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Das Labyrinth der Wörter
Marie-Sabine Roger

Das Labyrinth der Wörter

Romance
Ist Teil der Reihe
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4.8/5
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ZUSAMMENFASSUNG
Nachmittage mit Margueritte Mit Mitte 40 und ohne festen Job haust Germain in einem alten Wohnwagen, schnitzt Holzfiguren, baut Gemüse an und trifft sich ab und zu mit Annette - ob es Liebe ist, kann er jedoch nicht sagen, denn die hat er im Leben noch nie erfahren. Bis er eines Tages im Park die zierliche Margueritte kennen lernt, die dort, genau wie er, die Tauben zählt. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, sind die beiden bald ein Herz und eine Seele. Die lebenskluge alte Dame ist zudem eine passionierte Leserin, und als sie dem ungeschliffenen Hünen vorzulesen beginnt, eröffnet sich Germain eine völlig neue Welt.
BIOGRAFIE
Marie-Sabine Roger, 1957 in der Nähe von Bordeaux geboren, arbeitete einige Jahre als Grundschullehrerin, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Nach längeren Aufenthalten in Québec, Madagaskar und La Réunion lebt sie heute mit ihrer Familie in Charente/Westfrankreich. Ihre Romane wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zuletzt bezauberte sie Hunderttausende mit >Das Labyrinth der Wörter< (dtv 21284), >Der Poet der kleinen Dinge< (dtv 21432) und >Das Leben ist ein listiger Kater< (dtv 21582).

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.04.2011
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783423212847
Sprache
German
Seiten
220
Schlagworte
Bücher, Gérard Depardieu, verfilmte Bücher, Freundschaft, Tauben, Lesen, Vorleserin
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REZENSIONEN
Bewertet von Franzi und ShariWari
blumenkindfranzi
shariwari
Germain ist ein korpulenter, etwas trottelig daherkommender Mann mittleren Alters, der sich aufgrund seiner geringen Intelligenz mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt. Schon seine Kindheit begann nicht sehr rosig und dies zog sich durch sein ganzes Leben. Mit kleinen Nebenjobs hält er sich über Wasser, eine feste Freundin hat er auch nicht. Allerdings ist Germain ein herzensguter Mensch, dem es keineswegs an emotionaler Intelligenz fehlt. Er betrachtet die Welt auf seine ganz eigene Art. Als er dann die 85-jährige Margueritte im Park beim Taubenzählen kennenlernt, beginnt sein Leben sich in eine wahrlich positive Richtung zu verändern. Denn nach zunächst unverfänglichen Gesprächen über die Tauben, das Leben und die Familie, zeigt sie ihm das Reich der Buchstaben und Wörter. Germain hat bisher eine große Scheu vor Buchstaben gehabt, man könnte fast meinen, er ist Analphabet. Doch er hat ein Gespür für das Schöne und beginnt sich so für die Welt der Bücher zu öffnen. Und so begeistert sich der zunächst so einfältig und dümmlich daherkommende Germain immer mehr für die Literatur und das Leben an sich zu interessieren. Selbst über seine Gefühle zu Anette macht er sich tiefgehende Gedanken und belebt so seine kleine Romanze mit ihr. Bis ein Schicksalsschlag die sensible Freundschaft zu Margueritte zu gefährden droht und er umgehend nach einer Lösung sucht. Dieses sprachlich wunderbare Buch zeichnet sich nicht durch seine Spannung aus. Wer diese hier sucht, wird leer ausgehen. Wer allerdings bereit ist für ein stilles Buch mit viel Sprachbrillianz, die nie zu hochtrabend ist, welches den Leser auch ab und zu schmunzeln lässt, der ist hier genau richtig. Beim „Labyrinth der Wörter“ handelt es sich um ein Wohlfühlbuch vom Feinsten. Die Geschichte wird in der Ich-Form von Germain erzählt und so fließt auch sehr viel umgangssprachlicher Jargon mit ein, wie beispielsweise „um mich in die Falle zu hauen“. Das macht das ganze auf eine ganz besondere Weise sehr liebenswert. Ab und zu versucht er mal ein Fremdwort mit einzubauen, was dann allerdings nie geschwollen daher kommt. Als kleines Schmankerl wird der Leser auch noch neugierig gemacht auf real existierende Bücher, denn ganz geschickt werden Zitate aus „Die Pest“ von Albert Camus, „Frühes Versprechen“ von Romain Gary, „Der Alte, der Liebesromane las“ von Luis Sepúlveda und „Das Kind vom hohen Meer“ von Jules Supervielle in die Geschichte eingeflochten. Dieses dünne kleine Büchlein hat soviel sprachliche und emotionale Tiefe, die es aber mit soviel Leichtigkeit vermittelt, dass ich die Lektüre nur jedem ans Herz legen kann.
Wow
Klappentext: Germain Chaze ist eine Seele von Mensch, nur leider nicht der Schlaueste. Als er im Park Marqueritte kennenlernt, wird sein Leben auf den Kopf gesetellt. Denn die feinsinnige alte dame beschließt, ihn für die Welt der Bücher zu gewinnen. Meinung: Durch die Geschichte begleitet uns der Protagonist Germain in der Ich-Erzählweise. Dieser Charakter ist glaube ich der Liebenswerteste, den ich bisher getroffen habe. Ich habe Germain tief in mein Herz geschlossen, denn er ist einfach einmalig und einfach zu Liebenswert. Auch Maqueritte ist ein so toller Charakter, dass man beim lesen einfach immer nur lächeln muss. Was diese beiden in diesem Buch durchleben ist einfach wundervoll und traumhaft. Es wird uns eine Welt geöffnet, die meist verschlossen bleibt. Denn in den meisten Büchern erhalten bekommen wir die perfekten Helden geliefert, aber nicht hier, hier bekommen wir einen Anti-Held schlechthin und dazu noch eine wundervolle alte Dame, welche man einfach nur zur Oma haben möchte. Ich war ab der ersten Sekunde an verleibt und habe die Geschichte mit einem großen lächerln auf den Lippen gelesen. Eine große Leseempfehlung für Liebhaber von zauberhaften Liebesgeschichten.
Wow
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