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Klammroth
Isa Grimm

Klammroth

Horror
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2.5/5
2 Bewertungen
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ZUSAMMENFASSUNG
Seit Jahren ist der uralte Tunnel stillgelegt. Doch etwas geht um in den Tiefen des Berges. Kinderstimmen wispern im Dunkel, und etwas regt sich in den Schatten. Einst war Klammroth ein stiller Weinort am Fluss - bis eine Katastrophe die Idylle zerstörte. Dutzende Kinder starben bei einem verheerenden Unfall im Tunnel, viele weitere wurden entstellt. Nun, sechzehn Jahre später, kehrt eine der Überlebenden nach Klammroth zurück: Anais hat die Qualen des Feuers noch nicht überwunden, als ihr Vater sie zu sich ruft. Etwas Unerklärliches erscheint des Nachts vor den Fenstern. Gespenstisches geschieht - und jemand fordert neue Opfer. Der Tunnel hat Anais nicht vergessen ...
BIOGRAFIE
Keine Angaben verfügbar

PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
13.03.2014
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783785761076
Sprache
German
Seiten
336
Schlagworte
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von Ladybug, miss_pageturner und andere
ladybug
miss_pageturner
kittycatinaxo
Beklemmender Mysterythriller mit Horrorelementen Anais hat einen schrecklichen Unfall überlebt. Während viele ihrer Schulkameraden den Tod fanden und andere schrecklich entstellt wurden, halten sich ihre Verletzungen in Grenzen. Sie hat Klammroth verlassen, aber jetzt ruft ihr Vater nach ihr und sie muss diesen Ort wieder betreten. Auf der Suche nach der Wahrheit über den Tod ihrer Stiefmutter und der Krankheit ihres Vaters, macht sie Entdeckungen, die sie lieber nicht gemacht hätte. Isa Grimm hat mich von der ersten Zeile an in ihren Bann gezogen. Die Story hat sofort einen dürsteren Reiz, beklemmt und fesselt, schockiert und macht traurig, ist spannend und gruselig - kurz: das Buch liest sich sehr flüssig und man mag es nicht mehr weglegen. Doch gleichzeitig gibt es Stellen, die mich wütend machen, weil sie weder zum Stil noch zur Story passen. Beschreibungen, die aus Kitschromanen stammen könnten und Momente, die mir wie Füllstoff vorkommen. An einem gewissen Punkt wird ein großartiger Roman zu einem Horror- und/oder Mystikroman, der an Glaubwürdigkeit verliert. Das ist schade, denn der Anfang war schlicht genial. Ich mag es gern, wenn neue Wege beschritten werden und ich mag auch gern Elemente, die klar zeigen, dass es sich um ein Buch handelt und nicht um einen Tatsachenbericht. Aber gewisse Dinge (ich möchte nicht spoilern) sind einfach zu weit hergeholt und haben in einem Buch, das nur als "Roman" bezeichnet wird, nicht als Mysterythriller deklariert wurde und auch im Klappentext nicht auf solche Elemente schließen lässt, nichts zu suchen. Eine echte Nähe zur Hauptprotagonistin Anais konnte ich nicht aufbauen. Ihre Tochter war mir da schon sympathischer. Auch die anderen Protagonisten blieben mir weitgehend farblos und alle gleich (un-)wichtig. Sowohl Erik als auch Sebastian schwanken von Freund zu Feind und wieder zurück. Auch der Polizist Herzog ist viel zu blass und eindimensional gezeichnet. Da könnte man mehr draus machen. Trotzdem gibt es schlechtere Bücher und ich wiederhole mich gern: die Lektüre war spannend und es ist definitiv keine vergeudete Lesezeit! Ich hatte eine wirklich gute Unterhaltung mit diesem Buch, deshalb nur einen Stern Abzug für das Ende und die Stellen, die mich den Kopf haben schütteln lassen. Ich vermute, es wird einen Folgeband geben (das Ende ist kein echter Kliffhanger, lässt aber die Möglichkeit einer Fortsetzung offen) und den werde ich auch gerne lesen. Von dieser Autorin ist noch so einiges zu erwarten!
Wow
miss_pageturner
Hier haben wir einen weiteren Horrorthriller, den in im Oktober gelesen habe. Im Sommer dieses Jahres hat sich offenbart, dass sicher hinter dem Pseudonym Isa Grimm der erfolgreiche Autor Kai Meyer verbarg und das hat mich ehrlich gesagt überrascht, denn trotz der Hassliebe, die ich mit dem deutschen Autor verbinde, solch einen literarischen Fauxpas hätte ich ihm nicht zugetraut und anders lässt sich Klammroth leider nicht beschreiben. Alles, blos nicht gruselig Dabei fängt es ganz vielversprechend an. Ein tragisches Unglück in der Vergangenheit, ein grusliger Tunnel und die Fragen: Was ist damals passiert und was geschieht jetzt in der Gegenwart? Doch nach einem gut gelungenen Prolog kam die Ernüchterung schnell. Als erster wäre da Anais, ich sage es euch gleich: Die gesamte Handlung wird ausschließlich von ihr getragen, leider leibt sie dennoch blass. Ich kam mit ihr überhaupt nicht klar, sie blieb für mich völlig unnahbar. Es war nicht so, dass ich sie unsympathisch fand, vielmehr, hat sie mich null interessiert. Sie blieb so verschlossen, dass ich mich nicht mal ansatzweise in sie hineinversetzten konnte. Dadurch hatte ich schon mal eine ordentlichen Dämpfer, doch mit einer spannenden, gruseligen Handlung, hätte ich damit noch leben können. Leider ist dieses Buch vieles, aber bestimmt nicht gruselig. Der Autor versucht sichtlich eine gruselige Atmosphäre zu schaffen, mit Formulierungen, die offenbar bewusst "schaurig" sein sollen, zumeist aber nur gekünstelt wirken. Letztendlich verliert sich der Grusel auch in der wirren Handlung, in denen Schockmomente kein Raum gegeben wird, sich zu entfalten. Nichts Halbes und nichts Ganzes Dass die Handlung verworren, aber nicht spannend war, lag vor allem daran, dass man das Gefühl hatte, das Buch könne sich nicht entscheiden, was es denn nun genau erzählen will: Das Portrait einer traumatisierten Frau? Eine übernatürliche Horrorstory? Einen Krimi? Das Buch beschäftigt sich mit dem Mysterium des Tunnels, Anais komplizierte Beziehung zu ihrem Vater und der eigene Tochter, ihre Traumatisierung durch den Unfall, der Aufklärung eines Todesfalls, der vielleicht ein Mord war, das Aufdecken der Machenschaften einer seltsamen Klinik, eine geheimnisvolle alte Villa und dazwischen schwirren dann auch nach ein paar Geisterkinder und ein alter Nazi rum. Insgesamt ergibt das einen wirren (schlecht schmeckenden) Potpourri an Handlungssträngen, von denen keiner wirklich in die Tiefe geht und die Verbindungen sehr arrangiert wirken. Die letztendliche übernatürliche Erklärung fand ich dann obendrein noch absolut lächerlich und selbst für Fanatsy unglaubwürdig. Fazit: Klammroth möchte Vieles erzählen, verstrickt sich jedoch in den zahlreichen stark konstruierten Handlungssträngen, sodass sowohl Spannung, als auch Grusel komplett verloren gehen.
Wow
Dieses Buch hat es in sich. Die Autorin hat es geschafft, mich mit ihrem angenehmen, mitreißenden Schreibstil von der ersten Seite an zu packen, auch wenn der Roman eher ruhig anfängt. Dennoch hängt von Anfang an eine gewisse Düsternis über der Geschichte. Es regnet die ganze Zeit, ist kalt und dunkel. Sie beschreibt Klammroth als einen Ort, den man wohl nicht gern besuchen würde. Diese Atmosphäre hält sich bis zur letzten Seite. Die Geschichte an sich ist überaus packend, dabei steigert sich die Spannung von Seite zu Seite und gipfelt in einem spektakulären, gruseligen und teils blutigen Finale. Aber auch zwischendrin liefen mir so einige kalte Schauer über den Rücken. Ein durchweg unheimlicher Unterton schleicht sich durch die ganze Story. Allerdings muss ich sagen, dass mir einige Dinge zu übertrieben und weit hergeholt vorkamen und obwohl ich mich eher zu den Menschen zähle, die sich eher schnell gruseln, war der Gruselfaktor recht gut für mich zu ertragen. Die Charaktere sind recht gut gewählt, durchaus ausführlich beschrieben und konnten mich im Großen und Ganzen überzeugen. Anais ist eine zwiespältige Protagonistin, eine psychisch kranke Person, die mit Dingen konfrontiert wird, auf die sie meiner Meinung nach, manchmal nicht nachvollziehbar reagiert. Dies kann natürlich an ihrer Krankheit liegen, erschloss sich mir aber nicht ganz, da sie andererseits sehr normal wirkt. Trotzdem war sie mir sympathisch. Sebastian und Erik sind Charaktere, die man anfangs nicht richtig einordnen kann. Dazu kommt der sehr komische Leonhart von Stille, der scheinbar etwas zu verbergen hat und natürlich Anais Stiefmutter und ihr Vater. Beide sind eher Randpersonen, die dennoch eine Menge mit der Geschichte zu tun haben. Wer gut und wer böse ist, ist oft nicht sicher. Ich muss sagen, dass mich dieses Buch in seinen Bann gezogen hat und ich bin froh, dass es nicht ganz so gruselig für mich war, wie ich vorher dachte. Dennoch würde ich raten, es lieber am Tag zu lesen, falls man sich schnell gruselt. Ich kann es nur empfehlen und hoffe, bald wieder ein Buch von der Autorin lesen zu können.
Wow
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