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ZUSAMMENFASSUNG
In einer Welt, in der Mädchen keine Rechte haben, erscheint eine Insel, auf der nur Frauen leben und dort die Mythen der Göttin studieren, wie ein Märchen. Für die junge Maresi ist dieser Traum Wirklichkeit geworden: Sie ist bereits seit vier Jahren als Novizin auf der Insel und damit in Sicherheit. Bis eines Tages Jai - helles, wildes Haar, vor Schmutz starrende Kleider und Narben auf dem Rücken - einem Boot entsteigt. Sie sucht Schutz vor schrecklicher Gefahr und unvorstellbarer Grausamkeit. Doch als Jais Verfolger in der Roten Abtei auftauchen, muss Maresi über sich selbst hinauswachsen, um sich, Jai und ihr Zuhause zu retten ...
BIOGRAFIE
Schon als kleines Kind war Maria Turtschaninoff, geboren 1977, von fantastischen Geschichten fasziniert. Zu ihren Lieblingsautoren zählen unter anderen Philip Pullman, Michael Ende, J.R.R. Tolkien, Ursula K. Le Guin. Maria Turtschaninoff studierte Humanökologie, bevor sie selbst mit dem Schreiben begann. Für ihre zauberhaften Geschichten voller magischem Realismus und mythologischer und märchenhafter Elemente wurde die Autorin in ihrer Heimat Finnland bereits mehrfach ausgezeichnet.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
09.05.2016
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783453316997
Sprache
German
Seiten
240
Schlagworte
zauberhafte Welten, Historische Fantasy, Magie, Fantasy für Frauen
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REZENSIONEN
Bewertet von miss_pageturner und ivonne
miss_pageturner
ivonne
miss_pageturner
Dieses Buch habe ich bei meinen Vorbereitungen für den Neuerscheinungspost für Mai entdeckt. Schon als ich den Klapptext gelesen hatte, wusste ich, dieses Buch möchte ich unbedingt lesen. Und wisst ihr was? Ich bereue nichts. Denn mit Maresi hielt ein traumhaft schönes Fantasybuch bei mir Einzug. Als das Buch bei mir ankam, war ich ja zunächst überrascht, wie dünn es ist. 230 Seiten sind wirklich nicht viel. Das macht aber nichts, denn für die Geschichte ist es genau die richtige Länge. Das Buch beginnt mit einem kurzen Vorwort von Maresi selbst, die schildert, warum sie die Ereignisse niederschreibt. Das Buch ist sozusagen ein Bericht in der ich-Perspektive über das Geschehen für die altehrwürdige Klosterbibliothek. Hier kommt dann auch schon auf den ersten Seiten einer der großen Stärken des Buches ans Licht: Der Schreib- und Erzählstil. Ich hatte nämlich nicht das Gefühl das Buch einer Autorin zu lesen, sondern eben wirklich Maresis Bericht. Man vergisst nur all zu leicht, dass es Frau Turtschaninoff's Worte sind die man liest. Maresis Persönlichkeit spiegelt sich im gesamten Buch in „Ihrer“ Wortwahl wieder, was trotz der ruhigeren Handlung das Buch sehr lebendig macht. Ebenfalls eine Stärke sind die Charaktere. Im Vordergrund stehen natürlich Maresi und Jai. Maresi ist ein freundliches, aufgewecktes Mädchen mir einem schier unersättlichen Wissensdurst und einer ausgeprägten Liebe zu Büchern. Schon nach den ersten 5 Seiten war sie mir sehr sympathisch. Unterstrichen wird das noch durch liebenswerte „Macken“ wie ihre große Vorliebe fürs Essen (Was angesichts ihrer Vergangenheit nicht weiter verwunderlich ist) oder einer ungezügelten Neugierde, die sie sogar an einer Tür lecken ließ,weil diese so sehr nach Brot roch. All das erfährt man immer wieder in Anekdoten, die Maresi ihren Bericht hinzufügt. Mit der Ankunft von Jai verändert sich Maresis Alltag. Jai ist zunächst sehr verschlossen und lässt so gut wie niemanden an sich ran. Ihre Vergangenheit hart schwere Narben sowohl auf Körper als auch Seele hinterlassen. Mit der Zeit entwickelt sich aber eine wunderbare, tiefgreifende Freundschaft zwischen den Mädchen, die ein Grundstein der Handlung bildet. Aber auch die Nebencharaktere bleiben nicht blass, sondern ergänzen das Gesamtbild des Klosters und geben einen guten Eindruck wie innerlich stark und selbstsicher Frauen sein können. Die Handlung selbst ist eher ruhig, aber keinesfalls langweilig. Dank Maresis lebhaften und bilderreichen Schilderungen, erlebt man den Alltag im Kloster hautnah. Dieses Buch kommt ganz ohne Aktion, übermäßiger Gewalt oder „Quests“ von epischer Tragweite aus. Es ist wie eine sanfte Sommerbrise, die einen zart umfängt und wärmt. Dennoch schafft das Buch auch zum Nachdenken anzuregen. Denn diese Welt, in der Frauen nichts zählen und von Bildung ausgeschlossen werden, mag uns so grausam und unwirklich erscheinen, ist in manchen Ländern unser Welt aber immer noch bittere Realität. Zum Ende hin, wird es dann nochmal etwas dramatischer, aber auch hier wird auf übermäßige Gewalt und Schrecken verzichtet. Es sind und bleiben die Charaktere, die im Vordergrund stehen. Maresi und Jai wachsen an tiefer Freundschaft, Liebe zur Familie und Mut und machen beide eine schöne Entwicklung durch. Sodass man mit einem befriedigten Gefühl das Buch zuschlagen kann. Fazit: Dieses Fantasybuch zeigt deutlich, dass es nicht immer eine epochale Reise, Schlacht oder Heldentat benötigt, um den Leser zu berühren. Maresi ist ein Buch, federleicht und eindringlich zugleich.
Wow
Ein Buch einer finnischen Autorin, das schreit für mich einfach danach gelesen zu werden. Ich liebe Finnland ja wirklich und da mir der Klappentext auch wirklich sehr gut gefallen hat und das Cover auch wirklich toll ist, musste ich das Buch einfach lesen. Man merkt während des Lesens die ganze Zeit diese typische Melancholie der Finnen. Es ist eine ruhige Geschichte, die trotz der wenigen Seiten sehr ausführlich beschrieben wird. In der ersten Hälfte lernen wir Maresi und das Leben im Kloster genau kennen. Man bekommt einen guten Einblick ihres Tagesablaufs und kann sich das Kloster wirklich gut bildlich vorstellen. Allerdings hatte ich leider während des ganzen Buches ein Problem. Ich kam den Personen nicht wirklich nahe. Ich konnte nicht richtig in die Geschichte eintauchen und habe alles mehr aus der Ferne betrachtet anstatt mit zu fiebern. Eigentlich mag ich diese Art von ruhigen Erzählungen. Es muss nicht immer eine riesige Action vorkommen. Aber hier habe ich das Gefühl das man gewollt auf Distanz gehalten wird. Die Sprache ist wirklich schön zu lesen. Leicht und flüssig. Deshalb kann ich auch nicht genau beschreiben warum ich einfach nicht warmgeworden bin mit Maresi und den anderen. Im zweiten Teil des Buches entwickelt sich die Geschichte. Auf der Insel sind Männer eigentlich verboten. Deshalb herrscht große Panik als auf einmal fremde Schiffe auftauchen. Auf den folgenden Seiten passiert sehr viel und auch einige sehr grausame Dinge. Doch auch hier fehlt mir wieder die Nähe zu den Personen. Ich kann nicht mitleiden. Ich betrachte es einfach aus der Ferne. So war „Maresi- Das Lied der Insel“ für mich keine wirkliche Enttäuschung, denn die Story an sich war sehr schön. Aber es konnte meine Erwartungen auch nicht erfüllen. Aufgrund des Klappentextes dachte ich, man wird etwas zum Nachdenken angeregt. Erkennt in diesem Buch den Wert der Freundschaft. In meinem Fall war dies leider nicht so. Es war einfach eine nette Geschichte für Zwischendurch. Deshalb bekommt dieses Buch von mir 3 von 5 Lesekatzen.
Wow
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