mojoreads
Community
!
Das wilde Herz des Westens
Alexandra Fischer

Das wilde Herz des Westens

!
4.3/5
3 Bewertungen
!Paperback
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Baltimore, 1865: Die junge Phoebe Ann Harrington träumt seit ihrer Kindheit davon, einen Cowboy zu heiraten. Mit dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs sieht sie endlich ihre Chance gekommen und antwortet auf eine Heiratsannonce. Gemeinsam mit ihrer Freundin Briana Magee reist sie nach Missouri, um einen Fremden zu ehelichen. Was sie nicht weiß, ist, dass ihr Bräutigam Silas Kennedy und sein Bruder Jesse gesuchte Banditen sind. Und so beginnt ein langer Weg quer durch die Prärie, auf dem alle Beteiligten nicht nur an ihre körperlichen Grenzen geraten, sondern auch ihren Geheimnissen auf die Spur kommen. Denn nicht nur die Kennedy Brüder haben etwas zu verbergen, sondern auch Phoebes Freundin Briana, die von ihrer Vergangenheit verfolgt wird und damit alle in Gefahr bringt.
BIOGRAFIE
Alexandra Fischer: Alexandra Fischer wurde in den wilden Siebzigern im schönen München geboren. Während ihre Freundinnen mit Puppen spielten, schrieb sie Geschichten, und das auch gerne mal mit Filzstift auf eines ihrer Kleidungsstücke. Nach ihrem Jurastudium ging sie in die Wirtschaft und arbeitete zehn Jahre für ein deutsches IT-Unternehmen. Leider ließ ihr der Job kaum Zeit zum Schreiben und deshalb fasste sie eines Tages den Entschluss, sich selbstständig zu machen und ihr Leben wieder den Buchstaben zu widmen. Seitdem arbeitet sie als Texterin und schreibt in ihrer Freizeit zwischen all ihren Tieren historische Romane und Jugendbücher.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
18.01.2019
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783748103110
Sprache
German
Seiten
500
Schlagworte
Liebesroman, Montana, Leidenschaft, Wilder Westen, Familiensaga
MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von Sofia :) und The Reading World
sofiasworldofbooks
donathaczichy
Also, eigentlich gibt es nicht viel zu sagen. Der Schreibstil der Autorin ist einfach toll. Man verliert sich im Amerika des 19. Jahrhunderts und findet nur schwierig wieder den Weg zurück in die Realität. Das Buch lässt sich so leicht lesen, dass man gar nicht merkt, dass man „nur“ liest; man fühlt sich richtig in den Westen versetzt. Nicht nur daran erkennt man das große Talent der Autorin, vor allem in ihre Charaktere habe ich mich verliebt. Sie erschafft Figuren, die allesamt so lebensecht sind, dass man kaum merkt, dass sie nur fiktiv sind. Alle sind sie unterschiedlich, aber jeder auf seine Weise glaubhaft, sodass sie einem ans Herz wachsen, auch wenn sie einem manchmal gehörig auf die Nerven gehen. Am meisten hat mir wohl die Geschichte von Frank gefallen. Ich kann nicht besonders viel darüber sagen, da ich sonst womöglich spoilere, aber bei ihm fand ich es besonders toll, wie erst zum Schluss aufgeklärt wird, welche Bedeutung er in der Geschichte eigentlich hat. Das war mir anfangs nämlich etwas schleierhaft, aber mit fortlaufender Handlung wird einiges klar, und zum Ende hin wird alles schön abgerundet. Briana, eine der Protagonistinnen, ist eine sehr starke Persönlichkeit, die in ihrem Leben schon viel durchmachen musste und deshalb anfangs etwas verschlossen ist. Dennoch ist sie nicht unnahbar, man kann sich gut in sie hineinversetzen und sich mit ihr identifizieren. Der Leser schließt sie von Anfang an in sein Herz. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich immer weiter und man erlebt, wie sie sich langsam immer weiter öffnet. Daran ist nicht zuletzt Jesse auch schuld, der zunächst vielleicht etwas grob wirkt, hinter dem jedoch viel mehr steckt als der einsame Cowboy. Zwischen den beiden stimmt einfach die Chemie, und man will sofort, dass sich zwischen ihnen etwas entwickelt. Phoebe ist das absolute Gegenteil ihrer Freundin. Während Briana eher zurückhaltend ist, fordert Phoebe das ein, was sie möchte, und erwartet, dass jeder nach ihrer Pfeife tanzt. Sie hat alles, aber sie ist undankbar und sieht nur das, was sie nicht hat. Phoebe ist jung und unerfahren und sieht die Welt durch eine Traumblase. Dabei will sie nicht einsehen, dass nicht alles so ist, wie sie es gerne hätte. Das hat mich beim Lesen oft wirklich wahnsinnig gemacht; nicht selten wollte ich gerne durch das Buch greifen und sie einmal ordentlich durchschütteln, damit sie endlich mal von ihrem hohen Ross herunterkommt. Trotzdem kann ich nicht sagen, dass sie mir nicht ans Herz gewachsen ist. Unabhängig davon, dass sie eine Protagonistin ist, ist sie ein wichtiger Bestandteil des Buches und ohne sie wäre Das wilde Herz des Westens nicht so gut. Man kann sie trotz ihrer Eigenheiten irgendwie verstehen. Sie verhält sich eben so, wie sie sich verhält, weil sie es nicht anders gewohnt ist. Sie ist nicht bloß das nervige, eingebildete Ostküstenmädchen, sondern hat auch andere Facetten, die sie bei fortschreitender Handlung immer mehr zeigt. Dass sie dabei unglaublich nervt, aber trotzdem zur Lieblingsfigur werden kann, zeigt nur, wie vielschichtig Alexandras Figuren sind und wie gut sie sie kennt. Auch Silas ist ‘ne olle Nervensäge. Er übernimmt kaum Verantwortung für sein Handeln und sucht die Fehler immer nur bei den anderen. Dass er dabei ein arrogantes Großmaul ist und dabei sich selber am meisten im Weg steht, merkt er nicht. Er und Phoebe sind die Figuren, über die man sich wohl am meisten aufregen kann, die aber gleichzeitig auch am interessantesten sind, weil sie die größte Entwicklung durchleben. Das zeigt von guter Charakterisierung: Trotz – oder gerade wegen – ihrer Schwächen wirken sie lebensecht und man nimmt sie als Figuren wahr. Das gilt natürlich genauso für Briana, Jesse, Frank und Frances, die sich alle ebenfalls stark entwickeln, aber Silas und Phoebe haben mich während des Lesens wohl am meisten mitgenommen. Das wilde Herz des Westens hat viele spannende und mitreißende Momente, in denen man ans Buch gefesselt ist und mit den Charakteren mitfiebert, mitlacht oder sogar mitweint. Auf der anderen Seite hat es auch Stellen, an denen es ruhiger zugeht, und in denen es mehr um das Zwischenmenschliche geht. Das Buch genau die richtige Mischung aus Action und Dialog, was wohl auch der Grund für die herausragende Charakterentwicklung ist. Gleichzeitig erfährt man beim Lesen einiges über die Siedlerzeit und die Indianer in Amerika. Dabei ist Das wilde Herz des Westens nicht bloß einer von Phoebes Groschenromanen. Man hat im Gegenteil vielmehr das Gefühl, dass die Darstellung der Autorin, wie es zu der Zeit gewesen sein könnte, der Realität sehr nahekommt, und dass sie gut recherchiert hat. Ich war zu der Siedlerzeit natürlich nicht dabei, aber ich kann mir vorstellen, dass viele Siedler (und auch die Ureinwohner Amerikas) ähnliche Situationen durchgemacht haben. Mit dem Ende bin ich sehr zufrieden. Es ist für alle Charaktere rund und logisch, da gibt es nichts zu meckern! :D Fazit: So kann man das Buch auch generell zusammenfassen: Es gibt nichts zu meckern! :D Das wilde Herz des Westens hat wunderbare lebensechte Charaktere und einen spannenden Plot. Alex beweist wieder einmal, dass sie weiß, was sie tut. 5/5 Lesehasen.
Wow
The Reading World
Warum wollte ich es lesen? Historische Romane lese ich unglaublich gerne. Wenn es aber um Cowboys und den Wilden Westen geht, bin ich eher skeptisch. Aber ich lasse mich immer gern vom Gegenteil überzeugen. Deshalb wollte ich Das wilde Herz des Westen eine Chance geben. Wie war es? Cover: Das Cover zeigt eine Frau mit Hut und Reisekleidung. Zwar kann man sie nur von hinten sehen, aber die Szene lässt vermuten, dass sie Fernweh hat und der ausgehenden Sonnen entgegengehen möchte. Wohin sie ihr Weg wohl führen wird? Die Story: Phoebe wächst als behütetes Mädchen auf und allein die Groschenromane über die mutigen Cowboys scheinen ihre Langeweile vertreiben zu können. Aber Baltimore im Jahre 1865 wird von Bürgerkrieg und Unruhen gezeichnet. Um diesem Grauen zu entkommen, hat sie sich in den Kopf gesetzt einen Cowboy wie aus den Romanen zu heiraten. Briana ist Phoebes beste Freundin und fühlt sich ihr verpflichtet. Sie begleitet ihre Freundin in den Westen, um sie vor möglichen Gefahren zu beschützen. Aber die Reise verändert die beiden jungen Frauen und die verwegenen Cowboys zeigen ihr wahres Gesicht. Schreibstil: Das wilde Herz des Westens war mein erstes Buch von Alexandra Fischer und ich bin wirklich sehr positiv überrascht worden. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Auch die Recherche wurde sehr gewissenhaft durchgeführt und ich hatte das Gefühl im Wilden Westen angekommen zu sein. Meine Meinung: Bisher bin ich nie so richtig an Geschichten, die im Wilden Westen spielen rangekommen. Cowboys reizen mich nicht besonders und irgendwie ist alles so gar nicht meins. Aber ich wollte auch mal über meinen Schatten springen und etwas Neues ausprobieren. Da kam Das wilde Herz des Westen von Alexandra Fischer gerade richtig! Meine anfängliche Skepsis hat sich schon langsam nach dem ersten Viertel der Geschichte gelegt und ich konnte mich richtig fallen lassen. Dabei hätte ich nicht gedacht, dass mich das Buch und die einzelnen Charaktere so in ihren Bann ziehen würden. Phoebe und Briana spielen hier die Hauptrollen und auch aus ihrer Sicht erleben wir den Großteil der langen Reise. Jedoch wurde mir Phoebe erst zum Schluss richtig sympathisch. Am Anfang war sie extrem kindisch und nervig. Sie hat sich aber mit der Zeit entwickelt und ist erwachsener geworden. Briana hingegen verdient seit Beginn der Geschichte meinen vollsten Respekt und ich habe sehr mit ihr mitgefiebert. Man merkt wie sie sich im Laufe der Handlung immer mehr öffnet und wir so ihre Verwandlung Stück für Stück mitverfolgen können. Die Kennedy Brüder Silas und Jesse haben in mir sehr gemischte Gefühle geweckt. Zwar konnte ich ihre Situation schon verstehen. Aber Silas ist so ein Vollidiot… Ich konnte gar nicht fassen, was er sich alles geleistet hat. Mein Herz schlug von Anfang an für Jesse. Auch wenn er eine raue Schale besitzt, so ist sein Kern doch butterweich. Im Laufe der Geschichte lernen wir noch weitere interessante und vielschichtige Charaktere kennen. Mit so einer Tiefe hatte ich gar nicht gerechnet. Die einzelnen Schicksale gingen mit unglaublich nahe. Auch die Recherchearbeit der Autorin hat mich sehr positiv überzeugt. Denn richtige Fakten und genaue Beschreibungen sind ein absolutes Muss. Man hat aber schnell gemerkt, dass Alexandra Fischer sich dies bewusst war und mit jeder Seite, die ich las, habe ich mich immer wohler gefühlt. Als wäre ich selbst im Wilden Westen und würde diese beschwerliche Reise antreten. War es dann jetzt eine Liebesromanze und wenig Action? Nein, von Liebe gab es lange keine Spur. Es ging gleich mit den ersten Ereignissen und sehr detaillierten Beschreibungen los. Die Spannung wurde mit vielen Abenteuern und Hindernissen aufrecht erhalten. Aber ja, auch die romantische Atmosphäre der unbeugsamen Prärie durfte ich spüren. Lange Rede, kurzer Sinn: Klare Empfehlung ^^ Abschließend: Insgesamt ist Das wilde Herz des Westen ein sehr bewegender und aufregender Historischer Roman. Ich habe mich das erste Mal im Wilden Westen wohlgefühlt und mit jedem einzelnen Charakter mitgefiebert *.*
Wow
Deutsch
  
Englisch
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook