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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Der Sunday-Times-Bestseller: Ein charmanter Roman über den Mut ganz normaler Menschen in außergewöhnlichen Zeiten London 1941, die Bomben fallen auf die Stadt. Emmeline Lake träumt davon, eine berühmte Kriegskorrespondentin zu werden. Als sie eine Anzeige für einen Job beim London Evening Chronicle sieht, scheint ihr Traum in greifbare Nähe gerückt zu sein. Stattdessen stellt sich heraus, dass sie als Sekretärin bei der berühmten und sehr grimmigen Kummerkastentante, Henrietta Bird, arbeiten soll. Ihr Haupt-Tätgikeitsfeld wird darin bestehen, die Leserbriefe für Mrs. Bird vorzusortieren. Emmeline ist enttäuscht, aber sie reißt sich zusammen und kämpft sich durch. Die Anweisungen von Mrs. Bird sind unmissverständlich: Alle Briefe, die irgendwie anstößig sind, gehen sofort in den Papierkorb. Doch Emmy liest Briefe von Frauen, die mit ihren Verlobten zu weit gegangen sind oder die sich von ihren Männern mehr körperliche Aufmerksamkeit wünschen. Emmy fühlt mit ihnen: Sie beginnt, den Frauen Antworten zu schreiben. Und unterzeichnet mit Mrs. Bird... Ein Buch zum Verlieben: nostalgisch und herzerwärmend.
BIOGRAFIE
A.J. Pearce wuchs in Hampshire auf uns studierte an der University of Sussex. Sie arbeitete in Zeitschriftenverlagen und im Marketing. Heute lebt sie in Südengland. "Liebe Mrs Bird" ist ihr erster Roman. Sie hat unzählige Kisten mit Fotos, Zeitschriften und Flyern aus der Zeit durchforstet, in der ihr Buch spielt.
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von misery3103, Schokoloko 28 und 2 andere
misery3103
schokoloko28
dark_rose
eulenmatzliest
Liebe Mrs. Bird, so beginnen die Briefe, die von Leserinnen an die „Woman‘s Friend“ geschickt werden, um in der Kummerkastenecke oder persönlich per Rückumschlag beantwortet zu werden. Emmeline Lark arbeitet als Sekretärin für Mrs. Bird, die die meisten dieser Briefe nicht mal ansieht, nämlich immer dann, wenn sie Themen der Tabuliste beinhalten – und das sind leider die meisten Briefe. Doch Emmeline kann nicht länger wegsehen und beginnt, auf eigene Faust Briefe zu beantworten. Gleichzeitig versucht sie, ihr Leben im zerbombten London zu Kriegszeiten zu bewältigen, was von Tag zu Tag schwieriger wird. Liebe Mrs. Bird spielt zu Kriegszeiten in London und bietet einen schönen Einblick in eine wirklich finstere Zeit. Fast täglich sind die Einwohner Londons Angriffen der deutschen Luftwaffe ausgesetzt. Emmeline arbeitet neben ihrer Tätigkeit bei der Zeitung noch als Freiwillige bei der Feuerwehr, weshalb man als Leser einen noch tieferen Einblick in die Zerstörung der Stadt bekommt. Das hat mir gut gefallen. Auch Emmys Umgang mit den Briefen, die für Mrs. Bird selbst zu unanständig sind, um sie zu beantworten, hat mir gefallen. Jedes wirkliche Problem wurde von der alten Dame abgelehnt, die sich mit Liebesdingen und törichten Frauen nicht beschäftigen möchte. Emmy hat sich ihrer angenommen und ihnen Mut gemacht, das mochte ich sehr. Insgesamt ist das Buch eine sehr schön geschriebene Geschichte über Menschen in einer extrem schlimmen Zeit. Mir haben Emmy, Bunty und alle anderen sehr gut gefallen und ich begleitete sie gerne durch diese dunkle Zeit – wobei mir hier besonders gefallen hat, wie sie sich alle nicht den Mut nehmen ließen, auch wenn man jederzeit mit Bombenangriffen rechnen musste. Starke Frauen in einer grausamen Zeit! Gut!
Wow
Schokoloko 28
Emmeline lebt mit Bunty ihrer Freundin aus ihrer Kindheit in einer Wohnung in London. Es ist 1940 und die Blitzkriege der Deutschen beherrschen das tägliche Leben. Da sieht Emmeline eine Stellenanzeige in der Zeitung. Sie suchen eine tatkräftige Assistentin im London Sunday Cronicle. Das ist Emmelines Traum. Sie wollte schon immer Kriegsreporterin werden und bewirbt sich kurzerhand dort. Doch es stellt sich heraus, sie soll die Kummerkasten- Tante bei der Arbeit unterstützen. Was für eine Enttäuschung. Dabei stellt sie fest, dass nicht alle Briefe beantwortet werden. Sondern nur die nicht "obszön" waren und unerfreulich für die Kummerkasten- Tante. Da Emmeline diese Frauen ihr so leid taten, schreibt sie heimlich Antwortbriefe an die Frauen, die die Kummerkasten- Tante aussortiert hatte. Es kommt natürlich zu einem Eklat.... Die Geschichte liest sich locker und flüssig. Ich konnte mir super das Leben während des Blitzkrieges in London vorstellen. Auch der britische Humor kam nicht zu kurz. Leider flaute das Buch beim letzten drittel ab. Es wurde unwahrscheinlich und die Geschehnisse waren an den Haaren herbeigezogen.
Wow
Ein richtig guter Roman über eine mutige junge Frau im London der frühen 1940er Jahren London, Dezember 1940: Emmys größter Traum ist es, Journalistin zu werden, am liebsten Kriegsberichterstatterin. Sie will an forderster Front stehen und über Dinge berichten, die wirklich wichtig sind. Als sie eine Stellenanzeige findet – direkt unter einer, die eine Marmeladen-Köchin sucht – hält sie das für ihre große Chance. Sie schreibt sofort ihre Bewerbung und schwebt auf Wolken. Bis sie mit einem ziemlich harten Plumps wieder auf dem Boden aufschlägt: die Stelle sucht niemanden für „richtigen“ Journalismus, es geht lediglich darum, als Sekretärin für „Mrs. Bird“ zu fungieren. Mrs. Bird hat eine Ratgeber-Kolumne und Emmys hauptsächliche Aufgabe ist es, die Leserbriefe vor zu sortieren. Die wichtigste Regel: alles anstößige landet sofort im Papierkorb. Doch Emmy bringt es nicht über sich diese teilweise verzweifelten Frauen im Stich zu lassen und beginnt ihnen heimlich zu antworten, unterschrieben mit Mrs. Bird. Emmy war mir direkt sympathisch. Sie ist eine zupackende junge Frau, die ihren Beitrag im Krieg leistet. Sie arbeitet freiwillig als Telefonistin bei der Feuerwehr und riskiert ihr Leben. Und trotz nur weniger Stunden Schlaf gibt sie auch für die Briefeschreiberinnen alles. Mrs. Bird weigert sich, sich mit irgendetwas ernsthaftem oder wichtigem zu beschäftigen. Die Liste der Themen, die ihr nicht unter die Augen kommen sollen, ist endlos. Doch Emmy bringt es irgendwann einfach nicht mehr über sich, die Briefe zu zerschneiden und wegzuwerfen. Sie kann diese verzweifelten Frauen nicht mehr ignorieren. Ihnen zu antworten ist extrem riskant. Besonders, als sie auch noch dafür sorgt, dass der ein oder andere Brief sogar abgedruckt wird, weil sie keine Adresse der Absenderin hat. Wenn das alles auffliegt, kommt sie in Teufelsküche. Aber es ist ihr das Risiko wert. Sie kann einfach nicht anders. Ihre Antworten sind sehr einfühlsam und nicht bloß heiße Luft. Sie fühlt sich in diese Frauen ein und versucht ihnen wirklich zu helfen, ihnen eine Freundin oder große Schwester zu sein. Gleichzeitig geht ihr „normales“ Leben weiter. Sie arbeitet in zwei Jobs und wird nur für einen bezahlt. Sie lernt einen jungen Mann kennen, geht auch mal ins Kino oder Tanzen. Währenddessen fallen Bomben andauernd auf London und von jetzt auf gleich sind ganze Straßen einfach weg. Sie sitzt am Telefon und nimmt die Treffer und daraus entstandenen Feuer auf, sie bleibt am Telefon, während die Bomben fallen, anstatt sich in einem Bunker zu verstecken. Doch auch Emmy bleibt vom Krieg nicht verschont. Auch sie erlebt Tragödien. Die Wendung ist ziemlich erschütternd. Ich meine, das gesamte Buch über ist einem klar, dass Krieg ist, aber da ist man plötzlich mittendrin. Emmy sieht Verletzte und Tote und muss schwere Entscheidungen treffen, für die sie sich selbst hasst. Aber gerade das macht das Ganze so realistisch. So war das damals. Es ist tragisch, was da passiert ist und wie es danach weitergeht, aber auch das ist realistisch. Menschen sind nun mal so. Ich muss hier leider so kryptisch bleiben, sonst würde ich spoilern. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich und zwar, dass Emmy an einem Punkt sehr deutlich ihre Meinung sagt und in meinen Augen absolut im Recht ist. Doch sie knickt ein und versucht diese Meinung wieder zurückzunehmen. Gut, das passt vielleicht auch einfach zu der Zeit damals, aber mich wundert es nicht, dass der Versuch scheitert und sich alles noch mehr hochschaukelt, weil ihr Gegenüber nur Schwachsinn von sich gibt. Klar, will derjenige das nicht hören, was ihm Emmy vorwirft, aber sie hat recht! Viele lassen sich in dieser Art Beruf hinreißen und riskieren zu viel. In der Situation denke ich braucht man jemandem, der einem das auch mal ins Gesicht sagt. Wie gesagt, ich finde es schade, dass sie sich selbst da so fertig macht, weil es Streit gegeben hat. In meinen Augen hat sie recht und der Streit war notwendig. Fazit: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich finde es ist nicht nur interessant und teilweise emotional nicht ohne, sondern wirkt auch sehr realistisch. Gut, ab und an wird vielleicht etwas dick aufgetragen, aber es war jetzt auch nicht so schlimm, dass es mich genervt hat. Mich hat es nur etwas gestört, wenn Emmy ihrer Meinung nicht treu geblieben ist und gekuscht hat. Sie ist einfach nicht der Typ dafür. Sie war meiner Meinung nach bei dem Streit, der ein zentrales Thema in der zweiten Hälfte wird, im recht und hat alles durch ihren Versuch das wieder zurückzunehmen nur schlimmer gemacht, weil ihr Gegenüber dann Schwachsinn ohne Ende von sich gegeben hat. Da hätte ich mir von ihr mehr Durchsetzungskraft gewünscht. Ich fand es super wie der Krieg ständig präsent war, allein schon durch Emmys zweiten Job. Er war immer da, sodass er schon fast zu einer Art Hintergrundrauschen wurde, doch dann passierte wieder etwas, dass Emmy persönlich tangierte und einem wurde plötzlich wieder klar, dass das ein „echter“ Krieg ist, von dem hier die Rede ist und obwohl Emmy an die Gefahr gewöhnt ist, diese doch sehr real ist. Von mir gibt es 4,5 Sterne. Mir hat das Buch wirklich richtig gut gefallen.
1 Wow
MEINUNG: Da ich im letzten Jahr verstärkt meine Liebe zu historischen Romanen (vor allem in den Zeiten um die beiden Weltkriege) entdeckt habe und mir dieses Buch von Frau Goethe liest wärmstens empfohlen worden ist, war für mich klar, dass Liebe Mrs. Bird lesen möchte. Emmeline Lakes, genannt Emmy, größter Traum ist es Journalisten zu werden, um über den Zweiten Weltkrieg zu berichten, zu der Zeit der Roman spielt. Ihr Traum scheint in Erfüllung zu gehen als sie eine Stellenanzeige für den London Evening Chronicle entdeckt und sich prompt bewirbt und auch angenommen wird. Ihr erster Tag ernüchtert sie allerdings sehr schnell als sie erfährt, was sie wirklich machen soll. Ihre Aufgabe besteht darin die Zuschauerbriefe an Mrs. Bird, die sich als Lebens- und Kummerberaterin in der Zeitung einen Namen gemacht hat, zu sortieren, denn Mrs. Bird hat klare moralische Vorstellungen davon, welche Briefe beantwortet werden und welche nicht und das sind leider sehr wenige. Emmy frustriert das und sie beginnt selbst auf die Briefe zu antworten. Emmy erschien mir eigentlich wie ein typischer Backfisch. Natürlich ist sie deutlich jünger als Mrs. Bird und hat zu diversen Themen eine andere Meinung. So empfindet sie es auch als wichtig, den jungen Frauen, deren Männer in den Zeiten im Krieg sind und die oft keine Vertrauensperson mehr zu Reden haben, auch in Gefühls- und Liebesfragen zur Seite zu stehen und so vielleicht auch weiteren Frauen helfen zu können, die in ähnlichen Situationen sind. Emmy hat ein bisschen ihren eigenen Kopf und irgendwie auch wieder nicht. Sie ist doch recht leicht beeinflussbar. Zu einem späteren Zeitpunkt wirft ihr ihre beste Freundin vor, dass sie häufig Dinge aus egoistischen Beweggründen tut und dabei nicht an andere denkt. Natürlich gab es damals noch andere Wertevorstellungen, aber ich fand die Reaktion der Freundin absolut übertrieben und habe Emmy so überhaupt nicht gesehen. Mrs. Bird bleibt für mich bis zum Schluss leider ein Mysterium, denn man lernt sie eigentlich sehr wenig kennen. Sie bleibt auch fast in dem ganzen Roman abwesend und spielt nur am Ende eine Rolle. Da sie doch eine so tragende Person ist, nach der sogar der Roman benannt ist, hätte ich mir hier ein wenig mehr versprochen. Vor allem mehr Konflikt- und Berührungspunkte mit Emmy, aus denen beiden möglicherweise noch etwas hätten lernen können. Dafür gab es in der Zeitung allerdings auch andere tolle Nebencharaktere, die die Geschichte lesens- und liebenswert gemacht haben. FAZIT: Liebe Mrs. Bird war für mich eine nette Lektüre für zwischendurch, von der ist mir allerdings etwas mehr erhofft hatte. Die historischen Gegebenheiten waren interessant, aber hinsichtlich der Handlung und Charaktere ist für mich da noch Luft nach oben. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.
Wow
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