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Jodi Picoult

Kleine große Schritte

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4.3/5
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Jodi Picoult - bewegend wie nie Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist ...
BIOGRAFIE
Jodi Picoult, geboren 1966 in New York, hat weltweit eine riesige Fangemeinde für ihre mehrfach ausgezeichneten Romane. »Kleine große Schritte« stand wochenlang an der Spitze der amerikanischen Bestsellerlisten und wurde von der LA-Times zum »Pageturner des Jahres« gekürt und als zeitgemäße Variante von Harper Lees Roman »Wer die Nachtigall stört« gefeiert. Jodi Picoult lebt in Hanover, New Hampshire.
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REZENSIONEN
Bewertet von bookworm_karin, lichterregen und 3 andere
bookworm_karin
lichterregen
simonica
daslesendesatzzeichen
jennyfischer
bookworm_karin
Ruth Jefferson ist seit 20 Jahren Hebamme und Säuglingskrankenschwester. Sie ist 44, Mutter, Schwester, Tochter und dunkelhäutig. Turk Bauer und seine Frau Brit sind frisch gebackene Eltern von einem Sohn. Sie sind jung und weißhäutig. Sie wollen unter keinen Umständen das die schwarze Krankenschwester sich um ihren Sohn Davis kümmert. Nicht einmal anfassen soll sie ihn. Nach einem Routineeingriff ist jedoch Ruth die erste die die Atemprobleme von Davis bemerkt. Was soll sie machen? Soll sie helfen und alles in ihrer Macht stehende tun wie es ihr Beruf vorschreibt, obwohl sie das Verbot den Jungen zu pflegen brechen würde? Schnell kommt ihre Vorgesetze dazu doch für den Jungen ist jede Hilfe zu spät... Schnell steht fest Ruth ist Schuld an dem Tod des wenige Tages jungen Davis. .. Ich habe mir sehr, sehr viel von diesem Roman erhofft. Wahrscheinlich ein wenig zu viel, wegen den großen Hype über das Buch. Doch letztendlich wurde ich nicht enttäuscht nur leider muss ich einen Stern Abzug geben da es mich nicht so gefesselt hat wie ich es mir versprochen habe. Kleine große Schritte ist ein unglaublich guter Roman, den meiner Meinung jeder gelesen haben sollte. Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt und so kommt man den Protagonisten sehr nahe und kann vieles nachvollziehen. Es ist natürlich kein leichter Lesestoff für zwischendurch, darüber sollte man sich im klaren sein!! Beide Seiten, also weiß und schwarz, werden ungeschönt und teilweise brutal aber auch sehr ehrlich erzählt. Über diese Buch könnte man stundenlang diskutieren und man würde wohl doch nie die richtigen Worte finden. Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Sternen und eine absolute Leseempfehlung für jedermann!! Leute nehmt euch die Zeit und lest dieses Buch!!!
Wow
lichterregen
„[...] damit sie mit eigenen Augen sah, das Liebe nichts mit dem zu tun hat, worauf man blickt, sondern es nur darum geht, wer darauf blickt.“ Seite 20 „>>Sie brauchen Gerechtigkeit.<< Ruth bleibt stehen, sieht mich aber noch immer nicht an. >>Sie meinen Gleichheit?<< >>Nein, ich meine Gerechtigkeit. Gleichheit bedeutet, jeden gleich zu behandeln. Aber Gerechtigkeit berücksichtigt Unterschiede, sodass jeder eine Chance auf Erfolg hat.<< Ich sehe sie an. >>Das Erste klingt gerecht. Das Zweite ist gerecht. [...]<<” Seite 540 Unabhängig von der aktuellen Thematik war dieses Buch schon lange auf meiner Leseliste und wäre mein nächstes Buch geworden. Und dieses Buch hat mich so gefesselt und in seinen Bann gezogen, dass ich am liebsten durchgängig nur gelesen hätte. Es ist für mich ein großes Highlight in diesem Jahr und wird mich nicht nur einige Zeit gedanklich begleiten. Die Erzählweise fand ich phänomenal, denn es lässt einem nicht nur in Ruth, der Hebamme, der aufgrund ihrer Hautfarbe soviel unrecht getan wird, einfühlen, sondern auch in die weiße Pflichtverteidigerin Kennedy und in den rechtsextremen Skin-Head Turk. Und obwohl ich seine Einstellungen zutiefst verabscheuend finde, es gab tatsächlich Passagen im Buch, die in mir sowas wie Mitgefühl und teils auch Nachvollziehbarkeit geweckt haben. Nur das Ende um Turk war mir etwas zu viel des Guten und hätte für mich nicht sein müssen. Was ich dagegen sehr gelungen fand, waren die Einblicke in die Vergangenheit von Ruth und Turk. Auch die Szenen zum Alltagsrassismus, die sich Ruth und ihr Sohn Edison stellen müssen ist so ehrlich dargestellt und schockierend. Mir fehlen die Worte, wenn ich daran denke, dass sowas nicht die Ausnahme, sondern mehr die Regel ist. Wahnsinnig gelungen fand ich außerdem den Prozess, es ist erschreckend, wie leicht man Dinge verdrehen kann, damit sie zur eigenen Argumentation passen. Wie nah die Schilderung an der Realität des amerikanischen Rechtssystems sind kann ich nicht beurteilen, aber es war sehr spannend zu verfolgen. Die Entwicklung von Kennedy zum Ende des Buches hat mir ebenfalls sehr gefallen, wie auch die Darstellung von Edison, der auf der einen Seite eine große Stütze für seine Mutter ist, andererseits aber auch eine andere Seite zur Schau stellt, was ihn sehr authentisch für mich macht. Fazit: Ein Buch, dass so viel aussagt, so fesselnd und mit sehr authentischen Charakteren ist, das zum mitfiebern und schockierend über Rassismus spricht und einem zum Nachdenken und überdenken von eigenen Handlungen anregt. Auf jeden Fall ein Buch, dass man gelesen haben sollte. Passend dazu ein Zitat von Benjamin Franklin, welches zu Beginn des Buches zu finden ist und was man sich zu Herzen nehmen sollte: >>Der Gerechtigkeit kann keine Genüge getan werden, solange nicht die Nichtbetroffenen genauso große Empörung empfinden wie die Betroffenen selbst.<<
Wow
Dies ist ein wirklich unglaublich wichtiges Buch, das den alltäglichen Rassismus (nicht nur in den USA) beschreibt und aufklärt. Jodi Picoult ist mir schon durch einige ihrer Buchprojekte im Gedächtnis geblieben und auch hier war ich gespannt wie detailliert sie die Situation wohl beschreiben würde. Interessant war hierbei auch, dass sie aus der Sicht eines Rechtsradikalen schreibt. Wobei ich diese arische Sichtweise verachte, war es doch informativ die Gedanken einer solchen Person zu lesen und diese (zumindest teilweise) zu verstehen. Die fast 600 Seiten sind nur so verflogen, da vor allem der Gerichtsprozess unglaublich spannend zu verfolgen war. Die Thematik war von Anfang an für den Leser zu verstehen und auch in diesem Buch hat Picoult dem Leser deutlich klar gemacht wie viel Recherchearbeit hinter diesem Buch steckt. Aber um zu unserer Protagonistin Ruth zu kommen: Sie arbeitet schon seit über zwanzig Jahren auf einer Säuglingsstation und sie hat stets gute Arbeit geleistet. Bis ihr eines Tages die Pflege eines kleinen Jungen untersagt wurde - aufgrund ihrer Hautfarbe. Schon früh wurde ihr beigebracht, dass sie besonders aufpassen musste, was sie tat. Und so strengte Ruth sich an, schrieb nur gute Noten und machte einen hervorragenden Abschluss. Und diesen Ehrgeiz erbte auch ihr Sohn Edison. Generell passte sie sich an das Leben der "Weißen" an und verhielt sich unauffällig und freundlich. Doch als sie mitten in der Nacht von der Polizei aus ihrem eigenen Haus abgeführt wurde und auch ihr Sohn Edison die ersten schlimmeren Erfahrungen mit alltäglichem Rassismus machte, wusste sie sofort, warum genau sie verhaftet wurde. Ich finde ihre Standhaftigkeit trotz ihres Zorns überwältigend. Als sich die Anwältin Kennedy für ihren Fall stark macht, konnte man auch Kapitel aus ihrer Perspektive lesen. Fasziniert ging sie den Fall an und je mehr Zeit sie mit Ruth verbrachte, desto mehr verstand sie den versteckten Rassismus im Alltag der Geburtshelferin. Was ich hierbei interessant finde ist, dass ihre kleine Tochter Violet dieses Thema auch öfter anspricht und somit die Erklärung der Autorin wie man schon Kindern dieses Thema nahelegt. Überrascht haben mich dann vor allem die Zeugenaussagen. Denn auch, wenn Leute nach Außen zeigen, dass sie kein Problem mit Leuten haben, die "anders" als sie sind, können auch diese rassistisch denken. So war es wirklich spannend den Gerichtsbeschluss mitzuverfolgen und auch der Prozess bis dahin war belehrend und hat zum Denken angeregt. Doch auch Turk Bauers Vergangenheit war sehr wichtig für die Geschichte. Sein Leben bei den Skinheads zu beobachten war ekelerregend und abstoßend. Doch bei der Geburt und auch bei der Verteidigung seines Sohnes war er nur ein liebender Vater. Auch Brittainy, seine Frau, litt sehr unter dem Verlust und wollte nur Gerechtigkeit. So waren die Ansätze von Gerechtigkeit nicht richtig und dennoch konnte man diese gut nachvollziehen. Nachdem der Gerichtsprozess schon überaus spannend war, hätte ich nie mit der Überraschung gegen Ende des Buches gerechnet und dieses stellte die komplette noch einmal in ein anderes Licht. Wie immer hat Jodi Picoult hier ein besonderes Buch auf Papier gebracht und damit ein wichtiges Statement gesetzt. Die Geschichte war berührend, emotional und schrecklich. Definitiv ein wichtiges Buch für die heutige und auch zukünftige Gesellschaft.
Wow
daslesendesatzzeichen
Jodi Picoult ist so etwas wie ein Garant für gute, spannende Unterhaltungslektüre auf hohem Niveau. Wobei „Unterhaltung“ nicht im Sinne von flach und anspruchslos gemeint ist. Jodi Picoult scheut die schwierigen Themen nicht. So hat sie mit „19 Minuten“ eine derart psychologisch scharfsinnige Analyse aus unterschiedlichsten Perspektiven über den Amoklauf eines Schülers an seiner Schule verfasst, dass einem der Atem stockt. In „Beim Leben meiner Schwester“ beschreibt sie das Dilemma, in dem sich die jugendliche Anna befindet, deren ältere Schwester nur durch Annas permanente Knochenmarksspenden überleben kann, denn sie hat Leukämie. Eines Tages kann und will Anna nicht mehr „Ersatzteillager“ für ihre Schwester sein. Für ihren neuesten dicken Wälzer hat Picoult wieder ein Thema gewählt, mit dem sie es sich nicht leicht macht: In „Kleine große Schritte“ geht es um das in Amerika derzeit wieder brandaktuelle Thema Rassismus. Schwarz gegen weiß. Weiß gegen schwarz. Ruth Jefferson ist Säuglingskrankenschwester in einem Krankenhaus. Sie ist gut, erfahren und beliebt – sowohl beim Pflegepersonal als auch bei den Patientinnen. Ruth hat das große Talent, sich sehr rasch in andere Frauen hineinversetzen zu können, zu spüren, was sie in der Ausnahmesituation Geburt brauchen, wie sie behandelt werden müssen. Sie hat scheinbar mühelos immer den richtigen Einfall im richtigen Moment. Bei der durchgestylten, eitlen Patientin hat sie nach der Geburt rasch einen Lippenstift und eine Bürste parat, weil sie merkt, wie wichtig es für deren Selbstwertgefühl ist, ihrem Mann sofort wieder möglichst makellos gegenüberzusitzen. Der schüchternen, ängstlichen Frau spricht sie Mut zu, dem nervösen werdenden Vater nimmt sie die Angst, ein schlechter Vater zu werden. Kurz gesagt, sie ist ein Traum! Eines Tages hat sie wieder Dienst und wird zu dem neugeborenen Davis geschickt. Sie nimmt die Routineuntersuchungen in Gegenwart der Eltern vor, spürt aber die ganze Zeit deren unterschwellige Aggression, ja fast schon Hass ihr gegenüber. Und dann, als sie fast fertig mit allem ist, schickt der Vater des Jungen sie aus dem Zimmer. Er spricht mit Ruths Vorgesetzter und veranlasst, dass Ruth in Zukunft weder seinen Sohn noch seine Frau anfassen darf. Davis‘ Eltern sind weiß. Sie sind rechtsradikal. Ruth Jefferson ist schwarz. Ruth ist fassungslos, in ihrer langen Laufbahn als Krankenschwester sind ihr schon so manche Dinge passiert, das aber übersteigt alles, was sie sich je hätte vorstellen können. Fast so schlimm wie das Verbot an sich trifft sie aber die Tatsache, dass ihre Vorgesetzte sich nicht schützend vor sie stellt, sondern dass sie tatsächlich dem Wunsch des Ehepaars nachkommt und in die Akte eine Notiz macht, dass kein dunkelhäutiges Personal das Kind oder die Mutter behandeln darf. Außer Ruth gibt es auf der Säuglingsstation aber keine Schwarze. Das Verbot trifft sie also ganz allein. Am nächsten Tag während Ruths Schicht kommt es zu einem Notfall, alle verfügbaren Kräfte werden abgezogen und plötzlich steht sie alleine da mit Davis, der 20 Minuten zuvor einer Beschneidung unterzogen wurde. Und Davis bekommt Atemnot. Ruth steht eine lange Minute wie gelähmt vom Schock da und weiß nicht, was sie tun soll. Handelt sie nicht, stirbt der Kleine. Handelt sie, widersetzt sie sich dem explizit ausgesprochenen Verbot. Sie zögert, dann legt sie los, handelt, funktioniert. Sie funkt Hilfe an, alle tun alles, was nur möglich ist, doch am Ende hilft alles nichts: Davis stirbt. Die Eltern, schwer traumatisiert durch diesen Vorfall, reagieren unterschiedlich. Der Vater begibt sich sofort in Kampfposition und lässt nicht mit sich reden. Alle Register werden gezogen, er will die schuldige, schwarze Krankenschwester hinter Gitter bringen. Seine Frau hingegen zieht sich in sich zurück, nimmt ihre Umgebung kaum noch wahr, ist wie hinter einem Schleier. Der Albtraum für Ruth beginnt, als sie noch nichts davon ahnt. Sie ist sich keiner Schuld bewusst, hat getan, was sie tun konnte. Doch sie wird bald vom Dienst suspendiert und mitten in der Nacht steht dann plötzlich die Polizei vor der Tür und nimmt sie und ihren Sohn gefangen. Wie Schwerverbrecher werden sie abgeführt. Nun beginnt Picoult mit ihrer routinierten Analyse. Sie nimmt alle wichtigen Charaktere auseinander, bis nur noch ihr nackter, schutzloser Kern übrigbleibt. Während die erste, natürliche Reaktion bei der Lektüre die ist, sich SOFORT auf die Seite Ruth‘ zu schlagen und den brutalen Nazivater Turk zu verteufeln, wird man als Leser immer kleinlauter wenn man allmählich den Werdegang dieses Mannes kennenlernt. Es macht ihn nicht besser, aber es macht es einem unmöglich, ihn weiterhin als das Monster zu sehen, für das man ihn zu Beginn hielt. Auch er war mal ein kleiner niedlicher Junge. Jedoch einer, dem zu viel Brutales wiederfahren ist, dem zu viel falsche Ideologie eingetrichtert wurde, dem es an Nestwärme fehlte. Sein Bruder starb bei einem Unfall, der von einem Schwarzen verschuldet wurde – wie er lange denkt! Als er dann später die Wahrheit erfährt (nämlich, dass sein Bruder unter Drogen auf die falsche Straßenseite kam und es dem Schwarzen nicht mehr möglich war, noch mehr auszuweichen), ist es bereits zu spät, das rechtsradikale Gedankengut keimt und wächst bereits fröhlich in seinem Kopf und ist nicht mehr zu stoppen. Picoults große Stärke ist: Sie malt nicht schwarz und weiß, sie skizziert Grautöne. Sie erweckt alle beteiligten Personen, ob positiv oder negativ, so plastisch zum Leben, dass man sie wirklich gut kennenlernt. Welche kleinen Weichenstellungen es manchmal nur benötigt, um aus einem normalen Leben ein miserables zu machen, zeigt sie dabei überdeutlich. Es bricht einem sprichwörtlich das Herz, wenn man mit ansehen muss, was mit Menschen geschehen kann, wenn die falschen Dinge in ihrem Leben passieren … und dennoch: Jeder ist auch immer bis zu einem gewissen Grad seines eignen Glückes Schmied. Also bleibt einem nichts anderes übrig, als weiterzulesen, um zu sehen, was all die Protagonisten in diesem Roman mit dem Rohmaterial ihres Lebens anstellen – und da gibt es tatsächlich auch so manche Überraschung. Unbedingte Leseempfehlung für dunkle lange Winternächte – man kann das Buch unmöglich aus der Hand legen, ist man erst einmal von dem sagenumwobenen Sog erfasst. Warnung: Lest es nicht an Silvester – Ihr könntet sonst die Mitternachtsparty absagen, ganz gegen Euren ursprünglichen Willen …
2 Wows
Books_of_Namine
„Kleine große Schritte“ war wieder eines dieser Bücher, die mir gezeigt haben, warum Jodi Picoult zu meinen Lieblingsautoren zählt! Ich liebe rosa Cover! Dieses Cover wirkt so ruhig und friedlich - doch das täuscht gewaltig. In diesem Buch geht es um Rassismus der Leben zerstört! Ruth ist mit Leidenschaft Säuglingsschwester im Mercy-West-Haven-Hospital und das seit unzähligen Jahren. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen haben schon unzählige Babys auf die Welt gebracht. Ihr untrüglicher Instinkt hat auch das ein oder andere Neugeborene schon gerettet. Doch das alles interessiert die frisch gebackenen Eltern eines kleinen Jungen nicht. Für sie zählt nur, das Ruth schwarz ist. Als der Kleine dann verstirbt streben die beiden einen Prozess an um die Säuglingsschwester wegen Mordes ins Gefängnis zu bringen. Jodi Picoult schafft es immer wieder gesellschaftskritische Themen spannend zu verpacken. Man fiebert mit Ruth und ihrem Schicksal mit. Man möchte erfahren, wie es zu diesem starken Rassismusdenken kam. Es ist ein wahrer Page-Turner und man kann das Buch gar nicht aus der Hand legen! Zum einen, wegen der sanftmütigen Ruth, die die Welt nicht versteht, zum anderen auch wegen der komplexen Nebencharaktere. Aber ich glaube, dass der besondere Reiz des Buches darin begründet ist, dass es so realitätsnah ist!
1 Wow
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