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Daryl Gregory

Die erstaunliche Familie Telemachus

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3.8/5
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ZUSAMMENFASSUNG
Auf den ersten Blick ist Matty Telemachus ein typischer vierzehnjähriger Junge mit den typischen Problemen eines vierzehnjährigen Jungen. Aber Matty ist alles andere als normal und seine Familie ist es schon gar nicht. Als Matty entdeckt, dass er über ungewöhnliche Fähigkeiten verfügt, macht er sich auf die Suche nach dem lange gehegten Familiengeheimnis: Sind seine Verwandten wirklich Medien, beherrschen sie Telepathie, Telekinese und vielleicht noch andere Kräfte? Ein umwerfender Roman über eine ganz besondere Familie und die unsichtbaren Kräfte, die uns alle zusammenhalten.
BIOGRAFIE
Daryl Gregory wurde für seine Romane, Erzählungen und Comics vielfach ausgezeichnet. Seine Novelle Uns geht¿s allen total gut gewann 2015 den World Fantasy Award und den Shirley Jackson Award. Gregory lebt in Oakland, Kalifornien.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
23.02.2018
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783847906384
Sprache
German
Seiten
540
Schlagworte
fantastisch, Wes Anderson, Stranger Things, Tannenbaum, Superhelden, Familienporträt, Telekinese, Sonstige Belletristik, Telepathie, Steve Golin, Michael Chabon, dysfunktional, Außenseiter, USA, Familienroman
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REZENSIONEN
Bewertet von kathaflauschi, morningside und andere
kathaflauschi
morningside
bella5
Das Buch ist ein wirklich unterhaltsamer Roman und eine Mischung aus allem. Es ist nicht nur witzig, es ist auch spannend mit ein wenig Drama gewürzt. Vorallem die Charakter in diesem Buch sind schräg, aber absolut liebenswert. Die Familie ist aber auch nicht eine gewöhnliche Familie. Sie haben alle eine Fähigkeit, die sie früher mal im Fernsehen zeigten. Doch ihre Fähigkeiten gerieten in Vergessenheit. Dabei ist Teddy der Oberhaupt der Familie. Er ist ein Trickbetrüger und heiratete die hübsche Maureen, die ihre paranormalen Fähigkeiten an die drei Kinder weiter vererbte. Das Buch spielt im Jahr 1995 und man lernt auch gleich Matty kennen. Er ist Irenes Sohn, die Tochter von Maureen, und hat auch paranormale kräfte. Er kann aus seinem Körper heraustreten. Maureen ist allerdings schon seit Jahren tod, aber immernoch sehr präsent und sie wird unglaublich vermisst. Ich hatte alle Charakter ins Herz geschlossen. Irene, Frankie und Buddy, die Kinder von Teddy und Maureen, waren auf ihre eigene Art und Weise besonders. Buddy war der stille, der immer etwas anfing und dann urplötzlich aufhörte. Keiner weiß so genau, was der Anlass war, das Buddy aufeinmal so still war. Irene war die, die nichts mehr von der Vergangenheit wissen möchte. Sie hat ihre Fähigkeit vollkommen vergessen und denkt nur noch an ein normales Leben. Frankie allerdings war der, der sich immernoch an damals erinnert. Durch ihn kommt es immer zur Diskussion am Tisch, wen alle versammelt sind. Teddy mochte ich auch gleich von Anfang an. Er hat sich immer an junge und hübsche Damen rangemacht und sie immer mit seinen Tricks beeindruckt. Matty mochte ich auch gleich, obwohl er am Anfang recht komisch war. Aber nachdem er seine Fähigkeiten entdeckt hat, nutzt er diese zum Vorteil. Man merkt auch sofort, das Maureen schmerzlichst vermisst wird. Der Schreibstil war dabei auch, der Zeit entsprechend, gerecht. Vorallem flüssig und leicht zu lesen. Die Geschichte spielt auch in zwei Zeitebene, einmal in der Gegenwart und einmal in der Vergangenheit. Wobei die Gegenwart im Jahr 1995 spielt. Es wird auch verschiedenen Perspektiven erzählt. Dadurch lernt man die Familie besser kennen und die Charakter wirken auch so glaubhafter und lebendiger. Durch den Perspektiven wechsel nimmt auch die Geschichte an fahrt auf und wird auch spannender. Am Ende werden die Kapitel dann nochmal kürzer und somit gibt es auch öfters mal Perspektiven wechsel. In der ganzen Geschichte werden einzelne Puzzleteile verstreut, die man versucht, zusammen zu fügen. Am Ende wird dann alles aufgeklärt und die Puzzleteile werden zu einem großen und ganzen. Ich habe mich mit dem Buch gut unterhalten gefühlt und würde es auch jedem weiter empfehlen, der auf unterhaltsame Lesestunden wert legt.
Wow
Einst traten sie auf als "Die erstaunliche Familie Telemachus", bis sie ein Gegenspieler vor laufender Kamera als Betrüger "entlarvte". Dieses dunkle Kapitel der Familie prägte deren Mitglieder ganz unterschiedlich. Jeder trägt sein Los und seine Fähigkeiten auf andere Art und Weise. Und Fähigkeiten haben die meisten von ihnen. Da gab es Maureen, die Mutter der Familie, die in die Ferne sehen konnte und sehr begabt war. Sie ist schon seit gut 20 Jahren verstorben. Teddy Telemachus, der Vater, dessen Fähigkeiten sich eher auf Kartenspielertricks beschränken. Tochter Irene, die ein menschlicher Lügendetektor ist. Sohn Frank, der über telekinetische Fähigkeiten verfügt, die er leider nur selten kontrollieren kann. Sohn Buddy, der in die Zukunft blicken kann. Auch für ihn ist die Gabe eher ein Fluch. Hinzu kommen noch Enkel Matty, der zum Zeitpunkt der Geschichte 14 Jahre ist und der feststellt, dass er seinen Körper verlassen kann. Frank hat noch recht junge Zwillinge, die auch eine Fähigkeit besitzen. Jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen. Buddy ist ein verschrobener Außenseiter, den niemand ernst nimmt. Frank läuft ständig dem Erfolg hinterher. Leider bringt ihn dies auf die schiefe Bahn sowie seine Familie in große Gefahr. Irene leidet darunter, dass sie keine "normale" Beziehung führen kann, da ihr eingebauter Lügendetektor sofort jede kleine Lüge verrät. Sie kann niemandem mehr vertrauen. Teddy leidet sehr unter dem Verlust seiner Frau. Und Matty, der dieses Buch einleitet, ist mit seiner Pubertät beschäftigt und der Erforschung seiner neu gefundenen Fähigkeit. Das Buch ist in Kapitel gegliedert, die jeweils aus Sicht unterschiedlicher Familienmitglieder geschrieben ist. Daryl Gregory schafft es tatsächlich, diese doch nicht unerhebliche Anzahl verschiedener Personen miteinander zu verweben, wobei der Handlungsstrang stets Fortlaufend ist. Ich fand das ausgesprochen erfrischend und konnte dem Ablauf problemlos folgen, auch wenn immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit erfolgten. Es entwickelt sich ein gekonnt gesponnenes Gesamtpaket. Dabei vermittelt der Klappentext eine völlig andere Vorstellung von diesem Buch. Dafür gibt es von mir nur deshalb keinen Punkteabzug, weil es bei mir ein Glück war. Denn hätte ich vorher gewusst, dass sich eine Mafia-Story entwickelt, hätte ich dem Buch erst gar keine Chance gegeben. Ich hasse Mafia-Bücher und Filme schlichtweg und niemals hätte ich dieses Buch gelesen. So jedoch erwartete ich irgendeine vornehmlich witzige Geschichte um Matty und seine kuriose Familie - in Richtung Coming of Age. Was ich lesen durfte war eine absolut skurrile, aber durchaus spannende Geschichte mit reichlich verschrobenen Charakteren und verrückter Handlung. Es hat mir dermaßen Spaß gemacht, mich durch die immer größeren Verwicklungen zu lesen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte. Und dabei war mir keiner dieser Charaktere wirklich durchweg sympathisch. Erst das Zusammenspiel aller machte dieses Buch für mich zum Volltreffer! Die Mafia-Geschichte störte mich dabei überhaupt nicht. Im Gegenteil hatte sie für mich einen eher satirischen Ansatz, der mich irgendwie an Lilyhammer erinnerte. Dazu kommt noch eine Portion Geheimdienst und Agenten, die sich quer durch die Geschichte webt. Die Schreibweise ist sehr gut zu lesen. Nicht kompliziert, nicht verschachtelt, immer am jeweiligen Kapitelcharakter orientiert. Gegen Ende dreht das Buch noch einmal richtig auf und man bekommt einen richtig guten Showdown, der unbedingt verfilmt gehört! Kurzum: Ich bin begeistert von diesem Buch! Es ist so vielschichtig und abwechslungsreich, auch wenn es durchaus in einigen Kapiteln klitzekleine Längen zeigte, dass es einfach nur eine wahre Freude ist, sich ihm hinzugeben. Man muss sich darauf einlassen, dann kann man ihm auch die ein oder andere logische Unpässlichkeit durchgehen lassen und sich richtig amüsieren.
Wow
Eine Sippe wie keine andere – „die erstaunliche Familie Telemachus“ war einmal eine TV-Sensation, bis ein Skandal die Familie erschütterte. Das Urteil lautete: Betrug. Doch es kam nicht zufällig zum Eklat, ein Widersacher hatte es bewusst darauf angelegt, die Telemachus live zu diskreditieren. Doch wie kam es dazu? Die Matriarchin Maureen McKinnon ist die gute Seele der Familie, gesegnet mit übernatürlichen Fähigkeiten, welche sie der amerikanischen Regierung für eine Studie über Telekinese zur Verfügung stellt. An dieser Studie nimmt auch der Filou Teddy Telemachus teil, der sich unsterblich in Maureen verliebt. Die beiden heiraten und haben drei übersinnlich begabte Kinder: Irene kann man nichts vormachen, sie durchschaut jede Lüge sofort. Frankie hat telekinetische Fähigkeiten und Nesthäkchen Buddy kann in die Zukunft blicken. Doch nach Maureens Tod ist nichts mehr so, wie es einmal war. Ist Irenes Gabe ein Hemmnis? Ihr Gespür für die absolute Wahrheit macht es der alleinerziehenden Mutter nicht nur jobtechnisch sehr schwer. Frankie ist eine unselige Allianz mit Kriminellen eingegangen, er steht bei den Mafiafreunden seines Vaters in der Kreide, wo er geht und steht herrscht das pure Chaos. Buddy hat sich zum Sonderling entwickelt, niemand versteht seine Handlungen. Doch es gibt Hoffnung für die nächste Generation: Irenes Sohn im Teenageralter, Matty, kann seinen Körper verlassen und es ist nicht sicher, ob seine Fertigkeit Segen oder Fluch für die Familie ist. Bald ist die CIA dem Clan auf den Fersen, doch wenn es hart auf hart kommt, hält die Sippe zusammen! Bei der Lektüre von Daryl Gregorys Roman musste ich unwillkürlich an Uri Geller denken, was auch daran liegen kann, dass im Roman die Popkultur des zwanzigsten Jahrhunderts eine nicht unerhebliche Rolle spielt, von den siebziger bis zu den neunziger Jahren. Bei der Beschreibung der Nineties wurde ich ein wenig nostalgisch, Aol, anyone? Daryl Gregorys Roman erinnert an einen Wes Anderson Film. Es gibt skurrile, aber liebenswerte Figuren und eine abgedrehte Handlung. Dabei feuert der Autor Gregory kein Spannungsfeuerwerk ab und er präsentiert auch keinen Slapstickmarathon. Es gibt trotzdem humorvolle Passagen und die sonderbaren Mitglieder der Familie Telemachus haben auch mit ganz gewöhnlichen Schwierigkeiten und Problemen zu kämpfen, wenn man von den Mafiaverwicklungen und Geheimdienstverstrickungen einmal absieht. Die Geschichte wird anhand wechselnder Perspektiven erzählt; dieses Stilmittel muß man mögen, ebenso wie die nichtlineare Erzählweise. Der Roman „Die erstaunliche Familie Telemachus“ lässt sich nicht eindeutig einem Genre zuordnen. Das macht die story so liebenswert und außergewöhnlich. Sie bietet beste Unterhaltung, wenn man bereit ist, sich auf die Geschichte einzulassen. Mir hat „Die erstaunliche Familie Telemachus“ viel Spaß gemacht!
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