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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Großbritannien nach dem Brexit: Die 15-jährige Sam lebt in einem goldenen Käfig. Hohe Mauern schirmen sie ab vor bettelnden Familien. Panzerglas schützt sie vor Bombenanschlägen. Auf Empfängen lächelt sie zu den Reden ihres einflussreichen Vaters. Doch als Sam die zwei Jahre ältere Ava kennenlernt, erwacht sie aus ihrer Erstarrung: Wieso gibt die Regierung den Jugendlichen die Schuld am Terror im Land? Warum kontrolliert die Polizei plötzlich ihre Handys und jede ihrer Bewegungen? Wohin verschwinden so viele Mädchen aus ihrer Schule? Sam und Ava fühlen sich, als würde ihnen die Luft zum Atmen genommen und sie wollen sich wehren. Aber wie, wenn das ganze Land sich gegen sie wendet? Das Prequel zu Teri Terrys erfolgreicher "Gelöscht"-Trilogie: packend und erschreckend aktuell!
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REZENSIONEN
Bewertet von biscoteria, Zoë, und 3 andere
biscoteria
thereadingrainbowgirl
caro_w
gedankenvielfalt
jessibiene
Wir befinden uns im Großbritannien, wenige Jahre in der Zukunft. Der Brexit hat ins Land Einzug genommen und alles für alle auf den Kopf gestellt. Menschen mit akademischem Titel und Einstellungen haben ihre Jobs verloren. Viele hungern. Die Reichen und Mächtigen regieren das Land. Sam ist die 15-jährige Tochter eines einflussreichen Politikers. Wegen ihrer schlechten Schulnoten bekommt sie von Ava, 17 Jahre alt, Nachhilfe. Die beiden Mädchen stellen fest das sie als gemeinsame Leidenschaft das Zeichnen verbindet. Aber damit hört es auch auf. Avas Vater war mal an der Uni eingestellt, nun fährt er Taxi. Die Mutter welche das Land wegen dem Brexit verlassen musste. Aber die beiden Mädchen mögen sich. Aber ihr Leben soll auf eine harte Probe gestellt werden. Immer mehr Anschläge durch die Gruppe A4A sorgen für Unruhen und Verhaftungen auf den Straßen. Als Avas Vater stirbt bricht für sie eine Welt zusammen. Sie findet Unterschlupf bei Sams Familie. Aber sie stellt schnell fest wie die Politik in dieser Familie an erster Stelle steht. Eine Entwicklung entsteht, wo niemand mehr sicher ist. Die Meinungsfreiheit stirbt, die Kommunikation wird eingeschränkt, die Demokratie stirbt und nicht nur diese… Das Buch überzeugt mit kleinen, sehr schnell gelesenen Kapiteln. Verbindet die Freundschaft der Mädchen als positives Bild auf der einen Seite mit einer in sich zerbrechenden Welt auf der anderen. Menschen, die ihre Grundrechte verlieren, weil die Herrscher Angst haben und die Kontrolle über ihre Fehlentscheidung nicht selbst tragen wollen. Ein Politikthriller so aktuell und so jung geschrieben, dass wir alle Sorgen tragen müssen, das der Brexit wirklich in diese Richtung tendieren könnte. Für mich eins der besten Bücher des Jahres 2019 und für alle Leser ab 16 Jahren ein absolutes Muss.
Wow
,,Exit Now" von Teri Terry, das Sequel zur Slated-Trlogie war bereits 2019 ein Jahreshighlight von mir. Auch im Jahre 2020 hat der Reread das Buch wieder auf die Jahreshighlight-Liste gesetzt. Es bekommt volle 5 von 5 Sterne! Alleine die Idee der Dystopie ist brilliant. Die Umsetzung ist detailliert und so realistisch, dass es eine*n gruselt, da Teile der Dystopie sich schon so ereignen oder leicht ereignen könnten. Die Mischung aus Politik, Aktivismus, Revolution, Wirtschaft und alltäglichen Themen wie Schule, Familie, Freundschaft und Liebe ist perfekt und hat nicht aufgesetzt gewirkt. Der Plot ist durchgehend spannend und ausgeilt, das Buch sowohl als Sequel als auch Einzelband gut zu lesen. Besonders die kurzen Kapitel mit den Perspektivwechseln haben das Buch besonders gemacht. Denn die Protagonistinnen, Ava und Sam, sind zum Verlieben. Die beiden sind zwar auf den ersten Blick grundverschieden, doch sie ergänzen sich und geben der anderen in den schwierigen Zeiten Halt. Beide haben eine tolle Charakterentwicklung und ich konnte mich gut mit ihnen identifizieren. (KLEINER SPOILER:) I ship them!
Wow
Die Vorgeschichte zur Gelöscht-Trilogie: Ava und Sam führen zwei Leben, die unterschiedlicher nicht sein können. Sam ist die Tochter des stellvertretenden Premierministers. Das bedeutet für sie: Ein Leben voller Schein, Lächeln, obwohl sie unglücklich ist. Nicken, obwohl sie Nein sagen will. Und zum Nein Sagen gibt es allen Grund, denn zurzeit ist die Lage in Großbritannien sehr angespannt. Die Grenzen sind zu, die Europäische Union Geschichte. Ava hat dadurch ihre schwedische Mutter verloren. Sie versucht zusammen mit ihrem Vater so gut es geht über die Runden zu kommen. Ihr Stipendium bedeutet für sie eine sicherere Zukunft. Ava soll Sam Nachhilfe geben und so lernen die beiden sich kennen. Ungefähr zeitgleich bricht in England das große Chaos aus. Es bildet sich Widerstand gegen die Regierung. Jugendliche gehen auf die Straße. Manche nutzen Gewalt und Terrorismus. Doch diese Gewalt wird mit noch mehr Gewalt erwidert. Die Regierung setzt sich mit allen Mitteln zur Wehr und schon bald gibt es Ausgangssperren und viele weitere Verbote für die Jugendlichen, die beim Überschreiten hart bestraft werden. Die Jugendlichen werden als Bedrohung angesehen, dabei sind sie nicht diejenigen, die damals für den Ausstieg aus der EU gestimmt haben. Meine Meinung: Dieses Buch erzählt die Vorgeschichte zur Gelöscht-Trilogie. Ich muss gestehen, dass es bei mir schon länger her ist, dass ich diese Reihe gelesen habe. Deswegen habe ich dieses Buch recht unabhängig davon gelesen. Erst danach habe ich meine Erinnerungen wieder ein bisschen aufgefrischt und muss sagen, dass Exit Now! ein sehr gutes Prequel ist. Die Geschichte fügt sich gut mit der bereits bestehenden zusammen. Ich denke, dass es Spaß machen würde, alle Bücher in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Trotzdem kann man dieses Buch auch als interessanten Einzelband lesen. Denn es geht um ein sehr aktuelles Thema. Ich finde die Ideen der Autorin zum Brexit sehr interessant. Teilweise etwas dramatisiert, aber doch mit einem wahren Kern. Denn die Jugendlichen können wirklich nichts dafür, wollen mit Protesten ihr Land zurück auf den richtigen Weg führen und werden dann für alles Schreckliche verantwortlich gemacht. Ein bisschen so wie bei uns mit den Fridays for future. Die Jugendlichen haben erkannt, dass sich etwas ändern muss und die Regierung hört ihnen nicht zu. Was ich außerdem sehr ansprechend finde, ist dass es sich hierbei um die Entstehungsgeschichte eines schlimmen Regimes handelt. In den meisten Dystopien ist es eher umgekehrt. Es besteht bereits eine gewalttätige, unterdrückende Gesellschaft und diese wird im Laufe des Buches oder einer Reihe zu Fall gebracht. Es war interessant zu verfolgen, wie schnell so ein Gewaltregime entstehen kann und auch faszinierend. Denn man fragt sich ja immer, wie die Leute so etwas zulassen konnten und das hat die Autorin sehr schön und plausibel erklärt. Und da sind wir auch schon bei dem Punkt, der mir wirklich überhaupt nicht gefallen hat. Die Art und Weise, wie diese Geschichte erzählt wird. Zum einen wird alles sehr analytisch berichtet. Alles wird begründet und es gibt nichts zwischen den Zeilen. Das war mir zu plakativ und stellenweise belehrend. Zum anderen wurde alles ohne viel Gefühl erzählt. Wie gesagt, habe ich die Gelöscht-Trilogie schon gelesen und da habe ich noch einige bewegende Momente in Erinnerung. Diesmal hat mich nichts wirklich berührt oder mitgenommen. Ich konnte mich nicht sehr gut in die Protagonistinnen hineinversetzen und selbst ihre Gefühle wurden so merkwürdig thematisiert. Als würden sie direkt noch psychisch analysiert. Es ist schade, denn diese Tatsache hat mir die Freude am Buch ein bisschen verdorben. Oft bin ich beim Lesen darüber gestolpert. Dadurch ist diese gute Idee für eine wirklich gelungene Vorgeschichte so ziemlich in den Sand gesetzt worden.
Wow
gedankenvielfalt
Leider hat Teri Terry hier wieder die kleinen kurzen Kapitel gewählt, die mir zwar aus einer anderen Reihe von ihr schon bekannt ist, aber eigentlich nicht zu der passenden “Gelöscht-Reihe” wozu diese Vorgeschichte gehört. Ich mag diese kleinen Kapitel nicht wirklich und brauche immer ewig bis ich mich damit abgefunden habe. Jedes mal wird man aus dem Lesefluss gezogen, weil sie einfach viel zu kurz sind um sich auf die Situationen und Personen einlassen zu können. Wir dürfen hier aus den Perspektiven der zwei Hauptfiguren lesen und zwar von Sam und Ava. Beide Hauptfiguren sind wahnsinnig authentisch. Das Gute an dem Perspektivwechsel? Wir erfahren die Gedanken der Figuren und können uns somit besser auf sie einlassen. Die Hauptfiguren führen völlig unterschiedliche Leben, aber eine Freundschaft kennt keine Grenzen, sondern man lernt im Leben nie aus und es ist nie zu spät Dinge zu hinterfragen. Der Schreibstil an sich ist wirklich total toll. Sehr informativ, kurz und knackig. Detailreiche Stellen gibt es dennoch und lockern das ganze immer wieder auf. Ich liebe die Art wie Teri Terry ihre Geschichten verpackt, den Figuren leben einhaucht und die Storys interessant gestaltet. Der Spannungsbogen war sehr oft oben und hat mich wirklich von Seite zu Seite neugieriger gemacht. Das Ende hat es in sich, aber wer die “Gelöscht-Trilogie” bereits kennt, der weiß: Es muss so sein und es ist sehr gut ausgewählt worden. Es trifft den Punkt und öffnet die Pforten für die Gelöscht-Reihe, zumindest für die, die sie noch nicht kennen. Fazit Eine recht brutale Story die uns Leser zeigen soll, was mit einem Land passiert, was sich völlig abschottet und für sich alleine sein möchte. Teri Terry’s Geschichte handelt von Freundschaft, Verzweiflung, Mut und Hoffnung. Die Geschichte beinhaltet so viel mehr als nur leere Worte oder Buchstaben, sie regt zum Nachdenken an.
Wow
In dem Buch geht es um Sam, die endlich ihre eigenen Entscheidungen treffen will. Ihr Vater ist ein bekannter Politiker und bisher stand sie immer hinter ihm. Aber nachdem er fragwürdige Vorstellungen hat, wie man die Protestanten in London zur Ruhe bringt, zweifelt sie immer mehr an der Unfehlbarkeit ihres Vaters. Besonders als sie auch endlich gegenüber Ava ihre Meinung frei äußern kann und in ihr eine Freundin findet, bemerkt sie, dass endlich jemand für GB einstehen muss. Sam ist ein wundervoller Charakter, der eine riesige Wandlung durchmacht, die aber trotzdem nicht plötzlich aus dem Nichts kommt. Mithilfe ihrer neuen Freunde vertieft sie immer mehr ihre eigene Meinung und distanziert sich von den vorgegebenen Ideen ihres Vaters. Ava ist genauso ausgeklügelt, bleibt aber im Gegensatz zu Sam ihren ursprünglichen Wesen treu, was allerdings zu ihr besser passt als eine erzwungene Entwicklung. Mit Lucas noch zusammen, ist das Hauptcharakter-Trio liebevoll beschrieben und wird perfekt dargestellt. Am allerbesten hat mir auch die kleine Romanze zwischen Ava und Sam gefallen. Es war weder erzwungen noch wurde die Liebe ausgewöhnlich behandelt, auch wenn es sich um gleichgeschlechtliche Liebe handelt. Ich fande es toll, wie die Autorin keinen riesigen Aufriss darum gemacht hat, dass die Charaktere homosexuell sind und es ganz normal in die Geschichte hat mit einfließen lassen. Es war ein rund um gelungenes Buch. Das Ende ist sehr offen gestaltet und lässt genügend Platz für eigene Gedanken besonders wenn man daran denkt, dass dieses Buch die Vorgeschichte zu "Gelöscht" war. Super war auch wie die Autorin aktuelle Themen wie den Brexit aufgreift und in einer Zukunftsperspektive präsentiert.
Wow
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