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Kai Meyer

Serafin. Das Kalte Feuer

Ist Teil der Reihe
Merle-Zyklus
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4.7/5
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ZUSAMMENFASSUNG
Serafins Venedig ist voller Magie. In einer Neumondnacht begibt er sich mit seiner geflügelten Katze auf Beutezug. Wie jeden Monat ist für eine Nacht das Wasser aus den Kanälen verschwunden. Doch statt Kostbarkeiten findet Serafin auf dem Grund des Canal Grande zwei fremde Mädchen, leblos am Fuß eines goldenen Spiegels. Mächtige Gegner machen Jagd auf die beiden. Die Gilde der Glasbrenner, die Kartographen der Spiegelwelt und eine legendäre Katzengöttin - sie alle sehen in den Mädchen Junipa und Merle den Schlüssel zu Venedigs uraltem Zauber. "Serafin - Das kalte Feuer" ist ein brandneues Buch aus dem Merle-Zyklus!
BIOGRAFIE
Kai Meyer, geboren 1969, ist einer der wichtigsten deutschen Phantastik-Autoren. Er hat über fünfzig Romane veröffentlicht, Übersetzungen erscheinen in dreißig Sprachen. Seine Geschichten wurden als Film, Hörspiel und Graphic Novel adaptiert und mit Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet.
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REZENSIONEN
Bewertet von Lara, Bücherwürmle und 3 andere
layara
buecherwuermle
chlorperle
ninaha94
theujulala
Nach dem wirklich bösen Ende der Ursprungs-Trilogie musste ich die ganze Sache erstmal etwas Sacken lassen, war dann aber doch gespannt, wie Merle´s und Junipa´s Geschichte weitergeht. Beim Start in dieses Hörbuch fand ich es doch komisch, dass wir plötzlich einen neuen Serafin haben, der dem alten so ähnlich und gleichzeitig doch ganz anders ist. Da musste ich mich auch erstmal dran gewöhnen, aber das ging zum Glück sehr schnell. Dieser Serafin hat nämlich die geflügelte Katze Cagliostra an seiner Seite, die mit ihrer Art schnell für Schmunzler sorgt und auch Serafin ist sympathisch dargestellt. Obwohl er keinen Ärger will und eigentlich seine Mutter retten muss, zögert er nicht, als es darum geht ein bewusstloses Mädchen zu retten. Dieses Venedig ist so ganz anders als das Venedig, das wir bisher kennengelernt haben und doch hat es auch Parallelen. So gibt es auch hier eine Merle, die aber wirklich nicht nett ist und auch andere bekannte Figuren tauchen in anderen Formen wieder auf. Das hat mir echt gut gefallen, bekannte Elemente neu zu entdecken und die Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszufinden. Das macht auch den Reiz dieser Idee aus, so oft die gleiche Stadt, aber immer etwas anders. Dabei fand ich es kurz etwas schade, dass dieses Venedig nicht das Erste ist, das Merle und Junipa entdecken, aber ich fand es gut dargestellt, weshalb es gerade die Erlebnisse in diesem Venedig sind, die ihre eigene Geschichte erhalten. Den Plot an sich fand ich auch dieses Mal wieder sehr spannend, abenteuerreich und unterhaltsam. Es gibt neue Infos zur Spiegelwelt und auch zu Merles Vater. Auch dieses Mal gibt es eine Liebesgeschichte, die ich schon etwas zwiegespalten betrachtet habe. Zum Einen wurde sie ganz ok dargestellt und sie macht so schon wirklich Sinn, aber im Herzen war es doch irgendwie komisch. Aber ich fand Merles Reaktion darauf doch sehr groß und gut. Das Ende hat mir auch gut gefallen, auch wenn ich mich doch auch über ein Wiedersehen mit bestimmten Figuren gefreut hätte. Aber prinzipiell bin ich echt zufrieden mit dem Verlauf und den Entwicklungen. Auch der Schreib- bzw. Erzählstil haben mich wieder überzeugt und mitten in die abwechslungs- und abenteuerreiche Geschichte gezogen. Sprecher Simon Jäger macht einfach immer einen guten Job. Fazit: Eine gute Fortsetzung, in der es neues zu entdecken, aber auch immer mal wieder ein kleines Wiedersehen mit bekannten Elementen und Figuren gibt. Dabei ist der Plot abwechslungsreich und spannend, die Figuren lebensecht und sympathisch und es gibt neue Einblicke und interessante Antworten auf bisher offengebliebene Fragen. Ich denke sogar, dass man die Ursprungsreihe nicht unbedingt kennen muss, da das wichtigste in komprimierter Form wieder auftaucht, aber natürlich hängt man viel mehr an den Figuren und ihren Schicksalen, wenn man die komplette Reihe kennt. Insgesamt habe ich auch diese Geschichte wieder sehr gern gehört, auch dank der tollen Sprecherleistung von Simon Jäger und vergebe auch dieses Mal sehr gute 4 Sterne und eine Hörempfehlung.
Wow
Bücherwürmle
Im Februar erschien ein Buch, mit dem wohl niemand wirklich gerechnet hätte. Ein weiterer Band zur Merle-Reihe. Zu dieser Reihe habe ich eine ganz besondere Beziehung, schließlich habe ich die ersten beiden Teile damals als 11-jähriges Bücherwürmle (krass, mittlerweile bin ich 23) auf dem Flohmarkt entdeckt. Beim Lesen war ich hin und weg, es war glaube ich einer meiner ersten Berührungspunkte mlr Fantasy. Mir fehlte allerdings noch Teil 3, den ich mir zu Weihnachten oder zum Geburtstag wünschte. Ich bekam aus Versehen Teil 3 der Wellenläufer-Trilogie (die ich dann selbstverständlich auch lesen musste und die bis heute meine liebste Reihe von Kai Meyer ist). Als dieses Jahr also Band 4 erschien, war das etwas besonderes und gleichzeitig hatte ich Sorge - immerhin hatte ich seit über einem Jahrzehnt nichts mehr mit der Reihe, den Figuren etc zu tun gehabt. Die Sorgen waren umsonst, der Einstieg ins magische Venedig ist wunderbar leicht geglückt und im Verlauf der Geschichte konnte ich weitere Erinnerungsstücke einsammeln. Eine gelungene Ergänzung mit spannenden neuen Elementen!
Wow
Nachdem letztes Jahr bekannt wurde, dass es eine Fortsetzung zur Merle-Trilogie geben wird, stand für mich fest, dass ich die Bücher endlich lesen muss. Gesagt, getan. Und ich liebe die Bücher! Die Welt, die Kai Meyer dort erschaffen hat, ist einfach nur fantastisch. Aber auch die Charaktere sind mir unglaublich schnell ans Herz gewachsen, auch wenn es anfangs etwas ungewohnt war, dass eine Protagonistin mal meinen Namen trägt (das kommt ja nun eher selten vor), konnte ich mich wunderbar in die Charaktere reinfühlen und bin komplett in der Geschichte versunken. . Meine Erwartungen an „Serafin - Das kalte Feuer“ waren nun dementsprechend hoch und ich wurde auf jeden Fall nicht enttäuscht. Obwohl die Handlung hier teilweise etwas zackiger voranging, hat es sehr viel Spaß gemacht nochmal in die Welt von Merle abtauchen zu dürfen, auch wenn mir das Herz das ein oder andere Mal ganz schön geblutet hat. . Zum Schreibstil muss ich gar nicht viel sagen, es ist halt Kai Meyer. Ich würde wahrscheinlich sogar seine Einkaufszettel lesen 😅 . Wenn ihr die Merle-Trilogie und Serafin noch nicht kennt, dann kann ich euch die Bücher wirklich nur empfehlen. Ich liebe einfach alles an den Büchern. . An dieser Stelle möchte ich euch noch kurz mein Lieblingszitat aus dem Buch zeigen: „Merle hatte nie verstanden, was so erstrebenswert daran sein sollte, jede wache Minute in der Wirklichkeit zu verbringen, wenn es möglich war, sie manchmal einfach auszublenden.“ Nie habe ich mich besser verstanden gefühlt und musste mir diese Zeilen einfach direkt notieren. Ich habe mich schon immer gerne in fantastischen Welten verloren und genieße diese kleinen Fluchten im Alltag so sehr. Denn seien wir mal ehrlich, manchmal befasst man sich einfach lieber mit den Problemen anderer. Besonders wenn diese Probleme einen Funken Magie in sich tragen.
Wow
Nach so vielen Jahren wieder in die Geschichte um Merle und Serafin eintauchen... Ich war zwar echt gespannt auf das Buch, hatte aber auch so meine Zweifel. Aber Kai Meyer hat es geschafft und ich war von der ersten bis zur letzten Seite absolut gebannt von Serafin und konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Es war zwar nicht der "richtige" Serafin, den wir schon aus Die fließende Königin kennen, aber dass Merle und Junipa auftauchen, hat die ganze Sache dann noch spannender und auch nostalgischer gemacht. Alles in allem war das Buch, wie man es von Kai Meyer gewöhnt ist, unglaublich gut geschrieben, mit tollen Charakteren und einem tollen Plot. Schon seit Jahren kaufe ich immer sofort jedes Buch des Autors, das ich irgendwo entdecken kann, und bisher bin ich noch nicht enttäuscht worden, und so war es jetzt auch mit Serafin. Jetzt freue ich mich besonders darauf, mal die ganze Reihe am Stück zu lesen! Könnte ich mehr als 5 Sterne geben, würde ich es tun.
Wow
Fantastisch-magisches Jugendbuch, und doch so philosophisch An dieser Stelle möchte ich den S. Fischer Verlag herzlich dafür Danken, dass ich bei der Aktion mitmachen durfte und dafür alle 4 Bände des Merle Zyklus erhalten habe. Die ersten 3 Bände von Merle hat Kai Meyer vor 20 Jahren geschrieben. Diese hätte ich immer noch sehr gerne als Hörspiel, vor allem auf langen Autofahrten. Mit „Serafin. Das kalte Feuer“ setzt der Autor die Geschichte fort und schafft damit auch einen Abschluss der gesamten Reihe. Coverbild Für die Neuerscheinung des Buches wurden auch die 3 Merle Bücher in einer Neuauflage neu gestaltet und alle 4 Bücher erscheinen im gleichen Layout. Die Illustratorin Jana Heidersdorf hat für alle 4 Bücher das Cover neu gezeichnet. Das Cover von Serafin ist ganz in orangegelb gehalten. In der Mitte des Bildes steht ein Junge auf einem Dach, aus seiner Hand wächst eine Feuerkugel. Neben ihm fliegt eine goldene Katze mit Flügeln. Dahinter steht ein Mädchen ganz in schwarz gekleidet mit flatterndem rotem Schal und einen Säbel in der Hand. Es ist ein ganz typisches Cover für jugendliche Fantasy und gefällt mir sehr gut. Alle Bänder ergeben ein wunderschönes Gesamtbild. Handlung Auf der Suche nach Merles Vater und vor der Flucht der Kartographen landen die beiden Freundinnen mithilfe Junipas Spiegelmagie wieder in einem der vielen Abbilder von Venedig. Auch hier leben und walten die Personen, die sie auch aus ihrem eigenen Venedig kennen und auf die sie immer wieder in jeder Venedig-Spiegelung begegnet sind. So auch Serafin, der diesmal ein Schlammsammler, der in den leeren Kanälen Venedigs nach Schätzen sucht und so auf die beiden Mädchen stößt. 2 Jahre ist es nun her, seit dem Merle ihren Serafin verloren hat. Doch viel Zeit haben die Mädchen nicht, denn auch in diesem Venedig werden sie von mächtigen Gegnern gejagt. Die einzige Hoffnung ist, Merles Vater zu finden und damit auch das Herz der Stadt. Buchlayout / Haptik Die Gestaltung der gebundenen Ausgabe kommt eher schlicht daher. Die Buchdeckel sind in einfachem Karton und die Innengestaltung ist sehr einfach gehalten. So werden die Kapitel lediglich mit einer Ziffer eingeleitet. Da die Erzählung aus zwei Perspektiven erzählt wird, hätte ich mir hier eine optische Hervorhebung des Protagonisten gewünscht. Insgesamt werden die 350 Seiten in sehr angenehme 35 Kapitel eingeteilt. Idee / Plot Ganz klar war, dass die Geschichte mit Merles 3. Band, und dem Verlust ihrer großen Liebe Serafin, es keine Wiederauferstehung geben soll. Aber trotzdem ist die Idee, 20 Jahre nach der Erscheinung der Merle-Trilogie in die Spiegelwelten einzutauchen und die Figuren wieder aufleben zu lassen, wirklich grandios. Vor allem begeistert mich die Vorstellung, dass die Welten oder Städte allein durch die Vorstellungskraft existiert: »Und jede dieser … Manifestierten Städte existiert mehr als einmal?« »Dutzendfach, vielleicht hundertfach oder sogar noch öfter«, sagte Junipa. »Es hängt davon ab, wie viele Geschichten sich die Menschen darüber erzählen und wie klar die Vorstellung ist, die die Leute davon haben. Über Venedig gibt es so viele Legenden, Märchen, dann all die Bücher … Nicht jeder dieser Versionen manifestieren sich und wird real, aber doch sehr viele.« Kai Meyer “Serafin - Das Kalte Feuer”, S. 143-144 (© 2020, Fischer Kinder- und Jugendbuchverlag / Sauerländer) Was für eine hohe philosophische Ansicht! Sind wir wirklich real, oder nur der Vorstellung eines höheren Wesens entsprungen? Wie viele Realitätn gibt es von uns? Emotionen / Protagonisten Serafin ist ein anderer Serafin, als der, den Merle und Junipa in ihrem Venedig kannten. Aber er ist trotzdem immer noch ein draufgängerischer und mutiger Junge, der sein Herz am rechten Fleck hat. Um seiner schwerkranken Mutter zu helfen, geht er bewusst Risiken ein, und so war es auch nicht verwunderlich, dass er den beiden Mädchen auf ihrer Suche nach Merles Vater gleich geholfen hat. Ich habe Serafin gleich in mein Herz geschlossen. Auch Merle und Junipa waren mir von Anfang an gleich wieder sehr präsent und ich konnte immer gut mit ihnen mitempfinden. Mir hat es gefallen, dass Merle sich bewusst ist, dass es ein anderes venedig und ein anderer Serafin ist, aber sie auch wehmütig an ihre Zeit damals zurück gedacht hat. Trotzdem ist sie tapfer mit ihrer Freundin Junipa durch dieses Abenteuer gegangen. Natürlich gibt es noch viele andere Charakter, die Kai Meyer Leben eingehaucht hat. Zu erwähnen wäre hier Cagliostra, eine fliegende goldene Katze. Die Beziehung zwischen ihr und Serafin hat mir sehr gut gefallen. er ist schnippisch und typisch katzenhaft arrogant, hat aber ein sehr weiches Herz. Handlungsaufbau / Spannungsbogen Wie auch schon in den vorangegangenen Merle Büchern wird die Handlung immer stetig vorangetrieben. Es gibt keine Längen und die Spannung wird kontinuierlich aufgebaut. Bis es zum Ende hin noch mal sehr aufregend und spannend wird für die Drei! Und ja, es gibt auch eine Liebesgeschichte, die mir sehr gut gefallen hat und der ganzen fantastisch magischen Welt noch einen zarten Hauch von Romantik verliehen hat, ohne kitschig zu werden. Auch wenn es ein Folgeband der Merle-Trilogie ist, kann man das Buch unabhängig davon lesen. Was ich aber nicht empfehlen würde. Es gibt doch einige Situationen oder Parallelen, die man besser mit dem Vorwissen verstehen und nachvollziehen kann. Szenerie / Setting Wie von Kai Meyer nicht anders zu erwarten hat er auch hier wieder ein fantastisches Setting geschaffen. Denn dieses Venedig ist doch ganz anders als das von der Merle-Trilogie, und doch ist es einfach nur faszinierend und berauschend, wie Kai Meyer dem Leser die Umgebung und die Stimmung passend darstellen kann. Venedig kenne ich selber und es zählt zu meinen Lieblings-Städten, und diese Stadt hat einfach was extrem Magisches. Sprache / Schreibstil Wir erleben die Abenteuer der drei Freunde jeweils in der Multiperspektive aus der Sicht von Merle oder von Serafin als personaler Erzähler im Präteritum. Kai Meyer hat einen extrem flotten und eingängigen Schreibstil, so, dass die Seiten einfach nur dahin fliegen und trotzdem sprüht er vor lauter Fantasie. FAZIT Es ist eine wundervolle, magisch-fantastiche Geschichte für Jung und Alt und der Beweis, dass Jugendbücher sehr viel philosophischer sein können. Mir hat das Buch unheimlich Spaß gemacht! Ich kann aber nur empfehlen, vorher die Merle-Trilogie zu lesen bevor man sich in den Zauber dieses Buches begibt um die Zusammenhänge doch besser verstehen zu können.
Wow
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