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Wiebke Lorenz

Einer wird sterben

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4.0/5
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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Sie ist allein im Haus. Allein mit ihrer Angst. Sie kann mit niemandem sprechen. Nicht einmal mit ihrem Mann. Was wissen die Leute im Auto? Und vor allem, was werden sie tun? Eines Morgens steht es plötzlich da. Das schwarze Auto. Mitten in der ruhigen Blumenstraße in einem gehobenen Wohnviertel. Darin ein Mann und eine Frau, die reglos dasitzen. Stundenlang, tagelang. Nach und nach macht diese stumme Provokation die Anwohner nervös. Allen voran Stella Johannsen, die sich immer und immer wieder die eine Frage stellt: Was wissen sie? Über die schreckliche Nacht vor sechs Jahren, als Stella und ihr Mann Paul einen schweren Unfall hatten. Einen Unfall, bei dem ein Mensch starb. Sind sie deswegen hier? Was werden sie tun? Und wie viel Zeit bleibt Stella noch? »Ich habe mich völlig in dieser Geschichte verloren und wusste irgendwann nicht mehr, wo oben und unten ist. Wahnsinnig spannend. Unbedingt lesen!« Melanie Raabe
BIOGRAFIE
Eine kurze Pressemeldung brachte Wiebke Lorenz auf die Idee für ihren Psychothriller »Einer wird sterben«: Über eine Woche lang parkte ein Pärchen im Auto in einer ruhigen Straße, ohne auszusteigen. Und niemand verstand, weshalb. Wiebke Lorenz war davon so fasziniert, dass sie die Geschichte gleich im Kopf weiterspann. Was, wenn diese Leute etwas wüssten, was keiner wissen darf? So ergeht es ihrer Hauptfigur Stella im Roman, gemeinsam mit ihr durchlebt der Leser Tage voller Angst und weiß nie, welche doppelten Böden die Geschichte noch bereithält. Genau dafür wird Wiebke Lorenz von ihren Fans geliebt, und die Presse verglich ihre psychologischen Höllenritte mit denen Sebastian Fitzeks. Sie lebt als freie Autorin in Hamburg.
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REZENSIONEN
Bewertet von biscoteria, Queen of Hell und 2 andere
biscoteria
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stinsome
„Einer wird sterben“ ist ein Psychothriller, welcher nicht viel Setting braucht, um uns in eine düstere und beängstigende Stimmung zu bringen. Die Geschichte spielt in der Gegenwart, mit kleinen Ausflügen in die Vergangenheit der Hauptcharakterin und einem vorgefallenen Unfall welcher Bestandteil der Geschichte ist. Stella und Paul Johannsen, verheiratet, leben in einer Villa in einer ruhigen Straße mit Wendehammer. Von pensioniertem Lehrer mit kranker Frau, einem Apothekenehepaar mit zwei Jugendlichen Kindern, einem nervtötenden Möchtegern-Scherif und einem Paar welches ein Haus mit Luxuswohnungen im Bau ist die Nachbarschaft bunt gemischt. Was die Nachbarn nicht wissen, ist das Geheimnis um die Nacht, wo Pauls erste Frau bei einem Autounfall umgekommen ist und der Unfall von ihm verursacht wurde. Stella behauptet steif sie war damals den Wagen gefahren und die Ex ist wegen ihr bei einem Autounfall gestorben. Paul als Pilot, wäre sofort seine Fluglizenz losgeworden. So leben beide mit der Lüge und hoffen niemand weiß davon. Aber es gibt jemanden, denn es gibt ein Video, welches vor Jahren bereits in ihrem Briefkasten lag. Nun, kurz nachdem Paul einen längeren Flug angetreten ist treten sonderbare Ereignisse auf und Stella befürchtet das jemand das Geheimnis aufgedeckt hat. Panisch im Haus versucht sie der Wahrheit zu entfliehen und sieht in jedem ihrer Nachbarn einen Mitwisser. Alles in allem ist ein solider Psychothriller, welcher mit der Angst von Stella spielt. Die Angst das jemand das Geheimnis erfahren könnte und sie somit Paul verliert. Von Paul erfahren wir sehr wenig, da er mit Abwesenheit als Pilot glänzt. Stella merken wir, ist sehr vielschichtig in ihrer Persönlichkeit. Den Nachbarn traut man fast alles zu. Gerade wenn es um die eigene Haut geht. Ein Buch welches man nebenbei mal lesen kann. Das Ende kommt wenig überraschend, alles in allem aber ganz gut
Wow
Queen of Hell
Schon am Anfang wird die Grundidee, welche sich durch das gesamte Buch zieht, deutlich. Ein Paar, das tagelang in einem Auto sitzt, und wartet. Diese Idee wird zusätzlich von Nachbarschaftsstreitigkeiten begleitet, was zusätzlich für eine stressige Situation sorgt. Es gibt viele Dinge, auf die man sich als Leser konzentrieren kann. Sehr viele Nebenschauplätze, die nur teilweise etwas mit der eigentlichen Handlung zu tun haben, kommen ins Spiel. So spannend die Idee hinter dem Buch auch klingt, sieht es bei der Umsetzung leider anders aus. Das Buch zieht sich viel zu sehr in die Länge. Besonders auffällig ist dies im Mittelteil, bei dem die Nachbarschaft in den Vordergrund rückt. Gegen Ende hin kommt zwar Spannung auf, doch je mehr Ereignisse folgen – und sie folgen alle in den letzten drei bis vier Kapiteln – desto konstruierter und gestellter wirkt alles. Leider wirkt das Ende des Buches sehr überzogen, auch wenn ich persönlich sagen muss, dass der Plottwist mir recht gut gefallen hat, obwohl ich nicht sonderlich überrascht war. Zur Protagonistin kann ich sagen, dass ihre Panik sehr deutlich hervorgehoben wird und sie ihre Handlungen dementsprechend „anpasst“. Auf Dauer wurden diese allerdings zunehmend nerviger und anstrengender. Stella war mir persönlich nicht sonderlich sympathisch, was vermutlich durch ihre regelrechten Anfälle, die ich an vielen Stellen nicht nachvollziehen konnte, verschuldet wurde. Um mit etwas Positiven abzuschließen, komme ich auf den Schreibstil zurück. Dieser ist nämlich sehr angenehm zu lesen und trotz dem langatmigen Mittelteil flüssig. Zusätzlich schafft es die Autorin, an einigen Stellen Spannung zu erzeugen. Fazit: Insgesamt konnte mich das Buch nur teilweise überzeugen. Die Grundidee und den Schreibstil finde ich super. Allerdings gibt es viele Stellen, die man anders hätte umsetzen sollen.
Wow
Cover: Es ist sehr abstrakt gehalten, was mich gerade bei Psychothrillern sehr anspricht. Es sieht durch die bunten Blätter sehr hübsch aus und ist für meine Geschmack fast schon künstlerisch. Ein sehr schönes Cover, finde ich Inhalt: Stella Johannsen wird in diesem raffiniertem Thriller von Wiebke Lorenz an ihre psychischen Grenzen gebracht. Stella ist jetzt nicht die Protagonistin, welche man total ins Herz schließt, einfach weil man denkt, dass sie etwas naiv ist und sich sehr von ihrem Mann kontrollieren lässt. Sie scheint die typische „reiche Hausfrau“ zu sein, aber sie tut einem trotzdem insgesamt leid und daher „leidet“ man auch mit ihr, wenn sie an ihre psychischen Grenzen gebracht wird. Sie wird auf perfide Weise unter immensen psychischen Druck gesetzt und es kommt immer mehr auf sie zu. Jemanden der sie wirklich unterstützt gibt es da auch nicht, da ihr Mann ständig wegen seiner Arbeit als Pilot unterwegs ist. Ich will zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr zum Inhalt verraten, weil er sich wahnsinnig gut im Verlauf aufbaut und ich zumindest nicht aufhören konnte zu lesen. Wie sich die Geschichte entwickelt ist einfach großartig, sie ist detailliert, durchdacht und lässt einem einen Schauer über den Rücken jagen. Wer etwas blutiges/“grausames“ erwartet ist bei diesem Psychothriller falsch, dass muss man gleich sagen. Wer jedoch den subtilen Nervenkitzel sucht, dem kann ich dieses Buch sehr empfehlen.
1 Wow
Ich hatte durch den Prolog befürchtet, dass die Handlung zu schnell vorauszuahnen ist und der große Twist bereits im Prolog offengelegt wird, aber … diese Befürchtung war absolut unbegründet. Ich bin wirklich positiv überrascht und weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie ich meinen Eindruck schildern soll, ohne zu viel zu verraten. Ich versuche es trotzdem, weil das Buch eine Rezension definitiv verdient. Die Autorin hat einen sehr angenehmen, flüssigen Schreibstil, der eine stetig bedrohliche Atmosphäre kreiert, obwohl die Handlung hauptsächlich ruhig und unaufgeregt bleibt. Ich habe mich diesbezüglich ein wenig an „The Woman in the Window“ erinnert gefühlt (was definitiv ein Kompliment ist, denn das Buch gehört zu meinen Lieblingsbüchern): Die Spannung wird nämlich vor allem durch die Angst der Protagonistin erzeugt, die auf den Leser abfärbt. Zwar ist die Handlung für kleine (und am Ende auch für große) Überraschungen gut und die Kapitel enden stets mit einem kleinen Cliffhanger, letztendlich werden die meisten Geschehnisse aber erst beunruhigend durch Stellas Reaktion auf sie. Vor allem die zwei in dem Auto sitzenden Personen sind an sich ja kaum der Rede wert – nachdem sie aber ein paar Tage dort stehen und sich nicht von der Stelle rühren, wird Stella nervös und mit ihr auch der Leser. Dabei würde ich nicht einmal wirklich sagen, dass Stella eine sehr sympathische Protagonistin ist, mit der man aus purer Sympathie mitfühlt und bangt. Gelegentlich gab es doch ein paar Momente, da bin ich mit ihr nicht ganz einer Meinung gewesen, aber letztendlich hat die Autorin es dennoch geschafft, dass man ihre Gefühle teilt – vor allem ihre Wut auf Paul konnte ich so unglaublich gut nachvollziehen: Da durchleidet sie Todesängste und ihr Mann hält es nicht für nötig, früher nach Hause zu kommen. Das hat mich ganz schön aufgeregt. Woraus sich Stellas Angst speist, ergibt sich durch kleine Einblicke in die Geschehnisse aus der Vergangenheit, die Umstände um das Kennenlernen von Paul und Stella und den mysteriösen Unfall. Dabei werden dem Leser nach und nach immer nur kleine Schnipsel hingeworfen, sodass man erst ganz am Ende den vollen Durchblick hat und sämtliche Zusammenhänge begreift. Die Autorin versteht es hierbei, den Leser zum Miträtseln zu animieren und auf falsche Fährten zu locken, weshalb ich am Ende wirklich ganz schön überrascht war. Mit diesem Ausgang hätte ich so überhaupt nicht gerechnet. Es passiert selten, dass mich ein Buch dazu bringt, auf einmal alles infrage zu stellen, aber diesem ist es gelungen. Als sich der Schleier am Ende gelüftet hat, war ich zunächst etwas skeptisch, wie ich zu den Enthüllungen stehen soll. Erst hat sich Unzufriedenheit in mir ausgebreitet, was ich leider nicht näher erläutern kann, weil ich nicht spoilern möchte. Nur so viel: Die Autorin ist da einen recht riskanten Weg gegangen, der bei manchen Lesern auch definitiv nach hinten losgehen könnte. Das war bei mir erst der Fall – dann habe ich aber weitergelesen und auf einmal fand ich die Auflösung ziemlich genial. Sie ist innovativ, gut durchdacht und wirklich überraschend. Vor allem aber ist sie riskant, was auf den letzten Seiten und mit erneutem Lesen des Prologs schließlich doch noch mächtig Eindruck auf mich gemacht hat. Wegen dieses Endes werde ich mir definitiv noch weitere Bücher der Autorin vorknöpfen. Fazit Ich bin sehr positiv überrascht. Trotz recht unaufgeregter, aber durchgehend interessanter Handlung wird eine bedrohliche und beunruhigende Atmosphäre aufgebaut, die einen mit Stella bis zum Ende mitfiebern lässt. Durch kleine Cliffhanger am Ende der Kapitel wird die Spannung stetig hochgehalten, um schließlich mit einem sehr riskanten, überraschenden und genialen Ende aufzuwarten. Wer gerne Thriller liest, die ruhig und ohne Action eine unterschwellige Bedrohung spüren lassen, der ist hier definitiv richtig. Von mir gibt es 4,5 Sterne.
Wow
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