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Elena Ferrante

Die Geschichte eines neuen Namens

Ist Teil der Reihe
Neapolitanische Saga
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4.3/5
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ZUSAMMENFASSUNG
Lila und Elena sind sechzehn Jahre alt, und sie sind verzweifelt. Lila hat noch am Tage ihrer Hochzeit erfahren, dass ihr Mann sie hintergeht - er macht Geschäfte mit den allseits verhassten Solara-Brüdern, den lokalen Camorristi. Für Lila, arm geboren und durch die Ehe schlagartig zu Geld und Ansehen gekommen, brechen leidvolle Zeiten an. Elena hingegen verliebt sich Hals über Kopf in einen jungen Studenten, doch der scheint nur mit ihren Gefühlen zu spielen. Sie ist eine regelrechte Vorzeigeschülerin geworden, muss aber feststellen, dass das, was sie sich mühsam erarbeitet hat, in ihrer neapolitanischen Welt kaum etwas gilt. Trotz all dieser Widrigkeiten beharren Lila und Elena immer weiter darauf, ihr Leben selbst zu bestimmen, auch wenn der Preis, den sie dafür zahlen müssen, bisweilen brutal ist. Woran die beiden jungen Frauen sich festhalten, ist ihre Freundschaft. Aber können sie einander wirklich vertrauen? Elena Ferrante hat einen Weltbestseller geschrieben. Ein Gipfelwerk der zeitgenössischen Literatur. Und einen Roman, den man erschüttert und begeistert liest!
BIOGRAFIE
Elena Ferrante hat sich mit dem Erscheinen ihres Debütromans im Jahr 1992 für die Anonymität entschieden. Ihre vierbändige Neapolitanische Saga - bestehend aus Meine geniale Freundin, Die Geschichte eines neuen Namens, Die Geschichte der getrennten Wege und Die Geschichte des verlorenen Kindes - ist ein weltweiter Bestseller. Zuletzt erschienen im Suhrkamp Verlag auch Ferrantes frühere Romane Lästige Liebe, Tage des Verlassenwerdens und Frau im Dunkeln, sowie der Band Frantumaglia, der Briefe, Aufsätze und Interviews versammelt.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
30.01.2017
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783518425749
Sprache
German
Seiten
623
Schlagworte
Spiegel-Bestseller, Geschenk für Frauen, Geschenke für Frauen, 20. Jahrhundert, Bücher Bestseller 2016, Geschenke für Mama, Bücher Bestseller 2017, Muttertag, 21. Jahrhundert, Spiegel Bestseller, Bücher Bestseller 2018, Muttertagsgeschenk, Freundschaft, Mafia, Elena Ferrante
MOJOS
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REZENSIONEN
Bewertet von Mia, Ailyn und 3 andere
justmiaslife
ailyn_09
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herbstrose
gerald
Dies ist der zweite Band der neapolitanischen Saga und er geht nahtlos beim ersten Band weiter. Zu Beginn gibt es eine kurze Zusammenfassung bzw. Vorstellung der einzelnen Personen, sodass problemlos weitergelesen werden kann, auch wenn der erste Band schon eine weile zurückliegen sollte. Zum Inhalt werde ich hier nicht viel schreiben, um Leser, die den ersten Band noch nicht kennen, nicht zu spoilern. Wir begleiten wieder Elena und Lila, die dem Kindesalter entwachsen und zu jungen Erwachsenen heranreifen. In diesem Band liegt der Fokus fast nur auf den beiden Mädchen, das hat mir gut gefallen. Es ist schön die Entwicklung der beiden, sowohl äußerlich als auch charakterlich mitzuverfolgen: Beide wachsen in ärmlichen Verhältnissen auf und wollen nun etwas aus ihrem Leben machen, Grenzen austesten und sich über alles hinweg setzen: Während die eine der Meinung ist nur mit Geld etwas darzustellen und so dem Rione entfliehen zu können, glaubt die andere dies gelinge nur mit Wissen und fleißigem Lernen. So gehen beide ihren Weg und trennen sich dabei zeitweise. Durch den flüssigen sowie ruhigen Schreibstil wirkt die Handlung sehr plastisch, als Leser konnte ich mitten in das Leben von Elena und Lila im damaligen Italien der 60er Jahre eintauchen. Zugleich wirkt die Stimmung in diesem Band, selbst wenn teilweise fröhliche Dinge passieren, etwas melancholisch und drückend, was ich aufgrund der geteilten Handlungsstränge sowie dem Titel des Romanes sehr passend finde. Elena Ferrante zeigt uns durch die beschriebenen Gefühle, Stimmungen und Handlungen der beiden Mädchen, dass eine Freundschaft keine einfache Sache ist, es gibt Liebe, Vertrauen, Konkurrenzkampf und Schuldgefühle. Teilweise ist die Freundschaft durch eine Hassliebe geprägt. Es werden Grenzen ausgetestet. All dies erzeugt eine Sogwirkung, das Buch ist wie im Flug gelesen und für mich eine klare Leseempfehlung.
Wow
"Die Geschichte eines neuen Namens" ist der zweite Teil des Neapolitanischen Zyklus von Elena Ferrante (Pseudonym). Die Protagonistin Elena erzählt in ihm über ihre Jugendjahre. Ich kannte den ersten Teil noch nicht, kam aber dank der am Anfang vorgestellten Protagonisten gut in diese Geschichte hinein. Es geht um Elena, genannt Lenù, ihren Freundin Lina (von ihr Lila genannt) und um viele Familien aus dem neapolitanischen Rione, aus dem die beiden stammen. Es ist ein Arbeiterviertel, ein armes Viertel. Familien, in denen die Kinder schon früh mitarbeiten müssen. Es sind die 50er und 60er Jahre. Bildung ? Meistens fingen die Kinder nach der Grundschule an zu arbeiten. Anders Elena, die Abitur macht. In diesem zweiten Band geht es auch um Beziehungen, Freundschaften und Ehen. Lila heiratet mit 16 Jahren. Doch glücklich wird sie nicht. Es war ein entfliehen aus ihrer Familie, sie hat materiele Güter, ein - für ihre Verhältnisse - Luxusleben. Sie kann ihre Fähigkeiten an der Arbeit einsetzen, bringt Schwung in die Läden, doch sie verkümmert innerlich. Denn es ist nur der materielle Schein, es ist kein Eheglück vorhanden. Elena hingegen geht in ihrem Lernen, ihrem Wissen auf. Doch die ganze Zeit kann sie sich innerlich nich von ihrer KIndheitsfreundin abnabeln. Sie hängt an ihr, bewundert sie, beneidet sie. Lenú scheint alles mühelos zu gelingen.. Ihr fällt alles zu, was Elena sich hart erarbeiten muss. Doch manchmal trügt auch der Schein. Es ist eine wechselvolle Geschichte, mit vielen Tiefen und manchen Höhen. Beim Lesen erkennt man die unsichere Elena, die ganz anders ist als ihre vorlaute, extrovertierte Freundin. Vor allem glaubt man als Leser, dass die Autorin hier ein biografisches Buch geschrieben hat. gerade weil sie dieses geheimnisvolle Pseudonym, hinter dem sie sich im verborgenen hält. den gleichen Vornamen wie die Hauptprotagonistin hat. Und weil sie aus der Ich-Perspektive erzählt und es eine vor allem sehr gute Sicht auf das Seelenleben der jungen Elene gibt. Es ist eine Geschichte in der Retroperspektive geschrieben, aber sehr detaillvoll, so dass man sich als Leser mit hinein versetzt fühlt in die 50er und 60er Jahre. Man spürt beim Lesen förmlich die Unsicherheit der Protagonistin, ihr bestreben beim Lernen und vor allem ihre Entwicklung. Es klingt nach einer authentischen Geschichte, weil man vollkommen in ihr Leben eintauchen kann. Ich empfande das Buch nicht als langweilig, obwohl es keinen großen Spannungsbogen gab. Vielmehr hat mich Elenas Leben, ihre Gedanken, fasziniert. Es ist wie das Eintauchen in eine andere Zeit, der Zeit meiner Elterngeneration. Das Leben einer früheren Generation, aber hier konnte ich es vor meinem inneren Augen förmlich nachfühlen, nacherleben. In eine andere Haut schlüpfen. Es ist eine - für mich- andere Welt, eine, in der kaum Hoffnung besteht, das Viertel, in das man hineingeboren worden ist, zu verlassen. Bei denen Menschen tagein und tagaus schuften und nicht viel erreichen. Indem Banden das sagen haben. Gewalt fast zur Tagesordnung gehört. Jeder alles -oder fast alles- über seine Nachbarn weiß. Es fasziniert, schreckt öfters aber auch ab. Und doch - immer wieder ist da ein Hoffnungsstrahl in all diesem Elend. Ich werde jetzt auf alle Fälle die KInderjahre mit "Meine geniale Freundin" nachholen und warte gespannt auf die weiteren zwei Bände. Die Autorin hat mich gepackt, hat mein Interesse an Elena und ihrem zukünftigen Leben geweckt.
Wow
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Elena und Lila sind nun junge Erwachsene, beide im selben Alter, aber in vollkommen anderen Leben. Während Lila ihre Eheschließung bereits bereut, kämpft Elena mit den schulischen Anforderungen, erster Liebe und dem ständigen Gefühl, Lilas Konkurrentin zu sein. Der Wunsch, ihrem ungemütlichen Viertel zu entfliehen, steigt mit jedem Tag, doch der Ausweg scheint nur für eine von beiden offen zu stehen. Die Geschichte der zwei Freundinnen verliert auch im zweiten Teil kaum ihren Sog. Lediglich der zähe Mittelteil - ein gemeinsamer Sommerurlaub - bereitete mir hin und wieder Kummer und ärgerte mich vor allem wegen der Unberechenbarkeit Lilas. Die außergewöhnliche Beziehung zwischen den beiden Mädchen gewinnt in dieser Fortsetzung noch an Tiefe, lässt Lila aber immer mehr wie einen unerreichbaren Stern erscheinen, der damit nicht nur Elena zu schaffen machte. Trotzdem endet auch dieses Buch mit einem Kapitel, welches die Neugier auf mehr in mir weckte. Der dritte Band, welcher im August erscheint, wird sich dann aber hoffentlich ein wenig mehr mit Elena und ihrem Vorankommen beschäftigen.
Wow
Die „Neapolitanische Saga“ geht weiter: Lila hat den vermögenden Stefano geheiratet und ist nun Signora Carracci, doch die Ehe ist alles andere als glücklich. Bereits in der Hochzeitsnacht kommt es zu einem heftigen Streit. Elena geht weiter zur Schule. Sie ist nun mit Antonio befreundet, schwärmt aber immer noch für Nino, der nun sein Studium begonnen hat. Als Lila eine Fehlgeburt erleidet und ihr vom Arzt Erholungsurlaub verordnet wird, lädt sie Elena ein, die Ferien gemeinsam in einem gemieteten Haus auf Ischia zu verbringen. Beide erleben einige entspannte Tage zusammen, bis plötzlich Nino dort auftaucht und sich für die verheiratete Lila interessiert. Es kommt zum Eklat – die Freundschaft der beiden jungen Frauen scheint am Ende … Elena Ferrante ist das Pseudonym einer italienischen Schriftstellerin, deren Debütroman „L’amore molesto“ bereits 1992 in Italien und unter dem Titel „Lästige Liebe“ 1994 auf Deutsch veröffentlicht wurde. Internationale Bekanntheit erreichte sie durch ihre Neapolitanische Saga, deren erster Band „Meine geniale Freundin“ 2016 in Deutschland erschienen ist. In einem schriftlichen Interview gab die Autorin einige Informationen zu ihrer Person bekannt. Sie sei in einem Außenbezirk von Neapel geboren und aufgewachsen, heiße im realen Leben auch Elena und sei Mutter von Töchtern. Die Schriftstellerei sei nicht ihr Hauptberuf … „Die Geschichte eines neuen Namens“ ist der zweite Band der „Neapolitanischen Saga“, die insgesamt vier Bände umfasst. Er erschien bereits 2012 im italienischen Original und 2017 in deutscher Übersetzung beim Suhrkamp-Verlag und behandelt das Leben der beiden Freundinnen vom Ende der Jugendzeit bis hin zu jungen Frauen. Die Autorin lässt, wie schon im ersten Band, Elena erzählen, und gibt uns einen tiefen Einblick in das Leben von Rione, einem Armenviertel Neapels, in den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts. Der Sommerurlaub, den die beiden Protagonistinnen zusammen auf Ischia verbringen, möchte ich als Kernpunkt der Geschichte bezeichnen, da danach die Lebenswege von Elena und Lila recht unterschiedlich verlaufen. Ferrantes Schreibstil ist, wenn man sich erst einmal eingelesen und an die Vielzahl der Personen und Namen gewöhnt hat, flüssig und sehr gut zu lesen. Ein Personenverzeichnis der einzelnen Familienmitglieder und ihrer Tätigkeiten befindet sich vorne im Buch und ist auch als Lesezeichen beigefügt, was sich als sehr nützlich erweist. Mir persönlich hat dieser zweite Band besser gefallen, da die kindlichen Probleme des ersten Bandes nun anderen, reiferen und erwachseneren Themen gewichen sind. Man ist als Leser sofort wieder mitten drin im Geschehen, leidet mit Elena und freut sich mit ihr über ihre zunehmenden Erfolge. Sie schreibt ein Buch, das von einem Mailänder Verlag veröffentlicht wird. Das Ende ist rundweg befriedigend und veranlasst, bedingt durch einen Cliffhanger, auch zum nächsten Band zu greifen …
1 Wow
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