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Tana French

Der dunkle Garten

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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Identität, Erinnerung und Mord: der neue große Roman der SPIEGEL-Bestseller-Autorin. Toby Hennessy, 28, führt ein unbeschwertes Leben in Dublin. Bis er eines Nachts in seiner Wohnung brutal zusammengeschlagen wird. Toby überlebt nur knapp, kann sich nicht mehr auf seine Erinnerungen verlassen. Er flüchtet sich in das »Efeuhaus« - das alte Anwesen der Familie, wo er sich um seinen sterbenden Onkel Hugo kümmern soll. Doch der dunkle Garten des Hauses birgt ein schreckliches Geheimnis. »In der besonderen Zone zwischen Spannung und Literatur, mit einer Sprache wie Satin, ein Glücksfall für den Leser.« Stephen King »Tana Frenchs bisher bestes Buch: Krimi, Familiengeschichte, psychologische Studie. Spannend, berührend und beunruhigend bis zum Schluss.« hr2 Kultur Von der international gefeierten irischen Schriftstellerin Tana French, Autorin von »Grabesgrün«, »Totengleich«, »Geheimer Ort«.
BIOGRAFIE
»Pflichtlektüre für alle, die unnachgiebige Intelligenz und raffinierte Plots zu schätzen wissen«, sagt die New York Times über Tana French. Die irische Autorin wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet; ihre Romane und ihre Kriminalliteratur stehen weltweit auf den Bestsellerlisten. Tana French wuchs in Irland, Italien und Malawi auf. Sie absolvierte eine Schauspielausbildung am Trinity College und arbeitete für Theater, Film und Fernsehen. Mit ihrer eindrücklichen Sprache zeichnet sie markante Porträts der irischen Gesellschaft und schaut tief in die Seelen von Tätern, Opfern, Ermittlern. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im nördlichen Teil von Dublin.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.01.2019
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783651025622
Sprache
German
Seiten
656
Schlagworte
Rache, neues Buch, Neuerscheinung, Kriminalromane, Martin Suter, Psychothriller, Distelfink, Witch Elm, Dublin, Krimi, Tartt, Spannung, Bestseller, Krimi Neuerscheinung, Thriller
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von mine_b, elisabethmayer und 3 andere
mine_b
elisabethmayer
buchensemble
nasa2000
kimvi
Die bekannte Autorin Tana Fench, welche vor allem durch ihre Kriminalromane bekannt wurde, hat mit „Der dunkle Garten“ ein etwas anderes Werk geschrieben. Dieses Buch ist ein Einzelband und kann daher ohne Vorkenntnisse aus ihren bisherigen Büchern gelesen werden. Klappentext: Toby Hennessy, 28, führt ein unbeschwertes Leben in Dublin. Bis er eines Nachts in seiner Wohnung brutal zusammengeschlagen wird. Toby überlebt nur knapp, kann sich nicht mehr auf seine Erinnerungen verlassen. Er flüchtet sich in das »Efeuhaus« – das alte Anwesen der Familie, wo er sich um seinen sterbenden Onkel Hugo kümmern soll. Doch der dunkle Garten des Hauses birgt ein schreckliches Geheimnis. „Der dunkle Garten“ ist ein Roman, der laut dem Klappentext andere Erwartungen in mir geschürt hat, als es dann schließlich geliefert hat. Der Schreibstil von der Autorin Tana French ist gewöhnungsbedürftig. Es gibt viele Schachtelsätze oder auch Sätze, welche mehrere Zeilen andauern. Dann gibt es auf der anderen Seite viele Sätze, welche nur aus wenigen Worten bestehen. Dabei wird teilweise sehr ins Detail gegangen, die vielen Informationen muss man erst einmal sortieren. Man muss lernen, diese zu selektieren, welche wichtig sind und welche davon nur nettes Beiwerk. Aber dann schafft es Tana French auch gekonnt, Bilder entstehen zu lassen und baut dabei einen vielseitigen Roman auf. Hat man sich erst einmal an den Schreibstil gewöhnt, dann lässt sich dieses Buch flüssig lesen und entwickelt dabei eine gewisse Sogwirkung. Man wird immer tiefer in die Ereignisse hereingezogen und will die Geheimnisse zusammen mit den Charakteren aufdecken. Das Buch entwickelt sich recht langsam. Es benötigt einige Seiten, um in Fahrt zu kommen. Am Anfang startet die Geschichte nur langsam, man lernt dabei den Ich- Erzähler Toby und sein bisheriges Leben kennen. Toby ist seiner eigenen Meinung nach ein richtiges Glückskind, er hat ein gutes und leichtes Leben. Er hat einen guten Job, indem er zufrieden ist und in dem er sich Aufstiegschancen erhofft. Außerdem hat er eine wirklich gute und verständnisvolle Freundin und enge Freunde, mit denen er zu gerne seine Freizeit verbringt. Meiner Meinung nach wirkt Toby zu Beginn ziemlich versnobt. Er fühlt sich überlegen und denkt, er kann diverse Dinge machen, ohne schwerwiegende Konsequenzen fürchten zu müssen. Er selbst scheint von sich zu denken, dass er eine Art Held ist – sowohl im Berufsleben als auch im privaten Sektor. Dieser erste Eindruck machte ihn in meinen Augen nicht direkt sympathisch. Nach einem alkoholschweren Abend mit zwei seiner besten Freunde wird in seiner Wohnung eingebrochen. Toby erleidet schwere körperliche und auch seelische Schmerzen. Seine Art und Weise, wie er mit seinem neuen Leben umgeht, war mir persönlich auch nicht richtig sympathisch. Im Verlauf der Handlung zieht er mit seiner Freundin bei seinem schwer erkrankten Onkel ins Haus und hilft ihm bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben. Aber auch Toby lernt dabei, mit seinen Problemen zu leben. Die Geschichte plätschert so langsam dahin. Es gibt viele ruhige und auch stille Passagen. Das hat aber den Vorteil, dass man die Charaktere besser kennen lernt. Der Roman besticht durch seine facettenreiche Art. Zum einen bekommt man einen guten und vielseitigen Einblick in die Psyche der Protagonisten. Man lernt sie im Verlauf der Handlung gut kennen, bekommt dabei jedoch immer wieder neue Seiten oder auch Geschichten aus der Vergangenheit präsentiert, diese sind gut ausgearbeitet und bestechen durch seine Vielseitigkeit. Im späteren Verlauf entwickelt sich dieses Buch zu einem richtigen Pageturner – ein dunkles Geheimnis soll aufgedeckt werden. Viele vergangene Taten werden aufgedeckt. Dabei gibt es einige unerwartete Wendungen, welche einen wirklich überraschen können, ein paar weitere Wendungen kann man vorhersehen, dennoch hat es mir Spaß gemacht, die genauen Umstände zu entdecken. „Der dunkle Garten“ wird aus der Sicht des Ich- Erzählers Toby berichtet. Durch den Überfall auf seine Wohnung hat Toby leider Probleme mit seinen Erinnerungen. Dies hat zur Folge, dass man auch als Leser nicht genau weiß, was davon wahr ist oder wem man vertrauen kann – weil der Erzähler dies ebenfalls nicht mehr weiß. Leider muss ich zugeben, dass mir keiner der Protagonisten wirklich sympathisch geworden ist. Zu Beginn war mir Toby zu Ich- bezogen, zu überheblich, er dachte, ihm gehört die Welt. Später versinkt er in seinem neuen Leben, vergräbt sich und dennoch sind ihm seine Mitmenschen größtenteils egal. Auch sein Cousin Leon oder seine Cousine Susanna konnten mein Herz nicht wirklich erwärmen. Einzig der Onkel Hugo hatte sympathische Züge, doch je mehr man über ihn erfährt, umso mehr verblasst auch dies. Dies ist kein typischer Kriminalroman. Zu Beginn plätschert die Geschichte nur dahin, das Hauptaugenmerk liegt auf der Entwicklung und auch auf die Psyche der Charaktere. Erst am Ende des Buches geht alles Schlag auf Schlag, es wird immer spannender. Ich musste mich durch die ersten Seiten kämpfen, und diese Phase dauert schon mehr als einhundert Seiten. Doch ich finde, es hat sich gelohnt, durchzuhalten. Ein wirklich vielseitiger Roman, der sich langsam aber stetig entwickelt. Ein weiterer Kritikpunkt von meiner Seite ist, dass es viele Passagen gibt, in denen Alkohol oder auch Drogen konsumiert wird. Teilweise wird vor allem der Drogenmissbrauch verharmlost, was mir persönlich negativ aufgefallen ist. Insgesamt konnte mich Tana French mit ihrem Roman „Der dunkle Garten“ nicht vollständig überzeugen. Zu Beginn entwickelt sich die Geschichte recht langsam, auch sind mir die Protagonisten nicht wirklich sympathisch geworden, sodass ich keinen direkten Bezug oder eine Bindung zu den Charakteren aufbauen konnte. Doch später entwickelt sich eine Art Sogwirkung, ich wollte nur zu gerne wissen, was für ein Geheimnis behütet werden muss und welche Umstände dazu geführt haben. Diese Umstände haben dazu geführt, dass mich dieses Werk nicht vollständig überzeugen konnte. Ich möchte 3 Sterne für dieses Buch vergeben.
Wow
elisabethmayer
Ich bin schon lange ein Fan der irischen Autorin Tana French. Die Themen ihrer Krimis entstammen dem Alltag auf der Insel. Die Finanzkrise, das schlechte Gesundheitssystem, die relativ hohe Armutsrate, speziell in der Unterschicht, spielen nicht nur eine unterschwellige Rolle. Bei ihrer Kritik - auch an der teilweise unheilvollen Rolle der katholischen Kirche - nimmt sie kaum ein Blatt vor den Mund. Im aktuellen Roman geht es um den 28jährigen Toby Hennessy, der in Dublin bisher sehr gut zurechtkam, nun aber befürchten muss, seinen Job zu verlieren. Zu allem Überfluss kommt dann noch der Tag, als er in seiner Wohnung fürchterlich zusammengeschlagen wird. Er überlebt nur knapp. Sein Gedächtnis leidet extrem. Auch gelingt es ihm nur ansatzweise, gegen das Trauma des Überfalls anzukämpfen.  Er hält es nicht gut aus in seiner Wohnung, und so kommt es ihm gelegen dass er die Möglichkeit erhält, kurzfristig zu seinem todkranken Onkel zu ziehen. Der wohnt in dem sogenannten Ivy-House, einem Ort der Kindheit und Jugend Tobys, die er dort mit Cousine und Cousin verbracht hat.  Allerdings treten auch dort neue Schwierigkeiten auf. Im dunklen Garten des Hauses macht Tobys Neffe eine grausliche Entdeckung. Tana Frech macht es, wie früher Agatha Christie. Die unter Verdacht geratene Familie wird immer wieder in einem Raum, an einem Tisch oder im Garten versammelt. Es kommen Detectives vorbei, die einerseits den Überfall, andererseits den Todesfall untersuchen.  Der Roman wird aus der Sicht von Toby Hennessy erzählt, der zu den Vorfällen genauso viel bzw. wenig beitragen kann, wie die/der Leser*in, weil er eben mit seiner Amnesie kämpft. Es ist ein klassischer Whodunit, doch wie die Frage nach den Tätern beantwortet wird, ist die hohe Kunst der Psychostudie.  Ich fand "Der dunkle Garten" sehr spannend, hab mich in meiner Wohnung nicht so sicher gefühlt wie sonst und hab in der Nacht länger gelesen, als es meiner Gesundheit zuträglich gewesen ist. Ich empfehle den Roman allen, die nicht am kurzen, vorhersehbaren Thrill interessiert sind, sondern sich in Ruhe auf einen spannenden Roman einlassen können. Alle möglichen Lesepunkte von mir.
Wow
Gekränkter Stolz des Lesenden Der dunkle Garten: Toby wird in seiner Wohnung von Einbrechern in seiner Wohnung zusammengeschlagen, landet schwer verletzt im Krankenhaus und seitdem ist er nicht mehr ganz auf der Höhe. Als sein Onkel mit unheilbaren Krebs diagnostiziert wird und nur noch wenige Monate zu leben hat, zieht Toby als Unterstützung zu ihm ins Haus, wo er bis in seine Teenagerzeit seine Sommer verbracht hatte. Dann wird in dessen Garten ein Skelett gefunden und er kannte den Toten. Die ersten drei Dinge, die ich nach dem Lesen getan habe: Erleichtert ausgeatmet: Endlich fertig! Das nächste Hörbuch herausgesucht. Mir den Kopf zerbrochen, wie zum Teufel ich dieses Buch rezensieren kann Mein Eindruck zu „Der dunkle Garten“: Nun, ich kenne schon einiges von der Autorin Tana French und bin ein riesiger Fan. Sie schreibt Krimis auf ihre eigene Art, sehr sanft und psychologisch, nicht mit dieser Blutrünstigkeit und Härte. Die Figuren sind komplex und vielschichtig, nicht nur überarbeitet und unfähig zu einem Privatleben. Also hab ich mir vor dem Kauf keine großen Gedanken gemacht. Tana French hat ein neues Buch geschrieben? Klar, sofort lesen! Und ZACK, gekauft. Leider, leider, leider war ich dann zum Leidwesen meiner Mitmenschen nur am Schimpfen. Die häufigste Frage in meinem Kopf lautete: Wann würde dieses Buch endlich fertig sein? „Der dunkle Garten“ war trotzdem ein literarisches Meisterwerk und genau das macht meine Rezension schwierig. Magrets vollständige Rezension findest du beim Buchensemble: https://www.buchensemble.de/der-dunkle-garten/
Wow
Der dunkle Garten von Tana French war mein erster Roman der Autorin. Ich muss sagen das es mir ehrlich gesagt sehr schwerfiel dieses Buch zu lesen. Die Autorin gebraucht eine sehr detaillierte und bildliche Sprache. Das Buch brauchte gut 100 Seiten bis das Buch an Fahrt aufnahm. Flachte zwischendrin immer wieder ab durch sehr langatmige Familienszenen.  Für Toby Hennessy scheint ein sehr unbeschwertes Leben zu führen. Er hat einen tollen Job, keine Geldprobleme und eine nette Freundin. Doch dann ändert sich plötzlich alles, als er in seiner Wohnung überfallen wird und nur knapp überlebt. Von nun an kann er sich nicht mehr auf sein Gedächtnis verlassen, es fehlen immer wieder mehrere Erinnerungen. Da sein Onkel Hugo schwer erkrankt ist, flüchtet Toby zu ihm ins Ivy House um seinen Onkel zu unterstützen und sich selbst zu pflegen. Doch der Garten birgt ein tödliches Geheimnis.  Wie schon gesagt gefiel mir der Schreibstil nicht ganz so gut. Es war alles sehr langatmig und detailliert. Für mich hätte es von allem etwas weniger sein können und von der Spannung etwas mehr. Bis diese wirklich aufkam war sie auch wieder weg. Was mir auch negativ aufgefallen ist, waren die oft sehr vulgären Wörter und auch die ganzen Drogen und Alkohol Exzesse waren für mich nicht nötig und gehörten für mich nicht in das Buch.  Die Protagonisten waren mir alle unsympathisch und ich bin mit keinem wirklich warm geworden. Toby war mir anfangs zu überheblich und hat sich dann zu sehr in die Opferrolle ergossen. Hugo war ansatzweise sympathisch hat diese aber eingebüßt durch eine seiner Handlungen. Susanne war mir zu manipulativ und Leon war mir zu durchgedreht.  Alles in allem eher ein schwacher Krimi mit sehr viel Familiengeheimnissen, der sehr langatmig war. Ich habe mich teilweise durch die Seiten gequält. Auch war mir das Ende zu konstruiert und zu unglaubwürdig.
Wow
Toby Hennessys Leben verläuft in ganz normalen Bahnen und sollte er doch einmal in eine brenzlige Situation kommen, dann sorgen sein Charme und sein selbstbewusstes Auftreten dafür, dass er diese relativ unbeschadet übersteht. Toby weiß, dass das keine Selbstverständlichkeit ist und betrachtet sich deshalb als Glückskind. Doch eine Nacht ändert alles: Toby wird brutal in seiner Wohnung überfallen und überlebt nur knapp. Plötzlich ist alles anders. Er kann sich nicht mehr voll und ganz auf seinen Körper verlassen, seinen Erinnerungen ist nicht mehr zu trauen und sein Charme und sein selbstbewusstes Auftreten sind dahin. Toby muss wieder zu sich selbst finden und deshalb kommt das Angebot seiner Familie, ins Ivy House zu ziehen, gerade richtig. Das Haus gehört seinem Onkel Hugo und bei ihm haben Toby, sein Cousin Leon und seine Cousine Susanna jahrelang unbeschwerte Ferien verbracht. Hugo ist unheilbar an Krebs erkrankt und kann nicht mehr lange alleine im Haus zurechtkommen. Deshalb zieht Toby bei ihm ein, um sich um den Onkel zu kümmern. Doch eines Tages offenbart der alte Garten des Hauses ein schreckliches Geheimnis. Beim Spielen entdecken Susannas Kinder einen menschlichen Schädel. Wem gehört er und was ist damals passiert? Plötzlich ist nichts mehr so, wie es vorher war. Schon bald traut Toby niemandem mehr. Nicht einmal sich selbst, denn seine Erinnerungen sind noch immer nicht verlässlich.... Der Einstieg in die Handlung verläuft eher gemächlich. Hauptprotagonist Toby erzählt diese Geschichte in der Ich-Form. Dabei schweift er am Anfang oft ab und beschreibt seine Eindrücke detailliert. Man kann sich deshalb alles sehr gut vorstellen und Toby versteht es außerdem, die vielen Kleinigkeiten so interessant und teilweise auch äußerst humorvoll zu beschreiben, dass man seinen Ausführungen gerne folgt. Der Schreibstil ist flüssig, sehr angenehm lesbar und man hat beim Lesen außerdem das Gefühl, Toby direkt gegenüber zu sitzen und ihm zuzuhören. Obwohl er im ersten Drittel des Romans durchaus interessant berichtet, hofft man darauf, dass es bald vorangeht, denn zunächst tritt die Handlung etwas auf der Stelle. Das ändert sich allerdings schlagartig, als der geheimnisvolle Schädel im Garten gefunden wird. Denn damit kommen die Ereignisse in Bewegung und nehmen unaufhaltbar ihren Lauf. Toby wirkt sehr sympathisch. Durch die verwendete Ich-Perspektive kann man in seine Gedanken und Gefühle eintauchen. Diese werden glaubhaft vermittelt, sodass man sich mühelos auf die geheimnisvolle Geschichte einlassen kann. Auch die anderen Familienmitglieder erwachen durch Tobys Schilderungen zum Leben. Allerdings ist man sich stets bewusst, dass Tobys Eindrücke nicht gerade verlässlich sind, denn er kann seinen Erinnerungen nicht trauen und scheint als Jugendlicher, außer sich selbst, nicht besonders viel von seiner Familie wahrgenommen zu haben. Doch gerade das macht nun den besonderer Reiz dieser Erzählung aus. Genau wie Toby selbst, weiß man nicht, wem man vertrauen soll und was damals passiert ist. Dadurch entsteht eine unterschwellig, angespannte Atmosphäre, die dafür sorgt, dass man in den Sog der Handlung gerät und sich dem Ganzen nicht mehr entziehen mag. Tana French offenbart nach und nach die dramatischen Ereignisse, die zum Auffinden des Schädels geführt haben. Dabei muss man sich bis zum Schluss auf einige überraschende Wendungen einstellen. Das sorgt dafür, dass man das Buch erst aus der Hand legen kann, wenn man am Ende angekommen ist. Trotz der anfänglichen Längen, habe ich mich beim Lesen durchgehend gut unterhalten. Nach dem detaillierten und stellenweise etwas langatmigen Start, konnte ich mich kaum noch von der Handlung lösen, als diese Fahrt aufgenommen hatte. Gemeinsam mit Toby, habe ich gerätselt, was damals geschehen sein könnte und war von der Auflösung genauso überrascht wie er. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb vier von fünf Sternchen und empfehle das Buch gerne weiter.
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