mojoreads
Community
Tabea Koenig

Hurenmord - Die Rose von Whitechapel

UnterhaltungHistorische Romane
Ist Teil der Reihe
The Flowers of Scotland
!
0 Bewertungen
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Ein historischer Roman im viktorianischen England: Liebe, Verrat und Sehnsucht a la carte und der berühmteste Serienmörder Großbritanniens »Jack the Ripper« Whitechapel, 1888: Die junge Witwe Christine Gillard macht eine schwierige Zeit durch. Einst eine ehrlose Hure aus Glasgow, leitet sie heute in Whitechapel ein Frauenhaus. Der Körper ihres verstorbenen Gatten ist kaum erkaltet, da beginnen in ihrer Einrichtung die grausamsten Morde der Londoner Geschichte. Zusammen mit Liam und Emily unterstützt Christine die Polizei bei den Ermittlungen. Dabei kommt sie nicht nur dem attraktiven Inspektor John Pike näher, sondern auch in das Visier von »Jack the Ripper«.  »Hurenmord - Die Rose von Whitechapel« ist der zweite Teil einer Romanserie aus dem viktorianischen England. Der erste und dritte Band sind ebenfalls bei Piper Schicksalsvoll erschienen. »Hurenmord« ist auch ohne Kenntnis von Teil 1 lesbar.
BIOGRAFIE
Tabea Koenig, geb. am 3.3.1992, studierte Soziale Arbeit und wohnt in Basel. Schon seit ihrer Kindheit interessiert sie sich für historische Geschichten mit starken Frauen. Ihre Begeisterung für das Viktorianische Zeitalter sowie eine Rundreise durch Schottland veranlassten sie zu ihrem ersten Roman.

PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
02.09.2019
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783492502429
Sprache
German
Seiten
336
Schlagworte
Regency, Jack the Ripper, Whitechapel, Hure, Frauenschicksal, Viktorianisches Zeitalter, Historischer Roman, Familiensaga
MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von jennyhofmann und bella5
jennyhofmann
bella5
jennyhofmann
Dieses Buch verbindet einige Dinge, über die ich total gerne lese und deswegen ist es mir sofort aufgefallen in einer Buchgruppe. Ich war dann total froh, dass ich es durch Netgalley bekommen habe und es hat mich nicht enttäuscht. Christine ist eine starke Frau, die durch die Morde vom Schicksal auf eine harte Probe gestellt wird und alles tut, um den Mörder zu fassen. Überhaupt begegnen wir einigen sympathischen Charakteren und tauchen tief ein in die Welt von Jack the Ripper, wobei wir auch den Opfern begegnen. Das hat mir besonders gefallen, weil es dann einfach viel grausamer ist, wenn die Opfer nicht nur Namen in verstaubten Akten sind. Es war gut recherchiert und hat Spaß gemacht. Das Buch ist Teil eienr Reihe, kann aber auch ohen Vorwissen gelesen werden. Nur ein Handlungsstrang hat mir so gar nicht gefallen und mich zwischendurch sogar etwas genervt und das war wieder die romantische Ader. Irgendwie fand ich das eher unpassend. Deswegen gibts von mir nur 4 Sterne für das Buch ⭐️⭐️⭐️⭐️
Wow
„Hurenmord “ ist ein historischer Roman, der im Kern eine Interpretation der Whitechapel – Morde von 1888 ist. Die bestialischen Morde an Prostituierten, die eigentlich nie aufgeklärt wurden, regen bis heute die Phantasie von Geschichtenerzählern an. Daher ist es kaum verwunderlich, dass „Jack the Ripper“ Gegenstand fiktionaler (filmischer und literarischer) Adaptionen wurde (man denke etwa an den Film ‚From Hell‘). Der Stoff rund um den Frauenmörder ist bereits unzählige Male verarbeitet worden. Tabea Koenig legt mit „Hurenmord“ ihre Theorie vor. Der Roman ist der zweite Teil einer Reihe, man kann ihn jedoch prima als stand alone lesen. Worum geht’s? - Eine ehemalige Prostituierte leitet ein Frauenhaus im viktorianischen London. Die Witwe wird aus ihrer Trauer gerissen, als ihre Schützlinge grausam ermordet werden. Auch die Londoner Polizei steht unter Druck, die Öffentlichkeit will Resultate sehen: Wer ist Jack the Ripper? Der Roman ist unglaublich spannend, ich habe mich während der Lektüre nie gelangweilt. „Hurenmord“ ist ein gelungener Mix, die Figuren sind sympathisch und „rund“. Als Leser bekommt man Einblick in das Privatleben der Charaktere, und auch die Ermittlungsarbeit der Polizei wird geschildert. Viele kleine Details machen das viktorianische London wieder lebendig, auch wenn man vielleicht sagen könnte, dass das Frauenhaus „Renfield Eden“ ein ahistorisches Konstrukt ist. Es gab aber um 1880 Armenhäuser und Suppenküchen. Am besten gefiel mir die Sozialkritik im Roman: Tabea Koenig zeigt, dass Frauen und Kinder das schwächste Glied der Gesellschaft waren. Auch „ehrbare“ Frauen konnten schnell ins soziale Abseits gelangen. Fabrikarbeiter, Tagelöhner, Streichholzverkäufer und Prostituierte – sie alle gehörten zum Immigrantenviertel Whitechapel. Wohnraum war knapp – es gab sogar „Stehschläfer“ (Vgl. „Bettgänger“), dies wusste ich vor der Lektüre von „Hurenmord“ gar nicht. Obwohl ich den ersten Teil der Reihe nicht kenne, hatte ich keine Verständnisschwierigkeiten, ich habe aber direkt Lust bekommen, auch den Reihenauftakt zu lesen, weil mich „Hurenmord“ so gefesselt hat. Manche Formulierungen haben mir jedoch nicht gefallen, weniger Pathos hätte ich mir an manchen Stellen gewünscht. Auch habe ich mich während der Lektüre gefragt, ob man im viktorianischen London schon ein Bewusstsein für die Schädlichkeit mancher Handlungen hatte. Eine Liebesgeschichte wird mit einer Krimihandlung verwoben, als Leser leidet man förmlich mit den Figuren. Anders als andere Autoren romantisiert die Autorin die Armut der Frauen (ergo die Prostitution) nie. Die Protagonistinnen sind keine Objekte; insofern ist der Titel „Hurenmord“ irreführend. Man sollte sich nicht vom Titel abschrecken lassen, der Roman ist kein sensationslüsterner Histo – Trash. Ich mag den Untertitel lieber! Besonders gefreut habe ich mich übrigens über das Nachwort, das absolut lesenswert und sehr informativ ist. Fazit: „Hurenmord – die Rose von Schottland“ ist ein richtig schöner Schmöker, der spannende Lesestunden garantiert und auch was für’s Herz bietet. Man muss jedoch bereit sein, sich auf das Genre einzulassen. Auf eine interessante Exposition folgt ein Hauptteil, der es in sich hat, die Spannung lässt bis zum spektakulären Showdown nicht nach. Die Erzählung hat mich richtig gut unterhalten, ich hatte vor der Lektüre gar nicht damit gerechnet, ich hatte einfach nur Lust auf eine story vor viktorianischem Hintergrund. Trotz aller Kritikpunkte vergebe ich daher die volle Punktzahl für diesen tollen Roman. Band eins und Band drei stehen schon auf meiner Wunschliste!
Wow
Deutsch
  
Englisch
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook