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Jandy Nelson

Ich gebe dir die Sonne

Jugendbücher
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ZUSAMMENFASSUNG
Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler ...
BIOGRAFIE
Jandy Nelson ist wie Noah und Jude in einem abergläubischen Haushalt aufgewachsen. Schon als kleines Mädchen wurde ihr beigebracht, wie man vierblättrige Kleeblätter aufstöbert; sie klopft auf Holz, wirft Salz über die Schulter und trägt Glücksbringer mit sich herum. Ihr Debüt Über mir der Himmel stand auf mehreren Bestenlisten und wurde ein großer internationaler Erfolg. Ihr zweiter Roman Ich gebe dir die Sonne ist New York Times-Bestseller, die Filmrechte sind an Warner Brothers verkauft, er stand ebenfalls auf mehreren Bestenlisten und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Printz Award. Derzeit lebt Jandy Nelson in Kalifornien - nicht weit von den Schauplätzen aus Über mir der Himmel und Ich gebe dir die Sonne -, wo sie sich ganz dem Schreiben widmet.

PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
08.11.2016
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783570164594
Sprache
German
Seiten
477
Schlagworte
Versöhnung, Kunst, Kalifornien, Geschwister, erste Liebe, Verrat, Familie, Malen, new york times bestseller, Jugendbücher
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REZENSIONEN
Bewertet von chianti, Lena und 3 andere
chianti
lenagehrke
wortgetreu
rea
buecherregalstory
Mit dreizehn Jahren sind die Zwillinge Noah und Jude fast unzertrennlich. Drei Jahre später sprechen die beiden kaum noch miteinander. Was ist passiert, das die beiden so entzweien konnte? "Ich gebe dir die Sonne" ist ein Einzelband von Jandy Nelson, der die berührende Geschichte der Zwillinge Noah und Jude erzählt, aus deren Sichten wir das Buch auch lesen dürfen. Allerdings startet die Geschichte mit Noah, als die beiden dreizehn sind, während diese von der sechzehn Jahre alten Jude in der Gegenwart weitererzählt wird. Wir lernen mit Jude und Noah zwei sehr unterschiedliche Charaktere kennen, die besonders ihre Liebe zur Kunst gemein haben. So ist der dreizehn Jahre alte Noah eher still und malt die aktuellen Geschehnisse gerne in seinem Kopf, während Jude sehr extrovertiert ist. Doch so verschieden die beiden auch wirken, sie sind Zwillinge und haben eine ganz besondere Beziehung zueinander. Das hat sich drei Jahre später aber geändert, denn die beiden scheinen die Persönlichkeiten getauscht zu haben und sprechen kaum noch miteinander. Während Noah mit dreizehn eher ein Außenseiter war, hat er sich nun angepasst und die flippige Jude von früher ist nun still und grenzt sich selbst aus. Ich habe ein wenig Zeit gebraucht, um in die Geschichte von Noah und Jude hineinzufinden und an den besonderen Schreibstil von Jandy Nelson musste ich mich ehrlich gesagt erst gewöhnen. Doch sobald ich Noah und Jude erstmal kennengelernt hatte, wollte ich unbedingt erfahren, was mit den beiden passiert ist und warum die Zwillinge sich so entzweit haben. Die Geschichte konnte mich Stück für Stück mehr von sich begeistern und hat mich besonders zum Schluss tief berührt! Die Kunst spielt in diesem Buch eine große Rolle, aber auch die Liebe, das Erwachsenwerden und die Familie kommen in der tiefgründigen Geschichte nicht zu kurz. Fazit: Jandy Nelson hat eine wunderschöne Geschichte geschrieben und mit Jude und Noah zwei faszinierende und spannende Charaktere geschaffen. "Ich gebe dir die Sonne" hat mir nach kurzer Eingewöhnungsphase richtig gut gefallen und ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, weil mich die Geschichte der Zwillinge so sehr fesseln konnte. Aus diesem Grund gibt es fünf Kleeblätter für diese tiefgründige und sehr berührende Geschichte!
Wow
Meine Meinung: Da würde ich doch mal sagen: Hier ist mein erstes Highlight aus 2017. Das Buch war einfach von vorne bis hinten nur wundervoll und es war eine ganz spezielle Geschichte, in der es um Kunst, Liebe, Familie und Geheimnisse geht. Und zusammengefügt am Ende ergibt das Ganze eine runde Sache, die aber denke ich nicht unbedingt jedem gefallen könnte.  Das denke ich, weil das Buch das ganz große Thema 'Kunst' beinhaltet. Noah ist der Picasso der Familie und möchte unbedingt auf die Kunstschule gehen. Auch Jude ist sehr begabt was das Thema angeht und findet sich hinterher auch auf dieser Schule wieder. Ich glaube einfach, dass einem dieses Thema schon gefallen muss, damit einem das Buch auch gefällt, aber da ich sehr künstlerisch begeistert bin und sogar damals am Gymnasium Leistungskurs Kunst hatte, konnte ich mich mit diesem Buch total fallen lassen.  Der Schreibstil und der Humor des Autors ist sehr speziell, aber es lässt sich flüssig lesen und ich hatte total Spaß dabei, denn Noah wurde echt ein toller Humor verliehen. Ich musste ab und zu echt so lachen, dass ich von meinem Freund schräg von der Seite angeschaut wurde. Aber ich finde, dass das genau so in einem Buch sein soll. Hier möchte ich mich auf jeden Fall auch nochmal darauf beziehen, dass das Buch einmal aus Judes und einmal aus Noahs Sicht geschrieben ist und beide total unterschiedlich und doch so komplett gleich sind. Das Blatt hat sich einmal gewendet (ihr werdet verstehen was ich meine wenn ihr das Buch lest).  Einzigartig in dem Buch sind auch die Beziehungen der ganzen Protagonisten untereinander. Gerade die Zwillinge und deren Eltern haben ein außergewöhnliches Verhältnis und es gibt phasenweise 'Kämpfe' um deren Aufmerksamkeit. Auch die Freundschaft zwischen Noah und Brian und Jude und Oscar sind was ganz besonderes.  Hervorgehoben werden müssen natürlich auch die einfallsreichen Abschnitte in Noahs und Judes Teilen. Noah malt ständig Dinge im Kopf, die dann vom Autor in Klammern gesetzt wurden. Oh man, ich habe mich manchmal wirklich wegschmeißen können, so witzig waren die. Und auch die Bibelabschnitte von Grandma Sweetwinde, die in Judes Abschnitten kommen sind zum Totlachen. Jude hat die Bibel von ihrer Oma nach dessen Tod bekommen und auch hier stehen wirklich merkwürdige, witzige Dinge drin, die Jude das Leben vereinfachen sollen, aber im Endeffekt nur total Komisch sind. Beispiel: Wenn ein Junge dir eine Orange schenkt, ist er in dich verliebt (oder so Ähnlich). Auf jeden Fall rastet sie komplett aus, als Oscar ihr eine Orange schenkt. Gut, dass Oscar eigentlich genauso bekloppt ist. Die Beiden passen zusammen wie Arsch auf Eimer.  Und eins noch: Das Ende hat mich auch total berührt und das Buch hat mich glücklich zurück gelassen. Zitat: "Diese Schulpsychologin meinte, Geister - sie hat das Wort mit den Fingern in Anführungszeichen gesetzt - seien oft Manifestationen eines schlechten Gewissens. Stimmt. Manchmal auch einer tiefen inneren Sehnsucht. Stimmt. Sie sagt, das Herz besiege den Verstand. Hoffnung oder Angst besiegen die Vernunft." (S. 300 / 301) Fazit: Meiner Meinung nach ein Buch, was jeder gelesen haben sollte, der was mit Kunst und Humor anfangen kann. Ich fand es einfach nur klasse! Ein absolutes 5 Glue Buch und mein erstes Highlight in 2017!
Wow
Was mir total gut gefällt ist das Cover, sie haben sich da eins zu eins an dem Original gehalten und alleine die Farbe wirkt so positiv auf einen und auch das sehr minimalistische Motiv finde ich sehr schön. Das Hardcover gefällt mir da bei weitem nicht so gut wie das Cover des Taschenbuches. Es geht hier um die Protagonisten Jude und Noah, sie sind Zwillinge und einfach unzertrennlich, obwohl Jude eher extrovertiert ist und Noah eher introvertiert. Sie sind gleich und doch so unterschiedlich. Schon von klein auf fällt auf, dass Noah unglaublich talentiert ist was die Malerei betrifft und Jude in der Hinsicht nicht wirklich mithalten kann. Deren Mutter ist dennoch davon überzeugt, dass es beide auf die renommierte Kunstschule schaffen können. Dadurch entsteht zu erst unbewusst ein Wettbewerb zwischen den Zwillingen. Jude weiß, dass sie nicht so talentiert ist wie ihr Bruder und sich die Gunst der Mutter erst noch erarbeiten muss, während Noah diese durch sein Talent schon längst hat. Doch dann geschieht etwas, womit wohl niemand gerechnet hätte. Jude wird an der Kunstschule angenommen und Noah, dem das eigentlich Talent zugeschrieben wird, nicht. Doch diese Geschichte ist noch viel mehr, als einfach nur ein unverständlicher Rivalitätskampf zwischen zwei Geschwistern, die nicht mehr miteinander reden, obwohl sie einst unzertrennlich waren. Auch die Art und Weise, wie die Autorin Jandy Nelson uns auf die Reise in Noahs Liebesleben mitnimmt, der sich in den Nachbarsjungen verliebt. Wir kriegen die Geschichte sowohl aus Noahs als auch aus Judes Perspektive erzählt und können uns so gut in beide hineinversetzen. Deren Gefühle und Gedanken fand ich sehr authentisch und ich habe mich beim Lesen ihnen verbunden gefühlt. So als würde mir ein guter Freund, oder eine gute Freundin aus deren Leben erzählen. Ich muss gestehen, dass ich zu Beginn etwas gebraucht habe, um in die Geschichte und besonders in den Schreibstil hineinzufinden. Ich würde nicht sagen, dass ihr Schreibstil schwierig ist, aber er ist definitiv gewöhnungsbedürftig, wenn man nicht oft Bücher in diese Richtung liest. Daher brauchte ich schon einige Seiten, bis ich mich mit der Sprache und den Beschreibungen von Jandy Nelson anfreunden konnte, doch als es dann so weit war konnte ich mich so richtig auf die Geschichte einlassen und sie genießen.
Wow
'Ich gebe dir die Sonne' ist eines der besten Bücher die ich jemals gelesen habe. Der Schreibstyl ist unglaublich, man ist so vertieft, dass man gar nicht mehr aufhören möchte. Ich habe das Buch innerhalb eines Tages gelesen und habe es wurde an keiner Stelle langweilig. Es ist jeweils aus der Sicht von Noah und aus der von Jude geschrieben. Anfangs, fande ich es noch etwas komisch, weil es immer ein Zeitsprung war und weil man sich auf die andere Person einstellen musste, aber nach der Zeit hat es mir richtig gut gefallen. Es ist ein Buch, dass einen zum Nachdenken anregt und es handelt auch von einem Thema, dass viel zu selten angesprochen wird und dass leider, immer noch, von vielen Leuten nicht akzeptiert und tolerriert wird. Es hat mich richtig in seinen Bann gezogen und ich hätte am liebsten noch viel mehr gelesen. Es ist eine absolute Empfehlung und auf jeden Fall werde ich jetzt noch mehr Bücher von Jandy Nelson lesen.
Wow
Zu Anfang hatte ich Probleme, in den Lesefluss zu kommen, da mir die Art der Sätze etwas holprig schien und auch zum Teil mit Metaphern, Wortbildern und Vergleichen gearbeitet wird. Prinzipiell bin ich ein großer Fan von bildhafter Sprache und so kam ich von Kapitel zu Kapitel auch immer besser in die Geschichte hinein. Damit wären wir auch schon bei dem Aspekt, der dieses Buch von anderen abhebt- der doch sehr besondere, ein wenig verträumte und wortreiche Stil der Autorin. Trotzdem ist der Lesefluss nicht immer so locker-flockig, wie ich es mir gewünscht hätte und auch eine dauerhafte Spannung zog sich für mich nicht durch gesamte Geschichte. Wenn man diese Art von Schreibe mag und auch ruhige Passagen genießen kann, so ist dieses Buch auf jeden Fall was für einen, weil man auch zwischen den Zeilen etwas zu lesen hat, das Kopfkino anschalten kann und dadurch auch die Charaktere facettenreicher werden. Ich habe mich nach einigen Einstiegsproblemen gut in den Stil einfinden können und zum Ende hin die besondere Sprache sehr genossen, da sie einfach mal ein wenig Abwechslung bietet.
Wow
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