Helene Sommerfeld

Die Ärztin: Stürme des Lebens

Ist Teil der Reihe
Ricarda Thomasius
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ZUSAMMENFASSUNG
Was die Zeit nicht heilt... München, 1890: Die junge Ärztin Ricarda führt mit Brauereierbe Georg und Tochter Henny fern der Berliner Heimat ein beschauliches Leben. Mit der Eröffnung einer eigenen Praxis scheint sich ihr größter Traum zu erfüllen. Doch kaum jemand nimmt die erste Ärztin der Stadt ernst. Als eine Diphteriewelle München erfasst und der «Würgeengel» Hunderte von Kinderleben fordert, läuft Ricarda gegen Mauern. Denn ihre männlichen Kollegen halten das vielversprechende neue Heilmittel Emil von Behrings für Humbug. Die Ärztin ist entschlossen, für ihre Überzeugung und ihre Patienten zu kämpfen. Bis ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit Ricarda alles zu nehmen droht, was ihr am Herzen liegt. Ein Geheimnis, dessen dunkle Kraft auch die nächste Generation bestimmen wird.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
20 Nov 2018
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783499274008
Sprache
German
Seiten
624
Schlagworte
Deutsches Kaiserreich, Krankenschwester, Brandenburg, Berlin, Historischer Roman, München, Frauenroman, Charité, Diphterie
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REZENSIONEN
Bewertet von petzi_maus, Ladybug und andere
petzi_maus
ladybug
milkysilvermoon
Bewertung für das Hörbuch (2 MP3 CDs) Kurz zum Inhalt: München, 1890. Die junge Ärztin Ricarda aus Berlin ist mit dem Brauerei-Erben Georg verheiratet und lebt mit ihm in München. Sie hat jedoch ein dunkles Geheimnis... Ricardas Traum ist eine eigene Praxis, doch für Frauen in jener Zeit ist dies nicht so einfach, denn keiner nimmt einen weiblichen Arzt ernst. Doch sie kämpft für ihren Traum. Als sie Georg verliert und zu Tode betrübt ist, trifft sie eines Tages auf ihre ehemalige große Liebe Siegfried. Gemeinsam mit ihm und ihren Kindern ziehen sie nach Afrika, denn Siegfrieds Herz schlägt immer noch für diesen Kontinent. Tochter Henny geht zurück nach München, beginnt ein Medizinstudium und lernt dort einen jungen Mann kennen. Doch Ricardas Geheimnis hat Folgen für die nächste Generation... Meine Meinung: "Stürme des Lebens" ist der zweite Teil der "Die Ärztin"-Trilogie. Obwohl ich den ersten Band nicht kannte, war es kein Problem für mich, mich in die Geschichte einzufinden. Alle wichtigen Vorkommnisse aus Band eins sind geschickt in die Geschichte verflochten. Meine Gefühle der Protagonistin Ricarda gegenüber sind zwiegespalten. Sie ist eine junge, starke Frau, jedoch habe ich nicht so ganz verstanden, warum sie Siegfried damals verlassen hat. Die damaligen Verhältnisse und die Stellung der Frau in der Gesellschaft sind hervorragend beschrieben. Es war fast unmöglich, als Ärztin zu praktizieren. Studieren konnte Ricarda auch nur in der Schweiz. Und was passiert, als sie Witwe wird, ist einfach nur unfassbar. Mit Georg hat Ricarda jedoch viel Glück gehabt, er liebt sie aufrichtig, und so wie sie ist, mit all ihren Fehlern. Und auch sie baut mit der Zeit Liebe für Georg auf. Daher ist es ganz schlimm für sie, als sie Georg verliert. Doch sie hat Glück und ihre große Liebe aus der Studienzeit, Siegfried, taucht wieder in ihrem Leben auf. Das Leben in Afrika ist anschaulich beschrieben, und ich kann Ricardas Gefühle nachvollziehen. Insgesamt ist sehr viel passiert in Ricardas Leben in diesem Abschnitt; mag sein, dass das damals so war. Als Zuhörer wird einem auf jeden Fall nie langweilig, ein aufregendes Ereignis jagt das nächste... Und das quasi offene Ende macht extrem neugierig auf den nächsten Band, in dem wohl hauptsächlich Hennys Schicksal im Mittelpunkt stehen wird... Die Stimme der Sprecherin Beate Rysopp mochte ich sehr gerne. Mir gefallen ihre Sprachmelodie und ihre Betonungen, die Stimmlage, und dass sie versucht, unterschiedliche Stimmen zu verwenden. Auch die Geschwindigkeit, mit der sie liest, ist für mich perfekt. Lediglich die Stimme, die sie der jungen Henny verleiht, ist mir zu gekünstelt, zu kindisch und zu nasal-piepsig. Vor allem dann, als Henny bereits ein Teenager war. Das Cover entspricht jenem der Printausgabe und lässt direkt einen historischen Roman erkennen. Fazit: Unterhaltsamer historischer Roman über eine starke Frau, Mutter und Ärztin, in deren Leben ein Ereignis aufs nächste folgt. Der fiese Cliffhanger macht extrem neugierig auf den nächsten Band!!
1 Wow
Von lauen Brisen bis zum stärksten Orkan Inzwischen lebt Ricarda mit dem Brauerei-Erben Georg in München. Als gute Frau versucht sie, ihre Sehnsucht nach Berlin und dem gewohnten Leben zu unterdrücken. Mit Georgs Einverständnis und Unterstützung eröffnet sie eine Praxis. Die wird jedoch nicht so angenommen, wie das in Berlin war. Dann tauchen Schatten am Horizont auf und ein schreckliches Geheimnis aus ihrer Vergangenheit drängt ans Licht. Ricarda droht alles zu verlieren … Schon der erste Teil „Das Licht der Welt“ hat mich unbeschreiblich in seinen Bann gezogen. „Stürme des Lebens“ setzt diese Faszination fort und fesselte mich komplett. Das ist besonders erstaunlich, da ich kein großer Historische-Romane-Fan bin. Doch die Geschichte der Ricarda Petersen (dann Kögler und schließlich Thomasius) ist so wunderbar gelungen, dass man sie einfach lieben muss. Es ist die Geschichte der Frauen in jener Zeit, die Geschichte von Veränderungen, Ungerechtigkeiten, dem Kampf der Frauen um Anerkennung in diversen Berufen, die Geschichte der Macht und deren Missbrauch der Männer gegenüber Frauen und Kindern – kurz, es ist die Geschichte jener Zeit, die uns heute so unendlich fern scheint, aber gar nicht so lange her ist. Wie froh können wir sein, dass wir im Hier und Jetzt leben, so viel erreicht haben! Mit Blick auf jene Zeit ist es erstaunlich, über was wir heute jammern. Helene Sommerfeld ist es wunderbar gelungen, Ricarda immer wieder neue Dinge erleben zu lassen, ohne ihr Leben komplett zu einer Soap verkommen zu lassen. Die Ereignisse erwachsen geradezu aus der Geschichte heraus, ergeben in sich Sinn und passen zueinander, auch wenn rückwirkend betrachtet entsetzlich viel geschieht, das schon einzeln eine große Bürde für eine Frau – zumal in jener Zeit – ist. Nein, es ist kein durchschnittliches Leben, das Ricarda da führt, aber all diese Ereignisse sind stimmig und das Autorenehepaar lässt uns daran eben bei einer einzigen Frau bzw. Familie teilhaben. Das ergibt einen Geschichtsunterricht der ganz besonderen Art und ich gestehe, so bleibt bei mir auch wirklich viel hängen. Dies ist also ein Roman, bei dem man tatsächlich noch dazulernt. Der Roman sprüht geradezu vor Lebendigkeit und gleich, an welchem Ort der Erde er gerade spielt, man ist so dicht dabei, dass man fast schon Dinge greifen kann, die Landschaft sieht, die Luft riecht und die Geräusche hört. Medizinische Begriffe und ärztliche Eingriffe werden so geschildert, dass auch ein Laie etwas damit anfangen kann. Man kann nicht umhin, sich zu wundern, wie weit die Medizin in so wenigen Jahren gekommen ist und ist automatisch dankbar, nicht damals gelebt zu haben, auch wenn man gleichzeitig sehr gern Teil dieser tollen Entwicklungen gewesen wäre. Zugleich tröstet das Buch auch – hier erlebt man eine Frau, die einen Schicksalsschlag nach dem anderen zu verkraften hat. Die eigenen Sorgen und Nöte werden dadurch nicht kleiner, aber man zieht Kraft aus Ricardas Stärke und nimmt sie mit in den eigenen Alltag. Ricarda steht ihre Frau, auch wenn sie gerne auch mal schwach sein möchte. Doch damals wäre das fatal gewesen und so kämpft sie und wirkt auf manche dadurch etwas hart und gefühlskalt. Das ist sie jedoch absolut nicht. Ihr Weg ist alles andere als leicht und eben. Für mich ist dies ein großartiges Werk, das es wert ist, lange Zeit auf den Bestsellerlisten zu verharren. Kurz und knapp: Großartig! Ich gebe die vollen fünf Sterne! Dieser Band endet mit einem herzergreifenden Cliffhanger und ich kann kaum erwarten, „Die Wege der Liebe“ zu genießen.
Wow
Anne (milkysilvermoon)
München im 19. Jahrhundert: Die 27-jährige Ärztin Ricarda Petersen ist schwanger, als sie Brauereierbe Georg Kögler heiratet. Wegen ihm verlässt sie Berlin und zieht nach Bayern. Sie führt nach der Geburt von Tochter Katharina Henriette, genannt Henny, ein beschauliches Leben. Mit ihrer eigenen Praxis scheint sich ihr größter Traum zu erfüllen, allerdings wird Rica als Ärztin nicht ernstgenommen. Nach einem Schicksalsschlag trifft sie ihre große Liebe, Siegfried Thomasius, wieder und geht mit ihm in die deutschen Kolonien. Doch das Leben hält noch einige Prüfungen bereit und ein Geheimnis aus Ricardas Vergangenheit bedroht alles, was ihr lieb und teuer ist… „Die Ärztin – Stürme des Lebens“ ist der zweite Band der Historiensaga um Ricarda Thomasius, geschrieben vom Autorenduo Helene Sommerfeld. Meine Meinung: Der Roman besteht aus 30 Kapiteln mit einer angenehmen Länge. Die Handlung umfasst den Zeitraum 1890 bis 1914. Die Schauplätze wechseln ebenfalls. Erzählt wird vorwiegend aus der Sicht von Ricarda. Dieser Aufbau funktioniert ganz gut. Der Schreibstil ist flüssig und anschaulich. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Zwar baut der zweite Band direkt auf dem ersten auf. Der Roman lässt sich jedoch auch ohne Vorkenntnisse lesen. Die Protagonistin Ricarda ist eine starke Persönlichkeit. Grundsätzlich mag ich es sehr gerne, wenn mutige Frauen im Vordergrund stehen. Mit Ricarda werde ich allerdings nicht so recht warm. Obwohl sie einige Schicksalsschläge zu verkraften hat, tue ich mir schwer damit, Mitgefühl für sie zu entwickeln. Ihre Gedankengänge und ihr Verhalten sind mir in vielen Situationen fremd und nicht nachvollziehbar. Positiv zu erwähnen ist aber, dass sie ebenso wie die anderen Charaktere vielschichtig dargestellt wird. Die Handlung ist abwechslungsreich und dramatisch, aber nicht besonders realitätsnah. Mehrfach kommt es zu unglaubwürdigen Zufällen, sehr dramatische Situationen häufen sich. Dies ist mir in dieser Fülle einfach zu viel. Auch der Schluss des Romans kann mich nicht mit dem Buch versöhnen, denn es endet mit einem unnötig übertriebenen Cliffhanger. Das ist bedauerlich, denn das Grundthema der Romanreihe, die ersten Ärztinnen, ist sehr interessant. So erfährt der Leser auf unterhaltsame Weise etwas über die frühe Medizin. Zudem bietet die Geschichte durchaus immer wieder Ansätze, die zum Nachdenken anregen. Das hübsche Cover passt gut zur Geschichte. Auch der Titel ist passend gewählt. Ich habe die Geschichte als ungekürzte Lesung gehört. Als Sprecherin macht dabei Beate Rysopp einen guten Job. Mein Fazit: „Die Ärztin – Stürme des Lebens“ von Helene Sommerfeld ist ein unterhaltsamer Roman mit einigen Schwächen. Den Rest der Reihe werde ich wohl eher nicht verfolgen.
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