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Tobias O. Meißner

Evil Miss Universe

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ZUSAMMENFASSUNG
Superhelden? Wie langweilig... Die Zeit ist reif für Superschurkin Dominique.
BIOGRAFIE
Tobias O. Meißner, geboren 1967, lebt als freier Schriftsteller in Berlin. Seine Romane werden von der Kritik hochgelobt. Meißner wurde von der Zeitschrift »Bücher« als einer der »10 wichtigsten Autoren von morgen« ausgezeichnet. Bei Piper sind u.a. die apokalyptischen Epen um »Die Dämonen« sowie die High-Fantasy-Trilogie um die »Sieben Heere« erschienen.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
02.09.2019
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783492705363
Sprache
German
Seiten
320
Schlagworte
Superschurken, Bücher, Fantasybuch, starke Frau, Heldin, deutsche Science-Fiction, Superhelden, Buch, Gender, Fantasybücher, Humor, Mister Right, Krimi Satire, Trump, weibliche Antagonistin
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REZENSIONEN
Bewertet von Tanja und thursdaynext
thereadingpalace
thursdaynext
Die Protagonistin Dominique lernt der Leser zu Anfang leider nicht aus erster Hand kennen. Deshalb konnte ich mit ihr über das ganze Buch überhaupt nicht warm werden. Sie wird nämlich von einem anderen Protagonisten bzw. Erzähler vorgestellt, den man am Anfang noch gar nicht kennt. Man kann es sich so vorstellen, wie ein Film bei dem von einem Erzähler die Geschichte erzählt wird, während man die Handlung sieht. So habe ich auch Dominique und den Kerl kennen gelernt, der an Dominiques Seite "kämpft" und für sie alles tun würde. Es war ziemlich unnahbar und man konnte an die Personen überhaupt nicht ran. Erst zum Ende des Buches konnte ich mit den Charakteren warm werden, aber da war es auch schon zu spät. Eine Entwicklung der Charaktere habe ich auch nicht wirklich wahrgenommen, einfach weil es sich angefühlt hat wie eine Erzählung und kein Roman. Die Handlung hat mir ganz gut gefallen, sie war unterhaltsam, an einigen Stellen jedoch langweilig und unnötig. Hier habe ich mir mehr Action und Spannung gewünscht und erhofft, vor allem, wenn es um Helden bzw. Schurken geht. Es wurde mehr über irgendwelche Handlungen berichtet, wie die Superschurkin alle möglichen kriminellen Machenschaften erledigt hat. Ich kann mir vorstellen, dass der Autor hiermit eine Intention starten wollte, dadurch, dass ich das Buch jedoch nicht so interessant fand und auch durch die Geschichte quälen musste, wurde mir diese nicht wirklich deutlich. Der Schreibstil hat mir nicht wirklich gut gefallen. Wie gesagt war es mehr eine Erzählung, als ein Roman bzw. eine Geschichte und daher konnte ich gar nicht richtig in der Geschichte ankommen. Es hat sich eher angefühlt wie ein Nachrichtenbericht. Der Schreibstil war jedoch trotzdem gut lesbar und verständlich, bis es dann zu ziemlich politischen und technischen Themen kam und ich leider immer wieder abgeschaltet habe, da es einfach zu viel ist und weniger richtiger Geschichte. Es wird aus der Sicht eines Charakters in der Erzähler-Perspektive geschrieben, die man am Anfang noch nicht kennt.
Wow
Evil Miss Universe – substanzlose, uninspiriert abgespulte Fantasygeschichte für Claqueure Das Superheldenuniversum ist gut bestückt (bitte gedanklich nicht abdriften*G*), aber weibliche Superheldinnen sind dünn gesät. Captain Marvel ist hier eine glänzende Ausnahme. Als mir Cover und Titel von Evil Miss Universe des Autors Tobias O. Meissner vor die Augen kamen, war ich daher sehr angetan. Erinnert es doch an die von mir geschätzten humoristischen Fantasytrashautoren Christopher Moore – dessen Roman Fool eine der besten Shakespearenacherzählungen ist, die ich kenne – und an den wunderbar witzigen Monstertrasher A. Lee Martinez. Kurz gesagt, stilistisch trennen diese Autoren von Meissner Welten. Ach was, Universen! Der Erzählstil von Evil Miss Universe: Ein ansatzweise besserwisserischer Ich-Erzähler beruft sich auf Zeugen und spult die Ereignisse rund um die Protagonistin chronologisch unstrukturiert nach Gusto seelenlos ab, indem er vorgibt, einer ihrer Biographen zu sein. Da kommt keine Freude auf und auch an Spannung gebricht es diesem Roman. Nach dem ersten Viertel des Buches war mein Interesse erschöpft, angesichts dieser endlosen Aufzählung der „Heldentaten“ der Superschurkin. Zu glatt, flach, hölzern, auf smart gehyped und unnahbar blieb diese Figur. Es reiht sich Schurkinnenstreich an Streich, gewürzt mit den Aussagen des Erzählers zum Zustand unserer Welt. „Dominiques erste Idee war es, mal wieder etwas zu hacken. Hacken hatte immer so eine Eleganz, niemand machte sich dabei die Finger schmutzig (außer die Fingerkuppen mit Tastaturkeimen, aber das ist ja Alltag in unserer Smartphonewelt). Sie nahm dazu erneut Kontakt mit der Transgenderpersönlichkeit auf, die ihr stets die mit allen Wassern gewaschensten Hacker vermittelt hatte.“ Des Autors Art von Humor unterscheidet sich stark von meinem Humorempfinden. Seine Vorgehensweise die Geschichte in das aktuelle Zeitgeschehen einzubinden und dieses en passant zu kritisieren indem er Putin und den US-Präsidenten als Unsympathen darstellt, wirkt unbeholfen, ja geradezu populistisch, deutlich abzielend auf enthusiastisch, beifälliges Lesernicken. Dominique, die unnahbare Heldin des Romans deren Psyche er küchenpsychologisch ungelenk zu analysieren versucht, bleibt ein unscharf umrissener, hyperaktiver Charakter, eine Comicfigur ohne Gesicht. Stilistisch ist die in bemühter Rasanz gehaltene dünne Story eine Komplettkatastrophe. Es kommt zu keiner Zeit Lesefreude auf. Zu schwach ist das Setting, trotz weltbekannter Schauplätze die über unseren ganzen Planeten verteilt sind ist keinerlei Atmosphäre vorhanden. Fazit: No Fun, no Hun.
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