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Kai Meyer

Die Seiten der Welt

Ist Teil der Reihe
Die Seiten der Welt
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ZUSAMMENFASSUNG
»Die Seiten der Welt« von Phantastik-Bestseller-Autor Kai Meyer - EIN MAGISCHER ROMAN VOLLER PHANTASTISCHER ABENTEUER "Während sie die Stufen zur Bibliothek hinablief, konnte Furia die Geschichten schon riechen: den besten Geruch der Welt." Furia Salamandra Faerfax lebt in einer Welt der Bücher. Der Landsitz ihrer Familie birgt eine unendliche Bibliothek. In ihren Tiefen ist Furia auf der Suche nach einem ganz besonderen Buch: ihrem Seelenbuch. Mit ihm will sie die Magie und die Macht der Worte entfesseln. Doch dann wird ihr Bruder entführt, und Furia muss um sein Leben kämpfen. Ihr Weg führt sie nach Libropolis, die Stadt der verschwundenen Buchläden, und an die Grenzen der Nachtrefugien. Sie trifft auf Cat, die Diebin im Exil, und Finnian, den Rebellen. Gemeinsam ziehen sie in den Krieg - gegen die Herrscher der Bibliomantik und die Entschreibung aller Bücher.
BIOGRAFIE
Kai Meyer, geboren 1969, ist einer der wichtigsten deutschen Phantastik-Autoren. Er hat über fünfzig Romane veröffentlicht, Übersetzungen erscheinen in dreißig Sprachen. Seine Geschichten wurden als Film, Hörspiel und Graphic Novel adaptiert und mit Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
24.08.2017
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783596198528
Sprache
German
Seiten
574
Schlagworte
Grenze, Bibliomantik, Nacht, Schimmel, Buch, England, Phantastik, Liebe, Brief, Buchladen, Macht, Wort, Abenteuer, El Ateneo Grand Splendid, Geschichte
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REZENSIONEN
Bewertet von Shannas Books, tanni888 und 3 andere
shanna
tanni888
ingridpabst
ladybug
ramonan
Shannas Books
Dieses Buch ist ein herausragendes Highlight der fantastischen Literatur! Ich habe bereits einige Bücher von Kai Meyer gelesen, aber so wunderschöne Einfälle hat er noch nie gehabt... Da wimmeln Schwärme von Buchstaben herum, es gibt staubfressende Origamitiere, Seelenbücher, Schimmelrochen und eine herzallerliebste, sprechende Leselampe nebst Sessel. Es ist einfach faszinierend und bezaubernd, wie er diesen Dingen Leben einhaucht! Die gesamte Atmosphäre strahlt den Geruch alter, kostbarer und magischer Bücher aus und man sieht sich förmlich selbst die engen Gänge einer unendlichen Bibliothek mit all ihren Geheimnissen entlangwandern. Das Mädchen Furia ist noch keine Bibliomantin und wartet sehnsüchtig darauf, dass ihr Seelenbuch sie findet. Dabei hat sie ein spezielles Buch aus ihrer Kindheit schon ins Herz geschlossen. Der "Fantastico" aus dem ihr ihre bereits verstorbene Mutter immer vorgelesen hat und der ihr so kostbar ist, dass sie ihn vor ihrem Vater verstecken muss, damit er ihn nicht vernichtet, wie alle anderen Erinnerungsstücke an sie. Bei ihrer Rettungsaktion kommt ihr ein Schimmelrochen gefährlich nahe, den sie mit Hilfe eines Buchstabenschwarms gerade noch so besiegen kann. Diese Szene ist, trotzdem sie so harmlos klingt, richtig spannend und aufregend. Kaum ist diese Gefahr gebannt, erfährt man von einem weiteren, besonderen Buch. Furia kann darin mit einem Jungen aus einem anderen Jahrhundert kommunizieren. Das hat so viel Charme und Romantik, man glaubt kaum, wie der Autor das alles schon in den wenigen, ersten Seiten untergebracht hat. Doch vom Inhalt will ich nicht mehr verraten, man muss es einfach selbst lesen und miterleben. Das Einzige was ich bemängeln kann ist, dass bei der temporeichen Handlung mit vielen actionreichen Kämpfen, dem Leser leider zu wenig Raum gegeben wird, die vielen wundersamen Dinge auf sich wirken zu lassen und zu genießen. Insgesamt bin ich jedoch rundum begeistert, da dieses Buch alles beinhaltet, was ich mag und auch mit der richtigen Mischung von Fantasie, Spannung, Atmosphäre, Romantik und interessanten Charakteren aufwartet. Unbedingte Leseempfehlung!
1 Wow
Buchgestaltung Ich finde die Aufmachung einfach klasse! Von glänzenden, goldenen Material bis hin zur Typografie gefällt mir einfach alles an dem Cover. Es ist ja wirklich schwer etwas Neues im Jugendbuchbereich zu gestalten, aber die Auswahl der Farben und des Motivs finde ich wirklich suuuuuper. Auch der Titel hat es in sich. JUHU! Meinung Ich kann zwar nicht von mir sagen, dass ich seit Anfang an Kai Meyer Fan bin, aber dennoch habe ich diesem Buch hardcore entgegen gefiebert. Ich mochte alle seine neueren Werke und Seiten der Welt war für mich ein absolutes Muss. Das Buch hat mich auch wirklich nicht enttäuscht, konnte mich besonders die Grundidee so enorm begeistern und fesseln, auch, wenn die Ausführung nicht immer die Beste war. Der Einstieg in die Geschichte gelingt schnell. Meyers Schreibstil ist eine herrliche Aneinanderkettung von abwechslungsreichen Worten, die einen schnell in ihren Bann ziehen. Es wird auch nicht lange herum gefackelt und frei nach dem Motto „show, don't tell“ entführt uns der Autor in eine ganz eigen Welt. Furias Familie gehört zu den so genannten Bibliomanten, die mit Hilfe eines Seelenbuches Magie aus Büchern beziehen und Wundersames wirken lassen können. Schon die ersten Kapitel sind Spannung pur, denn Ausflüge und Informationen vermitteln einem ein perfektes Bild von Furias Leben und den Geheimnissen ihres Vaters. Die Sache mit der Bibliothek, Origami Kranichen die Staub fressen oder Schimmelrochen die einen angreifen waren einfach zauberhaft! Kai Meyers Ideenreichtum konnte ich teilweise echt nur bestaunen. Furia, wie sie mit Büchern spricht und die Bibliothek, die ein Eigenleben hat und all diese bizarren Dinge, die dort vor sich gehen. Wenn man Bücher liebt, dann kann einen die Geschichte einfach nur faszinieren. Furia selbst fand ich als Protagonistin auch wirklich gut. Sie ist etwas jünger, als ich es mir gewünscht hätte und besaß ein Maß an Sturheit, das nicht immer förderlich war, aber zusammenfassend gefiel mir ihre komplexe Persönlichkeit gerade wegen all der Macken sehr. Ich kann nicht behaupten, ihr Verhalten immer toll gefunden zu haben, aber irgendwie hat das auch den Reiz des Buches ausgemacht. Ihr Bruder Pip hingegen war einfach nur total süß und lustig. Ich fand es schade, dass seine Rolle im Buch so knapp bemessen war und man ihn eigentlich nur zu Beginn sieht. Allgemein hatte dieses Meyer Buch wieder so einige...Eigenheiten. Wenn ihr öfter ein Buch vom Autor gelesen habt, dann wisst ihr sicher, was ich meine. Meyer Bücher sind an vielen Stellen immer etwas seltsam und das hier war keine Ausnahme. So geht es in den ersten Kapiteln nicht nur rasant, sondern auch brutal zu. Zwischenzeitlich habe ich auch den roten Faden verloren, weil ich das Gefühl hatte, es wurde sich zu viel auf Nebenhandlungen konzentriert. Der Wechsel von Furias Perspektive zu den Gegenspielern war meiner Meinung nach auch etwas unnötig. Man erhielt dort nicht wirklich Einblicke in Motive, es waren eher kurze Sequenzen, die in meinen Augen nicht so viel Sinn gemacht haben. Zumindest, was den Plot betraf. Dieser ist im übrigen sehr gut durchdacht. Furias Geschichte hatte viele Höhepunkte und es gab ein tolles Setting, das einiges in Petto hielt. Zu viel zu verraten wäre schade, daher lasst euch gesagt sein, ihr werdet eine Reise erleben, die euch an Orte führt, die es so noch nicht gab. Zudem hat der Autor ziemlich gut Recherche betrieben. Viele seiner fiktiven Orte und Namen knüpfen an etwas Reales an und das fand ich ziemlich interessant, zumal die Erklärungen im Buch immer sehr gut nachvollziehbar eingeflochten wurden sind. Ich muss allerdings gestehen, dass es meines Empfindens nach doch einige Längen im Text gab. Viele Details haben mich persönlich einfach nicht interessiert oder eben auch einige Dialoge waren einfach überflüssig fürs Vorankommen. Das hat keinen großen Teil der Geschichte ausgemacht, meinen Lesefluss aber doch ins Stocken gebracht. Andere Kai Meyer Bücher waren etwas, nennen wir es mal, kompakter. Die Nebenfiguren fand ich dafür wiederum echt toll. Besonders eine kleine Romanze am Rand hat mir echt gut gefallen! Das Ende des Buches ließ mich dann aber etwas zwiegespalten zurück. Die letzte Wende hat viel gerettet, aber trotzdem bleibe ich mit einem seltsamen Gefühl im Magen zurück. Fazit Die Seiten der Welt ist ein Abenteuer voller wundersamer Ideen und reichlich Action. Wird es hin und wieder auch etwas seltsam, so ist man dies von Kai Meyer ja schon gewohnt. Es gehört eben zu seinem Stil. Der Roman überzeugt vor allem durch originelle Einfälle, gepaart mit dem, was wir schon von anderen Büchern kennen und lieben. Alles in allem Meyers bester Einzelband in meinen Augen und eine Empfehlung für Fantasy-Begeisterte.
1 Wow
Inhalt Furia Salamandra Faerfax wurde nicht nur nach einer Romanfigur benannt, ihre ganze Welt dreht sich um Bücher. Zusammen mit ihrem kleinen Bruder, ihrem muckeligen Vater, dem steifen Chauffeur, dem lieben Wackford und der Köchin Pauline lebt Furia auf dem Landsitz der Familie abgeschieden von der ganzen Welt. Sie ist auf der Suche nach ihrem Seelenbuch, welches sich bisher bedeckt hält und sie einfach nicht finden will. Ihre gefährliche Reise bringt sie u.A. nach Libropolis, die Stadt der verschwundenen Buchläden und an die Grenzen der Nachtrefugien. Das Abenteuer besteht sie zusammen mit neuen und alten Freunden und doch scheint nicht gewiss, wie die Reise ausgehen mag. Wie hat's mir gefallen Eine Welt voller wispernder Bücher, laufender Buchstaben, antwortender Bücher und Städte namens Libropolis - wer würde da nicht gerne eintauchen wollen? Kai Meyer hat hier eine ganz bezaubernde und einzigartige Welt erschaffen, die zwar im ersten Moment an "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers erinnern mag, aber doch so viel Persönlichkeit und Eigenleben hat, dass sie etwas ganz Eigenes und Unvergleichbares ist. Alles beginnt sehr rasant. Furia begibt sich gleich zu Beginn in die geheimnisvolle Bibliothek, die ein Eigenleben zu haben scheint. Gleich zum Anfang schwebt sie in Todesgefahr und schreckliche Bedrohungen lauern ihr auf. Gerade hier wird deutlich, wie magisch diese Welt ist, wie einzigartig, wie wunderschön und wie schrecklich zugleich. Die Welt ist voll mit Wesen wie Ypsilonzett, Origamivögeln und Schimmelrochen - so fantasievoll, detailliert und schön beschrieben, das man förmlich in der Welt lebt, wenn man liest. Die Handlung nimmt immer wieder Fahrt auf. Jedes Mal wenn ich das Gefühl hatte, jetzt könnte es etwas langwierig oder langweilig werden, überraschte mich der Autor mit einer neuen Wendung. Einziger kleiner Makel, weswegen ich auch einen halben Punkt abgezogen hatte, war die Vorhersehbarkeit. Es war von Anfang an klar, welches Buch warum im Mittelpunkt war und somit war für mich der Clou des Ganzen leider gar nicht überraschend. Mir ist es wichtig etwas über die Charaktere zu erzählen. Furia, aus deren Sicht das Buch geschrieben ist, ist zwar nicht immer sympathisch und handelt ab und an nicht nachvollziehbar, ist aber durchaus ein interessanter Charakter. Man merkt ihr auf jeder Seite die Verbundenheit zu den Bücher an und die Liebe zu ihrer Familie. Ihr Vater ist ein ganz besonderer Mensch, der leider scheinbar seinen Büchern mehr Aufmerksamkeit schenkt, als seiner Familie. Denn gerade Furias Bruder, der panische Angst vor Clowns hat - die ich übrigens sehr verstörend fand - , bräuchte mehr Aufmerksamkeit, Liebe und Halt. Ihn hatte ich ganz besonders gerne, weswegen ich Sunderlands Versuche den Jungen aufzumuntern besonders liebenswürdig fand. Auch Wackford und Pauline sind mir ans Herz gewachsen, weil sie so liebevoll sind und in einer ganz besonderen Szene zeigen, wie zart und zugleich stark und überdauernd Liebe sein kann. Besonders bezaubernd fand ich neben dem Schnabelbuch den Sessel und die Leselampe, die einfach nur humorvoll, eigenwillig und durch und durch liebenswert sind. Aber Lieber Her Meyer, ich muss jetzt eines Mal deutlich sagen: Sie haben mir in diesem Buch das Herz gebrochen. Mehrfach. Ich habe selten so viel geweint (zuletzt bei Harry Potter), wenn es um Nebencharaktere ging. Vielleicht waren diese Schritte notwendig, vielleicht war dieses Schicksal unumgänglich und trotzdem bin ich unendlich traurig über das, was passieren musste. Hach... Der Schreibstil ist wirklich herrlich. Das kann man gar nicht anders sagen. Jedes Wort und jeder Satz scheint genau richtig, als hätte Kai Meyer bei jedem einzelnen Buchstaben überlegt, wo er wie zu stehen hat. Trotz dieser scheinbaren Planung wirkt der Schreibstil nie gestelzt oder überladen, sondern genau richtig. Manche Sätze habe ich mehrfach gelesen, einfach um sie klingen zu lassen, um sie nochmal zu hören. Alles in allem ein sehr schönes Buch für Jung und Alt, denn es geht um Freundschaft, Liebe, Kampf und Familie. Es geht um Loyalität und um Macht, um Krieg und um Ehre. Es geht um ein junges Mädchen, von der so viel abhängig ist und die so viele schlimme Dinge überstehen muss. Es geht um einen Leser, der zum Protagonisten seines eigenen Abenteuers wird. Ich bin verliebt in dieses Buch. Buchgestaltung/ Cover Das Cover ist unglaublich hübsch. Ich finde nicht nur die goldenen Schnörkel sehr schön, sondern mag vor allem die vielen Details, wie z.B. die Origamivögel. Auch unter dem Schutzumschlag verbirgt sich ein durch und durch qualitativ hochwertiges und äußerst hübsches Buch. Ich habe es im Schuber, der wirklich sehr toll anzusehen ist. Sehr hübsch! Hörbuchrezension Wer sich fragt: Wieso hört sie das Hörbuch nachdem sie das Buch gelesen hat, der kennt definitiv das Hörbuch dazu nicht. Ich bin bekennender Hörbuchgegner, da ich mich einfach nicht dabei entspannen kann. Das Hörbuch (19,95€) wurde von Simon Jäger gelesen, u.A. die Stimme von Heath Ledger, Josh Hartnett und Matt Damon, und ist einfach wunderbar. Ich hatte das Gefühl William Thatcher aus "Ritter aus Leidenschaft" sitzt in meinem Wohnzimmer und liest mir ein wunderbares Buch vor. Simon Jäger schafft so unterschiedliche Figuren einzig mit seiner Stimme, das man gar nicht das Gefühl hat nur ein Mensch liest das Buch. Besonders gut gelingt ihm der Sessel, die Leselampe und das Schnabelbuch. Ich kann das Hörbuch jedem empfehlen - auch Lesern, die das Buch schon kennen. Gut zu wissen "Die Seiten der Welt" ist ein abgeschlossenes Buch. Für Fans von * "Bookless" von Marah Woolf * "Die Seltsamen" von Stefan Bachmann Fazit Wer Bücher und einen einmaligen Schreibstil mag, wird dieses Buch lieben. Actionreiche Szenen und berührende Momente geben sich gegenseitig die Hand und werden durch einen besonderen literarischen Schreibstil untermalt. Egal ob Hörbuch oder Buch: an dieser Geschichte kommt keiner vorbei. Bewertung 4,5/5
1 Wow
Kann das Versprechen nicht halten, das es mit dem Klappentext gibt Furia Salamandra Faerfax, die ihren Namen genau wie ihr Bruder Pip aus einem Roman hat, ist Schlafleserin. Sie verschlingt Bücher im Schlaf. Da ist es gut, dass sie auf dem Landsitz ihrer Ahnen lebt, der im Keller eine unendliche, unerschöpfliche Bibliothek birgt. Außerdem ist ihr Vater Bibliomant und sie wird auch Bibliomantin werden, wenn ihr Seelenbuch sie nur bald findet, mit dem sie die Magie der Worte entfesseln kann. Furia hilft ihrem Vater, die Entschreibung alle Bücher zu verhindern, indem sie gemeinsam die leeren Bücher einsammeln und vernichten. Dafür nutzen sie Magie: sie können mithilfe zweier identischer Ausgaben eines Buches in ein anderes Land springen. Auf einem dieser Sprünge wird ihr Vater getötet und nun muss die 15jährige Furia die Welt der Bücher retten. Doch nicht nur das, ihre Gegner haben ihren kleinen 10jährigen Bruder entführt. Ihn muss sie unbedingt ebenfalls retten ... Das klingt ja schon mal super! Dachte ich zumindest. Dann habe ich angefangen zu lesen. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Der erste las sich noch ganz angenehm. Da war ich noch der Überzeugung, dass dies der Einstieg ist und dann der Hammer schlechthin kommt. Aber leider war das ein Irrtum. Kai Meyer hat sich sehr viele Details aus anderen Büchern geliehen. Das allein ist ja kein Fehler. Aber er hat das Potenzial schlicht nicht genutzt. Weder sein eigenes, noch das des Plots und schon gar nicht das der entliehenen Komponenten. Die Figuren blieben weitesetgehend alle farblos und langweilig, sehr stereotyp und absolut vorhersehbar. Die arme Furia ist quasi auf der Dauerflucht, wodurch sie natürlich Pip nicht helfen kann. Von ihm erfahren die Leser dann auch sehr lange gar nichts mehr. Die anfängliche Freude über kleine Gimmiks, wie die Eintrittskarte nach Libropolis und die Sätze von Ypsilonzett, die mir Hoffnung auf MEHR gemacht hatte, zerplatzte leider wie eine Seifenblase. Schade! Genau diese Kleinigkeiten hätten so viel mehr ausgebaut werden können und dem Buch einen Stellenwert geben können, den es jetzt leider nicht erreicht hat. Der Schimmelrochen, die staubfressenden Origami, die Leselampe und der Lesesessel – herrliche Ideen! Aber leider nur mir Minipart im Buch. Ach, es hätte so schön sein können! Es gibt jede Menge ermordete und dahngemetzelte Figuren, Wandlungen, die man recht früh erahnen kann und immer, wenn man denkt, jetzt geht es gleich los, kommt – nichts. Es ist so schade, so frustrierend, so enttäuschend! Über 450 Seiten und dann die Frage: und was war das jetzt? Nein, das hätte ich niemals von diesem Buch gedacht. Nach dem ersten Teil ging es tatsächlich noch steiler bergab. Die Hoffnung, dass im dritten Teil ein Hammer kommt, der für alles entschädigt, blieb leider aus. Im Gegenteil: plötzlich kommt eine Ladung Weichspüler und die Sonne scheint über das ganze Land .... Der Stil war leider sehr oft sehr einschläfernd. Spannung kam kaum auf und wenn, dann war sie auch bald wieder weg – und das, obwohl ich den Eindruck hatte, dass Furia das komplette Buch über auf der Flucht war. Libropolis wurde mir einfach zu düster und dunkel aufgebaut. So wenig Freude, dabei sollte das doch das Loblied auf Bücher und das Lesen schlechthin sein, eine Liebeserklärung an die Bücher. Für mich war das eher ein Weg, die Leute von Büchern fernzuhalten. Der einzige, winzige Hinweis auf die Liebe zu Büchern ist gleich wieder ein negativer. Zitat von Seite 304: „Niemand konnte all diese Bücher lese. Aber vielen Bibliomanten ging es vor allem darum, Bücher zu besitzen. Ihre fanatische Sammlerleidenschaft war grenzenlos.“ Bücher horten und nie lesen soll also Bücherliebe sein? Nun denn, ich selbst lese sie dann doch lieber und möchte, dass der Autor mich auf eine Reise durch seine Fantasie nimmt. Das hat Kai Meyer leider nicht mal ansatzweise geschafft. Vermutlich war sogar der Lektor irgendwann einfach nur noch müde, denn leider finden sich im Buch überdurchschnittlich viele Fehler. Die konnte ich mühelos finden. Die Magie und den Zauber, die mir auf dem Klappentext versprochen wurden, suche ich noch immer vergeblich. Nein, das war nix. Nix für mich, wenn auch vielleicht für viele andere. Für mich wird das Buch weder den hochlobenden Pressestimmen noch dem Hype um es gerecht. Meine Befürchtung ist jedoch, dass eine Fortsetzung folgen wird. Die dann aber definitiv ohne mich. Ganz erschreckend ist ja noch dazu, dass es ein Jugendbuch ist. Eine Altersempfehlung konnte ich nicht entdecken und selbst fällt mir dazu auch wenig ein. Für 10-14jährige ist mir zu viel Mord und Totschlag und Düsternis im Buch, für 15-17jährige ist es mir zu sehr in Kinderbuchmanier geschrieben. Fantasy im Stil von „Die unendliche Geschichte“ ist es nicht, dafür ist zu viel Gewalt vorhanden und dafür sind die guten Ansätze nicht durchgehend ausgearbeitet worden. Es tut mir sehr leid, aber meine Enttäuschung lässt nichts anderes zu, als nur magere zwei Sterne zu vergeben, auch wenn ich damit gegen den Strom schwimme und mir den Zorn der vielen Fans zuziehen werde. Damit werde ich eben leben – so, wie Furia mit den Folgen ihres Tuns.
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Ramona Kielfeder
Unbeschreiblich! Mit Die Seiten der Welt hat Kai Meyer mich vom ersten Satz an gefesselt und dann nicht wieder hergegeben. Ich war gefangen in einer Welt aus Worten, in einer Welt aus Magie, in einer Welt aus Leidenschaft. Der Leidenschaft zu Worten und zu Büchern. Kai Meyer hat das wunderbare Talent, mich jedes Mal sofort in eine neue Welt zu entführen, wenn ich eines seiner Bücher aufschlage. Es ist toll, wie er mich mit seinen Worten über die Bücher auf eine Reise mitnimmt und ich glatt meine, diese Dinge selbst zu hören, zu fühlen und vor allem natürlich zu riechen. Seine Beschreibungen sind so lebendig und vielschichtig, dass man vollkommen darin versinkt. Der Autor hat aber nicht nur eine spannende, plausible und in sich stimmige Parallelwelt erschaffen, er wusste die Magie, die zwischen seinen Seiten wohnt, auch charmant zu verpacken. Ob das die Schnabelbücher, der Lesebändchenbaum, oder die Origamis sind – an Ideen mangelte es ihm offensichtlich nicht. Jedes mal musste ich schmunzeln, wenn ich ein weiteres solches Detail entdeckte. Und nicht selten habe ich mir gewünscht, dass diese Dinge doch bitte in der Wirklichkeit existieren mögen… Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und kann jedem halbwegs bibliophilen Menschen nur wärmstens empfehlen, es mir gleich zu tun! Gestaltung Wirklich der helle Wahnsinn, wie dieses Buch gestaltet und ausgestattet ist. Das Vor- und Nachsatzpapier sind mit einer wunderschönen, angedeuteten Bibliothek bedruckt. Es ist hat mich immer wieder in Entzücken versetzt, das Buch aufzuschlagen. Das Cover ist großartig geworden. Ein echter Blickfang. Außerdem ist ein Lesezeichen im Buch dabei. Wie sehr habe ich mir oftmals gewünscht, es für seinen ursprünglichen Zweck und nicht nur zum Markieren einer Seite nutzen zu können… Ach lieber Kai Meyer, Sie haben in mir eine so unbestimmte Sehnsucht auf eine fremde Welt geweckt, dass ich Sie bitte, doch unbedingt mehr davon zu ersinnen!
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