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Barbara Kunrath

Geteilt durch zwei

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ZUSAMMENFASSUNG
Zwei Schwestern. Zwei Geschichten. Eine Vergangenheit. Nadja hat schon lange das Gefühl, dass in ihrem Leben etwas Entscheidendes fehlt. Liegt es daran, dass sie als Baby adoptiert wurde? Als Nadja erfährt, dass sie eine Zwillingsschwester hat, stürzt sie das in ein Wechselbad der Gefühle. Einerseits ist da endlich das fehlende Puzzleteil in ihrem Leben, andererseits ergeben sich jetzt viele neue Fragen und schmerzhafte Erkenntnisse. Zusammen mit ihrer neu gewonnenen Schwester begibt Nadja sich auf die Reise in ihre gemeinsame Vergangenheit.
BIOGRAFIE
Barbara Kunrath wurde 1960 geboren. Sie arbeitet als Geschäftsassistentin für einen Weinjournalisten. Sie hat zwei erwachsene Töchter und lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Frankfurt.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.01.2020
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783548060491
Sprache
German
Seiten
399
Schlagworte
Hessen, dramatischer familienroman, Heimat finden, Darmstadt, keine Eltern, dramatische familiengeschichte, Familiengeschichte, abwesende Mutter, biologische Eltern, Zugehörigkeit, Zwilingsschwester, Familie, Adoption, Adoptivfamilie, Taunus
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REZENSIONEN
Bewertet von cassiopeia, Anne (milkysilver... und 3 andere
cassiopeia
milkysilvermoon
vanessap
meinnameistmensch
buechergiraffe
„Geteilt durch zwei“ ist ein Roman, der sich dem Thema Adoption im allgemeinen und Trennung der Geschwister bei einer Adoption, im besonderen Fall von Zwillingen, annimmt. Der Autorin gelingt es wunderbar mit einfühlsamen Worten den inneren Zwiespalt ihrer Hauptfigur Nadja zu beschreiben. Allerdings fand ich es schade, dass nicht die Gefühlswelt von Nadjas Zwillingsschwester Pia, dem Leser ebenfalls näher gebracht wurde. Auch andere, Nadja nahestehende Personen, werden faktisch nur sporadisch erwähnt. Das war mir leider zu wenig. Auch wenn Nadjas Gedanken und Emotionen durchaus gut ausgearbeitet sind und man schon teilweise mit ihr leidet, wenn es darum geht, ob sie mit dem was sie tut, das Richtige macht. Die Fragen die sich für Nadja während der Suche nach ihrer Herkunft ergeben und das Abwägen des Für und Wider fand ich überzeugend und plausibel. Kurzum: Es ist ein Buch, dass ein interessantes Thema sensibel beschreibt. Die Umsetzung hätte an manchen Stellen allerdings durchaus ausführlicher ausfallen können. Alles in allem aber ein einfühlsam geschriebener Roman, der mich gut unterhalten hat. Ich empfehle das Buch gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.
1 Wow
Anne (milkysilvermoon)
Mit ihrer Tochter Lena und ihrem Mann Ralph führt Nadja Kleman im Taunus eigentlich ein zufriedenes Leben. Doch schon seit Längerem hat die 41-Jährige das Gefühl, dass ihr etwas Entscheidendes fehlt. Und dann hört sie im Radio eine merkwürdig bekannte Stimme. Sie gehört der Steuerberaterin Pia Albrecht. Durch Zufall erfährt sie so, dass sie eine Zwillingsschwester hat. Nadja wusste schon immer, dass sie adoptiert ist, aber kennt nicht die genauen Umstände und die Geschichte ihrer leiblichen Eltern. Durch die Neuigkeit ändert sich ihr Leben nun mit einem Schlag. Eine Menge neuer Fragen und schmerzhafte Erkenntnisse stürzen auf sie herein. Gemeinsam mit ihrer Schwester will Nadja die gemeinsame Vergangenheit aufarbeiten. Können sie zusammen die Wunden der Kindheit zu heilen? „Geteilt durch zwei“ ist ein Roman von Barbara Kunrath. Meine Meinung: Der Roman besteht aus neun Kapiteln, die wiederum in mehrere Abschnitte unterteilt sind. Eingerahmt werden sie von einem Pro- und einem Epilog. Erzählt wird vorwiegend in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Nadja, zum Teil aber auch aus der Sicht weiterer Personen. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen: einerseits in der Gegenwart, also in den Jahren 2017 und 2018, und andererseits in der Vergangenheit, in den 1970er-Jahren. Einheitliche Angaben zu den Zeiten und zur jeweiligen Erzählperspektive sorgen dennoch dafür, dass die Orientierung nicht schwierig ist. Der Aufbau funktioniert gut. Der Schreibstil ist schnörkellos, aber anschaulich und angenehm. Der Einstieg in die Geschichte fällt leicht. Im Vordergrund des Romans steht vor allem Nadja. Ihre Gedanken und Gefühle werden sehr gut deutlich, ihr Charakter wirkt authentisch. Dennoch wurde ich nicht so richtig mit ihr warm. Die übrigen Figuren erscheinen ebenfalls realitätsnah. Thematisch dreht sich die Geschichte um die Themen Familie, Adoption, Geheimnisse und einiges mehr. Inhaltlich ist der Roman tiefgründig und regt zum Nachdenken an. Emotional konnte mich die Geschichte berühren, allerdings nicht so sehr wie gehofft. Auf annährend 400 Seiten bleibt der Roman abwechslungsreich. Er hat mehrere Wendungen zu bieten. Die Handlung wirkt schlüssig und nachvollziehbar. Das Cover mit der Spiegelbild-Metapher passt gut zum Inhalt. Auch am Buchtitel habe ich nichts auszusetzen. Mein Fazit: „Geteilt durch zwei“ ist ein unterhaltsamer Roman von Barbara Kunrath, der mich zwar nicht völlig begeistern konnte, mir aber schöne Lesestunden beschert hat.
1 Wow
Darum geht es:  Nadja Kleman führt ein glückliches Leben mit Mann und Tochter - dennoch hat sie schon lange das Gefühl, dass etwas in ihrem Leben fehlt. Sie weiß zwar, dass sie adoptiert wurde und hat damit kein Problem, trotzdem fühlt sie sich nicht "Ganz".  Eines Tages findet sie durch Zufall heraus, dass sie eine Zwillingsschwester hat. Gemeinsam versuchen sie einander und ihrer Herkunft näher zu kommen.  Meine Meinung:  Zuerst zum Positiven: Der Schreibstil war sehr flüssig und das Buch ließ sich gut und schnell lesen. Auch die Perspektiv- und Zeitwechsel haben mir gut gefallen.  Dennoch bin ich mit keiner der Figuren (mit Außnahme der Tochter Lena und Vermieterin Maria) so wirklich warm geworden. Selbst als "aufgedeckt" wurde, warum die Figuren so sind wie sie eben sind, konnte ich ihre Handlungen und Aussagen nicht nachvollziehen.  Die Handlung an sich schien auf nichts so wirklich hinauszulaufen, was vielleicht auch gewollt war, was dazu führte das ich mich leider nicht aufs Lesen freuen konnte.  Es war eine nette Erzählung für zwischendurch, die ich aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht noch einmal lesen werde.
Wow
meinnameistmensch
Nachdem ich die letzten Zeilen dieses Buches gelesen hatte brauchte ich einen Moment, um mich ganz von ihm zu lösen, so sehr hatte es mich berühren können. In "Geteilt durch zwei" geht es um zwei Zwillingsmädchen, die schon recht schnell nach der Geburt von einander getrennt wurden und erst im hohen Erwachsenenalter über Umwege davon erfahren, dass sie Schwestern sind. Gemeinsam machen sie sich daraufhin auf mehr über sich und ihre biologischen Eltern zu erfahren und stoßen dabei häufig auf eine Mauer des Schweigens, der Verleugnung und der Sprachlosigkeit. Mit jeder neuen Information gelangen sie eine Spur tiefer in ihre eigene Vergangenheit, die Sorgen und Nöte ihrer Eltern und auch die damaligen gesellschaftlichen Konventionen. Und sie lernen zu erkennen, was sie beide miteinander verbindet, was sie von ihren Eltern haben und vor allem, was das eigene individuelle in ihnen ist. Der Autorin Barbara Kunrath gelingt ein überaus berührender Roman, der unter die Haut geht und die verschiedenen Perspektiven der Akteur_innen tief beleuchtet. Mensch kann sich als Leser_in intensiv in die Protagonist_innen der Geschichte hineinversetzen, sich mit ihnen mitfreuen, mitleiden und mitfiebern. Einen der besonderen Merkmale des Buches ist, dass mensch das Gefühl bekommt selbst dabei zu sein und die Trennung zwischen Erzählerin und handelnden Prsonen nicht so stark spürbar ist. Es handelt sich um ein ganz besonderes Buch über das schwere Thema Adoption und Suche nach der eigenen Identität, was ich anderen nur tief ans Herz legen kann.
Wow
buechergiraffe
Geteilt durch zwei ist ein Roman über Zwillingsschwestern, die als Babys getrennt wurden, und ihre gemeinsame Suche nach ihrer Vergangenheit. Zum Inhalt: Seit langem hat Nadja Kleman das Gefühl, dass in ihrem Leben etwas Entscheidendes fehlt. Sie wusste schon immer, dass sie adoptiert ist und hat damit kein Problem, auch wenn ihr die genauen Umstände und die Geschichte ihrer biologischen Eltern nicht bekannt sind. Eigentlich könnte sie also zufrieden sein, sie ist verheiratet, ihre Tochter erwachsen, sie fühlt sich geliebt und gebraucht. Ihr beschauliches Leben ändert sich allerdings schlagartig, als sie durch einen Zufall erfährt, dass sie eine Zwillingsschwester hat. Diese Neuigkeit stürzt sie in ein Wechselbad der Gefühle, einerseits ist da endlich dieses fehlende Puzzleteil in ihrem Leben, andererseits ergeben sich jetzt jede Menge neue Fragen und auch schmerzhafte Erkenntnisse. Gemeinsam mit ihrer neuen Schwester macht sie sich daran, die gemeinsame Vergangenheit aufzuarbeiten. Gelingt es den Frauen, die Wunden der Kindheit zu heilen? Nadja hört eines morgens im Radio eine Stimme, die wie ihre eigene klingt. Sie macht sich daran, die Besitzerin dieser Stimme ausfindig zu machen und findet heraus, dass sie eine Zwillingsschwester hat. Pia lebt ein ganz anderes Leben, ist aber dem Gedanken nicht abgeneigt, dass sie jetzt eine Schwester hat.  Beide wissen wenig über ihre Vergangenheit, die beiden Adoptivmütter hüllen sich in Schweigen und Nichtwissen. Was sie wissen ist: Sie haben beide eine unterschiedliche Version der Ereignisse aufgetischt bekommen. Also muss da etwas im Argen liegen. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, warum sie getrennt adoptiert wurden, was mit ihrer Mutter geschehen ist und warum der biologische Vater sie nicht zu sich genommen hat. Dabei werden ein paar pikante Details aus der Vergangenheit ans Tageslicht geholt...  Ich habe Geteilt durch zwei bei Vorablesen gewonnen und muss ganz ehrlich sagen, dem Cover nach hätte ich es mir nicht gekauft. Die Geschichte um Nadja und Pia nimmt anfangs schnell an Fahrt auf und ist kurzweilig und schnell zu lesen. Das lässt aber leider ganz schnell nach. Sobald es ans Eingemachte geht, werden Nadja und Pia und somit auch der Leser immer wieder vertröstet. Die Adoptivmütter wollen nicht mit der Sprache herausrücken, was das Ganze zu einer ziemlich langatmigen Geschichte macht. Immer und immer wieder werden die gleichen Fragen erörtert. Man kommt einfach nicht über einen bestimmten Punkt hinaus, die Geschichte dreht sich immer wieder im Kreis. Was mir sehr gut gefallen hat, war, dass die Geschichte nicht nur aus dem gegenwärtigen Standpunkt beleuchtet wird. Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblenden ins Jahr 1975, das Jahr der Geburt der beiden. Die damaligen Personen erzählen die Story, die damals zur Adoption geführt hat. So erfährt der Leser die unterschiedlichen Blickwinkel und kann die Handlungen der Akteure besser nachvollziehen. Dadurch entsteht kein "schwarz-weißes" Bild von einzelnen Charakteren. Alle werden in ihren Beweggründen nachvollziehbar erklärt. Mir hat die Geschichte selbst wirklich gut gefallen. Es gab aber auch einige negative Aspekte, die mir die Freude am Lesen gründlich verdorben haben... Zum Einen ist da Nadja. Ich kann nachvollziehen, dass sie endlich ihre Vergangenheit kennen wollte und genug vom Ausweichen auf ihre Fragen hat. Aber: Sie ist dabei so unglaublich nervig. Nadja kann kein Nein gelten lassen. Sie ist hartnäckig und dabei oft taktlos und einfach unangenehm. Nadja ist eine Person, die ich im wahren Leben am Liebsten niemals kennenlernen möchte. Einfach furchtbar! Zum Anderen herrscht bei allen Charakteren, vor allem bei Pia, eine sehr negative Grundstimmung. Ich hatte beim Lesen oft das Gefühl, alle sind genervt voneinander und wollen das alles gar nicht. Die Geschichte wirkte dadurch konstruiert und unecht. Ich wollte manchmal das Buch gar nicht aufschlagen, da mir dann sofort diese Negativität und passive Aggressivität entgegenschlug. Das sollte ein Roman auf keinen Fall haben. Ich möchte mich ja beim Lesen entspannen und vom negativen Alltag ablenken. Dieses Buch hat genau das Gegenteil bewirkt. Hätte ich es nicht als Rezensionsexemplar bekommen, ich hätte das Buch wahrscheinlich abgebrochen. Das ist echt schade, da wie gesagt die Grundidee echt gut und eigentlich mitten aus dem Leben ist! So kann ich persönlich leider keine Leseempfehlung geben. Trotzdem, lasst euch nicht das Buch und eure Laune verderben, Frohes Lesen! 🦒
Wow
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