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Franka Bloom

Anfang 40 - Ende offen

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ZUSAMMENFASSUNG
Kein Anfang ohne Ende: Ein Roman über die Suche nach sich selbst, über alte Träume, neue Wege und das große Glück. Ich liege im Bett und wälze mich herum. An Schlaf ist nicht zu denken. Ich will mein voreheliches Leben zurück, mein freies Leben. Das, in dem ich allein Entscheidungen für mich treffe, ohne Rücksicht auf Kind, Mann oder sonst wen. Mit dem heutigen Geburtstag wollte ich einen Schlussstrich unter die letzten 25 Jahre ziehen - mein persönlicher Unabhängigkeitstag. Von heute an wieder tun und lassen, was ich will und wann ich will. Im ganzen Haus laut Songs von Bon Jovi und Robbie Williams mitgrölen ohne dass sich meine Tochter Greta bei den Nachbarn für mich schämt. Für niemanden mehr kochen müssen. Ohne Erklärungen kommen, gehen und schlafen, wann ich will und mit wem ich will. Nächte durchmachen wie damals auf der Uni. Aber mein Plan geht nicht auf. Greta will nicht ausziehen und Sven sich nicht scheiden lassen. Mir wird klar, dass ich es den beiden viel zu leicht mache, indem ich kaum Widerstand leiste. Das muss ich ändern. Vor allem wegen Paul...
BIOGRAFIE
Franka Bloom ist das Pseudonym einer erfahrenen Drehbuchautorin. Sie verfasste Stoffe u.a. für Kinderfilme sowie «Tatort», «SOKO Leipzig»,«Ein Fall für Zwei» etc. und gewann zahlreiche Preise. Sie lebt mit ihren zwei Töchtern und Partner in Leipzig.
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REZENSIONEN
Bewertet von sommerlese, bambisusuu und andere
sommerlese
bambisusuu
ladybug
Vera Odermann ist 46, eine erfolgreiche Projektmanagerin und seit 25 Jahren verheiratet, als ihr Mann sie wegen einer jüngeren Frau verlässt. Sie wohnt nun mit ihrer Tochter Greta und hofft, bald wieder als Single, wenn Greta für ihr Studium auszieht, ihre persönlichen, lange Zeit verdrängten Wünsche ausleben zu können. Nicht mehr für andere kochen, allein feiern, bis der Morgen graut und mal nach Feuerland reisen. Das wäre schön! Aber das Schicksal macht ihr einen Strich durch die Rechnung und sie lernt den jungen Referendar Paul kennen. Völlig verliebt stürzt sich Vera in ein neues Abenteuer "Mit dem Alter ist das so eine Sache... 50 ist die neue 30, 70 ist das neue 50." Zitat Seite 7 Bei diesem Buch musste ich häufig schmunzeln, denn die Protagonistin ist zwar im Alter der beginnenden Wechseljahre, erlebt die ganze Palette von Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen, aber sie benimmt sich noch lange nicht angepasst und abgeklärt. Sie erlebt einen Neuanfang, den sie sich so nicht gewünscht bzw. in ihren kühnsten Träumen vorgestellt hatte. Sind das jetzt schon die Auswirkungen von Hormonstörungen oder ist Vera einfach nur eine abgedrehte Type, frage ich mich mehrfach. Doch Veras Leben wird durch einige Veränderungen völlig auf den Kopf gestellt und sie hinterfragt dabei schon ihre weiteren Vorhaben und Lebensziele. Sie macht es sich nicht leicht, ergreift ihre Chance auf ein ganz besonderes Glück und kommt damit nicht bei allen gut an. Ich kann mich zwar nicht mit Veras Person identifizieren, aber ich bewundere sie für ihren Mut. Wenn die Midlife-Crisis einen Neubeginn auslöst, muss man das Beste draus machen und das tut Vera. Für sie ist das ein chaotischer Lebensabschnitt, für mich als Leserin einfach nur humorvoll und absolut unterhaltsam. Von allen Charakteren sind besonders die Freundin Ursel und Tochter Greta sehr liebenswert dargestellt und genauso wünscht man sich Freundin und Tochter. Auch wenn sich die Handlung etwas in die Länge zieht und ich mir so ein Leben nicht persönlich wünsche, so hat mir doch die Umsetzung des Themas ältere Frau mit jüngerem Mann gut gefallen und ich wurde gut unterhalten. Man erlebt mit Vera ständig neue Katastrophen und dennoch behält sie die Fassung, nimmt ihr Leben und das der anderen Beteiligten in die Hand und zieht es durch, ihren Neuanfang mit neuem Glück. Dieser Roman soll Frauen nicht nur unterhalten, er soll ihnen auch Mut zusprechen, in Krisensituationen nicht zu verzagen, sondern auf das Glück zu hoffen und es gegebenenfalls auch zu ergreifen.
1 Wow
bambisusuu
Der Roman "Anfang 40 - Ende offen" wurde von "Franka Bloom" geschrieben und ist im "Rowohlt Verlag" erschienen. In dem Buch begebe ich mich auf eine Reise mit Vera. Vera ist Mitte 40 und hat ihr Leben sowas von satt. Ihr Mann Sven hat sie wegen einer Jüngeren sitzen lassen und ihre Tochter Greta treibt Vera noch in den Wahnsinn. Nichts wünscht sie sich sehnlicher, als endlich ein ruhiges Leben, in dem sie niemanden hinterherräumen oder Ehefrau sein muss. Statt in die Wechseljahre zu kommen, wird dann Vera noch überraschend schwanger und kann ihre Freiheit an den Nagel hängen. Wie soll Vera nun ihre Wünsche alle unter einen Hut bringen? Die Geschichte ist witzig und beschert einem immer wieder amüsante Momente. Situationen zum Lachen sind mit Vera und ihrem chaotischen Leben garantiert. Es wird schnell klar, um was es eigentlich geht. Ohne viel Drumherum befindet man sich mitten in Veras Alltag. Das Leben einer Frau, die vermutet sie sei in den Wechseljahren. Hitzewallungen und Schlafstörungen sind Veras kleinste Probleme. Ihr Mann Sven soll endlich mal zur Scheidung erscheinen. Vera ist empört und kann es nicht fassen. Ihre Tochter vervollständigt ihr Chaos und bringt Vera keine Ruhe. Aus diesem Grund möchte Vera eine Veränderung vornehmen. Ihre Wunschliste soll das ermöglichen. Aber ihre Liebe zum dem jungen Referendar Paul führt zu einem ganz anderen Ziel. Vera ist mir sympathisch, obwohl sie viele typische Klischees erfüllt. Da ich mich noch weit von ihrem Alter befinde, konnte ich mich eher in Gretas Lage hineinversetzen. Manche Situationen haben mich dadurch absolut zum Schmunzeln gebracht. Man ertappt sich dabei Ähnlichkeiten mit seiner eigenen Mutter zu entdecken, was die Handlung lesenswert macht. Trotzdem habe ich die Bewertung im mittleren Bereich gehalten, weil mir das Thema durch andere Bücher bekannt ist und nicht unbedingt etwas Außergewöhnliches ist. Außerdem habe ich schnell eine Verbindung zu dem Buch "Bridget Jones Baby" festgestellt, da ebenfalls die Hauptprotagonistin statt Wechseljahre ein Kind erwartet. Für mich hat sich die Handlung dadurch an vielen Stellen in die Länge gezogen und konnte mich nicht komplett überzeugen. Ein amüsanter Roman über eine Frau mitten in der Midlifecrisis. Humorvoll und lebensfroh erzählt, aber kein Highlight!
1 Wow
Vera und die Männer Vera freut sich darauf, an ihrem 46. Geburtstag (also gar nicht so Anfang 40) endlich geschieden zu werden. Sven, ihr Noch-Mann, hat sie mit einer Jüngeren betrogen und will mit dieser Frau neu anfangen. Greta, ihre Tochter, macht gerade Abi und wird flügge. Also der ideale Zeitpunkt, komplett neu anzufangen, zumal ihre Agentur gerade richtig gut läuft und da ein schnuckeliger Typ ist, auf den Vera steht und der sie ordentlich anbaggert. Aber dann läuft es komplett anders – angefangen damit, dass Sven gar nicht erst zum Scheidungstermin kommt und auch eindeutig nicht vorhat, sich scheiden zu lassen … Vera durchlebt eine ordentliche Midlife-Crisis, mit all den typischen Effekten: Hitzewallungen, Schlafstörungen, hektische Aktivitäten, Stimmungsschwankungen, Überdrehtheit und jeder Menge irrer Ideen. Das wäre noch okay, da Greta ihren eigenen Weg zu gehen weiß und Sven nichts mehr zu melden hat, aber Vera zieht immer wieder ihre Freundinnen und Pavel, den schwulen Wirt von „Müllers Büro“ in ihr Chaos mit hinein. Eine Katastrophe jagt die nächste und beim Lesen wird man ganz atemlos, weil Vera einem keine Sekunde zum Ausschnaufen gibt. Dennoch mag ich Vera. Sie nervt, sie stresst – aber sie ist okay. Ihre Freundinnen mag ich aber ganz besonders, auch Greta. Ein Mädchen, wie man es sich zur Tochter wünschen würde (auch wenn sie dann im Laufe des Buches sozusagen einen Vera-Fehler macht). Pavel ist mein persönliches Äquivalent zu einem Café-Besitzer früherer Zeiten und so mag ich ihn ganz besonders gern. Und Paul, tja, der ist im Grunde mein Mann! Nur dass ich nicht ganz so anstrengend wie Vera bin. Es gibt zwischen Vera und mir eine Parallele, die mir bei der Lektüre des Buches besonders Spaß gemacht hat: Paul ist 14 Jahre jünger als Vera. Ja, das verwirrt Frau und das muss sie erst einmal einsortieren und verarbeiten, das ist völlig normal. Dass Vera sich immer wieder im Kreis dreht, nervt gewaltig, ist aber verständlich, wie ich meine. Leider ist das Buch am Anfang extrem witzig und wird dann etwas ruhiger in dieser Hinsicht, aber amüsant ist es durchweg. Sogar Sven, der in Sachen Nerven Vera in nichts nachsteht, hat seine guten und witzigen Seiten. Insgesamt liest sich das Buch flott weg. Die Charaktere gefallen mir sehr, denn sie sind alle einzigartig und mit wenigen Strichen gut gezeichnet. An vielen Stellen kann ich Veras Launen tatsächlich nachvollziehen (auch wenn sie nerven) und deshalb denke ich, dass dieses Buch allen Mittvierzigern Mut macht, sich so jung zu fühlen, wie sie sind und nicht in eine Art Schockstarre zu verfallen. Zu schnulzig ist der Roman auch nicht und deshalb kann ich gerne vier Sterne geben.
Wow
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