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Michelle McNamara

Ich ging in die Dunkelheit

Krimi
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4/5
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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Der Killer kam immer nachts: Von 1976 bis 1986 ereignete sich in beschaulichen Vororten in Kalifornien eine Vergewaltigungs- und Mordserie, die das ganze Land erschütterte. Plötzlich stand der Mörder im Schlafzimmer und weckte seine Opfer mit dem grellen Schein seiner Taschenlampe. Immer wieder entkam er unerkannt in die Dunkelheit. Michelle McNamara war noch ein Kind, als dieser Killer umging. Als Erwachsene hat sie sich auf seine Spur begeben und über acht Jahre auf eigene Faust ermittelt. Um dem Mörder zu folgen, musste sie sich selbst in die Dunkelheit begeben: in den Kopf eines geisteskranken Menschen, der der Polizei auf unerklärliche Weise immer einen Schritt voraus blieb. Michelle McNamara kam dem Monster immer näher - und starb, kurz bevor sie ihr Buch fertigstellen konnte. Zwei Freunde beendeten es für sie. Nach Erscheinen wurde es zum Bestseller. Als der Killer kurz darauf endlich gefasst wurde, gab es schließlich auch eine letzte entsetzliche Antwort auf die Frage, wie es ihm gelungen war, so lange unerkannt zu bleiben.
BIOGRAFIE
Michelle McNamara (1970-2016) wurde als Jugendliche mit einem Gewaltverbrechen konfrontiert, als in ihrer Nachbarschaft ein befreundetes Mädchen ermordet wurde. Diese Erfahrung prägte ihr Leben. Als Erwachsene führte sie die Webseite True Crime Diary und setzte sich zum Ziel, den »Golden State Killer«, einen der schlimmsten Serienmörder in der Geschichte der USA, zu entlarven. Michelle McNamara starb kurz vor Fertigstellung ihres Manuskripts, das nach Erscheinen zu einem Bestseller wurde und allein in den USA über 400.000 Leserinnen und Leser fand.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
23.08.2019
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783855350605
Sprache
German
Seiten
413
Schlagworte
USA, Siebzigerjahre, Serienmörder, Joseph James DeAngelo, Vorort, ermitteln, Mörder, Mordserie, Patton Oswald, Truman Capote, True Crime, Serienkiller, Kalifornien, geisteskrank, Golden State Killer
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von Lexys Bookdelicio... und mounddiemachtderb...
lexykoch
mounddiemachtderbuchstaben
Lexys Bookdelicious
Im Grunde hat mich “Ich ging in die Dunkelheit” angesprochen, weil ich die Mischung der Genres Liebe. Sobald irgendwo draufsteht das es auf einer wahren Gegebenheit beruht bin ich schon angefixt. Als ich dann noch den Klappentext gelesen habe war ich hin und weg. ich musste diese Geschichte lesen. Soweit so gut. Die Hauptprotagonistin ist leider vor dem Abschluss ihres Buches gestorben. Somit haben Freunde und Bekannte ihre Geschichte vollendet. Leider muss ich an dieser stelle sagen das man das hier ganz stark gemerkt hat. Für mich waren die Informationen an manchen stellen viel zu vage und irgendwie nicht wirklich ausformuliert. Man erfährt viel über Michelle und merkt auch die Leidenschaft dahinter. Falls man das so nennen kann. Halt die Jagd auf den Mörder. Doch genau dieser kommt mir irgendwie komplett zu kurz. Ich hatte auch das Gefühl das man auf biegen und brechen die Geschichte zu Ende bringen wollte. Zu einem Teil wird man komplett in die Story gezogen und ist begeistert und auf den nächsten Seiten merkt man das der Fakten einfach nur auf`s Papier geklatscht sind. Ich persönlich würde dieses Buch nicht ganz dem Genre TrueCrime zuschreiben. Dafür hat mir viel zu viel Hintergrundwissen gefehlt. Man darf das jetzt nicht falsch verstehen. An sich hat mir das Buch schon gut gefallen. Die Passagen von Michelle waren wirklich super und das Buch war einfach ein gutes Häppchen für zwischendurch. Richtig umgehauen hat es mich da aber leider nicht. Mein Fazit: Der Aufbau und die Story an sich waren einfach nicht ganz Rund. Irgendwie an manchen stellen durcheinander gewürfelt. Man könnte einfach sagen das der Funke nicht ganz übergesprungen ist. Von mir gibt es mörderische 3 von 5 Delicious Sternchen.
Wow
mounddiemachtderbuchstaben
Wahre Geschichten faszinieren mich. Vor allem jene, die in der Vergangenheit liegen und verzwickt sind. Dabei stehen für mich nicht die Gräueltaten, die vielleicht bis ins kleinste Detail beschrieben worden sind, im Vordergrund, sondern eher die Zusammenhänge. Die feinen Nuancen zwischen scheinbar verschiedenen Verbrechen, die beim genaueren Betrachten aber die Handschrift nur eines Monsters tragen. Die Taten vom Golden State Killer ist so eine Geschichte. Gegliedert wurde das Buch in drei Teile. Im ersten Teil brachte mir Michelle McNamara einzelne ausgewählte Verbrechen des unbekannten Täters näher. In einzelnen Kapiteln, welche mit Ortsangabe und Jahreszahl gekennzeichnet wurden, berichtete sie von ausgeklügelten Einbrüchen in Häuser potenzieller Opfer, Vergewaltigung und Mord. Sie erzählte dies alles so eindrücklich, dass die vergangene Zeit wie aus einem Nebel wieder zum Leben erwachte. Wie ein hungriges Monster kroch es auf mich zu und jagte mir Schauer über den Rücken. Und nein, dies lag nicht an furchtbar grausigen Details. Denn die gibt es in diesem Buch nicht. Michelle McNamara ergötzte sich niemals am Leid der Opfer, der Betroffenen oder gar der Ermittler, die nicht im Stande waren dem Unbekannten das Handwerk zu legen. Nein. Mir ging allein die Tatsache unter die Haut, wie geduldig und ausgeklügelt dieser wahrhaft kranke Geist vorging. Mit welcher Heimtücke und stellenweise Seelenruhe er für Angst und Schrecken sorgte. Und doch niemand in der Lage war ihn zu stoppen. Im zweiten Teil wurde McNamara autobiographisch. Sie beschrieb ihre Obsession die Puzzle Teilchen zusammenzufügen, die ein kranker Kopf in großer Vielzahl hinterlassen hatte. Wie die Jagd ihr Leben bestimmte. Dabei faszinierte mich Michelle McNamara mit ihrer unerschütterlichen Entschlossenheit zu verstehen, wer der Golden State Killer eigentlich ist, was ihn antrieb und vor allem wie er aufgestöbert werden kann. Dabei tauchte sie so tief ab, wie es nur irgendwie ging. Sprach mit Opfern, Hinterblieben, Ermittlern und mit Gleichgesinnten. Von dieser detaillierten und intensive Recherchearbeit bin ich wahrlich beeindruckt. Umso trauriger finde ich die Tatsache, dass Michelle McNamara es nie vergönnt sein wird die Früchte ihrer jahrelangen Arbeit zu genießen. Der letzte Teil wurde von zwei Freunden McNamaras geschrieben. Michelle McNamara starb, als sie ihr Buch etwa zur Hälfte fertig hatte. Paul Heynes und Billy Jensen erzählen, wie sie Michelles Buch vollendeten und wie am Ende die Suche nach dem Monster ausging. Anfänglich hatte es mich schon verwirrt, wenn Michelle McNamara in den Ereignissen hin und her sprang wie ein Flummi. Erst startete sie bei einem Vorfall 1981, nur um dann ins Jahr 1980 zu hüpfen und im Anschluss das Jahr 2009 zum Thema zu machen. Doch mit der Zeit kristallisierte sich heraus, warum sie eben nicht chronologisch ihr Buch aufgebaut hatte. Ihr ging es gar nicht so sehr um die einzelnen grausigen Taten, sondern vielmehr um das große Ganze. Es war spürbar, wie sie versuchte, einzelne Fäden eines völlig durcheinandergeratenen Wollknäuels zu entwirren und die richtigen Enden miteinander zu verknüpfen. Dabei unterfütterte sie ihre Überlegungen mit zahlreichen detaillierten und fundierten Erkenntnissen, brachte mir Ermittler und Opfer durch Bilder näher und zeigte anhand von alten Zeitungsartikeln, wie die Welt in den siebziger und achtziger Jahre tickte. Insgesamt fand ich das Buch nicht leicht zu lesen. Denn es verfolgte mich. Ständig überlegte ich, ob mir auffallen würde, wenn ein Fremder durch mein Haus schleicht oder mich wochenlang ausspioniert mit der Geduld einer Spinne. Michelle McNamara verstand es ausgezeichnet, die Schrecken längst vergangener Tage nicht vergessen zu machen und sie wieder zum Leben zu erwecken. Fazit: „Ich ging in die Dunkelheit“ ist sicherlich kein klassisches True Crime Buch. Aber es ist deswegen nicht minder atemraubend. Ungeschönt zeigte Michelle McNamara Zusammenhänge auf, die auf den ersten Blick nicht erkennbar waren und untermauerte sie mit zahlreichen sauber recherchierten Details. Mich wird dieses Buch immer verfolgen, denn es erzählt das Grauen eines Gespenstes, das zu spät zu stoppen war.
Wow
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