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ZUSAMMENFASSUNG
Lexi ist reich, cool, ein It-Girl - und heroinsüchtig. Nach einer Überdosis landet sie in der Clarity-Klinik. Ihr Entzug ist hart, die Therapie schier unerträglich, vor allem die Treffen mit den „Mitinsassen": Aufputschmittel-Junkie Saif, Trans-Mädchen Kendall, Guy mit der Zwangsneurose, Bulimikerin Ruby, Ex-Kinderstar Brady. Doch ausgerechnet diese fünf werden zu echten Freunden. Und Brady vielleicht mehr. Lexi öffnet sich vorsichtig, beginnt ihr zerstörerisches Leben zu hinterfragen. Aber ist ein anderer Weg überhaupt möglich? --- Ein Buch, das unter die Haut geht: scharfsinnig, scharfzüngig und schmerzlich realistisch! ---
BIOGRAFIE
Juno Dawson veröffentlicht regelmäßig Beiträge in diversen Magazinen und Zeitungen, u. a. im Guardian und in Glamour. Vor allem aber schreibt sie spannende Romane und engagierte Sachbücher für Jugendliche. Ihre Geschichten wurden mehrfach ausgezeichnet und in viele Sprachen übersetzt. Juno Dawson lebt und schreibt in Brighton. Mehr über die Autorin unter @junodawson oder auf junodawson.com.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
28.06.2018
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783551583826
Sprache
German
Seiten
397
Schlagworte
Zwangsneurose, Ecstasy, Jet Set, Bipolare Störung, It-Girl, süffig, Rückfall, reiten, Durchgeknallt - Girl, Interrupted, Sag nie ihren Namen, Durchgeknallt - Girl, Freundschaft, Klinik, Gruppendynamik, Belletristik für Jugendliche
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REZENSIONEN
Bewertet von Simone, Drakonias Bücherw... und 3 andere
hauptstadtliebe
drakoniasbuecherwelt
my_bookish_mind
booksaremybestfriends
sonjawagener
Lexi Volkov hat alles: Geld, Freunde und ein Leben in reinem Luxus. Doch eins prägt sie besonders: ihre Heroinabhängigkeit. Als ihr Bruder sie schließlich mit einer Überdosis in eine Entzugsklinik bringt, beginnt das It-Girl über ihr ausschweifendes Leben nachzudenken, schließt neue Freundschaften und kommt dem schönen Brady näher. Mir gefällt das Cover sehr gut. Es ist mal etwas anderes, ausgefallen und modern. Es eignet sich allerdings weniger für Fotos, da es schnell vor den Augen verschwimmt. Es ist kein großes Geheimnis, dass mich das Thema Abhängigkeit und Drogen seit dem Schicksal von Christiane F. interessieren – da musste ich dieses Buch natürlich lesen. Und ehrlicherweise konnte ich es auch schwer wieder aus der Hand legen. Ich war oft hin und hergerissen, wusste nicht immer, was ich fühlen sollte. Einerseits mochte ich alle Charaktere, weil sie alle so zerbrechlich gewirkt haben, als müsste man sie einfach bei der Hand nehmen und ihnen den richtigen Weg zeigen. Andererseits war ich oft wütend. Wütend über die Ignoranz, wütend über die Willensschwäche und Wütend über die Uneinsichtigkeit. Ich weiß, dass Wut vielleicht nicht die Richtige Emotion hierfür ist, weil es sich bei Abhängigkeit um eine Krankheit handelt und trotzdem konnte ich diese Wut nicht unterdrücken. Die Charaktere waren gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie liebenswert. Brady gefällt mir am besten. Er ist ruhig und besonnen und hat trotzdem irgendwo seine Bad Boy Seiten. Auch der Verlauf der Geschichte gefällt mir gut – genau die richtige Mischung aus Ups und Downs. Das Ende ist mir ein wenig zu sehr Happy End im Vergleich zum Rest. Allerdings gebe ich hier vielen Rezensionen, die ich bisher gelesen habe, recht: die Geschichte ist für dieses düstere und schwere Thema viel zu oberflächlich. Dinge werden einfach abgehakt, ohne das eigentliche Problem dahinter zu hinterfragen. Ein so delikates und schwieriges Thema braucht aber mehr Tiefgang, um besser zu wirken. Leider hat mir der Schreibstil weniger gefallen. Ich finde es ganz schlimm, wenn ein Autor zwanghaft versucht Jugendsprache einzubauen und es dann einfach damit endet, dass jedes zweite Wort „Fotze“ ist – kaum jemand redet so, schon gar nicht die breite Masse. Fazit: Ein interessantes Buch über Abhängigkeit und Willensstärke mit gelungenen Charakteren und einer packenden Story. Leider fehlt hierbei der Tiefgang, der bei dieser Thematik so dringend nötig ist.
Wow
Drakonias Bücherwelt
Die Protagonistin Lexi hat eigentlich alles was man sich vorstellt. Sie sieht gut aus, ist reich und kann sich damit alles leisten was sie will. Doch dadurch ist sie schnell gelangweilt und möchte neue Dinge ausprobieren. Durch den falschen Umgang gerät sie an Drogen. Doch bei "harmlosen" Tabletten und mal einen Joint bleibt es nicht lange. Nach einer Überdosis Heroin wird sie von ihrem Bruder in die Privatklink gebracht und soll dort von ihrer Drogensucht loskommen. Durch ihren Lebensstil wirkt Lexi überheblich und weiß es natürlich besser. Sie hat vielleicht etwas übertrieben mit den Drogen, aber sie ist doch nicht süchtig. Sowas sind nur andere, ihre "Mitinsassen", die Loser. Doch jeder, auch Lexi, hat sein "Päckchen" zu tragen, weswegen er oder sie in dieser Klinik ist. Ich war bei diesem Buch sehr neugierig. Am Anfang fand ich dieses ungeschönte wirklich gut, vor allem die Passagen von Lexis Entzug. Sie versucht alles um an Drogen zu kommen und man liest, dass ein Entzug nicht gerade der Himmel auf Erden ist. Doch irgendwann zur Mitte hin, wurde es mir dann doch wieder zu geschönt. Mir persönlich wurde recht schnell die Mitteilung vermittelt "Drogen sind doof und böse"und plötzlich sehen dass alle in dem Buch auch so. Auch die anderen Charaktere und die Klinik waren für mich nicht glaubwürdig. Obwohl es ab und an mal Rückschläge gab, wollen alle doch so plötzlich wieder gesund werden und sehen das auch ganz schnell ein. Für mich war dies nicht realistisch. Natürlich ist es Jugendbuch und keine Biografie, aber ich finde genau deshalb sollte man den Jugendlichen vielleicht etwas mehr die Realität zeigen und nicht teilweise so plump "Ich nehme Drogen....oh ich habe Probleme mach ich mal etwas gegen....fertig, gesund". So war teilweise mein Eindruck. Fazit Eine sehr wichtige Thematik. Das Buch zeigt auch mal die ekligen Seiten eines Entzugs, konnte mich aber durch manche Dinge nicht komplett überzeugen.
Wow
my_bookish_escape
Wow! Ich bin ich begeistert! Ich bin mit nicht sehr hohen Erwartung an dieses Buch gegegangen, weil das Thema Entzug beziehungsweise Therapie nicht immer unbedingt leicht umzusetzen ist. Ich bin in meinem Leben auch schon öfters mit diesen Dingen, zwar als Außenstehende, in Berührung gekommen, daher weiß ich ein paar Sachen darüber. So erstmal zum Anfang, Lexi ist eine eingebildete Zicke, die noch nie in ihrem Leben für irgendetwas die Konsequenzen tragen musste und genauso verhält sie sich auch. Als reiche Hotelerbin a lá Paris Hilton, besteht ihr Leben nur aus Shopping, Partys und Drogen. Für sie gehören die Drogen einfach zu einem Leben in der high Society dazu und abhängig sind eh nur arme Penner. Aber erstmal in der Clarity Klinik auf der einsamen Insel angekommen, merkt sie schnell das ihre Annahme falsch sein könnte. Nun beginnt Lexi eine lange Reise in der Sie sich charakterlich sehr zum positiven verändert. Brady, Ruby, Kendall und Guy mochte ich von Anfang an und habe sehr mit ihnen mitgefühlt. Ihre Geschichten waren alle sehr verzwickt und man konnte nachvollziehen wieso sie dort gelandet sind. Lexis frühere Freunde allerdings fand ich ganz schrecklich.  Die Geschichte war von Anfang bis Ende interessant, man konnte Lexis Weg gut nachvollziehen genauso wie den der Anderen. Sie hatte wirklich Tiefgang und man hatte wirklich das Gefühl das die Autorin sich mit dem Thema wirklich auseinandergesetzt hatte. Vor allem Sasha, die ein sehr schwieriger Charakter war, wurde sehr gut und realistisch inszeniert. Außerdem fand ich Beziehung zwischen Lexi und Brady sehr schön aufgebaut und ich wollte unbedingt das es wird.  Wie schon gesagt, das Buch wurde nie langweilig und hat mich wirklich sehr gut unterhalten.  Der Schreibstil ist auf Grund von vielen Schimpfwörtern und Fäkalsprache wahrscheinlich nicht für jeden was. Aber ansonsten war es sehr flüssig und auch die Länge der Kapitel war durch viele Unterteilungen angenehm.  Fazit:  Eine ganz klare Leseempfehlung! Vor allem für Fans von Gossip Girl und auch sonst ist es ein Thema mit dem sich jeder Mal befassen sollte.
Wow
booksaremybestfriends
heute möchte ich mit euch über ein Buch sprechen, das mich wegen der Thematik neugierig gemacht hat, aber ich habe nicht erwartet, dass es mich selbst so viel lehren würde. Ich bin wirklich dankbar, dass der Carlsen Verlag mir Clean als mein erstes Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Clean provoziert, Clean berührt, Clean kann auch schockieren und Clean ist schonungslos ehrlich. Lexi Volkov ist jung, sie ist reich, sie ist Hotelerbin und It-Girl. Lexi Volkov ist verliebt und Lexi Volkov hat ein Problem. Sie wird von ihrem Bruder, Nik, gekidnappt und in eine sehr elitäre, private Suchtklinik gebracht. Nikolas ist davon überzeugt, dass Lexi ein Drogenproblem hat. In der Klinik trifft sie auf Doktor Goldstein, den Leiter der Einrichtung und später auch auf die anderen Patienten. Ruby hat ein Problem mit Essen, Kendall auch, denn sie will nicht essen, Guy leidet unter Zwängen, Brady scheint mehr Probleme zu haben, als man zählen kann, Saif ist ebenfalls den Drogen verfallen und Sasha, tja Sasha ist eine Sache für sich. Keine Panik! Das was ihr da auch dem Bild seht, ist MEHL! Gemeinsam mit Lexi erlebt man das 9-Schritte Programm der Einrichtung. Doktor Goldstein führt Lexi in Einzelsitzungen und der Gruppentherapie langsam aber sicher daran, dass ihr Leben vielleicht nicht so toll ist, wie es scheint. Neben den offensichtlichen Süchten der einzelnen Patienten werden noch viel wichtigere Dinge angesprochen. Lexi fängt langsam aber sicher an zu akzeptieren, dass sie ein Drogenproblem hat, möchte sich aber nicht mit ihrer Vergangenheit oder ihrer Beziehung und ihrer Familie schon gar nicht auseinandersetzen. Doch Lexi lernt nicht nur, dass sie anfällig für Süchte ist, sie lernt auch sich selbst kennen. Lernt, dass sie sich nicht nur durch Partys und Freunde definieren sollte, sondern durch Lexi als Mensch. Eine wunderschöne Metapher für diese Entwicklung findet sich im Buch, wenn Lexi den Hengst Storm kennenlernt. Die Sucht steht zwar im Vordergrund der Handlung im Buch beziehungsweise ihre Heilung davon. Lexi lernt aber noch ganz andere Dinge. Sie verbringt mehr Zeit mit sich selbst, ist auf Social Media Detox, verfolgt ihr altes Hobby, das Reiten wieder mehr und sucht sich neue Herausforderungen. Ein It-Girl ohne Schulabschluss, nur mit Papas Geld zu sein – so war Lexis Leben und sie war zufrieden. Ihre On-Off-Beziehung zu Kurt, das war Liebe für sie. Aber Lexi verändert sich ohne es zu wollen. Jeder Mensch hat in seinem Leben Trigger, die mehr oder minder legal, illegal oder überhaupt greifbar sind. Co-Abhängigkeit ist genau so eine Sucht, wie Alkohol, das Rauchen oder auch das Vermeiden von Essen. Erinnert ihr euch an euer erste große Liebe? Daran, wie sehr ihr den anderen wolltet und das andere Menschen und Bereiche in eurem Leben darunter gelitten haben? Das ist falsch, das ist Co-Abhängigkeit. Du selbst bist der wichtigste Mensch in deinem Leben. Wer sich selbst nicht lieben kann, der kann auch von niemand anderem akzeptiert werden. Das Leben zu genießen ist genau das, was wir alle tun sollten. Was ich aus dem Buch mitgenommen habe, ist ganz einfach: Lern das Leben lieben und dich selbst am allermeisten, denn ohne das wird das Leben zum überleben und nicht mehr. Als zukünftige Lehrerin finde ich dieses Buch einfach nur wichtig, ehrlich und bin begeistert. Die einzelnen Figuren hängen alle ihren eigenen Ängsten und Problemen hinterher und schaffen es doch sich anzufreunden und in der Gruppe gegenseitig zu helfen. Das Leben ist ein Kampf, den man besser nicht alleine kämpft, so viel steht fest. Natürlich ist Lexis Geschichte extrem, aber wenn wir ehrlich sind, kennen wir alle jemanden der zu exzessivem Verhalten neigt und daraus kann die ein die ein oder andere Sucht entstehen. Clean ist definitiv keine Anleitung zur Suchtbekämpfung, aber es zeigt auf, in welche Richtungen sich ein Leben mit einer Sucht entwickeln kann. Viel mehr Menschen sollten sich mit diesem Thema auseinandersetzen und mal in sich selbst schauen und gucken wie ihr ein oder anderes Verhalten motiviert ist.
Wow
Auf dieses Buch war ich mehr als gespannt. Bereits mit 13 Jahren habe ich “Die Kinder vom Bahnhof Zoo” gelesen und war schockiert über den Werdegang der Christiane F. Ich finde der Klappentext hört sich nach einem ähnlichen Drama an. Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht. Wir erleben sofort mit, wie Lexi an dem Tiefpunkt ihres Lebens in ein Therapiezentrum gebracht wird. Wer hier liebliche Prosa und schwammiges Jugendblabla erwartet, wird hier enttäuscht. Der Schreibstil ist rotzig und erschreckend ehrlich. Und genauso startet das Buch auch. Wir erleben Lexi in einem unfassbar schlechten Zustand und erfahren quasi hautnah, wie schlecht es ihr geht. Mich hat das von Anfang an gepackt und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Ich wollte immer mehr über Lexi und die anderen “Patienten” Brady, Kendall, Ruby, Guy, Saif und Sasha erfahren. Alle sind natürlich verworrene Charaktere, aber man spürt in fast jedem sofort das Gute. Bis auf Saif und Sasha habe ich alle ins Herz geschlossen und habe mit ihnen gehofft, geweint, Schmerzen erlebt und geliebt. Ich habe das Gefühl gehabt, alles hautnah mitzuerleben und das ich mich selbst in diesem Therapiezentrum befinden würde. Es ist so ehrlich geschrieben und ohne irgendwelche Verschleierungen. Teilweise fand ich es so erschreckend, wie tief Jugendliche schon sinken können und wie kaputt sie sich selber finden. Es hat mich so tief berührt, wie Lexi sich durchs Leben kämpft und Höhen und Tiefen erlebt. Aber auch die anderen Charakter haben mich zutiefst berührt. Selbst Sasha hat mich an einer Stelle sehr überrascht. Dieses Buch klärt auf. Es klärt auf wie scheiße das Leben sein kann, das Suchtkrankheiten kein Halt vor dem sozialen Status machen und das man tiefer als tief fallen kann. Das Buch klärt auf über jegliche Drogen und deren Konsequenzen. Es räumt mit Vorurteilen gegenüber Transgender auf, erläutert die Schwierigkeiten bei Essstörungen und zeigt, dass jeder in irgendeine Form von Sucht rutschen kann. Es macht aber auch Hoffnung und zeigt die Stärke der Charaktere und das Ende ist voller Überraschungen und Ups and downs. Mich konnte das Buch wirklich von der ersten Seite an packen und lässt mich absolut begeistert zurück! Lexi hat mich tief beeindruckt und ich konnte gar nicht genug von Juno Dawson’s Schreibstil bekommen. So nackt, so ehrlich, so rotzig. Clean ist für mich ein absolutes Hihglight! Es hat mich von der ersten bis zu letzten Seite gefesselt und ich habe selten so ehrliche und unverschönte Emotionen erlebt! Einfach perfekt! 5 von 5 Punkten
Wow
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