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Joël Dicker

Die Geschichte der Baltimores

Unterhaltung
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BIOGRAFIE
Joël Dicker wurde 1985 in Genf geboren. Der studierte Jurist hat bislang drei Romane veröffentlicht, »Les Derniers Jours de nos Pères«, »La Vérité sur l'Affaire Harry Quebert« (dt.: »Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert«) und »Le Livre des Baltimore« (dt.: »Die Geschichte der Baltimores«). Für »Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert« bekam Dicker den Grand Prix du Roman der Académie Française zugesprochen sowie den Prix Goncourt des Lycéens. Das bei einem winzigen Verlag erschienene Buch wurde in Frankreich zu der literarischen Sensation des Jahres 2012, die Übersetzungsrechte wurden mittlerweile in über 30 Sprachen verkauft. Mit »Die Geschichte der Baltimores« konnte Joël Dicker an diesen überwältigenden Erfolg anknüpfen - der Roman steht seit seinem Erscheinen im Herbst 2015 ununterbrochen auf den obersten Plätzen der französischen Bestsellerliste.

PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
02.05.2016
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783492057646
Sprache
German
Seiten
512
Schlagworte
Harry Quebert, Verrat, Buch, Tod, Familie, Flucht, Marcus Goldman, Anwalt
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von Kitty Catina, elena_liest und 2 andere
kittycatinaxo
elena_liest
toulasbooks
frauschafski
Wenn es Bücher gibt, die einem den Atem rauben, die einen mitreißen und am Ende mit einem melancholischen Gefühl zurücklassen, dann ist dieses hier eines davon. Joël Dicker hat es jedenfalls geschafft, mich mal wieder zu packen und zu beeindrucken. Dabei schreibt er gleichzeitig so geistreich wie witzig, aber auch nachdenklich und tiefgründig, dass es eine wahre Wonne ist, seinen Worten zu folgen. Außerdem sind seine Beschreibungen sehr bildlich und obwohl der Schreibstil nicht locker leicht und einfach ist, bin ich einfach nur durch die Seiten geflogen. Auch was die Geschichte der Baltimores angeht, aber auch die von Marcus Goldberg, der einen großen Teil seiner Kindheit bei seiner Tante Anita, seinem Onkel Saul und deren Sohn Hillel, sowie dem Ziehsohn Woody, verbracht hat, so konnte mich der Autor vollkommen überzeugen. Nicht nur, dass ich ruckzuck mitten in der Handlung war, konnte ich das Buch auch kaum noch aus der Hand legen und dass, obwohl es im Großen und Ganzen gar nicht so wahnsinnig spannend oder aufregend ist. Dennoch war ich einfach nur fasziniert von den Erzählungen Marcus Goldbergs, wie er die Baltimores als Junge wahrgenommen hat, wie diese gelebt haben und vor allem, wie es dazu kam, dass deren Schicksal alles andere als goldig war. Aber auch Marcus kleine, aber feine eigene Liebesgeschichte mit der erfolgreichen Sängerin Alexandra, die sich durch den gesamten Roman zieht, fand ich einfach nur super, nicht zu aufdringlich oder sentimental, sondern genau richtig. Dabei wirkte die ganze Handlung wahnsinnig realistisch und ich fühlte mich beim Lesen immer ganz nah an den Charakteren und mitten in der Geschichte. So habe ich auch die ganze Zeit mit ihnen gelitten, geliebt und gelacht. Ich machte während dem Lesen sämtliche Emotionen durch, hatte ein Lächeln im Gesicht, Wut im Bauch, aber auch Tränen in den Augen, weil die Geschichte mich zutiefst berührt hat. Und am liebsten würde ich sagen, dass am Ende alles gut ist, aber das ist es nur zum Teil. Vielmehr bleibt so ein Gefühl von Wehmut, weil man sich selbst der Familie Goldmann aus Baltimore entrissen fühlt. Richtig super geschrieben finde ich ebenfalls die einzelnen, einzigartigen und lebendig wirkenden Charaktere. Obwohl die Geschichte der Baltimores aus der Sicht von Marcus erzählt wird, sind jedoch diese die wahren Protagonisten der Geschichte, wobei vor allem die Freundschaft zwischen Hillel und Woody im Mittelpunkt steht. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein, aber sind jeder für sich sehr charismatische, lebensfrohe Persönlichkeiten, die man einfach nur ins Herz schließen muss. Auch Anita und Saul Goldmann mit ihren Ecken und Kanten sind wahnsinnig liebenswert, genauso wie Marcus Goldmann. Die Einzige, die ich nicht sonderlich sympathisch fand, war Alexandra, aber das macht überhaupt nichts, weil es einfach zu ihrer Rolle in der Geschichte passt. Umso traurige war ich über die Entwicklung einzelner Charaktere und deren unausweichlicher Untergang. Auch mit seinem zweiten Roman, konnte mich Joël Dicker einfach nur auf eine unbeschreibliche Reise durch die Höhen und Tiefen menschlicher Existenz mitnehmen und ich bin mir schon ziemlich sicher, dass es auch weitere Romane dieses Autors schaffen werden, mich zu begeistern. Auf jeden Fall kann ich diese Geschichte nur weiterempfehlen und hoffe, dass noch sehr viele Menschen sie lesen werden.
Wow
"Träume und träume groß! Nur die größten Träume überdauern. Die anderen werden vom Regen fortgespült und vom Wind verweht." - Die Geschichte der Baltimores, Joël Dicker Marcus, Hillel und Woody sind in ihrer Kindheit und Jugend unzertrennlich - sie sind die Goldman-Gang. Während Hillel und Woody augenscheinlich zu Großen gebohren wurden und ein Leben in Luxus führen, lebt Marcus ein scheinbar ganz normales und sehr langweiliges Leben. Die Geschichte der drei Freunde steuert auf eine Katastrophe zu, die Marcus acht Jahre nach den Ereignissen beginnt niederzuschreiben und zu verarbeiten. Die Eifersucht ist ein zentrales Element in "Die Geschichte der Baltimores" von Joël Dicker. Der Autor beschreibt, wie sie alles zerstören kann und Menschen innerlich zerfrisst. Wie sie Probleme schafft, wo keine sind und wie sie verschiedene Ausmaße annehmen kann. Von kleinen Eifersuchteleien, die die Beziehung zwischen Marcus und Alexandra überschatten, die sie aus Angst vor den Reaktionen und der Eifersucht seiner Cousins geheim halten müssen über das Zerstören der Karriere des besten Freundes bis hin zu häuslicher Gewalt in der Ehe. Es geht aber auch um Träume und darum, was man alles erreichen kann, wenn man an ihnen festhält und Menschen hat, die immer hinter einem stehen. Dicker schafft es, dass man sich in jeden der Charaktere einfühlen kann. Man leidet mit allen mit und wird oft selbst eifersüchtig. Von Beginn an schwebt die "Katastrophe" über jeden Szene, auch wenn sie noch so harmlos erscheint. Der Autor führt den Leser durch die Zeitsprünge perfekt zu der Katastrophe hin, man kann das Buch kaum aus der Hand legen, weil man einfach wissen muss, wie die Geschichte weitergeht und wie das jeweilige Kapitel als Puzzleteil in das große Bild passt. Ein wirklich gelungenes Portrait einer Familie, die sich durch Eifersucht und Missverständnisse zu Grunde richtet. Für mich nicht ganz so stark wie "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert", trotzdem absolut fesselnd und toll geschrieben. Joël Dicker konnte mich wieder überzeugen und gehört damit nun endgültig zu meinen Lieblingsautoren 📖 Ich vergebe 4,5 von 5 ⭐ mit Tendenz nach oben.
Wow
Das Buch habe ich mir nur gekauft, da eine Person auf YouTube von dem Buch geschwärmt hat. Der Klappentext hat bei keine Interesse geweckt, genauso wie das Cover, aber das zeigt mal wieder, dass man nicht nur auf das „äußerliche“ achten sollte. Es ist ein sehr spannendes Buch, und ich konnte von Anfang in die Geschichte eintauchen. Ich persönlich mag es ja, wenn ein Buch in der Gegenwart und in der Vergangenheit geschrieben ist, da so oftmals die Spannung hergestellt wird, und ich einfach erfahren muss was passiert ist. Genauso ist es mit dem Buch. Natürlich hatte es so seine Längen, aber es hat mich nicht gelangweilt. Eher im Gegenteil irgendwie hat mich das Interesse von Seite zu Seite immer mehr gepackt. Ich hätte mit dem Ende nicht gerechnet, also ich war echt sprachlos, und wow also es war echt spannend und mir fehlen die Worte, da ich wirklich nicht mit dem Ende gerechnet habe. Ich habe ja vorher „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ gelesen, und da das Buch mich nicht wirklich überzeugen konnte, hatte ich auch nicht so hohe Erwartungen an dieses Buch, aber zum Glück wurde ich überrascht.
Wow
Achtung, hier kommt eine Katastrophe Lieber Herr Dicker, es tut mir leid, aber wie beide werden keine Freunde mehr. Schon mit Ihrem Erstling habe ich gehadert, die zugegebenermaßen geschickte Konstruktion hat mich letztlich dennoch am Ball bleiben lassen. Mit den Baltimores ist es jedoch eine andere Sache. Mir ist bewusst, dass Foreshadowing ein probates Mittel ist, um einer Story einen Spannungsbogen zu verleihen. Jedoch ist dieses Mittel nur dann spannend, wenn es sparsam eingesetzt wird. Im Fall Ihrer Geschichte der Baltimores wird hingegen schon auf den ersten Seiten von „der Katastrophe“ gesprochen, obwohl schnell klar wird, dass wir Leser noch hunderte Seiten am langen Arm verhungern gelassen werden, bis es endlich zu „der Katastrophe“ kommt. Es hilft auch nicht, „die Katastrophe“ immer und immer wieder zu erwähnen, wir wissen ja schon längst, dass es böse enden wird. Bei mir löste das lediglich den Effekt aus, dass ich jedes Mal ein inneres Augenrollen vollzog, wenn einmal mehr von „der Katastrophe“ gesprochen wurde. Ich empfand es als furchtbar anstrengend. Ihr Plot könnte zudem Grundlage für eine, vermutlich sehr erfolgreiche, Vorabendsoap sein. Die Dialoge könnten platter und pathetischer nicht sein, die Handlung kaum kitschiger. Und unser Erzähler verwendet im Laufe der Geschichte immer wieder dieselben Formulierungen, als wäre ihm nichts besseres eingefallen. Das macht das Buch insgesamt ziemlich öde, mein Interesse war schnell auf ein Minimum geschrumpft. Ihre Figuren mögen nahbar sein, den Leser emotional binden, aber authentisch sind sie nicht. Um ehrlich zu sein, verhalten sich alle super dämlich. Es mag sein, dass unzureichende Kommunikation oft Ursache für Katastrophen wie diese ist, aber es sollte doch das Gefühl zurückbleiben, dass die Figuren sich wenigstens bemüht, wenigstens ab und an ihr Hirn eingeschaltet haben. In diesem Fall kann ich nur sagen: Die Katastrophe ist selbst verschuldet, Ihre Figuren haben den Karren so richtig gegen die Wand gefahren. Ich gönne Ihnen, dass sie so viele Fans haben und als literarischer Stern an Frankreichs Abendhimmel gepriesen werden. Allerdings finde ich Ihr Schreiben hoffnungslos überschätzt. Für einen guten Roman benötigt man mehr, als Foreshadowing und eine überdramatische Handlung. Für mich funkeln da nur zwei schwach erleuchtete Sternchen. Hochachtungsvoll Frau Schafski
4 Wows
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