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Petra Durst-Benning

Kräuter der Provinz

Ist Teil der Reihe
Die Maierhofen-Reihe
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ZUSAMMENFASSUNG
Eine Prise Glück, ein Löffel Freude und jede Menge Liebe - so schmeckt das echte Leben. Bürgermeisterin Therese liebt ihre schwäbische Heimat - Wiesen mit sattgelbem Löwenzahn, ein paar sanft geschwungene Hügel und mittendrin Maierhofen. Doch die jungen Leute ziehen weg, und der Dorfplatz wird immer leerer. Als Therese krank wird und das Dorf kurz vor dem Aus steht, raufen sich alle Bewohner zusammen - seien es die drei Greisen, die immer auf der Bank sitzen, der linkische Metzgermeister Edi oder die schüchterne Christine. Und sie haben nur noch ein Ziel: ihre schöne kleine Stadt zu retten und das erste Genießerdorf entstehen zu lassen - einen Ort, an dem der echte Geschmack King ist!
BIOGRAFIE
Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Seit über zwanzig Jahren schreibt sie historische und zeitgenössische Romane. Fast all ihre Bücher sind SPIEGEL-Bestseller und wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. In Amerika ist Petra Durst-Benning ebenfalls eine gefeierte Bestsellerautorin. Sie lebt und schreibt abwechselnd im Süden Deutschlands und in Südfrankreich.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
14.09.2015
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783734100116
Sprache
German
Seiten
512
Schlagworte
Landleben, Freundinnen, Schwaben, Freundschaft, Frauenunterhaltung, Essen, Dorfgemeinschaft, spiegel-bestseller, Frauenroman, Spiegel Bestseller
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REZENSIONEN
Bewertet von sommerlese, kathaflauschi und andere
sommerlese
kathaflauschi
natalieelin
Therese liebt ihre schwäbische Heimat – Wiesen mit sattgelbem Löwenzahn, ein paar sanft geschwungene Hügel und mittendrin Maierhofen. Leider suchen viele junge Leute ihr Glück in der Ferne und die Dorfgemeinschaft wird immer kleiner und veraltet. Eine Krankheit öffnet Therese dafür die Augen und sie nimmt als Bürgermeisterin ihre Aufgabe ernst und führt die Dorfbewohner zu einem gemeinsamen Ziel zusammen. Bekannt gemacht durch eine Werbekampagne soll ein Genießerdorf entstehen, in dem die vielen ländlichen Köstlichkeiten wie Honig, Kräutersalze, Marmeladen und Sirup aus heimischer Herstellung Kunden aus der Umgebung anziehen sollen. Die drei Frauen Therese, Greta und Christine gehen mit viel Engagement, Ideenreichtum und Mut an die Aufgabe, das Dorf Maierhofen in der Öffentlichkeit Publik zu machen und ein Genießerdorf entstehen zu lassen. Das Dorf soll sich dem Tourismus öffnen und sich für seine guten Produkte einen Namen machen. Dabei sind diese starken Frauen Wegbereiter, die mit ihren Träumen und neuen Möglichkeiten dieses Dorf aufleben lassen. Mit ihren Ideen und ihrer Tatkraft überzeugen sie ihre Mitbewohner und Nachbarn und stacheln sie zu eigener Mithilfe an. Sie können auf den Rückhalt der Dorfbewohner bauen, jeder bringt sich entsprechend seiner individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten mit ein. Ein wenig fühlte ich mich an die Aktion "Mein Dorf soll schöner werden" erinnert. Auch dort bringt der Gemeinschaftssinn unglaubliche Werke zustande. Ich hatte einen leichten Frauenroman erwartet, der eine bunte Mischung aus Liebesgeschichte, Krankheit, Freundschaft und zwischenmenschliche Probleme beeinhaltet und wurde angenehm positiv überrascht. Es ist ein Frauenroman, keine Frage, aber diese Geschichte geht tiefer. Sie zog mich gleich zu Beginn in seinen Bann und ich fühlte mich in der Gesellschaft der verschiedenen Protagonisten richtig wohl. Beim Lesen schien es mir fast so, als ob ich ebenfalls eine Mitbewohnerin wäre und das Dorf retten wollte. Die Figuren waren mir sehr nahe gekommen, was an einer genauen Beschreibung der Charaktere liegt und an ihren speziellen Eigenheiten, die man detailgenau vor sich sieht. Hier hat jeder seine eigenen Ecken und Kanten und dennoch harmonieren die Personen miteinander, geht es doch um die gemeinsame Aufgabe, die bewältigt werden muss. Natürlich schliesst sich nicht jeder Bewohner mit an, aber das wäre auch nicht realistisch. Mir gefällt besonders die Beschreibung der ländlichen Idylle, die Hinwendung zum Regionalen, zum Ursprünglichen. So wie die Rückbesinnung auf alte Rezepte für Liköre und Kräutersalze, auf die Verwendung von heimischen Produkten. Auch die gute alte Handwerksarbeit von Bäcker, Schlachter und Tischler wird in diesem Buch deutlich in Szene gesetzt. Man bekommt richtig Lust, selbst mal wieder einen Bauernmarkt zu besuchen, Äpfel zu mosten oder Sirup anzusetzen. Auch die aktuelle Hinwendung der Esskultur zur fleischlosen Küche nimmt Petra Durst-Benning in ihre Handlung mit auf. Eine unterhaltsame Handlung, die anheimelnde Rückbesinnung auf ländliche Produkte und ein angenehmer Schreibstil machen diesen Roman zu einer wohltuenden Lektüre.
1 Wow
Ich muss sagen, ich war sehr überrascht über das Buch. Erstmals habe ich gedacht, das es in der Geschichte sich nur um Kräuter dreht, wegen dem Titel, aber mich hat das Buch echt überrascht, wie aus einem langweiligen Dorf, ein kulinarisches Dorf wird. Anfangs hat mich die Erzählungsweise irrietiert, doch irgendwann hat mich das Buch gepackt und ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Durch die genaue Details die in dem Buch über das Dorf Maierhofen geschrieben wird, kommt es einen so vor, als ob man selbst dort lebt und alles hautnah mitbekommt. Das Ende hat für mich ein offenes Ende und ich hoffe doch sehr, das die Autorin mehr über Maierhofen und deren Bewohner schreibt. Die eigentlichen Hauptpersonen in der Geschichte sind Therese, die Bügermeisterin von Maierhofen und Wirtin der „Goldene Rose“ und Greta, Thereses Cousine, die in der Werbebranche tüchtig ist. Therese erfährt das sie Gebärmutterhalskrebs hat und möchte unbedingt, das Maierhofen wieder im vollen Glanz erstrahlt und mehr besucher anlockt. Sie sieht Greta im Fernseher und nimmt Hals über Kopf Kontakt mit ihr auf. Therese erhofft sich mit Gretas hilfe, Maierhofen als Touristenziel ansetzen zu können. Sie erfindet eine Lüge mit EU Gelder, doch irgendwann rückt sie mit der Wahrheit raus, was natürlich Greta zu denken gibt. Aber Greta möchte Therese nicht im Stich lassen, das sie dann auch von dem Krebs erfährt, den Thereses Körper bewohnt. Das Buch ist schön geschrieben, man erfährt nicht nur von Thereses und Gretas gedanken, nein, es wir auch noch von Christine, Rowitha, Edy und noch mehreren Sichten aus erzählt. Man wird dadurch noch tiefer in die Bewohner von Maierhofen gezogen und man erfährt trotzdem was alles passiert, ohne das ein Teil der Geschichte fehlt. Auch den Erfolg, den Greta mit der Zeit erzielt, bekommt man hautnah mit. Das ganze Dorf, nimmt sich vor, Maierhofen aufzu hübschen. In Facebook sind sie schon bekannt und irgendwann werden sie auch in einem bekannten Magazin bekannt gegeben. Es ist auch schön mit zu kriegen, wie sich Maierhofen im laufe der Zeit entwickelt. Was alles neu gemacht wurde, wie alles Saniert wurde und wie der alte Spar Markt leben eingehaucht wurde. Ich bin froh, das Buch in meinem Regal stehen zu haben, den ich werde es immer mal wieder aufs neue Lesen.
Wow
Dieses Buch hat es mir eindeutig angetan. Zugegeben, ich hätte es rein vom Klappentext niemals gekauft,  „einen Ort, an dem der echte Geschmack King ist“, ist mir viel zu plump und ironisch, mir gefällt der Klappentext leider gar nicht. Da ich jedoch viel Gutes über das Buch gehört und gelesen habe, habe ich ihm – Gott sein Dank! – eine Chance gegeben. Meine Inhaltsangabe verspricht nun auch keinen großen literarischen Knaller, ich finde es einfach schwer, den Inhalt des Buches spoilerfrei wiederzugeben, daher habe ich mich so kurz gehalten. An sich passiert nicht so viel, aber irgendwie doch. Im Laufe der Geschichte machen die einzelnen Charaktere eine riesige persönliche Entwicklung durch. Sei es der zurückhaltende, schüchternde Metzgerssohn Edy, der sich nie traute, seinen eigenen Weg zu gehen (mittlerweile hat er die 50er Grenze schon geknackt), Roswitha, die von morgens bis abends geackert hat, für nichts und wieder nichts. Oder auch Christine, meinem liebsten Charakter des kompletten Buches. Sie ist die brave Hausfrau und Mutter, die sich um den Haushalt und nur um das Wohlergehen des Gemahlen kümmert. Die Töchter sind längst ausgeschwirrt, um die Hunde, die sie unbedingt haben wollten, kümmert sich Christine. Sie blüht in der Geschichte so sehr auf, dass es einem beim Lesen schon glücklich macht. Allein das ganze Buch arbeitet auf eine Moral hin: Man soll das tun, was einen glücklich macht und auf sich und sein Können vertrauen. Natürlich ist das wunderbar, so etwas zu lesen, nur sehe ich als Leser das nicht mehr so, sobald ich das Buch zugeklappt habe. Die Miete muss ja doch irgendwie bezahlt werden und es kann einfach nicht jeder seinen Traum leben. Dennoch war ich während des Lesens so glücklich, dass zumindest Maierhofen es versucht und es auch gelingt. Es gibt natürlich Auf und Abs, neue Liebschaften, Streits, Wut, Tränen und Enttäuschungen. Freundschaften, die für wichtig und innig gehalten wurden, zerbrachen, da man sich ja doch nichts mehr zu sagen hat. Das ist traurig, aber Alltag. Es passiert halt, dass sich Interessen irgendwann spalten und man sich nichts mehr zu sagen hat. Was ich sehr geliebt habe beim Lesen waren die Umgebungsbeschreibungen. Sei es Vincents Haus (mit dem verglasten Dach – boah!), Gretas kleine Hütte, Christines Innendekoration oder auch die goldene Rose. Man fühlt sich, als würde man mit am Tisch sitzen und hat alles bildlich vor Augen. Am Schreibstil habe ich auch gar nichts auszusetzen. Es war ein schöner Mix aus kurz, knackig, sarkastisch, romantisch. Lange Schachtelsätze wurden vermieden und es ist zwar das erste, wird aber nicht das letzte Buch sein, das ich von Petra Durst-Benning gelesen haben werde. (Das Weihnachtsdorf stehe schon im Regal – griffbereit!) Dem Ende blicke ich zweigeteilt entgegen. Natürlich, der große Erfolg hat sich doch gezeigt, die harte Arbeit wird belohnt und dennoch ist es nicht für jeden eine heile Welt. Der letzte Satz im Buch hat mich zugleich traurig, als auch glücklich gemacht. Traurig, weil Dinge zuende gehen, glücklich, weil man sein Leben schätzen muss und es selbst in die Hand nehmen kann. Fazit Ich habe dieses Buch so gern zur Hand genommen. Ich habe nichts daran auszusetzen, außer vielleicht, dass es doch etwas lang ist. Da es aber nicht langatmig, sondern tatsächlich nur lang ist, ziehe ich dafür keinen Punkt ab. Bei Büchern mit so vielen zeiten habe ich oft Bedenken, dass viel künstlich in die Länge gezogen wurde. Das ist hier nicht der Fall. Die verschiedenen Erzählperspektiven (immer mal aus Sicht einer anderen Person), haben es spannend gehalten. Es gab auch niemanden, den ich nicht mochte, außer die, die man nicht mögen soll. Ich vergebe 5 von 5 Feivels und spreche eine Leseempfehlung aus!
Wow
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