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Nicky Singer

Davor und Danach

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4.0/5
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ZUSAMMENFASSUNG
Was zählt, wenn die Welt am Abgrund steht? Verändern Klimawandel und Flucht unsere Menschlichkeit? Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt, in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Revolver und ihre Papiere. Ihr einziges Ziel ist es, zu überleben. Dank ihrer Papiere wird es Mhairi bis in den Norden schaffen. Hoffentlich. Doch dann trifft sie kurz vor dem Grenzpunkt einem kleinen Jungen. Ist sie bereit, alles für ihn zu riskieren? Spannend, politisch und hochaktuell - dieser Roman von Nicky Singer ist so brisant wie die Jugendbücher "Die Wolke" oder "Nichts" von Janne Teller. Eine berührende Geschichte über Klimawandel, Überbevölkerung und den Umgang mit Flüchtlingen.
BIOGRAFIE
Keine Angaben verfügbar

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
21.01.2019
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783791501000
Sprache
German
Seiten
384
Schlagworte
Schullektüre, Umweltschutz, Jugendbuch, Zukunft, Dystopie, Flüchtlinge, Klimawandel, Friday for Future, Umwelt, Freundschaft, Wasser, Familie, Reise, Flucht, Alltagshelden
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REZENSIONEN
Bewertet von prinzera, Sophie und 3 andere
prinzera
sophieand_books
janna_vonkejaswortrausch
jennyweichsel
sophiereads
Das Buch "Davor und Danach" habe ich mir aufgrund des Covers und einer Leseprobe gekauft. Ich finde das Thema, Überlebenskampf durch naturelle Veränderungen in der Zukunft, ist absolut präsent und auch wenn in Büchern über die Zukunft oft ein wenig Fiktion mitschwingt, weiß man dennoch nie inwiefern diese Fiktion zur Realität werden wird. Dementsprechend fand ich das Buch sehr interessant und wollte es unbedingt lesen. Die Schreibweise des Buches war etwas gewöhnungsbedürftig. Zwar ist es aus Sicht der Hauptprotagonistin geschrieben, man befindet sich jedoch überwiegend in deren Gedanken und dadurch verschwimmt ab und an ein wenig der Zeitstrahl der Geschehen ineinander. Oft wird von einem gegenwärtigen Moment erzählt, von welchem dann in die Vergangenheit geschwenkt wird um dann wieder ein Stück Zukunft vorauszunehmen. Ich musste mich an diese Art erst herantasten, muss aber zugeben, dass man hierdurch die Gefühle der Protagonistin immer vergegenwärtigt hatte. Das tatsächliche Geschehen wird zwar beschrieben, jedoch nur innerhalb der Gedanken der Protagonistin und deshalb bleibt viel Raum für Fantasie. Mhairi, die Hauptperson der Geschichte, ist ein Mädchen, welches in ihrem jungen Alter schon zu viel Schlimmes erlebt hat. Dies lässt sich in dem Alter logischerweise nicht leicht verarbeiten und dadurch, dass sie sich alleine durch die weite Welt schlagen muss, hat sie für diesen wichtigen Prozess auch keine Zeit. Sie muss sich durchkämpfen und wird deshalb äußerlich hart und gerissen. Jedoch schlägt in ihrem Inneren immer noch ein warmes Herz und sie glaubt an das gute im Menschen und an eine bessere Zukunft. Zweite wichtige Persönlichkeit des Buches ist der kleine Junge, welchem Mhairi liebevoll den Namen Mo gibt. Man erfährt nicht viel von seinem bisherigen Leben, außer die Dinge die Mhairi sich in Gedanken zusammen reimt aber ob diese der Wahrheit entsprechen wird nie bekannt. Dies lässt sich unter anderem damit begründen, dass der Junge nichts spricht. Trotz allem wuchs mir der Kleine super schnell ans Herz und war mir der liebste Buchcharakter. Nicky Singer erzählt die Geschichte etwas anders als ich es durch den Klappentext erwartet hätte, dennoch war ich mit dem Gelesenen zufrieden. Es waren sehr kurze Kapitel, welche sich teilweise nur über 1-2 Seiten erstreckten. Dies hat das Lesen sehr kurzweilig gemacht. Auch eine Grundspannung ist stetig vorhanden und wird durch das komplette Buch gehalten, da ich mitgefiebert habe ob die Beiden es schaffen werden sich in Sicherheit zu retten. Das Ende war dann nochmal ein absoluter Schockmoment, denn so hätte ich es definitiv nicht erwartet. Fazit: Trotz dessen, dass dieses Buch mir am Ende das Herz gebrochen hat, bekommt es eine gute Bewertung von mir. Die Schreibweise fand ich wirklich etwas gewöhnungsbedürftig und war nicht so ganz mein Fall, dennoch würde ich es empfehlen, wenn man sich für solche Zukunfts-Naturkatastrophen-Szenarien interessiert.
Wow
Was zählt wirklich? ,,Aber, so viel habe ich begriffen, es gibt ein paar Dinge im Leben, die du einfach unmöglich nicht tun kannst. Dinge, die dich ausmachen, die den Menschen aus dir machen, der du bist. Große Dinge. Kleine Dinge. Ganz persönliche Akte der Hoffnung oder des Widerstands. Dinge, die dich du selbst bleiben lassen, auch wenn sie vielleicht gefährlich sind" (S.112) Um was geht's? Was zählt, wenn die Welt am Abgrund steht? Verändern Klimawandel und Flucht unsere Menschlichkeit? Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt in der es zu viele Menschen gibt und Wasser nur noch im Norden zu finden ist. Sie besitzt zwei Dinge: einen Revolver und ihre Papiere. Ihr einziges Ziel ist es, zu überleben. Dank ihrer Papiere wird es Mhairi bis in den Norden schaffen. Hoffentlich. Doch dann trifft sie kurz vor dem Grenzpunkt einem kleinen Jungen. Ist sie bereit, alles für ihn zu riskieren? Man lernt die Haupfigur Mhairi am Anfang des Buches, als einen sehr in sich verschlossenen und dennoch mutigen Menschen kennen, welcher schon viele Gefahren und Hürden gemeistert hat. Der Charakter war für mich etwas ganz besonderes und hat gut zum Gesamtbild des Buches gepasst. Mhairi hat oft düstere Gedanken, diese verschließt sie in ihrer persönlichen ,,Festung". Andere Gedanken stammen meist aus dem ,,Davor", wodurch man einiges über die Zeit vor der Flucht erfährt, wo die Menschen noch glücklich miteinander lebten, aber auch vieles über ihre Familie. Der Junge, den das Mädchen auf ihrer Reise kennenlernt, gibt nicht viel von sich Preis, dadurch das er nicht sprechen kann, aber er hat dafür ein ganz besonderes Lachen. Vieles im Buch ist sehr düster und man sieht viele Charaktere als sehr gefühlslos aber auch brutal, vor allem die Soldaten. Diese Geschichte hat mir deutlich gemacht, das man gewisse Dinge einfach mehr schätzen sollte und sie nicht einfach als normal hinnehmen darf. Das man geliebt wird, oder auch das man ein Dach über dem Kopf hat. Dieses Buch widmet sich den ganz großen Fragen, auf die meist jeder selbst die Antwort im Herzen trägt. Eine Geschichte, die ich kein einziges Mal aus der Hand gelegt habe, von unglaublicher Bedeutung. TEILEN
1 Wow
wortberauscht
| © Janna von www.KeJasWortrausch.de | Dieses beidseitig schlichte und dezent unterschiedliche Cover zog meine Aufmerksamkeit auf sich und Kerstins Rezension ((https://kejaswortrausch.de/davor-und-danach-nicky-singer/)) überzeugte mich dann, es auch lesen zu wollen. Und nun sind wir alle inmitten von #Covid-19 und ich wusste nicht recht, ob ich das Buch lesen will. Es war eines meiner erwürfelten Januar-#bookopolys-Titel und ich dachte mir dann, dies ist nur eine Geschichte und ich kann es ansonsten zuklappen und für später beiseitelegen. Konnte ich nicht! Diese Geschichte hat keinen Virus, der für den Plot verantwortlich ist, aber auch der Klimawandel ist uns allen nicht unbekannt! Und da kommen wir dem Inhalt schon näher – eine dystopische Welt mit zu vielen Menschen und zu wenig bewohnbarer Fläche. Und so zieht die Menschheit in den Norden, unter ihnen ein vierzehnjähriges Mädchen, allein und erwachsener als ich zu Beginn dachte. Es ist zwar bei den Jugendbüchern einsortiert und auch die zwei Protagonist:innen die im Fokus stehen sind minderjährig, aber es ist ein absolut sogenannter All Age-Titel! "Die Nacht ist nicht dazu da, um zu finden, sie ist dazu da, um zu verlieren." (Seite 191) Und verloren hat Mhairi viel. Ihre Heimat, ihre Eltern. Sie ist auf der Flucht in den Norden und bekommt einen ungewollten Begleiter. Ein namenloser stummer Junge, der ebenso viel verloren hat, wie sie selbst. Sie nennt ihn Mo. Er folgt ihr. Ungewollt entwickelt sich eine zarte Freundschaft, die ich in ihrem Wachstum gerne begleitet habe! Die geschlossenen Grenzen und Auffanglager werden skizziert und die Gesamtsituation bekommt durch Mhairis Erzählungen ein Bild, dennoch war es mir stellenweise nicht intensiv genug. In der Mitte gingen die Ereignisse so voran, wie ich sie nicht erwartet hätte, zu problemlos. Dann jedoch kam die Insel. "Denn so ist das mit der Hoffnung. Sie verhindert, dass dein Herz weiß, was dein Verstand weiß." (Seite 232) Fast so erging es mir, als ich mich dem Ende entgegen las. Ich bin keine Verfechterin von Happy Ends, eine Geschichte darf auch schmerzvoll enden und doch hoffe ich manchmal … so auch bei Mahiri und Mo, bittersüß waren die letzten Zeilen!
3 Wows
Wow! Das Buch war Wahnsinn. Ich habe es an zwei Tagen verschlungen, ich konnte es einfach nicht mehr weglegen. Der Schreibstil war leicht und flüssig. Da es aus der Sicht von Mhairi geschrieben ist, passt der Stil zu einer 14jährigen. Diese Geschichte spielt in der Zukunft, die Welt geht vor die Hunde, die Natur schlägt zurück und die Menschen fliehen in den vermeintlich rettenden Norden. Es ist so schlimm was wir über ihren Weg der Flucht aus ihrer Heimat erfahren, was sie alles erlebt hat und mitmachen musste. Aus dem Sudan flieht sie mit Ihrer Familie nach Schottland, es ist ein Weg voller Gefahr und Unmenschlichkeiten. Ihr Weg mit dem Jungen ist herzzerreißend und man würde beide am liebsten tröstend in den Arm nehmen. Beide sind auf dem Weg zu Mhairis Großmutter um dort in Sicherheit leben zu können. Oder nicht? Denn dort angekommen ist es nicht so wie Mhairi es in Erinnerung hat und ihre Großmutter scheint auch nicht mehr die zu sein, die sie mal war. Ich habe am Ende Tränen in den Augen gehabt. Es hat nicht sehr mitgenommen.
1 Wow
Die 14-jährige Mhairi lebt in einer Welt, die dem Klimawandel zum Opfer gefallen ist. Wasser ist ein knappes Gut und die Welt ist völlig überbevölkert. Das löst man durch eine ganz einfache Abmachung: Mit 74 Jahren sind die Menschen gezwungen, eine Spritze zu nehmen, die sie sterben lässt. So verbrauchen sie dann keine weiteren Rohstoffe mehr. Aber man kann auch dazu genötigt werden, die Spritze bereits früher nehmen zu müssen. Etwa wenn man Straftaten begangen hat. Und einen nicht registrierten fünfjährigen Jungen über die Grenze zu Schottland zu schmuggeln zählt definitiv dazu, oder nicht, Mhairi? Nicky Singer unterteilt die Welt und ein Davor und Danach. Beides findet im vorliegenden Jugendroman seinen Platz, manchmal kommt es einem aber so vor, als halt sich Singer viel zu sehr mit dem Davor auf. Der Roman ist insgesamt sehr einfach und platt formuliert, selbst von einem Jugendroman würde ich sprachlich deutlich mehr erwarten. Stellenweise ist auch die Handlung etwas eintönig. Mhairi wandert mit den namenlosen 5-Jährigen durch die Einöde und er spricht nicht mit ihr. Also führt sie manchmal Selbstgespräche, schweigt an anderer Stelle. Von der Handlung hatte ich mir deutlich mehr erwartet. Es gibt immerhin eine gute Auseinandersetzung mit der Flüchtlingsthematik. Denn unversehens wird Mhairi selbst zum Flüchtling in ihrem Heimatland, da sie dieses nach der neusten Gesetzgebung zu lange verlassen habe und nun nicht mehr als Bürger anerkannt werde. Sie wird zur Fremden im eigenen Land und hat noch dazu einen kleinen nicht registrierten Jungen bei sich. Die Thematik ist gut gewählt, aber die Umsetzung, an der hapert es massiv. Ein talentierter Autor hätte aus der Idee etwas machen können. Nicky Singer gelingt dies leider nur mäßig und so ist die gute Idee eigentlich verschwendet.
1 Wow
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