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Gesa Schwartz

Scherben der Dunkelheit

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3.6/5
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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Poetisch, romantisch und betörend schön Die sechzehnjährige Anouk verbringt die Ferien in einem kleinen Dorf in der Bretagne. Kurz nach ihrer Ankunft gastiert der Dark Circus in der Nähe: ein geheimnisvoller Zirkus, der im Dorf für seine düsteren und besonderen Vorstellungen bekannt ist. Auch Anouk gerät schnell in seinen Bann und damit in einen Kosmos, den sie kaum für möglich hielt: Eine magische Welt öffnet sich vor ihr, in der sie den mysteriösen Zauberer Rhasgar kennenlernt. Doch der Dark Circus birgt mehr, als Anouk ahnt. Bald schon schwebt sie in tödlicher Gefahr und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Denn es gibt keine Regeln im Dark Circus bis auf eine: Nichts ist, wie es scheint ...
BIOGRAFIE
Gesa Schwartz wurde 1980 in Stade geboren. Sie hat Deutsche Philologie, Philosophie und Deutsch als Fremdsprache studiert. Nach ihrem Abschluss begab sie sich auf eine einjährige Reise durch Europa auf den Spuren der alten Geschichtenerzähler. Für ihr Debüt »Grim. Das Siegel des Feuers« erhielt sie 2011 den Deutschen Phantastik Preis in der Sparte Bestes deutschsprachiges Romandebüt. Zurzeit lebt sie in der Nähe von Hamburg in einem Zirkuswagen.

PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
25.09.2017
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783570164853
Sprache
German
Seiten
592
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von Callie Wonderwood, stephanienicol und 3 andere
calliewonderwood
stephanieschnaitter
bookaholicgroup
felicitasbrandt
donathaczichy
Callie Wonderwood
Das Buch hatte mich vom den Inhalt rund um einen magischen und gefährlichen Dark Circus neugierig gemacht und ich war gespannt, was dahintersteckt. Am Anfang begleitet der Leser Anouk bei ihrem ersten Besuch im Dark Circus, wo die Magie der Darsteller sie in ihren Bann zieht und sie später unbedingt dorthin zurückkehren will. Auch ihre Begegnung mit dem geheimnisvollen Rhasgar trägt dazu bei, obwohl er versucht sie vor dem Circus zu warnen. Zitat : "Halte dich fern von Dingen, die du nicht verstehst, flüsterte er. Halte dich fern vom Zirkus der Schatten! [...] Mit tödlichem Ernst jagten Rhasgars Worte durch Anouks Gedanken. Sie sah in erneut in der Manege stehen, regungslos und gleichzeitig mit diesem Ausdruck in den Augen, als würde er in eine entsetzliche Tiefe stürzen, und alles in ihr schrie, dass sie auf ihn hören musste." Anouk war mir als Protagonistin leider aber nicht wirklich sympathisch. In ihrer normalen Welt hat sie das Gefühl nicht richtig dazuzugehören, seit dem Tod ihres Bruders und es fehlt ihr die Lebensfreude. Die Magie des Dark Circus zeigt ihr völlig neue Dinge, lässt sie die Welt und ihre Fantasie ganz anders wahrnehmen. Und Anouk lernt dort auch ihre ganze eigene Magie kennen. Charakterlich war sie eigentlich interessant, aber sie verhält sich oft sehr leichtsinnig und handelt unüberlegt. Gleich direkt stürzt sie sich in ein Abenteuer und ich hatte das Gefühl, dass sie mutig herüberkommen sollte. Sie wirkte jedoch eher naiv und ich konnte ihre Handlungen teilweise kaum nachvollziehen. Die Liebesgeschichte konnte mich auch nicht richtig überzeugen, ich fand es zwar schön, dass Rhasgar und Anouk gleich eine Verbindung gespürt haben. Ich mochte die Umsetzung mit der gefährlichen Liebe und der Rettung des anderen nicht so gerne. Zitat : "»Und so standhaft ich mich anfangs auch gegen den Ruf des Dark Circus gewehrt habe ... am Ende habe ich doch gegen ihn verloren.« Rhasgar lächelte, aber er griff ihren spöttischen Ton nicht auf. »Manchmal muss man verlieren, um zu gewinnen.«" Zudem ging es mir mit Rhasgar ähnlich mit Anouk. Ich fand es gut, dass er charakterliche Tiefe hatte, aber wie er sich oft abweisend und kalt verhält und gleichzeitig Anouk immer beschützen möchte, war nicht so meins. Nebencharaktere wie Levin und Amelie oder Masrador als Gegenspieler haben mir besser gefallen. Positiv und toll gemacht, waren die Magie und die Fantasy-Elemente. Wie der Dark Circus beschrieben wird, was seine Geheimnisse und auch seine schönen und gefährlichen, erschreckenden Seiten sind. Was mich aber insgesamt ziemlich gestört hat, war der Schreibstil der Autorin. Ich habe schon mal ein Buch von ihr gelesen, ich mochte es, wie sie die Welt beschreibt, doch es war zu langatmig. Ähnlich ging es mir dann auch bei diesem Buch, aber hier hat sich die Geschichte für mich noch mehr gezogen und mir fehlte leider oft die Spannung. Und mit Blick auf die Seitenanzahl des Buches, war es zu wenig Handlung, auch wenn es schön bildlich erzählt war. Fazit : Gut gemachte Fantasy-Thematik mit dem Dark Circus und viel Magie, aber das Buch war insgesamt deutlich zu langatmig. Und die Protagonistin und die Liebesgeschichte konnten mich nicht richtig überzeugen.
Wow
stephanienicol
Dieses Jahr verbringt die sechzehnjährige Anouk ihre Ferien bei ihrer Tante und ihrer Cousine Madeleine in einem kleinen Dorf in Frankreich. Anouk ist ein ruhiges Mädchen, dass es liebt zu zeichnen und zu lesen und mit ihren Eltern, die sehr sportlich sind hat sie wenig gemeinsam. Deshalb kommt es ihr gelegen, dass sie auf das Wirtshaus ihrer Tante aufpassen soll, während diese und Madeleine nach New York reisen. Eines Tages kommt ein geheimnisvoller Zirkus in das kleine Dorf. Der düstere Dark Circus. Anouk besucht eine Vorstellung und gerät in den Bann des Zirkus. Sie lernt eine neue, gefährliche Welt mit geheimnisvollen Menschen kennen. Sie lernt den Zauberer Rhasgar kennen und gemeinsam mit ihm muss sie gegen eine dunkle Macht kämpfen... "Scherben der Dunkelheit" lockt mit einem sehr schönen Cover und einem recht geheimnisvollen Klappentext. Die Autorin Gesa Schwartz hat sich einen recht spannenden und nicht alltäglichen Plot überlegt und entführt die Leser in die magische und sehr geheimnisvolle Welt des Dark Circus. Das ganze Buch ist einzigartig, teilweise unheimlich, immer spannend und die Autorin hat lebendige Figuren geschaffen. Im Fokus steht die liebenswerte Anouk, die eigentlich nicht wie eine sechzehnjährige wirkt, ihre Handlungen lassen sie älter und reifer wirke. Das liegt wahrscheinlich an ihrer Vergangenheit und daran, dass sie schon einiges bewältigen musste. Man lernt Anouk im Laufe des Buches gut kennen und an ihrer Seite sind einige andere Figuren, die durchgängig interessante und einzigartige Personen sind. Der Autorin ist ein guter Mix aus einer spannenden Geschichte, Magie und Drama gelungen. Die Autorin hat keineswegs nur eine einfach Fantasygeschichte geschrieben, im Laufe des Buches zeigt sich, dass der Roman noch viel mehr Tiefgang hat als ursprünglich erwartet. Am Ende gibt es auch überraschende Wendungen und zwischen den Zeilen verbirgt sich mehr als ich geahnt hatte. Der Schreibstil ist sehr fantasievoll und bildhaft, so dass diese fremde Welt scheinbar zum Leben erwacht und ich das Gefühl hatte mitten in der Geschichte dabei zu sein. Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht von Anouk erzählt. Durch den recht flüssigen Stil der Autorin lassen sich die beinahe 600 Seiten recht schnell lesen.
Wow
Schaut euch mal bitte dieses wunderschöne Cover an! Ich war lange auf der Suche nach einem schönen Fantasy-Roman für den Herbst, konnte mich aber irgendwie nicht entscheiden. Dieses Buch habe ich oft bei Thalia liegen sehen und jedes Mal musste ich es erneut in die Hand nehmen und den Klappentext durchlesen... Es hat mich auf anscheinend gefesselt und da wusste ich, dass ich das Buch früher oder später lesen müsste. Das Bloggerportal hat da mal wieder nachgeholfen ;) Ich habe gesehen, dass man "Scherben der Dunkelheit" als Rezensionsexemplar anfragen konnte, was ich dann natürlich gleich gemacht habe. Und wie es das Schicksal so will, habe ich es dann auch zugeschickt bekommen. Vielen Dank an dieser Stelle dafür. Kommen wie noch ein mal zu dem Cover zurück. Die dunklen Farben haben etwas geheimnisvolles an sich und auch der Titel "Scherben der Dunkelheit" hat etwas mystisches. Das Mädchen auf dem Cover sitzt nachts alleine auf dieser Schaukel in dem pompösen Kleid und starrt gedankenverloren auf den Boden. Und zusätzliches noch der Nachname der Autorin: SCHWARTZ, wenn das nicht alles zusammen passt :D (Ich weiß, dass man die Farbe ohne "t" schreibt, aber trotzdem😂) In der Geschichte geht es eben um die 16-jährige Anouk, die das erste Mal ohne ihre Eltern Urlaub macht. Schon bald bekommt sie mit, dass ein geheimnisvoller Zirkus in die Stadt kommt und sie ist direkt angetan und neugierig auf diese neue Attraktion. Anouk steckt schneller mittendrin, als ihr lieb ist, denn ehe sie sich versieht, ist sie selbst eine Attraktion. Der Schreibstil ist total faszinierend und konnte mich wirklich begeistern. "Scherben der Dunkelheit" ist das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe und ich bin wirklich begeistert. Die Charaktere sind alle etwas besonderes, jeder hat seine eigene Geschichte und ist auf seine Weise etwas Besonderes. Die Autorin schafft es eine sehr düstere, geheimnisvolle Stimmung zu kreieren, und man kann als Leser wirklich total in diese fantasievolle Welt eintauchen. Ich selbst konnte das Buch kaum aus der Hand legen, denn ich wollte immer wissen, was als nächstes passieren würde. Trotzdem musste ich abends dann trotzdem manchmal aufhören, da manche Stellen doch recht gruselig sind ;) Eine kleine Sache, die ich vielleicht zu bemängeln hätte: Da das Buch sehr dick ist, kam es ein paar mal vor, dass Längen aufgetaucht sind, die nicht hätten sein müssen. Aber dieses waren meistens nur ein paar Seiten lang, und dann ging die Geschichte spannend weiter. Fazit Ein wirkliches tolles Buch für alle, die von Magie begeistert sind und noch ein tolles Fantasy Buch suchen, für die kältere Jahreszeit. ⭐⭐⭐⭐/⭐⭐⭐⭐⭐
Wow
Felicitas Brandt
„Ich wäre gerne eine Kriegerin oder Zauberin (…) Aber ich habe nur Träume und Gedanken. Und manchmal, wenn ich sehr traurig bin, Tränen aus Eis.“ (Seite 172) „Ein Gaukler (…), eine Wandlerin und ein Zauberer. Welche Rolle ich auch immer einnehmen werde bei diesem Abenteuer – ich könnte mir schlechtere Reisegefährten vorstellen.“ (Seite 128) Anouk ist sechzehn und verbringt ihre Ferien in einem kleinen Dorf in der Bretagne. Bald schon trifft ein Zirkus ein. Dark Circus, ein geheimnisvoller Zirkus, der im Dorf für seine düsteren und besonderen Vorstellungen bekannt ist. Anouk, schon immer von Fabelwesen und Magie fasziniert, gerät schnell in seinen Bann und trifft in der magischen Zirkuswelt auf den geheimnisvollen Zauberer Rhasgar. Doch die Magie im Dark Circus ist mehr als Spiegeltricks und Feuerweck. Sie ist echt. Und sie ist gefährlich. Und plötzlich steht Anouk unter einem Fluch, der schon viele Menschen wie sie verschlungen hat. Irgendwo im französischen Nirgendwo sitzt ein Mädchen namens Anouk im Gras und zeichnet einen Zirkus, der in der letzten Nacht die Stadt erreicht hat. Dark Circus heiß er und so sieht er auch aus. Dunkel und verlassen, doch auf Anouks Bild bekommt er die schönsten Farben. Zusammen mit ihrer Cousine besucht Anouk die Vorstellung und wird von einer gigantischen Show verzaubert, die das Äußere des Zirkus Lügen straft. Pure Magie scheint in der Manege zum Leben zu erwachen, geweckt von den Artisten. Anouk ist zu Besuch bei ihrer Tante, weil sie keine Lust hatte auf einen weiteren Sporturlaub mit ihren Eltern, die sie ja doch nicht verstehen. Seit ihr kleiner Bruder Ben vor fünf Jahren an Krebs gestorben ist, hat sich Anouk mit einer dicken Mauer umgeben und lebt in einer Welt der Bücher und Zeichnungen. Doch dieser Abend im Zirkus verändert alles, ganz besonders als die Show des Magiers Rhasgar durch Anouk irgendwie gestört wird. Warum konnte sie seinem Zauber wiederstehen? Anouk trifft Rhasgar wenig später in einer alten Ruine beim Üben und er warnt sie eindringlich, sich von dem Zirkus fernzuhalten. Er benimmt sich ziemlich unheimlich und zeigt ihr seine vernarbten Handgelenke, die aussehen, als stammen die Male von Fesseln. Anouk ist entschlossen sich vom Zirkus und seinen seltsamen Bewohnern fernzuhalten, doch dann bekommt sie eine magische Einladung und entscheidet sich um. Früher haben Ben und sie an Magie und Wunder geglaubt, Fabelwesen im Wald gejagt und zusammen von einer anderen Welt geträumt. „Was, wenn das, was sie gerade erlebt ein Hinweis darauf ist, dass es diese Dinge doch gibt?“ (Seite 65) Ich bin ein Fan von Gesa Schwartz und hab mich sehr auf dieses Buch gefreut. Sowohl Cover, als auch Titel gefallen mir total gut und der Klappentext hat mich gleich neugierig gemacht. Das Zirkusthema fand ich total interessant und es ist auch ganz gut umgesetzt, wobei ich mir hier gerne noch ein klein bisschen mehr Glamour gewünscht hätte. Die Liebesgeschichte ist recht typisch, dunkler heißer Typ hält Mädchen auf Abstand, weil er nicht will, dass ihr etwas geschieht. Mich konnte das ehrlich gesagt nicht ganz überzeugen, ich mag Rhasgar, aber in Liebessachen ist er ein wenig merkwürdig und Anouks Beweggründe, waren mir trotz der vielen Selbstreflektionen nicht ganz klar. „Der Zauberer, der im Regen auf Seilen herumturnt (…) und Anouk, die im schlimmsten Unwetter spazieren geht. Es scheint, als wären wir beide nicht ganz dich.“ (Seite 47) Es gibt sehr viel Beschreibung in diesen Büchern und viel Selbstreflektion von Anouk. Mir war das ehrlich gesagt, ein bisschen zu viel, das Buch wurde dadurch auch nochmal eine Spur düsterer, als das Thema es ohnehin schon gemacht hat. Zwar wird durch den kleinen Levin, eine Spur Fröhlichkeit herbeigezaubert, aber auch hier hätte ich mir gerne etwas mehr gewünscht. Was interessant war, war der Antagonist, in diesem Fall, der Zirkus. Der Zirkus ist nicht nur ein Monster. Zwar besteht er aus Dunkelheit, doch er hat seinen Artisten auch ein Zuhause gegeben, als die Menschenwelt das nicht konnte. „Er ist auch ein Zufluchtsort für alle, die dort draußen verloren gegangen sind.“ (Seite 203) Manche Szenen der Geschichte waren eher Horror als Fantasy, zumal es um einen bösen Clown geht. Ich glaube Steven King wäre begeistert. Der Schreibstil war an vielen Stellen ganz klar Gesa Schwartz, allerdings viel in einer abgeschwächten Form, so als ob sie neue Leser nicht gleich mit ihrer Komplexität (die dennoch vorhanden war) abschrecken wollte. Es ist keins ihrer typischen Bücher und doch ist die Welt, die erschaffen wird, wieder absolut gewaltig. Ich finde es absolut faszinierend, wie detailliert allein eine Vorstellung in der Manege beschrieben wird! Riesigen Respekt an die Autorin! Die Figuren, besonders die Artisten mit ihren Fähigkeiten sind sehr toll ausgearbeitet. Trotzdem konnte der Funke nicht ganz überspringen, was ich sehr schade fand. Am Ende gab es eine Wende, wo ich wirklich überrascht war und dachte „JA! Das ist krass!“ Aber dann war es eine Sackgasse und das Ende hat sich ziemlich gezogen. Ich muss leider sagen, dass das mein bisher schwächstes Werk von Gesa Schwartz ist. Nichts desto trotz werde ich auch jedes weitere Buch von ihr lesen. „Du wirst du einer Figur in einer Geschichte werden, einer Figur voller Magie und Zauber. Aber jenseits deiner Seiten … gibt es nichts.“ (Seite 109) „Scherben der Dunkelheit“ von Gesa Schwartz ist eine magische Zirkuswelt mit grandiosen Beschreibungen, einem richtig guten Plot und wunderschönen Zitaten, deren Figuren und Längen mich leider nicht ganz überzeugen konnten. Drei Sterne von mir.
Wow
The Reading World
Wie war es? Cover: Das Cover und der Titel haben mich sehr angesprochen. Ein hübsches Mädchen in einem nachtblauen Kleid schaukelt traurig und gedankenverloren. Sie scheint praktisch zu schweben. Dahinter der dunkle Sternenhimmel, der unendlich zu sein scheint. Der Titel sagt schon passend zum Bild, dass wir in eine düstere Welt gezogen werden. Schreibstil: Mit dem Stil der Autorin bin ich nicht wirklich warm geworden. Der Beginn war vielversprechend und machte Lust auf mehr. Aber leider konnte mich das Werk nicht bis zum Schluss fesseln. Die Story: Anouk ist eine starke Persönlichkeit, die sich aber nach dem Tod ihres Bruders immer mehr zurückgezogen und eine unüberwindbare Mauer um sich errichtet hat. Doch als der Dark Circus in ihre Stadt kommt, weckt dieser sofort ihr Interesse. Magisch von diesem unheimlichen Ort angezogen, betritt sie nicht nur die Vorstellung, sondern auch eine ihr unbekannte Welt. Eine Welt die aus Schatten und Dunkelheit besteht. Du verlierst alles was dir wichtig ist, wirst aber mit neuen Gaben beschenkt. Der Zauberer Rhasgar ist einer der Artisten, die Anouk kennenlernt. Seine Show ist atemberaubend und zieht sie in seinen Bann. Doch Rhasgar ist anders. Nicht nur ein Magier und Illusionist, sondern auch ein Freund und Beschützer. Alle legen ihre Hoffnung auf Anouk. Und Anouk legt ihre Hoffnung in Rhasgar. Doch nichts ist, wie es scheint.. Meine Meinung: Da ich als Kind selbst gerne in den Zirkus gegangen bin und die Idee von einem Dark Circus sehr aufregend fand, hatte ich auch hohe Erwartungen. Vielleicht zu hoch… Gesa Schwartz entführt uns in eine Welt, die aus Magie, Dunkelheit und dem Wunsch nach Freiheit besteht. Sie schreibt aus der Sicht von Anouk, die Farben sieht und entstehen lassen kann, die wir uns nicht vorstellen können. Menschen werden verzaubert und der Zirkus erstrahlt. Ein Meer aus Eindrücken und Beschreibungen rasselt auf uns nieder. Es reißt uns praktisch mit sich fort. Die Charaktere sind gut durchdacht und warten mit immer neuen Überraschungen darauf dich in die Irre zu führen. Sowohl Haupt- als auch Nebencharaktere spielen eine wichtige Rolle, wobei jeder seine Aufgabe erfüllt und den Leser seine Zirkuswelt zeigt: Gefühle, Gedanken, Wünsche und Hoffnungen werden vereint. Anouk zum Beispiel ist eine interessante Persönlichkeit. Sie hinterfrag und nimmt nicht alles einfach so hin. Doch sehr oft hatte man das Gefühl, dass sie älter als 16 wäre und ich nicht immer sicher war ob das so gewollt war. Es hat mich beim lesen sehr verunsichert wie das zusammen passt. Mich konnte dieser Ort leider nicht fesseln. Die Handlungen waren von unendlichen vielen Details geschmückt, die zwar zauberhaft sein können, aber es mir in dieser “Masse” sehr schwer gemacht haben mich auf die Geschichte voll und ganz einzulassen. Ich empfand es als immer anstrengender dem Inhalt zu folgen. Auch wenn es der Sinn ist den Leser zu verwirren und alles anders kommt als man denkt, waren die Wendungen zu schnell und zu unübersichtlich. Manchen Szenen wechselten ohne Übergang und ich habe mich “allein” gelassen fühlt. Ich stand da ohne wirklich zu wissen was nun passiert war. Es war wohl zu bildgewaltig für mich. Aber ich kann es trotzdem jedem empfehlen, der in eine düstere und magische Kulisse gezogen werden möchte. Sich mit Clowns messen will und bereit ist seinen Willen auf die Probe zu stellen.
Wow
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