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Margaret Atwood

Die Zeuginnen

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ZUSAMMENFASSUNG
The Booker Prize 2019 »Und so steige ich hinauf, in die Dunkelheit dort drinnen oder ins Licht.« - Als am Ende vom »Report der Magd« die Tür des Lieferwagens und damit auch die Tür von Desfreds »Report« zuschlug, blieb ihr Schicksal für uns Leser ungewiss. Was erwartete sie: Freiheit? Gefängnis? Der Tod? Das Warten hat ein Ende! Mit »Die Zeuginnen« nimmt Margaret Atwood den Faden der Erzählung fünfzehn Jahre später wieder auf, in Form dreier explosiver Zeugenaussagen von drei Erzählerinnen aus dem totalitären Schreckensstaat Gilead. »Liebe Leserinnen und Leser, die Inspiration zu diesem Buch war all das, was Sie mich zum Staat Gilead und seine Beschaffenheit gefragt haben. Naja, fast jedenfalls.Die andere Inspirationsquelle ist die Welt, in der wir leben.«
BIOGRAFIE
Margaret Atwood, geboren 1939 in Ottawa, gehört zu den bedeutendsten Erzählerinnen unserer Zeit. Ihr »Report der Magd« wurde zum Kultbuch einer ganzen Generation. Bis heute stellt sie immer wieder ihr waches politisches Gespür unter Beweis, ihre Hellhörigkeit für gefährliche Entwicklungen und Strömungen. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommierten Man Booker Prize, dem Nelly-Sachs-Preis, dem Pen-Pinter-Preis und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Margaret Atwood lebt in Toronto.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
10.09.2019
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783827014047
Sprache
German
Seiten
576
Schlagworte
The Testaments, Geschenk Freundin, Report der Magd, Booker Prize 2019, Magenta, Geschenke Frauen, Fortsetzung "Report der Magd", The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd, Frauen, Der Report der Magd Roman, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, Sklavinnen, Booker Prize, Entertain, Desfred
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REZENSIONEN
Bewertet von collectionofbookm..., Sarina und 3 andere
collectionofbookmarks
sarinahägele
mayrako
renee
zeilenfluch
collectionofbookmarks
Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut und wurde auch nicht enttäuscht. Temporeich wird man zurück nach Gilead befördert, den frauenfeindlichen Staat (früher Amerika), der bereits Schauplatz vom Report der Magd war. Dabei trifft man einige bekannte Gesichter wieder, wird noch mehr in die Schichten des Systems hineingesogen und bekommt die Chance, alles aus der Perspektive der Tanten zu verfolgen. Es gibt drei Protagonistinnen, zwei davon noch jugendlich – weshalb das Buch sprachlich keine Begeisterung auslöst –, die innerhalb und außerhalb Gileads agieren. Ein Netz aus Intrigen wird gesponnen, welches Spannung und aufregende Lesestunden bereithält. Ich wollte den Roman jedenfalls nicht aus der Hand legen. Den ersten Band sollte man gelesen haben, um wirklich mitfiebern zu können, aber auch, weil er ein modernen Klassiker ist. Außerdem muss ich zugeben, dass ich "Der Report der Magd" als nachdenklicher und literarisch hochwertiger empfunden habe als seine Fortsetzung. Ich kann also auch gut all jene Stimmen verstehen, die mit dem zweiten Band weniger anfangen können.
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Die unterschiedlichen Einblicke, die man durch die Zeugenaussagen der drei Erzählerinnen in Gilead bzw. das Regime bekommen hat, waren unglaublich spannend zu lesen, sodass ich eigentlich jede freie Minute mit Lesen verbracht habe. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite vollkommen an die Seiten gefesselt. Meine Fragen, die ich nach dem Lesen von "Der Report der Magd" hatte, wurden nun zum Großteil beantwortet, was mich im Nachhinein auch mit dem Ende von "Der Report der Magd" versöhnlicher stimmt. Damals, vor 2 Jahren, war mir das Ende doch ein wenig zu offen und hat mich dementsprechend ziemlich unzufrieden zurückgelassen. Das geschilderte Zukunftsszenario fand ich immer noch ziemlich erschreckend und beängstigend, da es so lebendig bzw. realisitsch von Margaret Atwood geschildert wird. Die drei Erzählerinnen waren mir zwar nicht alle unbedingt sympathisch, aber sie haben ebenfalls sehr authentisch gewirkt. Gerade zu Tante Lydia hatte ich ein gespaltenes Verhältnis. Einerseits fand ich ihre Perspektive gerade im Hinblick darauf, wie damals Gilead errichtet wurde und welchen Anteil sie daran hatte, unglaublich interessant. Andererseits hat sie mich dadurch mehr und mehr als Person angewidert.
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Ein wirklich gutes Buch. Wie ging es mit Gilead nach dem "Report der Magd" weiter? Wie ist Gilead gefallen? Und warum? Nach fast drei Jahrzehnten werden Fans des Buches nun endlich eine Antwort erhalten. Die Autorin erzählt die Geschichte um Gilead aus der Sicht von drei verschiedenen Personen. Als erstes ist da Agnes, die ein junges priviligiertes Mädchen ist, welches in naher Zukunft verheiratet werden soll. Leider komtm alles anders und das Mädchen verliert ihre Position in der Gesellschaft und entscheidet sich am Ende anders. Zum anderen beleuchtet Atwood auch die Perspektive von der jungen Daisy, die mit ihren Eltern in Toronto lebt. Diese erleben einige schlimme Dinge, sodass Daisy auf sich allein gestellt ist. Und zu guter Letzt ist da noch Tante Lydia, die Leser bereits aus dem ersten Teil der Reihe kennen. Auf gut 600 Seiten entwickelt die Autorin ein Geflecht aus Intrigen, Lügen und Angst, nur um am Ende einen dramatischen Knall zu erzeugen. Im Vergleich zu "Report der Magd" konnte die Autorin in "Die Zeuginnen" weitaus mehr Reaktion und Emotion aus mir herausholen. Sie hat einen fabelhaften, emotionalen Schreibstil und durch die Perspektivwechsel entwickelt sich ein wirklich guter Spannungsbogen. Das Ineinanderführen der verschiedenen Schicksale und der Aufbau von Intrigen war ein fulminantes Schauspiel und selbst Tante Lydia wird dem Leser sympathisch.
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Ein weiterer Blick nach Gilead Hier haben wir den so lange schon her gesehnten zweiten Teil der Reihe um das Land Gilead. 1985 erschien Der Report der Magd in Englisch, 1987 in Deutsch, ich habe den Report erst dieses Jahr gelesen und ich fand ihn unglaublich gut. Trotzdem dieses Buch schon vor langer Zeit geschrieben wurde, erscheint es in keiner Weise altbacken. Dieses Düstere, diese Tiefe und dieses Schwere, was durch die Lektüre des Buches in den Leserinnen ausgelöst wird, ist schon bemerkenswert und zeugt auch von einem ungeheuren Können der Margaret Atwood. Nachdem der Report so sehr bei mir eingeschlagen hat, war ich natürlich sehr gespannt, wie wohl Die Zeuginnen wirken werden. Über dreißig Jahre nach dem Report ist es äußerst interessant wie die Atwood jetzt auf Gilead blickt. Und ich wurde nicht enttäuscht, was einerseits gewiss schwer ist, nach diesem Erfolg vom Report, aber andererseits hat Frau Atwood bei mir sicher schon einen gewissen Heimvorteil, sie ist nach dem Report und nach dem blinden Mörder auf meiner imaginären Autorenliste recht weit nach oben geklettert. Ihre Art zu schreiben, ihr etwas besonderer und auch etwas boshafter Humor und ebenso ihre Sicht auf den Menschen gefallen mir sehr. Nun kommt dieses Buch vom Klang und vom Gefühl beim Lesen deutlich anders an als der Report der Magd. Dieses vorhin beschriebene düstere und dunkle Gefühl habe ich hier deutlich weniger wahrgenommen. Dies mag vielleicht auch daran liegen, dass hier keine neue Welt auf die Leserin einwirkt, man weiß schon wo man sich befindet, der Schock ist nicht mehr ganz so groß. Andererseits sprechen auch drei verschiedene Frauen, unterschiedlichen Situationen und Klassen entstammend, unterschiedlichen Altersklassen angehörend, aus unterschiedlichen Orten kommend, so unterschiedlich sind dann auch ihre Wahrnehmungen und Sichten. Aber alle drei sind keine Mägde und haben auch nicht dieses Entsetzliche erleben müssen, was Desfred im Report erdulden muss. Durch diese drei Zeuginnen erhalten wir neue Blickpunkte auf Gilead, bekommen neue äußerst interessante Informationen und Gilead wird nachvollziehbarer und das ganze System dieses furchtbaren Gebildes wird etwas begreifbarer. Die ganze Geschichte erzeugt wieder einen ganz besonderen Sog, ich konnte dieses Buch wieder ganz schlecht aus der Hand legen. Es kommt in meinen Augen nicht ganz an den Report heran, aber das liegt ganz sicher am Zauber des ersten Teils, dem Entdecken einer neuen Welt, hier ist die Welt schon bekannt und nicht mehr so überraschend. Trotzdem ist dieses Buch für mich wieder ein fünf Punkte Buch! Das etwas hastig herbeigeführte Ende könnte bedeuten, dass es weiter geht in Gilead, ich hoffe dies sehr und warte gespannt! Und wieder kann ich nur sagen, bitte unbedingt Lesen!
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Gina Zeilenfluch
Wie schon gesagt, hat mir „Der Report der Magd“ total gut gefallen. Als ich „Die Zeuginnen“ begonnen hatte, war ich zuerst enttäuscht, da ich ein bisschen gebraucht habe, um in die Geschichte zu kommen, weshalb ich vor allem am Anfang länger für das Buch gebraucht habe. Im Verlauf der Geschichte macht das Buch, das aber auch vollkommen wieder gut, da man die Charaktere immer besser kennenlernt und auch die Geschichte immer mehr Fährt aufnimmt. In dem Band begleiten wir drei verschiedene Protagonisten, die alle einen anderen Hintergrund haben, was die Geschichte sehr vielseitig macht und auch die Sicht auf Gilead sehr umfassend macht. Die Protagonistinnen mochte ich alle sehr gerne. Am besten hat mir aber Tante Lydia gefallen, da man durch sie auch den Aufbau des Systems erfährt. Der Schreibstil der Autorin war auch hier wieder sehr angenehm und präzise. Vor allem hat man aber auch für jeden Charakter einen eigenen passenden Schreibstil gehabt, was ich sehr toll fand. Fazit: Zusammenfassend kann ich „Die Zeuginnen“ genauso wie den erstem Band weiter empfehlen und habe, trotz meiner Startschwierigkeiten, nichts zu bemängeln.
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