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Feigen in Detroit

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ZUSAMMENFASSUNG
"Eine schräge, köstliche Mischung aus Gesellschaftsroman, Familiendrama und leichtfüßiger Komödie." Minneapolis Star Tribune Seit Fatima vor 992 Tagen zu ihrem Lieblingsenkel nach LA gezogen ist, kommt Scheherazade jede Nacht auf ein Pläuschchen vorbei. Leidenschaftliche, pikante Geschichten möchte die sagenumwobene Prinzessin von Fatima hören, doch die erzählt nur von ihrem Haus im Libanon, das sie vor 68 Jahren verlassen hat, um ihrem ersten Mann in die USA zu folgen, zu Mister Ford und seiner River-Rouge-Fabrik. Welchem ihrer acht ungeratenen, über ganz Amerika verteilten Kinder soll sie es bloß vererben, wenn sie in Bälde das Zeitliche segnen wird? Besagte "Kinder" sind unterdess mit ihren eigenen Sorgen beschäftigt: eigenen ungeratenen Sprösslingen, dem Partner, dem Job, Alkoholproblemen, Krebs oder einfach nur dem verzweifelten Versuch, den texanischen Nachbarn ihre arabische Herkunft zu verbergen. Liebevoll, zutiefst menschlich und dabei grandios komisch zeichnet Alia Yunis das Bild einer ganz normalen amerikanischen Familie - aus dem Libanon - und eines Jahrhunderts der Integration und Desintegration im Melting Pot der Kulturen. "Ein magischer, scharfsinniger Roman voller Herzenswärme und Humor." Booklist "Intelligent, ergreifend und beglückend." Kirkus Reviews Mit 16 Seiten Bonusmaterial
BIOGRAFIE
Keine Angaben verfügbar

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
20.06.2019
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783351033224
Sprache
German
Seiten
472
Schlagworte
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von bella5
bella5
"Feigen in Detroit" handelt von der Libanesin Fatima und ihrer Familie. Wie der Titel bereits erahnen lässt, ist das Gros der Handlung in den USA angesiedelt. Die Autorin Yunis greift auf das allseits bekannte "1001 Nacht" - Motiv zurück und dreht den Spiess um: Sheherazade lässt erzählen - Fatima soll aus ihrem Leben berichten. Der Roman verspricht ein furioses Familienbuch zu werden, der Anfang verspricht beste Unterhaltung. Nach und nach werden die Personen eingeführt; eine Konstante scheint einzig Amir, der Lieblingsenkel, bei welchem Fatima wohnt, zu sein. Episodenhaft erfährt der Leser vom Leiden und Leiden der Sippe. Auch ein Seitenhieb auf den 11. September darf nicht fehlen.Dubiose Agenten bespitzeln den Schauspieler Amir, der seinerseits meist als arabischer Terrorist besetzt wird. Positiv ist, dass der Roman unglaublich humorvoll beginnt, und dass das Ende recht überraschend ist. Jedoch fehlt dem Roman die erzählerische Tiefe. Ich hatte mich auf einen klugen Roman über Interkulturalität und hybride Identitäten eingestellt,ich hatte gehofft, die Autorin würde aus multiplen literarischen Traditionen schöpfen. Obschon Yunis mit ihrem Roman die Heterogenität menschlicher Lebensentwürfe betont, arbeitet sie teils mit Klischees, wenn sie die amerikanische Mehrheitsgesellschaft beschreibt. Die Geschichte wird durch die permanenten Perspektivwechsel fragmentiert. Deshalb hätte ich es besser gefunden, wenn Yunis ihren Roman als Kollektion von short stories veröffentlicht hätte. Verblüffend fand ich ferner die Tatsache, dass an der deutschen Übersetzung gleich zwei Übersetzer arbeiteten, aber niemand mit arabischen Sprachkenntnissen. Dies führt mich zu den Formalia: ich hätte mir Fussnoten für die arabischen Termini gewünscht. Fazit: Ich vergebe ein "Gut", der Roman konnte meine hohen Erwartungen letztendlich aber nicht erfüllen.
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