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Schloss aus Glas
Jeannette Walls

Schloss aus Glas

Ist Teil der Reihe
Diana Taschenbücher
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4.8/5
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ZUSAMMENFASSUNG
Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr.
BIOGRAFIE
Jeannette Walls wurde in Phoenix, Arizona, geboren. Sie studierte am Barnard College und arbeitete über zwanzig Jahre als Journalistin in New York. 2006 erschien ihr Debüt Schloss aus Glas, das zum internationalen Bestseller avancierte und in dreiundzwanzig Sprachen übersetzt wurde. Walls lebt in Virginia.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.07.2006
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783453351356
Sprache
German
Seiten
384
Schlagworte
Kindheit, spiegel bestseller, Memoir, Kindheitsbewältigung, Familie
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REZENSIONEN
Bewertet von Babscha und lisa_zeilenzauber
babscha
lisa_zeilenzauber
Das Buch: Rex und Rose Mary Walls mit ihren Kindern Lori, Jeannette, Brian und Maureen. Eine glückliche amerikanische Familie? Mitnichten. Es herrscht das Chaos. Hier der Vater, ein instabiler, zwiespältiger Charakter aus asozialen Verhältnissen, seit frühen Jahren schwerer Alkoholiker, Utopist und in höchstem Maße unzuverlässig, immer latent aggressiv und gegen alle gesellschaftlichen Normen; dort die Mutter, eine frömmelnde, weltfremde, labile und höchst egozentrische Persönlichkeit, die sich gefühlskalt und talentlos aus dem wahren Leben und einer eigentlich selbstverständlichen Verantwortung für ihre Familie nahezu vollständig in ihre Pseudointeressen, die Malerei und Schriftstellerei, verabschiedet. Und mittendrin die Geschwister, die von jüngster Kindheit an völlig vernachlässigt und ungeliebt alle nur denkbaren Facetten eines nicht vorhandenen Elternhauses und einer gnadenlosen Umwelt kennen lernen müssen. Die unglaubliche Geschichte ihrer Familie in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erzählt uns autobiographisch die zweitgeborene Tochter Jeannette in drastischer Deutlichkeit. Schon der Auftakt des Buches mit einer alles erläuternden Schlüsselszene spricht Bände: „Ich stand in Flammen. Das ist meine früheste Erinnerung“. Jeannette berichtet, wie sie im Alter von 3 Jahren alleine unbeaufsichtigt auf einem Stuhl vor dem Herd steht, in kochendem Wasser Würstchen erhitzt, ihr Kleid dabei Feuer fängt und sie anschließend schwerstverbrannt auf der Intensivstation um ihr Leben kämpft. Später, nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus und dieses Experiment am Herd wiederholend, wird von der Mutter kommentiert: „So ist es richtig. Immer gleich wieder in den Sattel steigen. Vor so normalen Sachen wie Feuer darfst du keine Angst haben“. Wie Nomaden und fast immer mittellos, da der Vater es nie lange in seinen Gelegenheitsjobs aushält und das Geld weitgehend vertrinkt, zieht die Familie von Ort zu Ort, immer auf der Flucht vor Gläubigern und der Polizei. Nur die Kinder, insbesondere Jeannette und ihr Bruder Brian, halten zusammen wie Pech und Schwefel und schaffen es tatsächlich, trotz permanentem Hunger und Anfeindungen durch ihre Umwelt, nicht nur irgendwie ihre Kindheit zu überleben, sondern wachsen über sich hinaus und übernehmen sogar weitgehend die Pflichten und Aufgaben ihrer lebensuntüchtigen Eltern. Bewertung: Was für ein tolles Buch! Die Autorin hat es geschafft, mich von der ersten Seite an mit ihrer Geschichte zu fesseln und emotional zu berühren. Sie versteht es meisterhaft, die Geschichte mit der Sprache und aus der Gedankenwelt eines heranwachsenden Mädchens zu erzählen und verleiht dem Buch damit eine gewaltige Ausdruckskraft. Glaubhaft und eindringlich wird das komplizierte Beziehungsgeflecht innerhalb der Familie, vor allem der unerfüllte Wunsch der Kinder nach Liebe und Zuneigung und der Umgang mit ihren Eltern, vor allem auch die ganz spezielle Beziehung zwischen Jeannette und ihrem Vater mit ihren gegenseitigen Abhängigkeiten, ausgebreitet. Man mag kaum glauben, dass die ganze Geschichte so passiert ist und wie stark Kinder in derart extremen Lebensumständen sein können. Eine absolute Leseempfehlung.
Wow
lisa_zeilenzauber
Dieses Buch habe ich vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar bekommen. Aufmerksam bin ich durch den Film geworden der bei uns in die Kinos kam. Ich liebe Geschichten nach wahren Begebenheiten und den Filmtrailer fand ich auch sehr interessant. Doch bevor ich den Film schaue wollte, musste ich das Buch einfach lese und umso glücklicher bin ich das ich die Chance dazu erhalten habe! Cover: Hierbei handelt es sich um das Filmplakat. Ich persönlich finde es wirklich sehr schön. Der Himmel, die Familie und die unendliche Weite. Zu dem Titel hätte ich mir allerdings ein passenderes Bild gewünscht. Handlung: Jeannette Walls erzählt ihre eigene Geschichte. Wie sie als Kind tausend Abenteuer erlebte, die Familie durch die Gegend reiste und ihr Vater ihr wundervolle Geschichten erzählt. Doch sie erzählt auch von dem Hunger, der Flucht, der Kälte, vom Erwachsen werden und anders sein. Meine Meinung: Der Schreibstil war sehr angenehm. Man konnte sich sehr gut in die Protagonistin rein versetzen und mitfühlen. Was mich etwas gestört hat war dir kleine Schrift. Das hat mich doch schon sehr angestrengt lesen und deshalb auch länger gedauert eh ich das Buch durch hatte. Die Geschichte ist wirklich krass. Eine Familie die ständig auf der Flucht ist, von der Hand im Mund lebt und Armut in seiner reinsten Form kennen lernt. Als die Kinder klein waren, mögen sie das ganze noch für ein Spiel gehalten haben aber desto älter sie wurden haben sie die Unterschiede dann doch bemerkt. Ich kann Jeanette sehr gut verstehen, das sie dieses Leben nicht weiter führen wollte und deswegen auf Abstand geht und sich ein neues Leben im Luxus aufbaut. Doch so ganz kommt sie davon auch nicht los, vermisst sie doch ihre Familie und denkt an die teilweise schöne, lustige und spannende Zeit zurück die sie gemeinsam erlebt haben. Die Eltern kann ich teils teils verstehen. Ich verstehe was sie ihren Kindern versuchen mit auf dem Weg zu geben und das die USA mit ihren Regeln und Gesetzen kein einfaches Fleckchen Land sind, aber wenn meine Kinder hungern oder auf der Straße schlafen müssten würde es bei mir aufhören. Ich weis das sie versucht haben das beste drauß machen aber es ist trotzdem krass. Fazit: Ich fand das Buch sehr schön. Es lädt zum Nachdenken ein und lässt uns auch mal einen Blick auf andere Menschen und deren Leben zu. Jetzt kann ich auch endlich den Film dazu noch schauen.
Wow
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