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Walter Moers

Das Labyrinth der Träumenden Bücher

Ist Teil der Reihe
Zamonien
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4.3/5
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ZUSAMMENFASSUNG
Hildegunst von Mythenmetz kehrt zurück in die »Stadt der Träumenden Bücher« Über zweihundert Jahre ist es her, seit Buchhaim, die Stadt der Träumenden Bücher, von einem verheerenden Feuersturm zerstört worden ist. Der Augenzeuge dieser Katastrophe, Hildegunst von Mythenmetz, ist inzwischen zum größten Schriftsteller Zamoniens avanciert und erholt sich auf der Lindwurmfeste von seinem monumentalen Erfolg. Er gefällt sich im täglichen Belobhudeltwerden, als ihn eine verstörende Botschaft erreicht, die seinem Dasein endlich wieder einen Sinn gibt. Verlockt durch einen rätselhaften Brief kehrt Hildegunst von Mythenmetz nach Buchhaim zurück. Die prächtig wiederaufgebaute Stadt ist erneut zur pulsierenden Metropole der Literatur und zum Mekka des Buchhandels geworden und wird durchströmt von Buchverrückten aller Art. Dem Rätsel auf der Spur gerät Mythenmetz, kaum hat er die Stadt betreten, in ihren abenteuerlichen Sog. Er begegnet alten Freunden wie der Schreckse Inazea Anazazi, den Buchlingen Ojahnn Golgo van Fontheweg, Dölerich Hirnfidler und Gofid Letterkerl, dem Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer, aber auch neuen Bewohnern, Phänomenen und Wundern der Stadt, wie den mysteriösen Biblionauten, den obskuren Puppetisten und der jüngsten Attraktion Buchhaims, dem »Unsichtbaren Theater«. Dabei verirrt sich Mythenmetz immer tiefer im »Labyrinth der Träumenden Bücher«, das geheimnisvoll und unsichtbar die Geschicke Buchhaims zu bestimmen scheint. Bis er schließlich in einen unaufhaltsamen Strudel von Ereignissen gerät, der alle Abenteuer, die er je zu bestehen hatte, in jeder Hinsicht übertrifft.
BIOGRAFIE
Der Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz ist der bedeutendste Großschriftsteller Zamoniens. Berühmt wurde er durch seine 25-bändige Autobiographie »Reiseerinnerungen eines sentimentalen Dinosauriers«, ein literarischer Bericht über seine Abenteuer in ganz Zamonien und vor allem in der Bücherstadt Buchhaim. Sein Schöpfer Walter Moers hat sich mit seinen phantastischen Romanen, weit über die Grenzen des deutschen Sprachraums hinaus, in die Herzen der Leser und Kritiker geschrieben. Alle seine Romane wie »Die 13 ¿ Leben des Käpt'n Blaubär«, »Die Stadt der Träumenden Bücher«, »Der Schrecksenmeister« und zuletzt »Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr« waren Bestseller. Neben dem Kontinent Zamonien mit seinen zahlreichen Daseinsformen und Geschichten hat Walter Moers auch so erfolgreiche Charaktere wie den Käpt'n Blaubär, das Kleine Arschloch und die Comicfigur Adolf, die Nazisau geschaffen.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
05.10.2011
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783813503937
Sprache
German
Seiten
432
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von awogfli, Babscha und andere
awogfli
babscha
nickssweety
Totalverrrissss, Totalverrrissss So will ich aus meiner eigenen giftigen Gasse zischen. Bitte stellt Euch das auch noch mit der Stimme von Marcel Reich Ranicki vor. Und nein, wir befinden uns nicht im fiktionalen Buchheim, wo das sehr witzig wäre, sondern bedauerlicherweise in der Realität. Dieses uninspirierte Zwischenwerk von Moers, das eigentlich nur eine grausliche Fan-Abzocke ist und mich mehr als 50 Euro gekostet hat, ist im Ganzen eine totale Frechheit. Es wird dem Leser als Fortsetzung von Die Stadt der träumenden Bücher verkauft, aber das ist es nicht, sondern nur eine lahme Zusammenfassung vom ersten Teil voll mit Redundanzen und nervigen Aufzählungen. Am schlimmsten dabei ist die Einfügung des Puppentheaters genannt Puppetismus in die Handlung des Buchs, das tatsächlich im Rahmen einer Aufführung den gesamten Vorgängerroman in einer Nacherzählung wiederholen lässt. Selbst die drei bis vier noch nicht bekannten Mini-Szenen im ganzen Machwerk sind so uninspiriert und vorhersehbar, dass ich viele Szenen und Dialoge sofort antizipieren konnte. Fassungslos und wütend macht noch zusätzlich das Ende, denn der Autor hat auch noch die Chuzpe, das Publikum zu verhöhnen und ihm erneut die Karotte einer echten Fortsetzung vor die Nase zu halten. Es lautet nach 12 CDs und neben dem Geld auch noch nach unzähligen vergeudeten Stunden meiner kostbaren Lebenszeit: „Und die Geschichte fängt jetzt an“ Dann wird im Nachwort noch auf den nächsten Band verwiesen, der angeblich wieder Inhalt hat und nicht eine Zusammenfassung von der Stadt der träumenden Bücher sein soll. Der letzte Taschenspielertrick ist dann ja auch der Umstand, dass, die Fortsetzung noch immer nicht erschienen ist, obwohl mich dieses Werk alleine schon mehr als zwei Jahre gequält hat. So unverblümt und rotzfrech hat sich noch nie ein Autor mit Etiketten-Betrug seine Schreibblockade von den Fans vergolden lassen. Zum Sprecher, der ja sonst für das Buch nix dafür kann, muss ich auch noch eine Kleinigkeit anmerken. Sehr schmerzlich vermisse ich seinen Vorgänger Dirk Bach, der ja mittlerweile gestorben ist. Der neue Erzähler overperformt ordentlich, spricht ziemlich überkandidelt unglaubwürdig - und kann sogar Eloge nicht richtig aussprechen, aber irgendwann gewöhnt man sich an ihn, er musste ja auch in riesengroße Fußstapfen treten. Seufz! 😭😭 Dirk ich schick Dir ein Bussi, wo immer Du Dich auch aufhalten magst: Himmel, Hölle, Erde als Wurmfutter oder anderes Viecherl durch Seelenwanderung, Paralleluniversum, Buchheim oder sonstwo. Fazit: Ein Geschichtenerzähler weigert sich, seinen Fans eine Geschichte zu erzählen und macht stattdessen mit Schrott und Täuschung der Leser ordentlich Kasse. So etwas wird von mir abgestraft, am liebsten würde ich Null Sterne geben, aber das geht ja nicht. Für mich jedenfalls ist Moers jetzt gestorben, denn so dreist lasse ich mich nicht bescheißen.
4 Wows
Die Rückkehr des Hildegunst von Mythenmetz. Nach über zweihundert Jahren. Nach Buchhaim, der sagenhaften zamonischen Stadt der Träumenden Bücher, in und unter der er damals seine halsbrecherischen Abenteuer mit den Bücherjägern und den vielen anderen kuriosen Zeitgenossen und Geschöpfen erlebte und der er in einem Feuersturm zuletzt mit knapper Not entronnen war. Nach vielen Jahrzehnten des guten Lebens als gefeierter Dichterfürst auf seinem Rückzugsort, der Lindwurmfeste, die ihn sowohl träge und fett wie auch orientierungslos und realitätsfremd haben werden lassen und sogar dazu führten, dass er das Orm verloren hat, ist es erneut ein mysteriöser Brief aus den Buchhaimer Katakomben, der ihn aus seiner Lethargie reißt und an den halb vergessenen Ort des Schreckens zurück treibt. Und was erwartet ihn dort? Eine neu erbaute, moderne Metropole, in der nur noch wenige düstere Hinterlassenschaften an die seinerzeitige Katastrophe erinnern und in der sich der so liebenswerte wie egozentrische und umständliche Mythenmetz anfänglich nur schwer zurecht findet. Schnell wird ihm klar, dass der Zug der Zeit schon lange an ihm vorbei gefahren ist und sein dichterisches Gesamtwerk nur noch in der sentimentalen Verklärung eines großen, jedoch inzwischen abgehalfterten Dichters gewürdigt wird. Ein Wiedertreffen mit alten Weggefährten wie dem Eydeeten Ben Kibitzer und der Schreckse Anazazi, die ihm die neue Welt in vielfältiger Weise nahe bringt, erweist sich als Labsal für seine geplagte Seele. Während er immer tiefer in das vielfältige künstlerische Leben der pulsierenden Stadt abtaucht, wird ihm jedoch nur ansatzweise bewusst, dass sein Weg ihn zuletzt unaufhaltsam erneut in die beklemmende Welt des unterirdischen Labyrinths unter Buchhaim führen wird. Moers legt mit seinem Buch die stimmige und gelungene Fortsetzung des Romans „Stadt der Träumenden Bücher“ vor und brilliert auch hier wieder mit einer Ideenvielfalt, einer Fantasie und einem Wortwitz, die ihresgleichen suchen. Vor allem die Umsetzung der diesmal erkennbar am realen Leben orientierten Themen wie z. B. Nichtraucherschutz oder Fastfoodmüll in seine fiktive Stadt bereitet großen Lesespaß. Die Figur des hypochondrischen Hildegunst ist wie gewohnt schön akzentuiert mit Ecken und Kanten, ein echter Sympath, dieser Lindwurm. Wermutstropfen ist aus meiner Sicht die in ihrer Vielfalt und Tiefe einfach zu breit ausgerollte Welt der die gesamte Stadt beherrschenden „Puppenspielerei“ mit ihren Theatern und hier insbesondere der über diverse Kapitel episch beschriebene Besuch des Puppaecircus Maximus, in dessen Verlauf quasi der Inhalt des gesamten ersten Bandes noch mal nacherzählt wird. Dies lässt den Spannungsbogen im Mittelteil des Buches leider deutlich abflachen. Für einen abgeschlossenen Roman wäre der „Actionanteil“ des Buches für mich damit eindeutig unzureichend gewesen. Versöhnen kann jedoch, dass Moers zum Ende hin das Tempo nochmal rasant anzieht und mit einem geschickten cliffhanger auf den zu erwartenden weiteren Folgeband verweist, in dem dann hoffentlich die Ouvertüre des vorliegenden Bandes wie angekündigt zum furiosen Crescendo gesteigert wird. In der Gesamtbewertung sehe ich insgesamt vier Sterne.
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Julie's Bookhismus
Die Illustrationen sind der Wahnsinn, die Story eher nicht… Ich habe selten so lange gebraucht, um mich an einen Protagonisten zu gewöhnen bzw. mich in ihn hineinzudenken, wie in Fall von Hildegunst. Mal abgesehen von seinen ständigen Selbstgesprächen, die keinerlei Sinnhaftigkeit haben, genauso wenig wie seine Abschweifungen, die alle paar Sätze kommen, hatte das Buch erst ab Seite 150 oder so mein Interesse geweckt. Warum ich nicht abgebrochen habe, fragt ihr euch? Naja, ich bin ein verdammt neugieriger Mensch und wenn alle dieses Buch so toll finden, muss ja irgendwas dran/drin sein, was dieses Urteil verdient. Tja, weit gefehlt… Ich langweilte mich des Todes, wie auch Inazea, als sie das letzte Werk von Hildegunst laß. Der Tod des Kibitzer hat mich dennoch berührt und beeindruckt. Man muss schon sehr willensstark sein, um genau dann zu sterben, wenn man es will. Sein Vermächtnis an die beiden war auch extravagant. Im Großen und Ganzen eine interessante Geschichte, aber viel zu viel drumherum und Details und vor allem ABSCHWEIFUNGEN. Ich habe lange überlegt, wie viele Sterne ich vergebe und ich habe mich für 3 Sterne entschieden. Die Illustrationen gefallen mir sehr, vor allem, da sie vom Autor selbst sind. Außerdem gefällt mir der Schreibstil gut, wenn schon nicht die Geschichte dazu. Der Protagonist ist ebenfalls nicht meins. Ich bin leider nicht schlauer geworden, da irgendwie nichts wirklich auf den Punkt gebracht wurde. Schade eigentlich.
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