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Astrid Fritz

Der Turm aus Licht

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4.3/5
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Der packende, groß angelegte Ensembleroman der Bestsellerautorin nimmt uns als erster Roman überhaupt mit auf den spannenden Bau des so faszinierenden, wie beindruckenden Freiburger Münsters. Es hat das Angesicht Freiburgs für immer verändert und gilt als eines der Meisterwerke der Gotik: «Der schönste Turm auf Erden». Der sechzig Jahre andauernde Turmbau brachte Reichtum und Verderben, stiftete Liebe und besiegelte Schicksale. Episch und bewegend erzählt Fritz, wie die Menschen von Freiburg - protzende Grafen, aufstrebende Kaufleute, machtbewusste Kirchenleute, leidenschaftliche Baumeister, ihre Familien und gemeine Leute - im Schatten des Baus lebten, hassten, kämpften, um schließlich nach sechzig Jahren im Jahr 1330 glorreich zu triumphieren.
BIOGRAFIE
Astrid Fritz studierte Germanistik und Romanistik in München, Avignon und Freiburg. Als Fachredakteurin arbeitete sie anschließend in Darmstadt und Freiburg und verbrachte mit ihrer Familie drei Jahre in Santiago de Chile. Zu ihren großen Erfolgen zählen «Die Hexe von Freiburg», «Die Tochter der Hexe» und «Die Vagabundin». Astrid Fritz lebt in der Nähe von Stuttgart.
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REZENSIONEN
Bewertet von Casaplanca, nirak und andere
casaplanca
nirak
akantha
Bauwerkskunst "Der Turm aus Licht" von Astrid Fritz ist ein großartiger historischer Roman über den Bau des Münsters in Freiburg. Die Zeit, von 1270 bis 1330, in der die Geschichte sich entwickelt, wird sehr spannend und lebendig dargestellt. Man begleitet viele der handelnden Personen und Familien über ihre komplette Lebenszeit. Am Anfang ist es der Baumeister Gerhard mit seiner Ehefrau Odilia, die nach Freiburg anreisen und mit dem Bau betraut werden. Große Träume werden dargelegt und teilweise auch verwirklicht. Die Personen in der Geschichte werden über die Zeit alle weiter entwickelt und bekommen dadurch ein Gesicht. Auch die politischen Verhältnisse und Bündnisse werden gut und verständlich beschrieben. Man hat das Gefühl ganz in die Welt dieser Zeit einzutauchen mit all ihren Mühen und auch Freuden, die Menschen haben hart gearbeitet, hatten aber auch ihre Freuden und Lieben. Ein paar Liebesgeschichten, die mehr oder weniger gut ausgingen, stehen hier auch im Mittelpunkt und auch der Adel, der seine Kriegszüge finanzieren ließ und für den Dombau kein Geld hatte. Das Hörbuch ist mit der Sprecherin Svenja Pages gut umgesetzt und mit 21 Stunden eine gut hörbare Länge. Ich hätte mir im CD-Cover noch eine Personenübersicht, eine Zeittafel, Zeichnung des Bauwerks oder ähnliches gewünscht. Grade bei den Personen kann man ja hier nicht schnell mal nachschlagen. Ansonsten eine absolute Empfehlung für alle Liebhaber des historischen.
Wow
Kirchenbau auf die spannende Art Im Jahr 1270 soll endlich mit dem Weiterbau des Freiburger Münsters begonnen werden. Eigens aus Straßburg ist dafür der Baumeister Gerhard angereist. So einfach, wie die Bauherren es sich dann vorgestellt haben, wird die Sache allerdings nicht. Immer wieder gibt es Rückschläge, die vor allem damit zusammenhängen, dass der Graf von Freiburg andere Pläne und Ziele hat. Gerade die Finanzen spielen da eine große Rolle. Der Traum von einem Turm, der schöner und höher werden soll, wie alles, was es zurzeit gibt, steht im Vordergrund, aber nicht jeder träumt diesen Traum. „Der Turm aus Licht“ erzählt die Geschichte der Entstehung des Freiburger Münsters. Über 60 Jahre haben die Menschen an dieser Kirche gebaut. Mehr als ein Menschenleben damals lang war. Vollendet wurde er dann erst ca. 1330. Astrid Fritz schildert die Ereignisse rund um diesen Kirchenbau lebendig und authentisch. Sie lässt Bilder lebendig werden, die von den Steinmetzen in Stein eingemeißelt wurden. Ihre Protagonisten, wie der Baumeister Gerhard oder einfache Handwerker geben ihr Leben für diesen großen Traum. In diesem Roman steht der Bau dieser Kirche im Vordergrund. Da dies über viele Jahre ging, wechseln dementsprechend auch die Protagonisten. Mir hat die Schilderung des Kirchenbaus gut gefallen. Die vielen Hindernisse und Ereignisse rund um das Münster waren spannend zu lesen, obwohl die Charaktere zwischendurch wechselten und sich die Generationen ablösten, blieb es gleichbleibend spannend. Es ist deutlich zu spüren, dass die Autorin sich intensiv mit dieser Kirche und seine Geschichte befasst hat. Sie schildert den Bau ausführlich und vergisst dabei nicht, dass er von Menschen erbaut wurde, die für diesen Kirchenbau lebten und starben. Ihren Protagonisten, wie Handwerker, Kirchenherren und einfachen Leuten hat sie Leben eingehaucht. Das Leben dieser Menschen und wie der Bau sie beeinflusste, wird deutlich. Am Anfang hatte ich bedenken, da von Anfang an klar war, die Geschichte würde über einen langen Zeitraum erzählt werden, aber die Autorin hat es geschickt verstanden, den Wechsel der Protagonisten so in ihre Geschichte einzufügen, dass es nachvollziehbar war. Mir hat gut gefallen, dass man immer wusste, was mit wem geschah und warum. Auch die politische Seite dieser Zeit kommt nicht zu kurz. Der Graf und seine Familie beeinflussen die Geschichte und sorgen aber auch für Spannung. Der Erzählstil ist leicht und locker zu lesen, obwohl viele alte Begriffe verwendet wurden. Diese werden in einem ausführlichen Glossar am Ende des Buches erklärt. Ein Personenregister zu Beginn sorgt für den Überblick über die zahlreichen Protagonisten. Zudem ist dieses 800 Seiten starke Buch in drei Bücher unterteilt und erzählt das Werden des Münsters ausführlich. Fazit: „Der Turm aus Licht“ ist ein empfehlenswerter historischer Roman über den Bau des Freiburger Münsters. Man spürt die gute Recherchearbeit, die die Autorin hier geleistet hat, in jedem Satz. Genauso intensiv ist aber auch die Geschichte der Menschen, die von und für diesen Bau gelebt haben. Ihre Lieben, ihre Leben und ihre Handlungen prägen diesen großartigen Roman.
2 Wows
Der "schönste Turm der Christenheit", das Freiburger Münster, wird in Astrid Fritz neuem Roman "Der Turm aus Licht" über 60 Jahre lang, bis 1330, gebaut. Neben dem Bau begleiten wir die Schicksale von Baumeistern, Handwerkern, Kaufleuten und auch der Grafenfamilie, deren aller Leben dieser Bau geprägt hat. Die umfangreiche Geschichte hat die Autorin in drei Bücher unterteilt: "Liebfrauen", "Himmelwärts" und "Glaube, Hoffnung, Liebe". Abgerundet wird der Roman durch eine umfassende Ausstattung: ein ausführliches Personenverzeichnis unterteilt in die drei Bücher, ein detailliertes Glossar und - für mich bei historischen Romanen besonders wichtig - ein aufschlussreiches Nachwort der Autorin, welches vor allem Fakt und Fiktion trennt. Ein kleines Highlight findet sich ganz hinten, denn in der hinteren Innenseite befindet sich ein Foto aus dem inneren des Turms, welches Astrid Fritz selbst gemacht hat. Astrid Fritz schafft es, die Geschichte des Turms ohne viele Längen zu erzählen. An den richtigen Punkten wählt sie passende Zeitsprünge aus, sodass sich diese 800 Seiten eigentlich nur wie 500 anfühlen, so schnell schreitet die Geschichte voran. Dabei helfen auch die Charaktere, welche die Autorin erschaffen hat. Es gibt nicht einen oder zwei Protagonisten, sondern eine ganze Handvoll, denn so eine lange Bauzeit hat immer mehrere Generationen begleitet: wer zu Beginn dabei war, konnte die Vollendung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr erleben. Diese Realität spiegelt sich auch beim Bau des Münsters und in Astrid Fritz Roman wieder. Manche Charaktere sind dabei sympathischer als andere, aber auch ein guter Bösewicht, auf den die Leser/innen ihre Abneigung richten können, ist eine Bereicherung für die Geschichte. Zwei Dinge haben mir nicht so gut gefallen: Im letzten Buch, "Glaube, Hoffnung, Liebe", legt die Autorin ganz bewusst einen Fokus auf das Zwischenmenschliche und der Bau rückt in den Hintergrund. Das ist einfach Geschmackssache, aber, obwohl ich die Figuren und ihre persönlichen Geschichten sehr genossen habe, fehlt mir hier die anfängliche Faszination und Begeisterung für den Bau und dessen detaillierte Schilderung. Des Weiteren waren vor allem in den letzten Kapiteln einige Charaktere in ihren Entscheidungen und Handlungen nicht mehr nachvollziehbar. Die absolute Kehrtwende eines Charakters kann Sinn machen, muss aber nachvollziehbar und authentisch sein. Das habe ich allerdings nicht immer so empfunden, wodurch mir das Ende im Ausgang zwar gefallen hat, der Weg dahin aber eher holprig und künstlich wirkte. Zusammenfassend komme ich zu 4 von 5 Sternen, denn Astrid Fritz hat eine umfangreiche Historie gut auf den Punkt gebracht, dem langen Bau Leben eingehaucht und vor allem einige gute Geschichten erzählt. Meine Kritikpunkte sind dagegen nur klein und ich freue mich auch ihren nächsten Roman - welches Projekt auch immer sie in Angriff nehmen wird.
Wow
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