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Antonia Michaelis

Der Märchenerzähler

Thriller
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4.2/5
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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Geliebter Mörder? Atemlos spannend - ein Meisterwerk von Antonia Michaelis. Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseren Wissens verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden? Ein temporeicher Thriller und eine zu Herzen gehende Liebesgeschichte - lässt nicht los! Eindrucksvoll, begeisternd und abwechslungsreich - eine ganz neue Antonia Michaelis. angtext
BIOGRAFIE
Keine Angaben verfügbar

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.02.2011
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783789142895
Sprache
German
Seiten
446
Schlagworte
Erwachsenwerden, Krimi, Spannung, Liebe
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von Babscha, bines_brimborium und 2 andere
babscha
bines_brimborium
ramonan
einlachgummi
Ein Buch, so leicht wie eine Feder und so schwer wie Blei. Das hat man nicht so oft. Direkt ab der ersten Seite wird der Leser an beiden Händen mitgezogen in die Welt der 17-jährigen Anna, die mitten im Abistress auf einem Greifswalder Gymnasium auf ihren gleichaltrigen Mitschüler Abel aufmerksam wird, einen undurchsichtigen wortkargen Außenseiter, der sich mit Drogengeschäften über Wasser hält. Und je mehr sie sich mit ihm beschäftigt, desto mehr gleitet sie ab in eine unbekannte, gefährliche Welt, die nichts mehr mit ihrem gutbürgerlichen Elternhaus zu tun hat. Aber da ist auch Abels andere Seite, die des sensiblen Geschichtenerzählers und treusorgenden großen Bruders seiner kleinen Halbschwester Micha, für die er alles tut und die das junge Mädchen magisch anzieht. Eine Geschichte beginnt, die Annas Leben von jetzt auf gleich komplett umkrempelt. In eingängiger, intensiver und zeitgemäßer Sprache erzählt die Autorin eine wunderbar geschriebene Geschichte von erster Liebe und großen Gefühlen, von Vertrauen und Enttäuschung, von Hass und Gewalt, von Poesie und Liebe, vom Sieg des Herzens über den Verstand. Und das helle Licht in den düsteren Momenten dieses Buches ist immer die kleine, liebenswerte Micha, der die Autorin mit ihrer ganz besonderen Sprache wahrlich ein „Herz aus Diamant“ verleiht. Ein ganz besonderes Buch und absolute Leseempfehlung.
1 Wow
bines_brimborium
Was soll man zu diesem Buch sagen? Die einzige Moral, die ich daraus ziehen kann: Nur weil man toxische Werte "poetisch" umschreibt und mit Metaphern und Symbolen so um sich wirft, macht das die höchst problematische Handlung nicht besser oder legitimiert sie gar! Ich finde es super befremdlich, wie in diesem Jugend(!)buch Vergewaltigung, Suizid, Missbrauch, Mord und selbstverletzendes Verhalten romantisiert werden. Ich sehe so etwas viel zu oft in älteren (und zu ab und an auch in neuen) Jugendbüchern und es bereitet mir immer wieder Gänsehaut. Das Buch ist von 2011 und ich denke, heute würde so ein Buch nicht mehr so einfach in einem Publikumsverlag verlegt werden - hoffe ich. Ich will mich hier gar nicht groß aufregen. Kurz gesagt war die Handlung von vorne bis hinten unrealistisch. Die Charaktere waren so weit von authentisch handelnden Menschen entfernt, wie es nur sein kann. Am anstrengendsten fand ich die Protagonistin, die sich alles hat gefallen lassen und mit "Liebe" gerechtfertigt hat. Dieser Typ hat ihr an keiner Stelle etwas zurückgegeben. Das ist nicht romantisch, das ist höchst schädlich. Wieso wird es in diesem Buch so dargestellt? Denkt die Autorin, Liebe macht per se alles gut? Das Buch zeigt für mich eher, dass Liebe (in Annas Fall eher blinde Verliebtheit) großen Schaden anrichten kann. Naja, und dann waren da noch Abels nervige kleine Schwester, die auch noch dazu genutzt wurde, seine Taten zu legitimieren. Eine kleine Schwester zu haben, um die du dich kümmerst, macht dich nicht direkt zu einem guten Menschen, so wie es niemanden nicht homophob macht, wenn man mit einen queeren Menschen im Freundeskreis hat. Gut, die Sprache und Erzählweise mit diesen ach so poetischen Märchen, die Abel erzählt, die wie ein Abziehbild von Antoine de Saint-Exupéry, wirken, haben mich auch nur mit den Augen rollen lassen. Ich wusste, dass das Buch umstritten ist, ich habe es mir, als es aktuell war, aus Neugierde gekauft, danach hat es jahrelang auf meinem Sub geschlummert. Heutzutage hätte ich es mir nie zugelegt. Immerhin dafür, dass es so furchtbar zu lesen war, habe ich mich aber nicht durchquälen müssen. Flüssig zu lesen war es immerhin. Mein Problem ist jetzt, dass ich noch "Niemand liebt November" von Antonia Michaelis in meinem Regal habe. Was ich damit mache, weiß ich noch nicht...
3 Wows
Ramona Kielfeder
Ganz anders, als erwartet!! Das Cover des Märchenerzählers ist eine mystisch verschlungene Komposition aus gedeckten Farben und einem Menschen, der die Arme hoffend/ bittend/ verzweifelt ausgestreckt hat. Mit dem Titel aussoziiert jeder neugierige Leser zu Beginn Märchen, Fantasie, eventuell Fabelwesen und jede Menge Magie natürlich. Doch was dahinter steckt, würde niemand in Erwägung ziehen!! Es ist beinahe unmöglich, etwas über den Inhalt zu schreiben, ohne zu viel vom Inhalt zu erzählen. Es gibt Abel und Anna, dann noch die kleine Micha. Und dann gibt es Abels Märchen – mitreißend, spannend und unerwartet – und Anna fragt sich, ob ihre reale Welt nicht wie Abels Märchen funktioniert. Nein, ob diese Welt Abels Märchen IST! Das wird sie herausfinden… Es klingt kompliziert und man versteht als Leser zu Beginn auch nicht sonderlich viel. Man muss sich auf das Geschehen einlassen, sonst wird man sich nicht darin zurechtfinden können. Denn Antonia; gestaltet das eine grausam schön und das andere schön grausam. Man muss sich erst anfreunden mit diesem Stil, der gerade zum Schluss hin immer mehr Überraschungen bereithält. Denn die Story ist nicht einfach nur irgendeine Geschichte. Sie ist eine atemberaubende Mischung aus Fantasy, Thriller und Liebesroman. Dies erzählt sich auf so eine wahnsinnig nüchterne und ehrliche Art, die mich berührt und begeistert hat. Denn die Autorin lässt das Grauen leben und sie gibt ihm einen Namen… Und dieses Grauen existiert reell!! Dieses Buch ist nicht für einen Leser geeignet, der in seiner rosaroten Welt lebt. Es ist ferner auch nicht für ein unbedarftes Kind geeignet. Die Leseempfehlung ab 14 Jahren erscheint mir nicht so ganz richtig. Allerdings wird mir wohl fast jeder, der das Buch ebenfalls gelesen hat, darin zustimmen, dass man dieses Buch wohl niemals richtig einordnen könnte. Es hat mich mitgenommen und ich habe zum Schluss geheult, weil die Geschichte mich im tiefsten Innern berührt und getroffen hat. Irgendwo in der Mitte wäre ich am liebsten in die Geschichte eingestiegen und hätte die Handlung beeinflusst – ich war sehr wütend. Kurz gesagt: Dieses Buch ist emotional und dem muss man gewachsen sein! Ich würde es jederzeit weiterempfehlen und kann nur hoffen, dass meine Zeilen hier und jetzt ein bisschen vom Charakter, von der Glaubwürdigkeit und auch von der Wichtigkeit überzeugen!
Wow
Inhalt: Anna steht kurz vor dem Abi, sie ist eine gute Schülerin, man könnte sagen ein braves und liebes Mädchen. Doch dann lernt sie Abel kennen, der auf dem Schulhof mit Drogen dielt und irgendetwas an ihm fasziniert sie so, dass sie auf die Idee kommt ihm zu folgen. Und das Märchen beginnt..... Cover: Das Cover hat mich gleich angesprochen. Ich finde es hat etwas Geheimnisvolles. Meinung: Sehr schwer zu sagen, das Buch ist poetisch, grausam, brutal, anders, spannend, gefühlvoll und unrealistisch. Ich kam sehr gut in die Handlung herein beim Lesen und habe gegen Ende sehr mit gefiebert. Denn ich dachte schon gegen Anfang ich hätte es durchschaut, habe ich aber nicht. Zu erst empfand ich das Märchen was erzählt wurde als langweilig, aber im späteren Verlauf als ich den Zusammenhang erkannt habe nicht mehr. Nun was ich unrealistisch finde ist zum ersten wie Anna mit dem Umgeht was im Bootshaus passiert, möchte nicht zu genau darauf eingehen, habe aber nicht verstanden wie sie dann trotzdem so zu ihm hält und dann am Ende als sie alles versteht und trotzdem noch ihren Gefühlen folgt. Als wäre gerade etwas ganz normales passiert. Abels Verhaltet hingebend war für mich gut nachvollziehbar. Ich würde nicht sagen das es ein Jugendbuch ist, wegen der Thematik und auch wegen den Rückschlüssen die man ziehen kann. Die Aussage des Buches, ist für mich Liebe geht über alles, aber für mich geht sie hier zu weit, sei es die Geschwisterliebe oder die zwischen zwei Jugendlichen. Es hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack bei mir. Fazit: Ich habe schon viel positives und auch negatives über das Buch gelesen und wollte mir meine eigene Meinung bilden, was ich auch jeden anderen empfehle. Ich habe mich gut Unterhalten Gefühlt und deswegen bekommt das Buch 3,5 Sterne von mir.
Wow
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