mojoreads
Community
Andy Weir

Der Marsianer

!
4.1/5
7 Bewertungen
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Gestrandet auf dem Mars Der Astronaut Mark Watney war auf dem besten Weg, eine lebende Legende zu werden: Als einer der ersten Menschen in der Geschichte der Raumfahrt betritt er den Mars. Nun, sechs Tage später, ist Mark auf dem besten Weg, der erste Mensch zu werden, der auf dem Mars sterben wird: Bei einer Expedition auf dem Roten Planeten gerät er in einen Sandsturm, und als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Ausrüstung. Ohne Nahrung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Es ist der Beginn eines spektakulären Überlebenskampfes ...
BIOGRAFIE
Andy Weir war bereits im Alter von fünfzehn Jahren als Programmierer und später als Softwareentwickler für diverse Computerfirmen tätig, bevor er mir seinem Roman Der Marsianer einen internationalen Megabestseller landete. Seither widmet er sich ganz dem Schreiben und beschäftigt sich in seiner Freizeit mit Physik, Mechanik und die Geschichte der bemannten Raumfahrt - Themen, die sich auch immer wieder in seinen Romanen finden. Sein Debüt Der Marsianer wurde von Starregisseur Ridley Scott brillant verfilmt.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
13.10.2014
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783453315839
Sprache
German
Seiten
512
Schlagworte
Mars, Andy Weir, Abenteuer, Robinson Crusoe in Space, Bestseller, Science Fiction
MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von buechermaedchen, Sarina und 3 andere
buechermaedchen
sarinahägele
cubeiphiloc
babscha
lifeisbetterwithbooks
buechermaedchen
Dieses Buch gibt mir den Glauben an die Menschheit zurück. Auch wenn das jetzt vielleicht pathetisch klingt, so ist "Der Marsianer" eins der hoffnungspendenden Bücher, das ich jemals gelesen habe. Es ist unglaublich zu sehen, wie verschiedene Länder und unterschiedliche Kulturen zusammenarbeiten, um einen einzelnen Menschen zu retten. Von Glücksgefühlen durchströmt und mit Freudentränen in den Augen blieb ich nach dem Ende dieses Meisterwerks zurück. Besonders eindrucksvoll ist die ganze Thematik im gleichnamigen, bildgewaltigen Film mit Matt Damon als Mark Watney umgesetzt. Hier bleibt am Ende wirklich kein Auge trocken und ich bin jedes Mal aufs Neue von Hoffnung und Freude erfüllt. Bevor ich überhaupt wusste, dass es sich beim Marsianer um eine Buchverfilmung handelt, gehörte der Film bereits zu meinen absoluten Favoriten. Dann habe ich zufällig bei einem Bücherverkauf auf Instagram das Buch entdeckt und ohne Nachzudenken bestellt. Der fünfhundert Seiten dicke Wälzer hat mich ab dem ersten Satz in seinen Bann gezogen. Beim Lesen hatte ich stets Matt Damon vor Augen und konnte mir durch den Film alles wunderbar vorstellen. Der Roman ist wie ein Logbuch geschrieben, in dem Protagonist Mark Watney seine Erlebnisse auf dem Mars festhält für den Fall, dass es jemals jemand zu lesen bekommt. Er erklärt zunächst kurz, wie die Marsmissionen funktionieren und welche technischen Geräte und Vorräte bereits Jahre im Voraus unbemannt zum Mars geschickt wurden, damit die Crew nach dem 124 Tage dauernden Flug zum Mars alles lebenswichtige zur Verfügung hatte. Durch einen glücklichen Zufall überlebt Mark Watney einen äußerst starken Sandsturm, durch den die Mannschaft zum Abbruch der Mission gezwungen war. Jedoch erwacht er aus seiner Ohnmacht und findet sich mutterseelenallein auf einem fremden Planeten wieder, zwischen 56 und 401 Millionen km (je nach Umlaufbahn) von der Erde entfernt. Nüchtern und sachlich schildert Mark seine offen gesagt beschissene Situation: keine Verbindung zur Crew oder der Erde, bei Versagen des Sauerstoffaufbereiters erstickt er, bei Versagen des Wasseraufbereiters verdurstet er, wenn die Wohnkuppel nicht aushält, explodiert er. Und sollte er doch überleben, wird ihm irgendwann sein Proviant ausgehen, also verhungert er. "Also bin ich wohl im Arsch." 1 Doch positiv und optimistisch wie er ist, geht er es an und unternimmt alles, um auf dem Mars zu überleben und eine Chance zu haben, nach Hause zurückzukehren. Während seiner Schilderungen lernt man einiges über die technischen Details, die man aber nicht unbedingt alle verstehen oder sich merken muss, um der Geschichte zu folgen. Ich habe die vielen Informationen über den Mars, das Weltraumprogramm der NASA und die technischen Raffinessen regelrecht aufgesogen, da ich mich sehr für diese Themen interessiere. Die Karte der Marsoberfläche im Gebiet "Arabia Terra und Umgebung" vorn im Buch hilft dem Leser, sich die Entfernungen und geografischen Gegebenheiten vorstellen zu können. Ich habe beim Lesen des öfteren zu dieser Karte geblättert. Mit Humor und bildlichen Beschreibungen erzählt Andy Weir eine realistische Geschichte, die zum Nachdenken, aber auch zum Träumen anregt. Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Seiten fliegen trotz der technischen Erklärungen nur so dahin. E-Mails, Chatprotokolle und Zeitungsausschnitte runden das Ganze ab. Wir erfahren nicht nur aus der Ich-Perspektive, bei der Mark Watney den Leser direkt anspricht, von den Erlebnissen auf dem Mars sondern auch was die Crew auf der Heimreise zur Erde sowie das Team der NASA und andere, an der Rettung beteiligte Personen, erleben. Der Schreibstil ist entsprechend angepasst, aber immer gleichbleibend toll und die Geschichte durchweg spannend. Fazit Eine spannende Mission, ein Kampf um Leben und Tod auf einem weit entfernten Planeten und eine Menschheit, die zusammenarbeitet, um ein Menschenleben zu retten - Andy Weir hat mit "Der Marsianer" ein Meisterwerk erschaffen. Ich habe es so genossen, dieses Buch zu lesen und würde am liebsten sofort wieder in die Geschichte eintauchen. Den Film habe ich bereits viele Male gesehen und immer, wenn aktuelle Schlagzeilen mich runterziehen, schaue ich mir diesen Film an oder blättere im Buch - beides schenkt mir jedes Mal so viel Hoffnung und lässt mich glauben, dass alles gut wird, wenn wir nur alle zusammenhalten. Allgemeines zum Buch Autor: Andy Weir Verlag: Heyne Seiten: 509 Genre: Science Fiction Meine Bewertung: 5/5 Sterne 1 Zitat aus dem Buch „Der Marsianer“ von Andy Weir aus dem Heyne Verlag, Seite 18
1 Wow
„Der Marsianer“ ist mir in letzter Zeit öfters auf dem einen oder anderen Blog begegnet. Allerdings habe ich ihm zunächst keine Aufmerksamkeit geschenkt, da ich kaum Science Fiktion lese und mich außer Star Wars nichts aus diesem Genre wirklich anspricht. Doch das Cover ist mir irgendwie nicht mehr aus dem Kopf gegangen, weshalb ich mal einen genaueren Blick auf Andy Weirs Werk geworfen habe…Tja und spätestens nach der Leseprobe war meine Neugier endgültig geweckt :) Hinterher kann ich sagen, dass es sich definitiv gelohnt hat diesem Buch eine Chance gegeben zu haben, denn ob ihrs glaubt oder nicht „Der Marsianer“ ist der absolute Pageturner. Die Geschichte hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen und ich wollte stets wissen wie es mit unserem Protagonisten Mark weitergeht. Dieser Drang wurde zusätzlich noch dadurch verstärkt, dass Mark Watney ein absoluter Sympathieträger ist, der mit seiner humorvolle Art des Erzählens nicht nur für kleine Schmunzler sorgt, sondern einen auch immer wieder laut auflachen lässt. Obwohl Marks Situation eigentlich sehr ernst ist und geradezu ausweglos erscheint; herrscht keine dramatische oder gar hoffnungslose Grundstimmung. Im Gegenteil! Watney schildert in einem betont lockeren Ton seine momentane Lage und macht dem Leser immer wieder klar, dass er trotz seiner mehr als geringen Überlebenschance, nicht gewillt ist der erste und einzige Mensch zu sein, der auf dem Mars stirbt. Er möchte das Unmögliche schaffen und bis zur nächsten Marmission in vier Jahren überleben. Sein Humor ist dabei eine große Hilfe/ Unterstützung, da er so seinen Ängste und Sorgen im Zaun hält. Denn würden seine Gefühle die Oberhand gewinnen, wäre die Gefahr groß, dass er aufgibt und sich resigniert in sein Schicksal fügt. Für seinen unerschöpflichen Optimismus und Einfallsreichtum kann man ihn daher nur bewundern. Nebenbei bekommt man auch einige Informationen über den Mars bzw. die Marsmission geliefert, was zeigt, dass sich der Autor ausführlich mit dem Thema Raumfahrt beschäftigt hat. Allerdings wurden die vielen wissenschaftlichen Ausführungen mit der Zeit etwas anstrengend (Ich geben zu, dass ich die eine oder andere chemische/biologische Erklärung nur kurz überflogen habe). Zum Glück lockern Marks Galgenhumor sowie die kleinen Einblicke auf die Erde die Stimmung immer wieder auf. Spannung war kontinuierlich vorhanden. Zum einen, weil man natürlich wissen möchte wie Watneys Überlebenskampf am Ende ausgehen wird, zum anderen weil er mit jeder Menge Problemen konfrontiert wird und man neugierig ist, ob er auch dieses lösen kann. Meistens war es nämlich so, dass wenn ein Problem gelöst wurde, bereits das nächste auf ihn wartete. Naja und zu Ende wurde man fast automatisch dazu gebracht mit allen Beteiligten mitzufiebern und ihnen die Daumen zu Drücken. Andy Weirs Erzählweise hat mir besonders gut gefallen. Mark Watney schildert seine Erlebnisse in Logbucheinträgen, die sich wie eine Art Tagebuch lesen lassen. Nach ungefähr 6 Kapiteln kommt schließlich eine weitere Erzählperspektive dazu und zwar die der NASA. Anhand von Satellitenaufnahmen sind die Mitarbeiter darauf aufmerksam geworden, dass Watney gar nicht tot ist. Von da an wechselt die Perspektive in unregelmäßigen Abständen, sodass man als Leser mitverfolgen kann, welche Hebel in Bewegung gesetzt werden um Watney zu retten. Mein Fazit Mit „Der Marsianer“ ist es Andy Weir nicht nur gelungen aus der breiten Masse herauszustechen, sondern auch den Leser von Anfang an an die Seiten zu fesseln. Protagonist Mark trägt die Geschichte mit seinem Witz und seinem Charme, sodass selbst in ausweglosen Momenten keine dramatische oder gar hoffnungslose Stimmung herrscht. Sein unerschöpflicher Optimismus lässt ihn jede noch so kleine Krisensituation meistern, wofür man ihn nur bewundern kann. Die Spannung kommt im Laufe des Buches nie zu kurz, obwohl die vielen wissenschaftlichen Erklärungen stellenweise etwas zu viel des Guten waren.
Wow
Man geht auf eine Feier und verliert im Tumult seine Begleitung aus den Augen und bleibt dann ganz allein zurück, in einer Menge aus wild Fremden. Ärgerlich und in der ersten Sekunde ist man sicherlich auch panisch. Doch kein Problem, dass ein Smartphone nicht lösen könnte. Doch was macht man, wenn man 228 Millionen Kilometer verloren geht? Auf der Ares 3 Mission (also die dritte bemannte Marsmission) gerät der Astronaut Mark Watney und seine Crew in einen heftigen Staubsturm, der sie dazu zwingt den Mars so schnell es geht zu verlassen. Während dieser, mehr oder weniger, überstürzten Evakuierung wird Watney von einer Antenne getroffen und von seinen Crew Mitgliedern getrennt. Dabei wird die Technik seines Anzuges und der Anzug selber beschädigt. Die Crew hält ihn für Tod und verlässt den Mars ohne ihn. Doch, Überraschung! Eine gnädige Seele hatte es gut gemeint mit dem unglücklichen Astronauten und Mark Watney überlebt. Was einem in diesem Buch erwartet ist die Rettung und der Überlebenskampf eines Astronauten, der spannender nicht sein könnte. Sci-Fi ist normalerweise absolut nicht mein Genre. Während eines Urlaubs bei meinem älteren Bruder bekam ich die Chance den Film zu sehen. Und, was soll ich sagen? Ich liebe diesen Film. Die DVD war gekauft und das Buch direkt danach. Man kann nicht anders, als Mark Watney zu lieben. Weit entfernt von jeder Art von menschlichen Kontakt befindet sich Mark Watney einsam und verlassen auf dem Mars. Durch sein fachkundiges Wissen ist er in der Lage sich über einen gewissen Zeitraum am Leben zu erhalten und findet später sogar noch eine Möglichkeit mit der NASA in Kontakt zu treten. Diese ganze Odysse geht er mit einem gewissen grad an Humor, Zynismus und viel Selbstironie an. Er ist sich die ganze Zeit über bewusst, jeder Zeit sterben zu können und verliert seinen Humor nur selten. Auch als ein Mensch, der mit Technik genau so wenig am Hut hat, wie Colleen Hoover mir Bad Endings, habe ich in diesem Buch so ziemlich alles sehr gut verstanden. Watney geht in seinem, teilweise als Tagebuch aufgeführtem, Buch auf jede seine Handlungen ein. Beschreibt seine Gedanken, seine Fehler, seine Wünsche, Ängste und Träume und zieht einen damit in seinen Bann. Während er an dem einen Sol (so werden die Tage auf dem Mars genannt) sich noch über die Gesetzgebung auf dem Mars Gedanken macht, und sich selber als "Weltraumpirat" bezeichnet, so verfällt er wenige Seiten später schon in einen inneren Monolog über die Unglaublichkeit, als erster Mensch so lange auf dem Mars zu sein. Er ist der erste, der diesen Stein sieht. Der erste, der dort war, wo er jetzt ist. Er ist der Erste. Immer und überall. Mark ist ein unglaublicher Charakter, in dem Film auch wunderbar verkörpert, der ein teilweise so technicklastiges Buch selbst für einen Laien und Sci-Fi-Neuling wie mich spannend und ansprechend gestaltet. Neben Mark Watney geht es auch noch um diverse NASA Mitarbeiter wie Venkat Kapoor, Teddy Sanders oder auch den NASA-Wissenschaftler Rich Purnell, welche, jeder für sich, ihren Teil dazu beizutragen zu versuchen, Mark vom Mars wieder runter zu holen. Dass dabei nicht immer alles klappt wie gehofft, steht schon in den Sternen geschrieben. Gerade die Interaktionen von Mark mit der NASA waren immer wieder ein Augenschmaus und haben das Buch für mich einmal mehr versüßt. Und jetzt etwas, dass ich normalerweise nicht mache, ich verweise auf einen Spoiler, da ich finde, dass man dieses Buch selber gelesen haben sollte. !!!!SPOILER!!!! Das Ende, und natürlich wurde Mark gerettet, hat mir mehrfache Schauer über den Rücken gejagt. Selten habe ich bei einem Buch, bei dem das Ende schon früh feststand, so mitgefiebert. Am Ende saß ich mit Tränen in den Augen da und konnte nicht anders als mich zu freuen und zu Jubeln! !!!!SPOILER-ENDE!!!! Was mich am meisten an dem Buch freut, ist die Tatsache, dass es auf der !!offiziellen!! NASA Website einen Bericht über die Technologien aus "Der Marsianer" gibt. Ein unglaublich witziger und interessanter Artikel, der die Geschichte um den verschollenen Astronauten nur noch mehr versüßt! FAZIT: Wer „Der Marsianer“ liest kann vor allem damit rechnen, einen Protagonisten zu erleben, der nicht einfach die Hoffnung aufgibt, sondern immer aufsteht und weitermacht. Der sich mit Witz und Charme dem Mars entgegenstellt und dabei die NASA und den Leser unterhält. Sowohl der Film als auch das Buch sind kleine Perlen und ich würde „Der Marsianer“ immer und immer wieder lesen! Ganz klare Leseempfehlung mit 5/5 Sternen! RETTET MARK WATNEY! („Und wer zur Hölle ist Rich Purnell?“)
Wow
Nahe Zukunft. Eine Marsexpedition wird zum Fiasko. Die Mannschaft gerät in einen verheerenden Sandsturm und kann sich gerade eben so noch vom Planeten retten. Einer von ihnen, der Ingenieur und Botaniker Mark Watney aber verunglückt und bleibt zurück. Alle halten ihn für tot, jedoch hat er verletzt überlebt und muss nun feststellen, dass er mutterseelenallein, völlig auf sich selbst gestellt und mit schwindenden Ressourcen aller Art die einzige menschliche Seele in einer völlig lebensfeindlichen Umgebung ist. Hier setzt das Buch ein und erzählt vom Überlebenskampf eines findigen und unbeugsamen Streiters im gnadenlosen Kampf Planet gegen Mensch. Die Geschehnisse werden abwechselnd aus der Sicht der fieberhaft um das Leben Watneys kämpfenden NASA-Mitarbeiter und aus dem Blickwinkel des unmittelbar Betroffenen in einer Art Logbuchdatei erzählt. Diese permanente Perspektivenverschiebung ist für den Leser als demjenigen, der als Einziger beide Welten überblickt, ziemlich reizvoll. Die Spannungskurve bleibt dabei durchgängig auf mittlerem Niveau und erfährt wenig Höhen und Tiefen. Das heißt, man bleibt an der insgesamt ideenreich und leichtverdaulich erzählten Geschichte als Leser dran, allerdings ohne dass es einen auch mal vor Spannung aus dem Sessel hauen würde. Dazu tragen vor allem die einfach zu techniklastigen und manchmal quälend langwierigen Schilderungen unseres sich als genial-ausgefuchstes Improvisationstalent entpuppenden Marsianers bei. So genau braucht der ambitionierte SF-Leser auch wieder nicht über tiefste chemische und physikalische Gesetzmäßig-keiten und Wirkungsweisen der Elemente informiert zu werden. Die nebelhafte schale Erinnerung an den Chemieunterricht der Mittelstufe drängt da unwillkürlich ins Bewusstsein. Der gebeutelte Hauptprotagonist selbst überzeugt allerdings als schräger Typ mit ausgeprägtem Überlebenswillen, den sein Humor auch in brenzligen Situationen nie ganz verlässt. Ansonsten ist Figurenzeichnung nicht so ganz die Stärke des Autors, aber darauf kommt es hier auch gar nicht an. Eine handwerklich gut gemachte, von der Grundidee her überzeugende Geschichte, die sich am Stück weg liest und bis auf die genannten Besonderheiten insgesamt nur unbedeutende Längen aufweist. Solide drei Sterne.
Wow
lifeisbetterwithbooks
Ich habe vor einem Jahr den Film gesehen und war davon schon sehr begeistert. Generell bin ich ein Freund davon, zuerst den Film zu sehen und dann das Buch zu lesen. Ich habe kein Problem damit, schon zu wissen, wie es ausgeht.Im Buch Marsianer fängt es zunächst ähnlich an, wie im Film. Schnell kommt es dazu, was für dieses Buch bezeichnend ist: Mark Watney wird verletzt und von seiner Crew auf dem Mars zurückgelassen.Es war mir eine wahre Freude, ihn bei dem anschließenden Kampf ums Überleben zu begleiten. Autor Andy Weir hat mit Watney einen Charakter erschaffen, der klug, erfinderisch, optimistisch und lustig ist. Nur dadurch hatte Mark eine Chance auf dem Mars und auch nur dadurch ist es für den Leser interessant, sein Tun zu verfolgen.Mark ist völlig auf sich alleine gestellt. Für den Fall der Fälle, dass in einigen Jahren wieder eine Crew zu diesem "Stützpunkt" (mir fehlt das richtige Wort) kommt, schreibt er weiter ins Logbuch, sozusagen Tagebuch, damit die Menschheit erfährt, dass er a) lebt und b) wie er seine restliche Zeit auf dem Mars verbracht hat.Wie gesagt ist Mark wirklich ein humorvoller Charakter. Es sind meistens nur kleine Sprüche, die mich aber dennoch zum Lachen gebracht haben.Mark erklärt sehr viel über die technischen und chemischen Vorgänge. Ich habe keine Berührungspunkte mit diesen Themen, fand es manchmal ganz interessant, oftmals konnte ich aber nicht direkt was mit den Zahlen anfangen und habe diese dann überlesen. Das ist für mich aber in keinster Weise ein Kritikpunkt. Sowas hätte man nicht weglassen können/dürfen, weil man sich dann ständig gefragt hätte, ob das denn jetzt realistisch ist. So kann ich die Fakten auch nicht prüfen, aber sie hören sich gut an und es gibt sicher entsprechende Experten :D.Im Laufe der Geschichte kommt auch noch die Perspektive von Personen auf der Erde und noch etwas später auch von Personen der ehemaligen Crew. Ich mag verschiedene Perspektiven, von daher war das sehr schön. FazitMich hat das Buch sehr begeistert. Ich fand es witzig, spannend (trotz Kennen des Films) und hatte das Gefühl, mich auch ein bisschen zu bilden. Das ganze Thema Weltraum finde ich super interessant, wusste bisher aber noch nicht viel darüber.Das Buch kann man meiner Meinung nach auch echt schnell weglesen. Ich bin begeistert, deshalb volle 5 Sterne :)
1 Wow
Deutsch
  
Englisch
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook