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Dolores Redondo

ALLES WAS ICH DIR GEBEN WILL

Krimi
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ZUSAMMENFASSUNG
Ein ungesühntes Verbrechen. Ein grausamer Verdacht. Der preisgekrönte Bestseller von der »Königin der literarischen Spannung.« Carlos Ruiz Zafón »Er hatte den Verdacht, dass sein ganzes Leben auf einer Lüge aufgebaut war.« Als der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt, dass sein Mann Álvaro bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, eilt er sofort nach Galicien. Dort ist das Unglück passiert. Dort ist die Polizei auffallend schnell dabei, die Akte zu schließen. Dort stellt sich heraus, dass Álvaro ihn seit Jahren getäuscht und ein Doppelleben geführt hat. Doch was suchte Álvaro in jener Nacht auf einer einsamen Landstraße? Zusammen mit einem eigensinnigen Polizisten der Guardía Civil und Álvaros Beichtvater stellt Manuel Nachforschungen an. Eine Suche, die ihn in uralte Klöster und vornehme Herrenhäuser führt. In eine Welt voller eigenwilliger Traditionen - und in die Abgründe einer Familie, für die Ansehen wichtiger ist als das Leben der eigenen Nachkommen. Ein ungesühntes Verbrechen. Ein grausamer Verdacht. Der preisgekrönte Bestseller von der »Königin der literarischen Spannung«. Carlos Ruiz Zafón Wie weit geht eine Familie, um ihr Ansehen zu retten? Ausgezeichnet mit dem Premio Planeta und dem Premio Bancarella. Über 400.00 verkaufte Ex. in Spanien. Gesamtauflage Dolores Redondo in Spanien: 1,5 Mio Leser. Erscheint in 21 Sprachen. Verfilmung geplant.
BIOGRAFIE
Keine Angaben verfügbar

PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
25.03.2019
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783442757657
Sprache
German
Seiten
605
Schlagworte
Intrige, Camilla Läckberg, Carlos Ruiz Zafón, Muttertagsgeschenk, Spanische Literatur, Galicien, Simon Beckett, Joel Dicker, Krimi, Doppelleben
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von nonostar und renee
nonostar
renee
Manuel ist ein berühmter Schriftsteller und glücklich verheiratet mit Álvaro. Doch eines Tages steht die Polizei vor der Tür und behauptet Álvaro sei bei einem Autounfall in Galicien ums leben gekommen. Dabei sollte er doch eigentlich auf Geschäftsreise ganz wo anders sein. Manuel fährt nach Galicien und stellt fest, dass sein Mann ein Doppelleben geführt hat und ihn seit Jahren getäuscht hat. Zusammen mit einem Polizisten und Lucas, einem Priester und langjährigen Freund von Álvaro fängt Manuel an auf eigene Faust zu ermitteln und gerät so immer tiefer in die Abgründe von Álvaros Familie und deren Geheimnisse. Manuel tat mir von Anfang an furchtbar Leid. Er steht plötzlich alleine da und muss feststellen, dass er seinen Mann scheinbar gar nicht wirklich kannte. Er fragt sich, was er noch glauben soll und ob er sich all die Jahre in Álvaro getäuscht hat. Die Abneigung des Polizisten und die unerschütterliche Treue von Lucas machen es ihm nicht gerade einfacher seine Gedanken und Gefühle zu ordnen. Nach und nach werden die drei ein eingespieltes Team doch die Geschehnisse der Vergangenheit sind so verworren, dass sie nicht richtig voran zu kommen scheinen. Ständig tauchen neue Verdächtige auf oder Dinge, die vertuscht wurden. Immer tiefer geraten sie in einen Strudel aus Scheeigen und Gewalt und decken schließlich furchtbares auf. Der Schreibstil ist richtig richtig gut. Es war so spannend und niemals langweilig. Ständig tauchen neue Rätsel auf, jedoch ohne dass man das Gefühl hat, überschwemmt zu werden. Die Charaktere sind alle sehr eigensinnig und wirken unglaublich menschlich. Der Polizist, der in seinem Hass auf den Adel und in alten Traditionen feststeckt, aber dennoch an die Wahrheit glaubt. Lucas, der in seinem Glauben an die Kirche und an Álvaro ins Zweifeln gerät. Manuel der verzweifelt ist und nicht weiß, wie seine Zukunft aussehen soll und ob er noch an die Vergangenheit glauben kann. Und schließlich die Familie, erfüllt vom Standesdenken und den Hass auf andere. Die Mutter, die ihre Kinder und ihren verstorbenen Mann verabscheut und für die nur zählt, wie die Familie nach außen wirkt. Die Söhne, die alle ihre eigenen Probleme haben und unter ihrem Leben leiden. Die Ehefrauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Selten habe ich eine solch verdorbene Familie erlebt wie hier. Redondo schafft es meisterlich die Figuren herauszuarbeiten und vor meinem Auge auferstehen zu lassen. An keinem Punkt des Buches war ich enttäuscht. Ein wirklich sehr gelungenes Buch, dass die Spannung durchgängig hoch hält ohne jedoch den Leser zu überfordern. Schreibstil und Inhalt konnten mich rundum überzeugen, klare Leseempfehlung!
2 Wows
Familiengeheimnisse Ich habe in den letzten Tagen dieses spannende Buch von Dolores Redondo gelesen und ich bin weitestgehend begeistert. Der Schriftsteller Manuel Ortigosa erfährt in Madrid von der Polizei, dass sein Ehemann Alvaro Muniz de Davila einen Autounfall hatte und verstorben ist. Diese niederschmetternde Nachricht ist allein schon schrecklich, aber er muss sich dazu noch mit der Tatsache befassen, dass dieser Unfall nicht in Barcelona war, wo er seinen Mann verortete, sondern im fernen Galicien. Zu dem allein schon furchtbaren Verlust kommt nun noch der Verdacht eines Betrugs. Manuel ist vollkommen aufgelöst, verwirrt, schockiert und tieftraurig. Diese Darstellung der Gefühlswelt des Protagonisten gelingt Frau Redondo äußerst überzeugend, sehr intensiv und unglaublich berührend. Manuel macht sich auf den Weg nach Galicien, um herauszufinden was vor ihm geheim gehalten wurde. Und er erfährt, dass Alvaro Angehöriger einer alten Adelsfamilie war, und schon seit Jahren im intensiven Kontakt mit dieser Familie gestanden hatte und dies vor Manuel verheimlicht hat. Manuel ist verletzt und tief getroffen, zweifelt an ihrer gemeinsamen Liebe, zweifelt an ihrer tiefen Verbundenheit. Er wird mit der sehr unfreundlichen Familie Alvaros konfrontiert, den Muniz de Davilas, und muss mit einer tiefen Gefühlskälte klarkommen, die absolut nicht zum Charakter seines Alvaro passt. Gleichzeitig entdeckt er noch Ungereimtheiten im Unfallgeschehen, wird misstrauisch, erfährt aber Hilfe durch einen ehemaligen Polizisten und einen Pfarrer. Und alle drei fangen an zu ermitteln, versuchen Licht in das Dunkel alter Familiengeheimnisse zu bringen. Neben dieser sehr spannenden Kriminalgeschichte werden in ausgefeilter Weise die Charaktere geschildert und in literarischer Art wichtige Fragen des Lebens erörtert, es geht um Gedanken zu den Themen Liebe, Beziehungen, Ehrlichkeit, Verrat, familiäre Bindungen und Wichtigkeiten des Lebens. Und auch Manuel erfährt in der Geschichte einen gewissen Prozess der Veränderung. Und die ganze Schilderung der Ereignisse ist in einem so hohen Spannungsbogen gehalten und erzeugt einen sehr starken Sog, dass man das Buch kaum weglegen kann. Die Beschreibung der Landschaften und Örtlichkeiten Galiciens hat einen stark magnetischen und bildhaften Charakter, am liebsten möchte man den Koffer packen und hinfahren. Bei dem in meinen Augen sehr kleinen Manko, manchmal gerät die Geschichte etwas gefühlüberfrachtet, da spricht wahrscheinlich mein deutsches Herz, was mit dem spanischen Temperament etwas überfordert scheint, kann man getrost ein Auge zu drücken. Ganz oft beim Lesen habe ich mich an den Schatten des Windes erinnert gefühlt, obwohl nichts in der Geschichte daran erinnert, es ist wohl eher die Art des Schreibens, die da etwas in mir triggert. Auf jeden Fall haben wir hier ein tolles Buch, was mich in der letzten Zeit wunderbar unterhalten hat und was beim Lesen die reale Welt verschwinden lässt. Man möchte eigentlich gar nicht mehr auftauchen. Ich gebe eine Leseempfehlung!
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