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Ein ganzes halbes Jahr

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REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
Aus dem Englischen von Karolina Fell
BIOGRAFIE
Keine Angaben verfügbar

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
20.06.2019
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783499267031
Sprache
German
Seiten
527
Schlagworte
E-Voting, E-Democracy, E-Participation, European Politics, New Media Technologies
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von InkaLeseliebe, Ramona Kielfeder und 3 andere
ingridpabst
ramonan
ilaydaak12
ninagrey
writereadpassion
Wie hat's mir gefallen Die Protagonistin Louisa lebt ein eher beschauliches Leben. Bis vor kurzem arbeitete die 26-Jährige noch in einem kleinen Café in einer kleinen Stadt. Sie ist seit so vielen Jahren mit ihrem Freund zusammen, der sich aber gerade mehr für den Sport als für seine Freundin interessiert, dass Lou eigentlich gar nicht mehr weiß, warum sie noch zusammen sind. Als Lou arbeitslos wird, scheint sie in ein tiefes Loch zu fallen, denn ihre Karrieremöglichkeiten scheinen gering. Da sie aber ihre Eltern, bei denen sie noch wohnt, finanziel unterstützen muss, sucht die junge Frau schnell eine neue Anstellung. So gelangt Lou zu dem mürrischen im Rollstuhl sitzenden Will Traynor. Will kann Lou von Anfang an nicht leiden und macht der jungen Frau mit seiner ablehnenden Art das Leben zur Hölle, doch Lou lässt sich nicht unterkriegen und freundet sich Stück für Stück mit dem meckerenden Will an. Doch Will hat nicht nur seine Lebensfreude verloren, er kann so wie er ist, nicht mehr mit sich selbst leben. Die Geschichte von Lou und Will ist alles andere als gewöhnlich oder alltäglich. Mir wurde vor dem Lesen abgeraten den Klappentext zu lesen und somit stürzte ich mich absolut ahnungslos in das Geschehen. Schon nach wenigen Minuten konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen, denn Lou beschreibt ihre Sicht der Dinge so bezaubernd und realistisch, dass man davon gar nicht mehr genug bekommen kann. Dennoch: hätte ich vorher gewusst worum es geht, hätte ich das Buch nicht angefangen. Ich habe keineswegs etwas gegen das Thema an sich, aber ich war schon kein Freund von "Ziemlich beste Freunde", da dies eine ziemlich vorhersehbare Handlung hatte und nur wenig überraschte. Doch dieses Buch bricht alle Regeln und hat mich von grundauf bewegt, wie es schonlange kein Buch mehr schaffte. Die Autorin spricht ein absolutes Tabuthema an: Will hat den Wunsch sich von Verein "Dignitas - Menschenwürdig leben – Menschenwürdig sterben" helfen zu lassen, denn er will so nicht mehr mit sich leben. Ich denke die meisten Menschen sind bei einem jungen Menschen, der noch absolut bei klarem Verstand ist und nicht ans Bett gefesselt ist ein gegener von Euthanasie. Aber solch ein Schwarz/Weiß-Denken gibt es bei "Ein ganzes halbes Jahr" nicht. Die Autorin beleuchtet nicht nur die Seite der Angehörigen und der Nicht-Behinderten, die nicht verstehen können, wieso ein junger Mann freiwillig sein Leben beenden will, sondern sie lässt Will offen und ehrlich sprechen, wieso er auf diese Art und Weise nicht mehr mit sich selbst leben kann. Ich selbst hatte vor dem Lesen eine klare Meinung darüber und konnte Will anfangs nicht verstehen. Doch nach und nach brachte mich die Autorin zum nachdenken und brachte meine so standfeste Meinung zum wanken. Gerade das macht das Buch so besonders, dass man auch neben der Handlung noch weiter über das Buch und das Grundthema nachdenkt und vielleicht sein eigenes Leben mehr genießt. Die Botschaft ist wirklich wunderschön und ich kann jedem dieses Buch mit absoluter Begeisterung empfehlen. Doch neben dem nachdenklichen Will gibt es noch Lou. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein. Er will sich am liebsten jeden Moment seines Lebens bewegen, etwas erleben, fremde Orte kennenlernen und das Leben in vollen Zügen genießen - leider kann er dies nicht mehr. Lou hingegen ist völlig gesund und ist zufrieden mit einer monotonen Arbeit und dem allabendlichen Fernsehprogramm. Dennoch verstehen sich die Beiden nach und nach immer mehr. Lou versucht Will seine Lebensfreude wiederzugeben und ihn dadurch umzustimmen. Was Lou erst nicht bemerkt: auch sie verändert sich durch Will enorm und gewinnt an Abenteuerhunger und Lebensfreude dazu. Die Geschichter dieser Beiden ist einfach unglaulich schön! Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Die Geschichte wird, bis auf kleine Ausnahmen gegen Ende des Buches, aus Sicht von Louisa Clark geschrieben. Sie zieht sich anfangs sehr zurück und nimmt Abstand von Will. Gerade ihre Gednakengänge sind sehr spannend und teilweise auch sehr lustig. Das Buch hat mich eine ganze Nacht Schlaf gekostet, denn ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Letztendlich kann ich nur sagen, dass mich die Liebesgeschichte der beiden sehr berührt hat. Aber das eigentlich Schöne in diesem Buch ist das Grundthema: das Leben genießen. Es bietet viel Stoff zum nachdenken, sodass man tatsächlich vor dem Buch sitzt und in sich geht: "Bin ich wirklich glücklich? Lebe ich oder funktioniere ich einfach nur noch?". Lest dieses Buch und lasst euch verzaubern von einer einmaligen Geschichte! Cover Die Covergestaltung ist einerseits sehr romantisch und mädchenhaft, andererseits aber auch schlicht und neugiererweckend. Mir gefällt es sehr gut, auch wenn es ein bisschen kitschig wirkt, denn allein das Cover hat mich zum ersten Mal auf das Buch aufmerksam gemacht. Wieso gekauft So oft hatte ich dieses Buch schon in der Hand, so viel Gutes hatte ich darüber gehört. Letztendlich empfohl mir meine Bibliothekarin des Vertrauens diesen Roman und da konnte ich nicht nein sagen, denn sie hat ein absolut gutes Händchen was Buchauswahl betrifft. Danke Franzi! Für Fans von: - Büchern von Cecela Ahern Gut zu wissen "Ein ganzes halbes Jahr" ist kein Mehrteiler. Auch wenn man das Buch vielleicht schnell liest, sollte man sich einige Zeit nehmen, um über die Probleme des Protagonisten nachzudenken. Ich musste während des Lesens einige Zeit für mich nutzen, um meine eigene Meinung festzustellen und schließlich zu überdenken. Das Buch behandelt ein schwieriges Thema, welches man nicht leichtfertig und schnell abhandeln kann. Fazit Dieses Buch ist nicht nur für Fans von Liebesgeschichten, denn die Handlung bietet so viel mehr. Jojo Moyes erzählt sehr emotional die Geschichte zweier Menschen, die gegenseitig ihr Leben verändern. Auf wunderbare Art und Weise regt die Autorin den Leser zum Nachdenken an und gibt eine wundersame Botschaft weiter. "Ein ganzes halbes Jahr" hat mich unendlich tief berührt. Bewertung: 5/5
Wow
Ramona Kielfeder
Eine unglaubliche Geschichte über die Liebe! Ich hatte zu Beginn nur den Klappentext und keine weiteren Informationen zu dem Buch, sodass ich von der eigentlichen Thematik dann sehr überrascht wurde. Eventuell war das aber auch vorteilhaft, sodass ich keine Vorurteile oder andere Erstgedanken zu dem Buch entwickeln konnte. Lou und Will sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Im normalen Alltag hätten sie sich wohl nie näher miteinander beschäftigt. Doch in dieser besonderen Situation sind sie gleichsam aufeinander angewiesen. Lou muss Will mit ihrer unkonventionellen und unverblümten Art aus seinem Schneckenhaus locken. Der Humor, der ihre gemeinsamen Stunden trägt, ist wunderbar. Er lockert die Ernsthaftigkeit des Themas so wunderbar unverkrampft auf. Man bekommt einen Eindruck, von dem Menschen, der tief in Will verborgen liegt. Der sich nur nicht traut, aus seiner Einsamkeit hervorzukommen. Lou wird von Will zum Nachdenken angeregt. Bis jetzt hat die junge Frau keine richtige Vorstellung von ihrem Leben. Sie ist unzufrieden, befreit sich aber auch nicht aus dem Trott, der sie gefangen hält. Will gibt ihr die Möglichkeit, zu Reflektieren. Er leitet sie an, das Leben entdecken zu wollen. Er versucht ihr ein Verständnis für die Möglichkeiten zu geben. Ich habe Lous & Wills Geschichte an einem Tag gelebt. Auf der einen Seite habe ich herzlich lachen müssen, auf der nächsten trieb es mir die Tränen in die Augen. Dieses Wechselbad der Gefühle war unglaublich und ich bin Jojo Moyes sehr dankbar für ihre besondere Geschichte. Zwar hat sie mich zu Beginn an „Ziemlich beste Freunde“ erinnert, aber es gibt zahlreiche Unterschiede. Die Liebe zwischen Lou und Will ist so zart und so wunderschön, ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben soll. Ein ganzes halbes Jahr war tränenreich, aber auch durch viele kleine Glücksmomente gekennzeichnet. Die Geschichte hat mich auf eine nicht beschreibbare Weise berührt, auf eine Weise, wie man es bei einem Buch nur selten erlebt. Die Geschichte von Lou und Will hat mein Herz berührt.
Wow
Live boldly. Push yourself. Don’t settle.” Hallöösschennn endlich gibt es die Rezension zu ein ganzes halbes Jahr❤️️🙈. Dieses Buch hat mich sehr wirklich sehr mitgenommen 😭. Meine Freundin hatte mich schon vorgewarnt das es sehr traurig ist aber sowas hätte ich nicht erwartet 😂🙈😱. Ich habe fast eine Stunde geweint und dann wurde es noch schlimmer als ich denn Film geguckt habe 😪😬😱. Ich habe dieses buch in 2 Tagen durchgelesen und konnte es garnicht aus meinen Händen lassen💖. So eine emotionale und wunderschöne Liebesgeschichte , so rein und Unschuldig wie noch nie !! Die beiden Protagonistinnen haben mein Herz gebrochen und ich habe mich in sie verliebt. Freue mich schon auf den zweiten Teil und hoffe auf ein Happy End für Louisa Clark. Denn dieses Buch hat mich komplett emotional zerstört. Nachdem ich es zu Ende gelesen habe habe ich sofort den Film geguckt und der war sogar besser als das Buch 🌺📚. Natürlich kann keiner das Buch toppen. Das Buch kriegt auf jedenfall 5/5⭐️
2 Wows
broken heart </3 :( Ein ganzes halbes Jahr hat mich optisch und vom Klappentext her angesprochen , bei dem Buchtitel habe ich mir nichts wirkliches bei gedacht . Wenn ich gewusst hätte, wieviel mir dieses Buch abverlangt , nämlich ALLES ! Unendlich viele Tränen , unendlicher Herzschmerz , dunkle Seele , so dunkel wie die tiefen eines Meeres ... ... hätte ich dieses Buch vermutlich trotzdem gelesen , denn das ich Louisa und Will kennenlernen durfte war etwas besonderes und ich möchte die beiden nicht missen , denn neben all dem traurigen , haben mir Will und Lou so wahnsinnig viel gegeben , nämlich mehr als einmal als lächeln im Gesicht , die ein oder anderen lauten lacher und die Tatsache, wie vergänglich das Leben einfach ist und Zeit und Liebe etwas wertvolles ist . Auch wenn es wehtut , man soll glücklich sein über das , was man hatte , nicht traurig sein , über das , was man verloren hat , ein Ding der unmöglichkeit ? Nein , ich denke manchmal überwiegt das Glücklichsein die Trauer . Wer Lou und Will noch nicht kennt , sollte sie unbedingt kennenlernen ! Eine Schande, das ich das Buch vor Ewigkeiten gelesen habe und erst jetzt rezensiere *ShameOnMe*
Wow
WriteReadPassion
Wie will ich leben? Wer darf bestimmen, wie ich leben und sterben soll? Ein wichtiges Thema! Klappentext: Lou Clark weiß eine Menge. Sie weiß, wie viele Schritte es von der Bushaltestelle bis nach Hause sind. Sie weiß, dass ihr die Arbeit im Café »Buttered Bun«“ gefällt, und sie weiß, dass sie ihren Freund Patrick vielleicht nicht liebt. Was Lou nicht weiß: Sie wird ihren Job verlieren und einen neuen annehmen, der alles Bisherige in Frage stellt. Will Traynor weiß, dass der Motorradunfall ihm den Lebensmut genommen hat. Er weiß, dass alles sich klein und freudlos anfühlt, und er weiß ganz genau, was er dagegen tun wird. Was Will nicht weiß: Lou wird in sein Leben platzen wie eine Explosion aus Farben. Und weder Lou noch Will wissen, dass sie das Leben des anderen für immer ändern werden. Autorin: Jojo Moyes schreibt über große Gefühle und rührt ihre Leser zu Tränen: Der britischen Schriftstellerin und Journalistin gelang der große Durchbruch mit ihrem Bestseller „Ein ganzes halbes Jahr“ (Originaltitel: „Me Before You“), der im Jahr 2012 erschien. Im Jahr 2016 begeisterte die Verfilmung mit Emilia Clarke und Sam Claflin in den Hauptrollen das Kinopublikum. Die bittersüße Romanze handelt von einem wohlhabenden jungen Mann, der nach einem Unfall als Tetraplegiker an den Rollstuhl gefesselt ist, und seiner lebenslustigen Pflegerin Louisa aus ärmlichen Verhältnissen. In Deutschland stand dieser in 43 Sprachen übersetzte Roman 41 Wochen lang auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste. In ihrer Heimat war die 1969 in London als Pauline Sara Jo Moyes geborene Jojo Moyes zu diesem Zeitpunkt als Kolumnistin für Tageszeitungen und als Autorin von Romanzen bekannt. Jojo Moyes lebt mit ihrem Ehemann und drei Kindern auf einem Bauernhof in Great Sampford in der Grafschaft Essex. Als Inspiration für Ihre Werke nennt sie die große britische Schriftstellerin Jane Austen, deren feines Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen sie bewundert. Übersetzerin: Karolina Fell hat schon viele große Autoren ins Deutsche übertragen, u.a. Jojo Moyes, Bernard Cornwell und Kristin Hannah. Sprecher: Luise Helm ist ist eine deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin. Sie wurde vor allem durch ihre Rolle der Lisa in der im Jahr 2000 erschienen Teenager-Komödie Harte Jungs bekannt, in der sie neben Tobias Schenke und Axel Stein in einer größeren Nebenrolle agierte. Luise Helm machte schon im Alter von fünf Jahren erste Erfahrungen mit der Synchronarbeit, und seit ihrem zehnten Lebensjahr steht sie auch vor der Kamera. Sie ist die deutsche Stimme von Scarlett Johansson und Megan Fox und ist eine sehr begehrte Hörbuchsprecherin. Luise Helm las Bestseller von Jojo Moyes und Cecelia Ahern ein. Ulrike Hübschmann wurde in Potsdam geboren, studierte an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Rostock und Berlin. Nach 15 Jahren als Schauspielerin an verschiedenen Theatern und in Filmproduktionen begann sie 2006 verstärkt auch als Sprecherin zu arbeiten. Inzwischen hat sie über 50 Hörbücher für viele verschiedene Verlage eingelesen. Sie hat Audioguides für bedeutende nationale und internationale Museen (bspw. Documenta Kassel, Deutsches Historisches Museum, Schloss Cecilienhof, Martin Gropius Bau Berlin, Jüdisches Museum Berlin, Städel Frankfurt, Goethe- und Schiller Gedenkstätten Weimar u.v.a.m.) gesprochen. Romanus Fuhrmann – Schauspieler und Sprecher - erhielt seine Ausbildung an der staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst „Max-Reinhardt-Seminar“ in Wien. Insgesamt war er elf Jahre im festen Engagement, u.a. am Schauspiel Frankfurt und Burgtheater Wien. Als Sprecher wurde Romanus Fuhrmann während seiner Engagements in Wien und Frankfurt vom ORF und HR gebucht. 2007 begann er intensiver für die Rundfunkanstalten zu arbeiten, erst beim Hörfunk, seit 2011 dann auch beim Fernsehen. Heute spricht er für ARD, ARTE, DLR, MDR, NDR, RBB, WDR, ZDF und 3SAT – sowie für Synchronfirmen, Hörspiel- und Hörbuchverlage. Bewertung: An mir gehen ja Hypes vorbei, ich bilde mir lieber mein eigenes Urteil. Mich hat das Buch nicht sonderlich angesprochen, daher erlag ich dem auch nicht. Den Film habe ich letztes Jahr aus Neugier angeschaut, den ich ganz gut finde - allein wegen Lous verrückten Vorlieben! Jetzt wollte ich mir einfach mal das Original antun, daher lieh ich mir das eHörbuch aus. Das Cover finde ich einmalig und kreativ. Natürlich würde ein anderes Bild viel besser passen und über die Geschichte mehr aussagen, aber mir gefällt das Ungewöhnliche. Der Titel ist zauberhaft und gibt die Geschichte hervorragend wieder! Die abwechselnde Erzählung fand ich sehr gut, nur war das etwas verwirrend anfänglich, weil die Hauptsprecherin die Stimme nicht so gut abheben kann. Durch die anderen Sprecher wird die Erzählung lebhafter und vielschichtiger. Die Charaktere sind allesamt ganz gut ausgearbeitet, wie auch die Geschichte. Ich mag Lous verrückten Charakter und ihre Eigenwilligkeit. Die Gedanken und Gefühle von Will kann ich sehr gut nachvollziehen. Es ist schon heuchlerisch, wie die meisten von uns laut vorgeben "Ja, mir würde es auch so gehen, ich würde mir das auch von meinen Lieben wünschen ...", wenn es aber andere betrifft, meinen, sie könnten über diese bestimmen und ihnen ihre selbstbestimmten Entscheidungen absprechen; "Nein, das Leben ist doch wunderbar, du kannst das deinen Lieben doch nicht antun ..." !!! Richtig typisch, ob das Angehörige, Ärzte oder Politiker betrifft. Plötzlich wird eine andere Meinung vertreten, weil es nicht sie selbst betrifft. Wenn ich eine Meinung dazu habe, besteht die auch, wenn es nicht bloß mich betrifft ... heißt, ich halte meine Meinung auch den anderen gegenüber, wenn es sie betrifft. Wenn ich der Ansicht bin, jeder soll frei entscheiden können, wann er das Leben beenden möchte (in extremen Fällen), dann meine ich nicht nur mich damit, sondern gestatte es auch den anderen! Genau das wird auch hier zum Thema, und ich hätte mir eine bessere Ausarbeitung dazu gewünscht. Lou ging mir bezüglich Wills Entscheidung irgendwann sehr auf die Nerven! Natürlich fand ich das Missverständnis erwähnenswert, aber irgendwann ist auch mal gut! Ich hatte das Gefühl, ihre dramatischen Kommentare hörten gar nicht mehr auf und mir wurde das echt zu viel! Ich denke, gelesen ist das wieder eine andere Sache, gehört hatte ich wirklich zehn Minuten dasselbe Gejaule in hoher Stimmlage - ziemlich nervtötend!!! So mal Lou Will gar nicht richtig zuhört und einfach nur ihr Missfallen raus lässt. Fand ich gar nicht schön! Das Ende finde ich wunderschön und super gelungen, denn bei diesem Thema und solchen Lebensgeschichten gibt es halt nicht unbedingt das typische Happy End! Fazit: Die Geschichte ergänzt den Film sehr gut, da ich mich nicht zwischen beiden entscheiden könnte ... einiges ist im Film besser dargestellt, einiges im Buch/Hörbuch. Die Geschichte ist sehr berührend und einfühlsam erzählt, mir fehlte aber mehr die Auseinandersetzung zum Thema selbstbestimmter Tod. Ich persönlich teile das Buch/Hörbuch nicht in das Genre Liebesroman ein. Ich finde es im Genre Roman viel passender, das es hauptsächlich doch eher um die Frage des Lebens geht; Wie möchte ich leben? Wie ist das Leben lebenswert? Wer darf bestimmen, wie ich lebe und sterbe? ... Die Romanze läuft da nebenher und ist nicht das Zentralthema. Ich glaube auch nicht, dass die Autorin die Romantik in den Vordergrund stellen wollte. Ich sehe das Thema Leben und Sterben als ihr Hauptanliegen. Eine schöne Geschichte, an manchen Stellen wirklich nervig ... wechselnde Erzählperspektiven mit lebhaften Sprechern.
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