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Rana Ahmad, Sarah Borufka

Frauen dürfen hier nicht träumen

Sachbuch
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ZUSAMMENFASSUNG
»Ich verließ meine Familie und meine Heimat, weil ich nicht mehr an Gott glaube, aber an ein Leben als selbstbestimmte Frau.« Rana Ahmad >
BIOGRAFIE
Rana Ahmad, geboren 1985, ist in Riad in Saudi-Arabien aufgewachsen, wo sie sich im Alter von zehn Jahren zum ersten Mal verschleiern muss. Als junge Frau darf sie aufgrund der strengen religiösen Gesetze, die in ihrer Heimat gelten, nicht alleine auf die Straße gehen, nicht Fahrrad oder Auto fahren, nicht selbst darüber entscheiden, ob sie studiert oder arbeitet. Nach einer gescheiterten Ehe kommt sie durch das Internet mit Texten von Friedrich Nietzsche und Charles Darwin in Kontakt, sie zweifelt an ihrem Glauben und wird Atheistin. Darauf steht in Saudi-Arabien die Todesstrafe. Rana Ahmad entscheidet sich deshalb für den Ausbruch. Sie verlässt unter größter Gefahr ihre Heimat, nur mit einem Laptop und einem Flugticket nach Istanbul in der Handtasche. Von der Türkei aus gelangt sie über Griechenland nach Deutschland, wo sie heute lebt. Um von ihrem Bruder und ihrer Familie nicht gefunden zu werden, muss Rana Ahmad ihren Namen ändern. Heute hat sie nur mit ihrem Vater sporadischen Kontakt, der sie trotz ihrer Flucht nicht verstoßen hat. An den Wänden ihrer Wohnung in Köln hängen Bilder ihrer großen Vorbilder: neben Marie Curie eines von Albert Einstein und Isaac Newton. Als Vorbereitung auf ihr Physikstudium ist sie Gasthörerin an der Universität Köln. »Die Sprache der Naturwissenschaften ist universell,« erklärt Rana Ahmad, »wenn ich die Welt ein bisschen besser verstehen möchte, dann muss ich diese Sprache lernen.« Im Frühjahr 2018 wird sie ein Praktikum am CERN in der Schweiz absolvieren. Die Co-Autorin Sarah Borufka wurde 1983 in Fürth geboren. Studium der Filmwissenschaften in New Orleans, danach Arbeit in New York und Prag. Seit 2012 lebt sie in Berlin, wo sie als Freie Autorin arbeitet.

PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
15.01.2018
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783442757480
Sprache
German
Seiten
320
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von kats_bookworld und monerl
kats_bookworld
monerl
kats_bookworld
Sprachlos. Es gibt Dinge im Leben, bei denen einem die Worte fehlen. Auch bei Büchern kann das der Fall sein. Schon oft brauchte ich ewig für eine Rezension, weil ich es einfach nicht auf den Punkt bringen konnte. Auch bei „Frauen dürfen hier nicht träumen“ befand ich mich in dieser Situation. Ich schreibe in diesem Moment einfach drauf los. Das Besondere an diesem Buch, es handelt sich um eine Autobiographie. Alles was ich gelesen habe ist auch wirklich passiert. Gerade das macht das Ganze noch unbegreiflicher. Wie kann ein Mensch durch diese Hölle gehen und trotzdem nicht gebrochen werden, jeden Tag stärker werden? Warscheinlich gerade durch diese schlimmen Erfahrungen, sieht man nur noch das Schöne im Leben. Das was man vorher nicht hatte, wird eine Belohnung, das Leben selbst. Freiheit! Rana Ahmad wuchs als Syrierin in Saudi-Arabien auf. Saudi- Arabien ist in der arabischen Welt (mit) das schlimmste und strengste Land, wenn um die Rechte der Frau geht. Mädchen und Frauen sind dort nichts. Als Frau ist man nur als Braut etwas Besonderes, darauf ist man Ehefrau und Mutter. Frauen lernen schnell sich einzuordnen, sich zu verstecken, wenn man auffällt kann es meistens nur etwas schlimmes bedeuten. Regeln. Auch Rana Ahmad musste mit ihnen aufwachsen. In einem Land indem sie sich nicht frei bewegen kann, indem sie nie ohne männliche verwandte Begleitung sus dem Haus gehen kann. Einem Land, dass doch so reich ist, aber in dem Gesetze aus Urzeiten herrschen. Wenn man dagegen verstößt sollte man sehr viel Glück haben um nicht erwischt zu werden. Rana Ahmad musste viel in ihrem noch so jungen ausshalten. Ihr Leben war buchstäblich wie das Leben in einem Käfig und in Laufe der Jahre wurde es ihr immer enger und kleiner.Sie began zu zweifeln. An ihrem Leben, ihren Land, ihrer Familie und letztendlich an das wichtigste in Saudi- Arabien, der Religion. Kann eine Religion, etwas, was doch zu rein sein sollte, so schlimme Sachen erlauben? Schläge, Beschimpfungen und Bestrafungen? Rana began zu recherchieren und fand zu diesem Punkt für sie etwas ungeheuerliches. Ein Wort. Atheist. Was soll das bedeuten? Sie machte sich schlau, fand durch Social Media Gleichgesinnte und las Bücher, die in ihrem Land verboten waren. Über die Evolutionstheorie. Etwas so simples für uns, brachte die mehr und mehr zu dem Entschluss , dass ihr Leben so nicht weitergehen kann.Sie will das Land verlassen und sie schafft es ! Ihre Flucht bringt sie bis nach Deutschland und schließlich werden Journalisten auf sie aufmerksam, die sie sogar zu SternTV bringt. Ihre Geschichte darf nicht in den Hintergrung geraten! Denn ihr Land hat sich nicht verändert! Noch immer werden Frauen diesen Grausamkeiten augesetzt und das (leider) auch noch im Namen Gottes. Eine wirklich berührende Lebensgeschichte von Rana Ahmad, die am Ende nicht nur zeigt, wie gut wir es als Mädcheb und Frauen in Europa haben,sondern auch das Rana für etwas steht. Mut. Ihre Geschichte muss weiterverbreitet werden, auch wenn ihre Geschichte nur eine Frau in derselben Situation erreicht, einer Person kann somit schon geholfen werden, die Kraft zu entwickeln sich zu befreien…!
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Rana Ahmad zeigt durch ihr Buch, wie kostbar Freiheit ist und wie süß sie schmeckt, wenn man dafür alles zurücklassen musste, was einem lieb und kostbar war. Sie hat alles, was sie hatte auf eine Karte gesetzt und ein selbstbestimmtes Leben gewonnen. Doch dafür bezahlt sie jeden Tag seit ihrer Flucht. Bis heute! Eine mutige Frau, die ein Pseudonym benutzt, um ein bisschen von sich abzulenken. Sie hat immer noch große Angst, dass ihr ältester Bruder sie für die Schande töten (lassen) wird, die sie der Familie durch ihre Flucht und ihr öffentliches Bekenntnis Atheistin zu sein, zugefügt hat. Rana Ahmad ist für manch einen Menschen die Hoffnung und der Beweis, dass es gelingen kann, sein Leben in die Hand zu nehmen und selbst darüber zu bestimmen. Wir begleiten Rana gedanklich zurück nach Saudi-Arabien, als sie noch ein kleines 10-jähriges Mädchen war und ihr Vater ihr den Traum eines Fahrrads erfüllt hat. Doch fahren durfte sie es nur in den Ferien in Syrien, woher ihre Eltern stammen. Denn in Saudi-Arabien ist auch das Fahrradfahren für Mädchen und Frauen verboten. Eine kurze Zeit darf sie damit glücklich sein, den Fahrtwind in den Haaren genießen während sie Besorgungen für die Großmutter erledigt. Diese Freude währte nur kurz, denn dann kam der erste, große Einschnitt in ihrem Leben. Ihr Großvater entschied, dass sie nun alt genug war für das Kopftuch und sie sich ab jetzt züchtig zu verhalten hat. Fahrradfahren gehörte nicht dazu. Von nun an galt es aus ihr so eine Frau zu machen, die die Aufmerksamkeit gläubiger Familien auf sich zog und sie für eine Heirat in Frage käme. Das war das nächste und bisweilen einzige Ziel in naher und ferner Zukunft. Einzig Ranas Vater wünscht sich, dass Rana auch nach der Hochzeit ein Studium macht und sich weiterbildet. Hin und wieder legte ich sprachlos und mit Tränen in den Augen das Buch zur Seite. Ich konnte nicht fassen, zu was Familienmitglieder, insbesondere Mütter, die einen lieben und (be)schützen sollten, fähig waren. Ranas Leben liest sich bis zur Flucht als ein wahrgewordener Albtraum, der in einer Endlosschleife feststeckt. Wenn nichts mehr bleibt, gibt es heutzutage noch das Internet, in das sich auch die Autorin geflüchtet hat und das letztendlich ihre Rettung war. Durch viele Menschen, die sie dort kennengelernte, die ihr bei ihrer Flucht letztendlich ein Netzwerk von Hilfe waren, schaffte sie es aus Saudi-Arabien raus in die Türkei und über Griechenland nach Deutschland. Auch sie wagte die gefährliche Flucht mit dem Boot und dann weiter über die Balkanroute. Und auch hier hatte sie wieder Glück, da diese, als sie floh, noch nicht geschlossen war. Rana Ahmad bestätigt in ihrem Buch all die bisher erzählten Erlebnisse von Menschen, die auf diesem Wege nach Europa gelangten. Es ist schrecklich zu lesen, was sie alle erleben mussten. Und wieder lohnt es sich darüber nachzudenken, wie schlimm das Leben dieser Menschen vor der Flucht war, damit sie, um zu überleben, ihr Leben aufs Spiel gesetzt hatten. Es war furchtbar diese Leidensgeschichte einer Frau zu lesen, die das große Pech hatte in einem Land zur Welt gekommen zu sein, in dem eine Frau nichts wert ist, keine Rechte, keine Stimme und kein Leben hat. Ranas Glück war ihr Syrischer Pass. Doch was ist mit all den Ranas, die mit ihrem Saudi-Arabischen Pass kein Flugzeug ohne männliche Begleitung betreten können? Lasst uns diese Frauen nicht vergessen! Lasst uns helfen, wo und wie wir können, damit ein Selbstmord nicht der einzige Weg aus dieser Hölle ist. Fazit: Die berührende Lebensgeschichte einer jungen Frau, die bis Anfang 30 bereits so viel Schreckliches erlebt hatte, das wir uns in einem ganzen Leben nicht vorstellen können. Es ist eine berührende, mutige und sehr persönliche Geschichte, die sehr an meinem Herzen gerührt hat. Ich wünsche Rana Ahmad alles Glück der Welt. Sie soll in Zukunft immer des eigenen Glückes Schmied sein! Möge sie nie den Geschmack der selbsterlangten Freiheit vergessen und Vorbild für viele betroffene Frauen sein. Ich drücke ihr die Daumen für ihr Physikstudium, damit sie sich auch diesen lang gehegten Traum irgendwann erfüllen kann.
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