologismen geprägt und an vielen Stellen sehr umgangssprachlich. Dei Erzählstränge verlaufen parallel und chronologisch. Während der Klappentext eine umfassende Geschichte verspricht und auch zu Beginn viele Fragen zu Laylays Immunität aufgeworfen werden, werden die gegen Ende sehr lasch erklärt. Die Wendung kam zwar unerwartet, hat mich allerdings eher negativ überrascht. Auch der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig: obwohl ich nicht der Typ für "das Buch gefällt mir nicht, ich breche ab" bin, habe ich sehr mit mir gekämpft und musste das Buch eine Zeit lang auf Seite legen, weil es mir schlichtweg zu langweilig und anstrengend geworden ist. Das offene Ende macht einen hier zwar ein wenig neugierig auf eine Fortsetzung, lässt mich gleichzeitig aber auch die Augen verdrehen. Die Motivation und Handlungsweise einiger Charaktere ist für mich persönlich an vielen Stellen nicht nachvollziehbar, gerade gegen Ende hin wird es immer schlimmer. Fazit: Eine interessante Idee, die in ihrer Umsetzung leider gescheitert ist.
1 Wow
Die Welt in nicht allzu ferner Zukunft: drei Kriege und ein Virus haben die Menschheit nahezu dem Untergang geweiht und das Überleben ist hart. Zwischen dem Wasteland, bei dessen Betreten man dem tödlichen Virus zum Opfer fällt und den Trümmern der alten Welt gibt es den handgebunden Markt. Hier werden Waren und Medikamente zum Tausch angeboten und auch reisende werden hier immer wieder fündig. Auch Laylay und ihr Vater, der Doc, gehören zu den Reisenden und auch sie besuchen regelmäßig den handgebunden Markt, denn Laylay benötigt ein Medikament. Bei einem ihrer Besuche wird sie gebeten, einen jungen Mann des Marktes, Zeeto, im Wasteland aufzuspüren, denn sie hat eine Gabe: sie ist immun gegen den Virus. Laylay findet ihn, doch nicht nur ihn. Meine Meinung Ich liebe Dystopien, auch wenn ich sie immer wieder äußerst erschreckend finde, haben sie doch eine magische Wirkung auf mich und machen mich neugierig. Auch Wastland von Judith und Christian Vogt sprach mich gleich an und ich war sehr gespannt darauf, welche Welt die beiden Autoren hier entworfen haben. Der Schreibstil ist durchaus ungewöhnlich, denn die Autoren passen sich beim Erzählen durchaus ihren Charakteren an. So wechseln sich gendergerechte Sprache mit Gossensprache, Umgangssprache und und einer etwas seltsam amutende Sprache ab, bei der, dem die Stimme gehört, versucht, Wörter unseres täglichen Sprachgebrauchs zu verwenden, ohne wirklich zu wissen, was er da sagt. Wer sich darauf einlassen kann, bekommt hier durchaus eine ganz gut gelungene Dystopie. Der Weltentwurf ist finster, verloren, beinahe schon hoffnungslos. Verseuchtes Land, zerstörte Häuser, Überlebenskampf wohin man schaut. Auch die Mensche haben sich, wieder einmal gespaten, auf der einen Seite stehen die Hopers, die die auch heute noch glauben, dass nicht alles verloren ist. Auf der anderen Seite stehen die Brokes, für die Drogen und andere unterdrücken zur Tagesordnung gehören. Durch ein Abkommen gelingt es ihnen, nebeneinander zu existieren, doch das sorgt auch immer wieder für Konflikte. Über weite Teile fand ich es recht spannend, zu sehen, wie die Menschen miteinander umgehen und wie sie versuchen, zu überleben, ohne die Hoffnung zu verlieren. Hin und wieder gab es Momente, die ein wenig zu langatmig wurden, doch insgesamt konnten die Autoren mich an ihre Geschichte fesseln. Hier wird wirklich unheimlich viel reingepackt, was ich teilweise sehr real fand, z. B. die Depressionen eines der Charaktere, anderes fand ich dann eher unglaubwürdig. Alles in allem wirkte aber die Atmosphäre authentisch und oftmals sehr beklemmend und bedrückend. Ob ich in dieser Welt ein Hoper wäre? Ich kann es nicht beantworten. Kommen wir zu den Charakteren, die abwechslungsreich und interessant waren. Mit vielen Facetten und unterschiedlichsten Entwicklungen ausgestattet, sorgen sie dafür, dass man mehr über sie in Erfahrung bringen möchte. Zeeto und Laylay, die Protagonisten der Geschichte, waren glaubhaft und wuchsen mir, trotz ihrer absoluten Unterschiedlichkeit, schnell ans Herz. Zeeto, der an einer bipolaren Störung leidet, fand ich absolut gelungen und seine mal depressiven, mal manischen Phasen sehr gut umgesetzt. Laylay bietet Stoff zum Nachdenken und ist tough und durchsetzungsstark, hat aber auch Geheimnisse. Die dritte Perspektive bietet Root, einem der Brokes, durch den man nahezu spürt, wie verrückt so manch einer in dieser Welt wird und dessen Gedanken mich teilweise abgestoßen, teilweise echt fasziniert haben. Natürlich finden sich hier auch noch viele weitere Charaktere, die mal schockieren, mal berühren, mal nachdenklich machen. Vielleicht ein bisschen zu viel des Guten, aber doch wieder genau das, was die Geschichte wieder besonders werden lässt. Mein Fazit Düstere, hoffnungslose Atmosphäre und facettenreiche Charaktere bringen ganz viel Leben in diese Geschichte. Mal brutal, mal verrückt, mal durchaus mit humorvollen Momente und vor allem die gendergerechte Sprache, die hier völlig natürlich eingebaut wird, lassen diese Buch zu etwas besonderem werden, was mir im großen und ganzen gut gefallen hat. Mit Wasteland haben Judith und Christian Vogt eine, zum großen Teil, beängstigende Zukunft beschrieben, von der ich hoffe, das sie so nicht eintreffen wird.
3 Wows
Fangen wir mal mit den positiven Dingen an dem Buch an. Das Setting, in dem wir uns hier befinden ist unglaublich gut niedergeschrieben worden. Ich mochte es mit Laylay durch das Wasteland zufahren und mit Zeeto geheime Bunker zu erkunden. Wir erleben hier eine Landschaft, wie ich sie noch nie gesehen habe und was ich besonders mochte ist, dass wir uns in Europa befinden. Ich habe noch nie einen Endzeitroman gelesen, in dem die Handlung in Europa geschweige den in Deutschland spielt. Besonders interessant war auch die Geschichte hinter der Katastrophe. Es ist ja allgemein bekannt, dass Menschen gerne zerstören. In dem Buch wird uns ein Szenario gezeigt, was die Zukunft vielleicht bringen könnte (auch wenn es ein Extremfall ist). Wie das Wasteland beziehungsweise Ödland zu dem geworden ist was es jetzt ist war also höhst interessant und ich habe mich immer über mehr Informationen dazu gefreut. Wir haben eine Vielfalt von Charakteren und Kulturen, die im Buch verankert sind. Laylay ist ziemlich tough und war mir manchmal unsympathisch, da ich ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen konnte. Vielleicht war das aber auch so gewollt und sie sollte ein bisschen unnahbar sein (immerhin lebt sie in einer postapokalyptischen Welt). Zeeto, der zweite Hauptcharakter, hat eine psychische Erkrankung. Er hat eine Bipolare Störung und dies wird einem gleich am Anfang auch mitgeteilt. Ich kann leider nicht sagen, ob diese richtig dargestellt wurde, aber oft wurde darauf eingegangen und seine Schwankungen wurden ausführlich dargestellt. Auch die Nebencharaktere waren alle total durchwachsen. Wir haben viele Kulturen, Sexualitäten und Meinungen. Es war spannend die Ansichten von anderen zu hören und wie die Menschen mit der Katastrophe leben, die passiert ist. Die Handlung war am Anfang sehr spannend und nur ab und zu gab es Stellen, die ein bisschen langweilig waren. Jetzt kommt aber "der große Knall" ...mir wurde die ganze Geschichte zu verrückt. Ich mag ja eigentlich total abgefahrene Sachen, aber hier wurde es mir einfach zu viel. Leider kann ich nicht genau darauf eingehen, aber es kamen nachher viele Dinge zusammen, die für mich nicht wirklich Sinn ergeben haben. Jedoch glaube ich, dass dies sehr vielen Leuten besonders gefallen könnte. Der Schreibstil hat mir am Anfang ein paar Probleme bereitet, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt und nach einiger Zeit hat er mir sehr gefallen. Es war flüssig und fesselnd zu lesen. Ich mochte manchmal die Ausdrucksweise nicht, da oft Wörter wie "Fakk" und in die Richtung benutzt wurden. Ich habe mich dann immer gefragt, warum man nicht gleich die englischen Begriffe benutzt. Fazit Für alle, die spannende, verrückte und Apokalyptische Geschichten mögen ist dieses Buch aufjedenfall etwas. Jedoch sollte man vorher auf die letzte Seite schauen, denn da gibt es einige Triggerwarnungen* (ich habe sie mal alle unten aufgeschrieben). Von mir gibt es 3 Sterne und ich freue mich auf die Fortsetzung, da noch einige Fragen offen stehen. Danke an den Knaur Verlag, die mir dieses Buch zugeschickt haben. Bis bald ihr Lieben eure Vici♥ *Triggerwarnungen für das Buch Gewalt, explizite Schilderung von Sex, Depressionen und bipolarer Neurodivergenz, Kontrollverlust, verbale Androhungen von sexueller Gewalt, Erwähnung von Sklaverei und sexuellem Missbrauch
Wow
Ich lese super gerne Dystopien, da sie meistens auch eine fiktive aber dennoch logische Erklärung haben für ihren Zustand. Ich mag die kreative Vorstellung der Autoren wie sie die Welt in einigen Jahren sehen und wie es dazu kommen konnte, wenn auch sehr drastisch und in unseren Augen fern ab von der Realtität, aber dennoch eine Möglichkeit in sich birgt. Aus dem Grund hat mich das Buch auch so sehr angesprochen. Der Anfang fing gut an. In die Geschichte kam ich relativ schnell hinein. Der erste Eindruck war postiv mit all den Vorstellungen der neuen Welt, dem welchsenden Erzählweise bis hin zum Erzählstil und dem guten Sarkasmus. Was gut beginnt und auf den ersten Blick als Positiv erachtet wird, zeigte mir in der Entwicklung Mängel auf. Der gut gemeinte Sarkasmus wurde mir zu viel des Guten. Er wirkte zu gezwungen, nicht authentisch. Auch konnte ich nicht warm werden mit den Protagonisten. Sie waren grau und unauthentisch. Sie berührten mich nicht und konnten mich ebenso nicht überzeugen. Die Geschichte zog sich teilweise wirklich lange hin. An der einen oder anderen Stelle wurde es spannend, wenn auch nur kurz. Danach zog sich die Geschichte wieder hin und war quasi eine schwere Geburt. Ich habe daher recht lange gebraucht, um das Buch zu beenden, da es wirklich zäh war. Zwar wurde es zum Ende hin wieder besser, sodass die Geschichte Bergauf ging, aber so richtig umhauen konnte mich die Geschichte dennoch nicht. Obwohl das Konzept; die Grundidee gut ist, verlor sie durch die Umsetzung ihre Qualität. Es steckte schon wirklich gute Ansätze drin, aber so wirklich gut umsetzten konnten die Autoren die Geschichte leider nicht. Fazit Für mich war Wasteland eine schwierige Angelegenheit. Der Anfang, die kleine Mitte und das Ende waren gut, aber alles andere war eine zähe Angelegenheit.
Wow
Mensch bleiben CN / Content Note: wie im Buch am Ende dieser Rezension Hope Punk, welch wunderbarer Begriff, den das Autoren-Duo für „Wasteland“ nutzt und 2017 von der Autorin Alexandra Rowland erfunden worden ist. Für mich bedeutet das, Hoffnung zu haben angesichts der Apokalypse und versuchen, es in Punk-Manier richtig zu machen. An Dystopie und (Post-)Apokalyptischen Geschichten nervt mich immer mal wieder, dass sie sich in Gewalt-Exzesse hineinschreiben und dabei auch mal die Grenze zum Voyeurismus überschreiten. Judith C. Vogt und Christian Vogt behalten die zentrale Frage im Blick, die das Genre ausmacht: Wie können wir Menschen bleiben, wenn die Menschheit untergeht? Wie können wir Menschen bleiben, wenn das Überleben immer schwieriger wird, ja, gar unmöglich scheint? Was mich besonders freut: Mit der Veröffentlichung von „Wasteland“ im Knaur Verlag ist non-binäres Denken im Mainstream angekommen. Das Autorenduo nutzt genderneutrale Sprache und lässt nonbinäre Menschen ebenso selbstverständlich vorkommen wie BIPoC. Die Voreinstellung für diese Welt ist eben nicht male-hetero-cis-normativ, auch, wenn klar thematisiert wird, dass es Gruppierungen gibt, die diesen alten Mustern anheim gefallen sind. Mir haben die Sexszenen ausnehmend gut gefallen. Hier wird Consent auch in Bezug auf die Geschichte thematisiert und beeinflusst den Plot. Die Darstellung einer bipolaren Störung ist ebenfalls sehr stimmig gelöst. Gerade, weil Neurodivergenz oftmals völlig falsch geschildert werden, ging mir hier beim Lesen das Herz auf. Und dann gibt es im Buch auch eine Inhaltswarnung, Danke dafür an die Autoren und den Verlag! Die beiden Hauptfiguren mochte ich sehr. Beide um die Zwanzig sind Leyley und Zeeto noch voll in der Sturm- und Drang-Phase, dann wieder etwas naiv, um dann wieder ganz mutig zu sein. Gerade Zeeto fand ich toll, weil er für mich das Gegenbild zu einer toxischen Männlichkeit ist. Das Worldbuilding fand ich zudem absolut gelungen. Natürlich bedient sich das Genre-Duo auch an Versatzstücken des Genres, baut daraus etwas eigenes mit vielen ziemlich coolen Ideen. Ich wäre gerne noch länger in dieser Welt verweilt. Manchmal waren mir allerdings die Erklärungen zu träge und die Liebesgeschichte zu lange ausgebreitet. Und vom Plot her wurde Potential verschenkt, was eigentlich schon total angelegt gewesen wäre. Manchmal nervte ich das: „Argh, warum erzählt ihr nicht mehr darüber?“, habe ich im Stillen die beiden Vögte gefragt, wie sie sich selbst gerne bezeichnen. Und ich habe ich lange überlegt, wie ich das bewerten soll. Aber für mich überwog schließlich deutlich das Positive und der Mut, anders zu erzählen. Weil das viele Lesende ja stört: Das Ende der Geschichte bleibt dann offen – was ich mochte – und gleichzeitig lässt es die Chance für einen zweiten Band. Fazit Nicht perfekt, aber ein sehr ungewöhnliches Lesevergnügen, das ich vor allem deswegen sehr gerne weiterempfehle. Manches hätte gestrafft werden können, manche Potentiale besser genutzt. 4 von 5 Sternen. CN / Content Note / Inhaltswarnung: Gewalt, explizite Schilderung von Sex, Depression und bipolarer Neurodivergenz, Kontrollverlust verbale Androhung sexueller Gewalt, Erwähnung von Sklaverei und sexuellem Missbrauch
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