mojoreads
Community
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Yuval Noah Harari ist seit einigen Jahren der erfolgreichste Sachbuchautor der Welt. Von seiner "Kurzen Geschichte der Menschheit" wurden in Deutschland über eine Millionen Exemplare verkauft. Jetzt erscheint der Weltbestseller in vier Teilen als Graphic Novel. Den Anfang macht "Sapiens. Der Aufstieg". Harari noch zugänglicher, noch unterhaltsamer, aber genauso intelligent und lehrreich - ein Muss nicht nur für seine Fans. Vor Millionen von Jahren war der Mensch bloß ein relativ unbedeutender Vertreter der Tierwelt. Wenn die Erde ein Königreich gewesen wäre, hätten andere Tiere auf dem Thron gesessen - Löwen vielleicht oder Elefanten. Heute besitzen die Menschen Kräfte, derentwegen sie den anderen Tieren wie Götter vorkommen müssen. Wie konnte ein körperlich relativ schwacher Affe sich zum Herrn der Welt aufschwingen? Und was musste er tun, um sich die Erde untertan zu machen? In "Sapiens", der Graphic Novel, tritt Yuval Noah Harari selber auf. Gemeinsam mit seiner Nichte Zoe und anderen geht er diesem Rätsel auf den Grund. Sie erkunden das Schicksal der Neandertaler, schauen sich die Gameshow «Evolution» an und verfolgen die Abenteuer von "Prehistorik Bill". Schon bevor die Menschen sesshaft wurden, waren sie die Könige der Welt. Wie es dazu kommen konnte, zeigt dieses Buch mit viel Witz, unwiderstehlichem Charme und einer Menge an schrägen Ideen. Wer sich bisher dem Bann von Hararis Büchern hat entziehen können, der wird jetzt kapitulieren.
BIOGRAFIE
Yuval Noah Harai wurde 1976 in Haifa, Israel, geboren. Er promovierte 2002 an der Oxford University. Aktuell lehrt er Geschichte an der Hebrew University in Jerusalem mit einem Schwerpunkt auf Weltgeschichte. Sein Buch "Eine kurze Geschichte der Menschheit" wurde zu einem globalen Erfolg. David Vandermeulen ist ein belgischer Comicautor. Er hat zahlreiche humoristische und historische Comics veröffentlicht und ist Co-Autor von Yuval Noah Harari bei "Sapiens". Sein mehrbändiges biographisches Comic über den deutschen Chemiker Fritz Haber wurde mit dem Historical Comic Prize, Château de Cheverny, ausgezeichnet. Daniel Casanave ist ein französischer Comicautor, dessen breites OEuvre von Kinderbüchern bis zu Zeitungscartoons reicht. Er ist der Zeichner von "Sapiens". Mit dem Astrophysiker Hubert Reeves verwirklicht er die Sachbuch-Comic-Reihe "Hubert Reeves erklärt...". Mit David Vandermeulen teilt er ein Interesse für die Literatur der Romantik und des 19. Jahrhunderts. Zusammen veröffentlichten die beiden Comic-Biographien über Mary Shelley und Adelbert von Chamisso.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
13.10.2020
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783406758935
Sprache
German
Seiten
248
MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von seeker7, monerl und andere
seeker7
monerl
thursdaynext
Schlichte Gemüter werden vielleicht denken: "Oh - ein HARARI als Comic". Heute heißt so etwas - moderner und differenzierter - "Graphic Novel". Mir soll's recht sein... Mein Interesse gilt nicht dem Genre, mich verbindet nichts mit "gezeichneter Literatur" als Kunstform. Ich war neugierig darauf, ob und wie es HARARI und seine Zeichner/Illustratoren geschafft haben, den Inhalt des Weltbestsellers "Eine kurze Geschichte der Menschheit" in eine andere Vermittlungsform zu bringen und ob diese andere Darstellungsebene einen Mehrwert beinhaltet. Vorweg eine entscheidende Information: Das großformatige und wirklich üppig bebilderte Buch (ca. 240 haptisch-angenehme Seiten dick) gibt nur ein Viertel des Sachbuches wieder. Das bedeutet im Umkehrschluss tatsächlich, dass es drei weitere Bände geben wird. Es wird also ca. 100 € kosten, das HARARI-Geschichtswissen als Bilderbuch zu besitzen. Ein mutiges Unterfangen, das man sich als Autor und Verlag wohl nur leisten kann, weil es auf dem Renommee eines Welt-Intellektuellen beruht. Es ist also ein kalkulierbares Risiko. Rein sachlich geht es um die Entwicklung des Menschen von der biologischen Ausbildung einer eigenen Art (Spezies) bis zur Sesshaftigkeit im Rahmen von Landwirtschaft (Thema des nächsten Bandes). Schwerpunkte werden in folgenden Bereichen gesetzt: - Wie aus sechs Menschen-Arten der SAPIENS als einsamer Sieger hervorging - Wie die Evolution wirkte - zunächst biologisch (langsam) und dann kulturell (explosionsartig) - Was große Gehirne bedeuten - Warum die Kooperation von großen Gruppen so entscheidend war - Welche Bedeutung die Ausbildung von "Fiktionen" (Geschichten, Mythen, Konstrukten) hatten - Wieviel wir wirklich vom Leben der Steinzeitmenschen (Wildbeuter) wissen können - Welche Rolle der Mensch schon vor der Sesshaftigkeit und Industrialisierung bei der Veränderung der biologischen Umwelt spielte Zunächst einmal soll die Inhaltsebene bewertet werden: Mich hat die Informationsdichte und -tiefe positiv überrascht. Man kann diesem Werk ganz sicher nicht vorwerfen, als Preis für die grafische Darstellungsform eine Oberflächlichkeit der Faktenvermittlung in kauf genommen zu haben. Dazu trägt nicht nur der Text bei, der entweder Teil von Dialogen ist oder im Rahmen von kleinen Exkursen dargeboten wird, sondern auch die Illustrationen, die ja selbst - in einem beträchtlichen Umfang - auch Informationsträger sind. Jetzt zur Vermittlung: Ganz grob kann man zwei Ebenen unterscheiden: Es gibt eine Rahmenhandlung, in der "Onkel Harari" seiner Nichte Zoe die Welt erklärt - mit Hilfe einiger Fachleute. Darin eingebettet werden kleine "Vorträge" (getarnt z.B. als Filmvorführungen), in der größere Informationshappen verabreicht werden. Der entscheidende Pep des Ganzen liegt darin, dass die "trockene" Faktenebene immer wieder in einen ungewohnten, aktuellen und witzigen Kontext verlagert wird. Es gibt jede Menge Anspielungen auf die Gegenwart, so dass sich der Unterhaltungswert - insbesondere für jüngere Menschen - deutlich erhöht. So wird z.B. die Frage, in wieweit frühere Migrationsbewegungen der Menschen zu einem gigantischen Artensterben geführt haben, in eine polizeiliche Ermittlung bzw. Gerichtsverhandlung transformiert - wobei die handelnden Figuren jeweils mit den gängigen Klischees humorvoll spielen. Zur Rolle der Illustrationen: Zur künstlerischen Wertigkeit der Zeichnungen kann ich kein Urteil abgeben. Es ist alles bunt und ansprechend. Entsprechend dem Aufbau des Buches dient ein Teil der Bebilderung zur Illustration der Rahmenhandlung, ein anderer Teil zur Wissensvermittlung. Da wiederum die Fakten ebenfalls meist in Geschichten eingebettet (also personifiziert sind), wird auch hier ein Teil der Darstellung für den Handlungsverlauf verbraucht. Was ich damit sagen will: Der echte Mehrwert der Illustration im Sinne einer Veranschaulichung, Strukturierung oder Perspektiverweiterung ist zwar vorhanden, aber steht nicht im Vordergrund. Ein "Graphic Novel" ist eben kein mit erklärenden Zeichnungen angereichertes Sachbuch. Unfair wäre es allerdings auch die umgekehrte Formulierung: Es geht hier nicht um eine Story, in die auch ein wenig Information eingearbeitet wurde; die Wissensvermittlung ist ganz klar das Ziel dieses ganzen Projekts. Die Botschaft? HARARI kommt nicht mit dem Holzhammer - oder dem erhobenen pädagogischen Zeigefinger. Trotzdem wird spürbar, dass hier ein Historiker darstellt und erklärt, der sich der Wissenschaft und der Aufklärung verpflichtet fühlt und den Menschen eine Verantwortung für den Erhalt des Planeten zuschreibt. Dabei schreckt er - erfreulicherweise - nicht davor zurück, auch die Dinge "nüchtern" zu betrachten, die für viele Menschen emotional hoch aufgeladen sind (z.B. Religionen). Und das Resümee? - Das Buch wird nicht gebraucht, um das HARARI-Wissen besser (intensiver) an die Leser/innen zu bringen; dazu reichen die vorhandenen Sachbücher aus. - Es kann neue Leserschichten erschließen, insbesondere natürlich durch den Anreiz, der für Jugendliche in der locker-flockigen und bebilderten Vermittlung liegt. - Für Sachbuch-Fans, frühere Comic-Leser oder schlichtweg buchaffine Menschen stellt diese Publikation ein interessantes Experiment dar. Mein Tipp: Einfach das Buch einem jungen Menschen in der näheren Umgebung schenken und es dann mal für ein paar Tage ausleihen! Das wäre eine klassische Win-Win-Situation.
2 Wows
Meine Meinung Ich habe das dazugehörige Sachbuch “Eine kurze Geschichte der Menschheit” nicht gelesen. Es liegt noch auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher). Doch das werde ich nach dieser Graphic Novel unbedingt von dort befreien und das Lesen nachholen! Dieser erste Teil der vierteiligen Graphic Novel – Version ist eine echte Perle! Sie besticht durch einen wundervollen Erzählton, der einem Lust auf Wissen macht. Auf das Wissen, wie es dazu kam, dass heutzutage alle Menschen weltweit auf den Homo Sapiens zurückzuführen sind. Das ist eine sehr gute Nachricht, die beweist, dass es keine unterschiedlichen Rassen gibt, nur einfach anders aussehende Menschen. Ich folgte Yuval Noah Harari, der uns in der Graphic Novel persönlich auf Entdeckungsreise in die Vergangenheit mitnimmt. In verständlicher Sprache werden Fachbegriffe und Thesen erklärt. Zu keiner Zeit fühlte ich mich inhaltlich abgehängt. Vieles wusste ich nur oberflächlich. Mein Kenntnisstand ist natürlich keine Basis und sehr subjektiv, doch ich wage zu behaupten, dass einge, wie auch ich, durch diese Graphic Novel, in Bezug auf die Entwicklung der Menscheitsgeschichte, dazulernen werden. Mit feinem Humor, sogar mit Bezug zu Corona machte das Lesen großen Spaß. Zeicherisch sind die Panels ein echter Augenschmaus. Ich liebe diesen nicht verspielten Zeichenstil und die Farbgebung. Die Bilder sind bunt wirken aber nie zu farbig. Es gibt so viele Kleinigkeiten und Details zu entdecken, sodass es mir eine echte Freude war, das Buch in gemütlichen vier Tagen zu lesen. Fazit Unbedingt empfehlenswert! Eine Graphic Novel, die beweist, dass Comics nicht immer lustige Themen beinhalten und ausschließlich für Kinder gemacht sind. Auch die letzten Zweifler*innen sollten nach der Lektüre anerkennen, dass sogar die Entwicklung der Menscheit, über wenig Text und mit vielen Bildern nachvollziehbar erklärt werden kann.
2 Wows
Sapiens Comic von und mit Harari – Evolution in leichten Bildern Ist eine Graphic Novel über Hararis ersten erfolgreich fetten Wälzer wirklich bereichernd? Für mich keine Frage, dass ich sie haben musste und das schon aus Neugier, denn für mich ist der Inhalt des Buches vollumfänglich nicht umsetzbar. So ist die Graphic Novel von Hararis „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ auch anders strukturiert als das Buch. Funktioniert aber. Künstler und -zeichnerisch ist „Sapiens“ keine Glanzleistung, besonders die wenig detailreichen Zeichnungen die durch die willkürlich erscheinden Schraffuren nicht sonderlich aufpoliert werden, lassen es etwas dahingerotzt aussehen. Immerhin sind die Panels klar strukturiert, wenn auch ein wenig kindlich anmutend. Yuval N. Harari erklärt seiner kleinen Nichte Zoe die Welt und führt sie zusammen mit den LeserInnen quasi an der Hand zu Experten, die sich dann als Erklärbären betätigen. Gefallen hat mir, gerade in einer Zeit in der ich meinen Humor aus Verzweiflung an der Menschheit immer wieder neu finden gehen muss, in „Sapiens“ auf’s Neue die evolutionären Leistungen meiner Art nachzuverfolgen. Ja, ich habe viel dazu gelesen, und bin ganz gut informiert, trotzdem macht es Freude und ich habe auch schon etwas mir bislang Unbekanntes endeckt. Sapiens anzuschauen macht inhaltlich Spaß. Wären nur die Zeichnungen einen Hauch künstlerischer, damit das Auge mitgeniessen kann. Es ist definitiv ein Comic, keine Graphic Novel. Harari ist nicht unfehlbar. Sein Fazit (S.154) dass „Wildbeuter“, also die frühen Homosapiens, Alleskönner sein mussten und deshalb intelligenter als heutige Menschen lässt außer Acht, dass die jetzt lebenden Menschen, auch wenn sie keine Werkzeuge herstellen oder andere damals notwendige Fertigkeiten aufweisen, um in unserer Zeit zu überleben ebenfalls auf vielfältige Reize und Umweltbedingungen achten müssen. Natürlich nicht naturbezogen sondern um im Großstadtverkehrsdschungel, in Büros oder Fabriken und Elendsquartieren zu überleben. Da argumentiert Harari mir zu eindimensional. Körperlich fitter waren sicher die frühen Homo Sapiens, allein deshalb, weil sie mit und von der Natur lebten, ein Bestandteil davon waren. Das ist seit langem komplett verlorengegangen. Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper, passt sicher oft, aber, ich denke da an Stephen Hawkins, und er ist sicher nicht das einzige Beispiel, ist das ein Kriterium für Intelligenz? Wenn dann höchsten eines von sehr vielen und nicht ausschlaggebend. (Intelligenz zu messen und zu beurteilen ist aber immer schwierig. Welche Kriterien legt man an und sind diese vergleichbar? Besonders bei den sehr unterschidelichen Lebensumständen der beurteilten Menschen. ) Nichtsdestotrotz fiel den frühen Menschen die Megafauna zum Opfer und diesen Ausbreitungsdrang und das lässige Auslöschen der Arten haben die nackten Langnasenaffen wacker beibehalten. Im Gegensatz zu ihrer Anfangszeit wissen sie heute darum, etliche würden die Dezimierung der Arten auch gerne einstellen, aber die kapitalträchtige Elite müsste dazu ihre Rendite schmälern, ergo wird wohl der Tradition folgend weiter der Lebensraum samt Fauna und Flora vernichtet. Die Idee das im Buch als Gerichtsprozess darzustellen und Homo Sapiens anzuklagen fand ich ganz nett. Weit besser als der schulmeisterlich herumhatschende Prof. Harari mit Nichte zuvor. Im Interview auf Zeit online kann man noch weitere Gedanken zu seinem ersten Sachbuchcomic hören. Sehr sympathischer Typ übrigens, wenn er so auf die Ohren geht. „Sapiens“ konnte mich überzeugen, allerdings anders als gedacht. Es war stimmungsaufhellend und gelungen, aber an das Buch kam, zumindest der erste Band nicht entfernt ran. Wer sich also mit der kurzen Geschichte der Menschheit ernsthafter beschäftigen möchte, sollte unbedingt zum fetten erfolgreichen Wälzer greifen. Es lohnt sich. Sapiens ist zuerst einmal ein niedrigschwelliges Angebot, das Hunger auf mehr Input machen kann. Als Weihnachtsgeschenk für Kids, ab 12 ist das Hirnerweiterungscomic ne tolle Sache. Erwachsene sollten auf jeden Fall entweder unwissend aber bildungshungrig, leicht nerdig oder eingeschworene Hararifans sein. Ich werde mir übrigens auch den zweiten Band holen. (Nerd Alert) 😉 Das Blättern hat Spaß gemacht, an den Zeichenstil habe ich mich gewöhnt, Harari begeistert mich immer wieder und neugierig wie es weitervorgeht bin ich auch.
2 Wows
Deutsch
  
Englisch
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook