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Jennifer Niven

All die verdammt perfekten Tage

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4.6/5
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ZUSAMMENFASSUNG
Ein Mädchen lernt zu leben - von einem Jungen, der sterben will Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke - das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann - ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden...
BIOGRAFIE
Jennifer Niven wuchs in Indiana auf, dort, wo auch All die verdammt perfekten Tage spielt. Mit der herzzerreißenden Liebesgeschichte von Violet und Finch hat sie Verlage in aller Welt begeistert - die Rechte wurden in über 32 Länder verkauft. Der Roman stürmte kurz nach Erscheinen nicht nur die New-York-Times- sondern auch die SPIEGEL-Bestsellerliste, und eine Hollywoodverfilmung ist ebenfalls in Planung. Heute lebt die Autorin mit ihrem Verlobten und ihren »literarischen« Katzen in Los Angeles.

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
01.01.2016
Ausgabe
Paperback
ISBN
9783809026570
Sprache
German
Seiten
400
Schlagworte
John Greene, Das Schicksal ist ein mieser Verräter, Selbstmordversuch, New-York-Times-Bestseller, Jugendliche, spiegelbestseller, Krankheit, Familie, Lebensmut, Psychische Erkrankung
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REZENSIONEN
Bewertet von weinlachgummi, InkaLeseliebe und 3 andere
einlachgummi
ingridpabst
kate
neniswelt
chaptersofkiki
Aufmerksam würde ich auf das Buch durch die Pressemail. Ansonsten wäre dieses Highlight wohl an mir vorbei gezogen. Deswegen an dieser stelle,vielen Dank fürs aufmerksam machen. Der erste Satz sprach mich dann gleich an "Ist heute ein guter Tag zum Sterben?" sowie der Klappentext. Glaubst du, dass es so etwas wie einen perfekten Tag gibt? ..... Einen Perfekten Tag.  Von Anfang bis Ende.  Wenn nichts Schlimmes oder Trauriges oder Normales passiert. Seite 18. Das der Inhalt des Buch etwas traurig ist, lässt schön der Klappentext erahnen, dass es dann so traurig wird hätte ich nicht gedacht. Es war immer wieder ein Wechsel zwischen Melancholie und schmunzeln. Violet und Theodore sollen zusammen Indiana erwandern, aber dies ist nur ein kleiner Teil der Handlung, der dünne rote Faden, wenn man so will. Der Teil herum, wie sie die Hoffnung findet und er sie fast verliert, ist sehr ergreifend. Ich habe noch nie so lange und durchgehend bei einem Buch weinen müssen. Das Thema psychische Erkrankungen und suizidales Verhalten, ist bestimmt nicht für jeden was. Mir hat die ganze Thematik sehr zugesagt. Ich arbeite in einer Psychiatrie und fand dieses "gegen Schubladen denken" sehr ansprechend. Ich war schon immer anders, aber für mich ist anders zu sein normal.  Seite 70 Der Schreibstil, ist wie die Handlung bezaubernd.  Frau Niven schafft es so viel Gefühl in ihre Worte zu legen. Alles wirkt authentisch und wenn man sich dann das Nachwort durch liest, versteht man auch warum. Ich habe mir angewöhnt, schöne Textstellen zu markieren. Bei diesem Roman wurde ich gar nicht mehr fertig mit markieren, soviel schöne Zeilen gab es. Ein Post it folge dem nächsten. Nicht nur deswegen ist das Buch für mich etwas ganz besonderes. Wenn ein Lied bleiben soll, dann setzt es sich in deinen Knochen fest,  und du trägst es immer mit dir herum. Seite 304. Die Kapitel wechseln meistens zwischen Theodore und Violet, den beiden Hauptcharakteren. Man merkt schon an den Kapitel Überschriften, die gegensätzliche Richtung der beiden. Violet zählt der Tage ab, bis sie endlich mit der Schule fertig ist. Und Theodore zählt die Tage, die er schafft wach zu bleiben. Theodore hat mir unglaublich gut gefallen. Er war so echt und authentisch, obwohl er seine Rollen gespielt hat. Einen so umwerfenden und facettenreichen Charakter begegnet man selten.  Ich würde ihn gerne mal treffen. Violet verblasst durch seine Präsenz etwas, ist aber nichtsdestotrotz auch ein toller Charakter, der mir sympathisch war. Weil es keine Lüge ist, wenn man fühlt, was man sagt. Seite 205 Titel, wie Cover passen perfekt . Ja sogar die Farbe des Covers und die Achterbahn, in der Klappbroschur passen perfekt. Da hat jemand wirklich mit gedacht. Rund herum ein tolles Buch.  Fazit Bezaubernd. Ein ganz besonderes Buch, welches mich tief bewegt hat. Die Charaktere sind wunderbar heraus gearbeitet. Allen voran Theodore, ihn zu begleiten war berauschend und aufwühlend. Selten ist Hoffnung und Hoffnungslosigkeit so nah beieinander.  Ich habe geweint, ich habe gelacht und viel nachgedacht. Für mich ein Jahreshighlight.  Nachdem ich es beendet hatte, die Tränen weg gewischt waren, habe ich gleich wieder von vorne angefangen. Dies ist eins von diesen Büchern, die es schaffen, etwas in einem zu verändern.
1 Wow
Wie hat's mir gefallen Eigentlich ist es besser jede Rezension und jede Buchbeschreibung zu ignorieren und einfach drauf loszulesen, denn diese Geschichte ist so viel mehr, als man zu Anfang vermutet. Die Geschichte startet schon sehr intensiv, denn Finch und Violet treffen sich auf einem Turm und hatten beide einen ähnlichen Gedanken: Was wäre, wenn ich morgen nicht mehr da wäre und einfach springen würde. Beide haben unterschiedliche Gründe aus dem Leben treten zu wollen, obwohl es zuerst scheint, als ob Finch das Leben in besonderem Maße genießt und Violet davon überzeugen muss, wie perfekt Tage sein können. Finch beschäftigt sich intensiv mit dem "Danach", recherchiert Selbstmordmöglichkeiten und berichtet dem Leser nur bruchstückhaft von seinen "SCHLAF"- und "WACH"-Phasen. Gerade weil der Leser nicht direkt erfährt, was es damit auf sich hat, wird die neugierig geweckt, aber zugleich auch die Wachsamkeit. Ich habe jeden Fußtritt und jedes Wort des Protagonisten ganz besonders betrachtet und versucht, mit einen Reim darauf zu machen. Wovon spricht er? Was verbirgt der Junge, mit der schlimmen Vergangenheit? Auch Violet verbirgt eine schlimme Vergangenheit, denn ein schicksalshafter Unfall veränderte ihr ganzes Leben. Seitdem ist nichts mehr wie zuvorher und es gelingt ihr kaum die zerbrochenen Stücke ihres Lebens wieder zu kitten. Eigentlich kann sie den Außenseiter und Freak Finch nicht mal leiden, aber ein gemeinsames Schulprojekt zeigt ihr, dass hinter dem verschrobenen Jugendlichen so viel mehr steckt. Das Buch ist manchmal ruhig, manchmal laut, aber immer emotional und intensiv. Man muss das Buch bedacht lesen, aufmerksam und man muss es rekapitulieren. Vieles wird nicht direkt angesprochen, sondern eher nur am Rande angerissen und gerade diese Szenen scheinen im Nachhinein noch mehr Bedeutung zu gewinnen. Es geht in diesem Buch nicht um schwarz/weiß, Leben/Tod. Sondern es geht um Akzeptanz, Mobbing, Liebe, Freundschaft, Vergangenheit und Zukunft, aber auch um Verlust, Angst, Gewalt und Depression. Viele Themen werden hier aufgegriffen ohne dabei mit dem gehobenen Zeigefinger zu belehren. Das Ende war vorherzusehen, hat mich dennoch kalt erwischt und hätte zugleich nicht anders sein dürfen. Sicherlich braucht man Zeit zum Verstehen, Zeit zum Verdauen und dann, ja erst dann, wird man das Buch lieben. Cover/Buchgestaltung Ehrlich gesagt mag ich das englische Cover wesentlich lieber, weil es mehr über die Tiefgründigkeit der Geschichte aussagt, aber nach dem Lesen macht das Cover schon Sinn. Für Fans von * "Die Nacht schreibt uns neu" von Dani Atkins * "Vor uns das Leben" von Amy Harmon Fazit Wer es gerne nachdenklich, emotional und anders mag, sollte unbedingt zugreifen. Euch erwartet keine geschönte Realität, aber auch keine übertriebenen unwirklichen Szenen. Ihr bekommt ein wunderbares Abbild eines Teils der Gesellschaft, der nicht so oft beleuchtet wird. Dieses Jugendbuch hat mich nachdenklich gestimmt, mich traurig und wütend gemacht und zugleich so froh, denn es gibt verdammt perfekte Tage im Leben von uns allen. Bewertung 4/5
Wow
Ich habe sehnsüchtig auf das Erscheinen von „All die verdammt perfekten Tage“ von Jennifer Niven gewartet. Nicht nur der Vergleich zu „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ hat mich neugierig gemacht. Ich hatte eine bittersüße Geschichte erwartet, die mich nicht nur wie ein Schlosshund heulen lassen würde, sondern mich tief berühren. Ja, ich hätte auch beinah geheult. Aber eher aus Wut auf die Autorin, als über das Geschrieben. Nicht, dass es mich nicht emotional mitgenommen hätte. Denn das hat es definitiv. Aber die Wut hat deutlich überwogen. Gott, schon ab dem ersten Kapitel habe ich Theodore Finch geliebt. Jede einzelne Facette seines Seins. Ich glaube, bisher hat es noch keine Figur geschafft mich so schnell und so vollkommen für sich zu gewinnen. Mit Violet wurde ich nicht so schnell warm. Neben Finch verblasste sie und war mir stellenweise zwar nicht unsympathisch, aber es brauchte seine Zeit bis wir auf einer einigermaßen gleichen Längewelle waren. Dennoch habe ich jede einzelne Seite des Buches voll und ganz genossen. Ich hätte stundenlang mit Finch Zeit verbringen können. Ich wollte ihm helfen und sagen, dass alles gut werden würde. „All die verdammt perfekten Tage“ war bittersüß. Dank Finch. Er hat mein Leserherz im Sturm erobert mit seinen Eigenarten, seinem Humor, seinem Wesen. Und Jennifer Niven hat mein Leserherz gründlich zerschmettert. Ich hätte das Buch am liebsten ganz, ganz weit von mir gepfeffert, als ich zum Ende des Buches kam. Warum, liebe Frau Niven? Natürlich verstehe ich, dass nicht alles immer ein Happy-End haben kann oder sollte, aber nicht so. Und auf diese Weise. Ich war so, so wütend. Es gibt gute Bad-Endings und solche wie bei „All die verdammt perfekten Tage“, die ich persönlich nicht nachvollziehen kann. Am liebsten hätte ich das Buch kurz vor Schluss abgebrochen, einfach weil für mich die Magie des Buches zerschmettert und in Fetzen gerissen wurde. Ich war sauer und einfach nur Aaaargh! Auch wenn Jennifer Niven versucht hat am Ende noch mal Licht ins Dunkel zu bringen, so hatte es bei mir keine Wirkung mehr. Ich glaube, dass ich dieses Ende der Autorin auf ewig übel nehmen werde. So paradox das ist, ich liebe sie dafür, dass sie Finch erschaffen hat, aber was sie mit seiner Figur gemacht hat, werde ich ihr nie verzeihen. Fazit In „All die verdammt perfekten Tage“ hat Jennifer Niven eine Figur erschaffen, die mein Leserherz im Sturm erobert hat. Theodore Finch hat mich innerhalb eines Kapitels so schnell und so vollkommen verzaubert, dass ich jede einzelne Facette seines komplexen Seins geliebt habe. Ich werde der Autorin daher das Ende dieses Buches auf ewig übel nehmen werde und niemals, nie, nie verzeihen.
Wow
Das Cover finde ich wirklich sehr schön und auch die Farben passen toll zusammen. Es passt auch sehr schön zur Geschichte und ist daher gut gewählt. Das Buch ist in Kapitel aufgeteilt, welche ca. 15 bis 20 Seiten umfassen und entweder aus Violets oder Finchs Sicht in der Ich-Form geschrieben sind. Violets Kapitel haben die Tage bis zum Ende der Schulzeit gezählt und Finchs Kapitel haben die Tage gezählt, wie lange er schon WACH ist…oder auch nicht. Die Kapitel waren aber auch immer wieder mal unterschiedlich beschriftet. Wie ich schon geschrieben habe wird die Geschichte mal von Violet und mal von Finch aus erzählt. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein, denn „Ein Mädchen lernt zu leben – von einem Jungen, der sterben will“, wie der Klappentext bereits verrät. Der Schreibstil von Jennifer Niven hat mich komplett überzeugt und sie hat so toll die Gefühle der beiden vermittelt, dass ich einfach nur so durch die Seiten geflogen bin. Es war so schön stellenweise und Finch gibt einem mit seiner Art einfach neuen Lebensmut. Die Charaktere haben mir richtig gut gefallen und besonders Finch ist mir ans Herz gewachsen. Mit seiner aufmunternden Art und sonstigen „Aktionen“ von ihm habe ich ihn einfach ins Herz geschlossen. Violet hingegen fand ich zu Anfang sehr jämmerlich. Ich mag Menschen die jammern und das Leben nicht genießen überhaupt nicht. Auch ich habe schon wichtige Menschen aus meinem Leben verloren, aber irgendwie lasse ich mich davon nicht so runterziehen, wie es bei Violet der Fall war. Aber ich bin froh darüber, dass sie sich während der Geschichte so toll entwickelt hat. Die Story in diesem Buch finde ich sehr ergreifend. Finch wird von allen immer nur als Freak bezeichnet, was mich wirklich mitgenommen hat und Violet hat/ gehört zu den Beliebten der Schule. Während der Geschichte wird so viel Spannung und Gefühl aufgebaut, dass ich ab Seite 360 bis zum Ende hin nur noch Tränen in den Augen hatte. Manchmal fühlen sich die Dinge für uns wahr an, selbst wenn sie es nicht sind. Stellenweise war die Geschichte spannend, wunderschön, erfgreifend und hat einen mit einem Kopfschütteln oder auch mal mit einer Gänsehaut zurückgelassen. Manches ist mir bis heute noch unbegreiflich… die Geschichte spukt daher immer noch in meinen Gedanken rum. Daher kann ich mir auch gut vorstellen, dass Buch nochmal zu re-readen. Im Übrigen hoffe ich auf eine Verfilmung. Fazit Eine ergreifende Geschichte die ich nur jedem empfehlen kann! Vielen lieben Dank an das Bloggerportal und an den Blanvalet Verlagfür das Rezensionsexemplar! Eure Neni ♥
Wow
chaptersofkiki
Inhalt: Violet und Finch treibt die Frage, ob heute ein guter Tag zum Sterben ist, auf den Glockenturm ihrer Schule. Violet, die den Unfalltod ihrer Schwester nicht verkraften kann und Finch, der gegen die Dunkelheit in seinem Inneren kämpft. Ab dem Moment, wo die beiden sich hoch über ihrer Schule treffen, beginnt für sie eine gemeinsame Reise, die sowohl wundervoll, als auch schmerzlich ist. Finch zeigt Violet, wie sie die Welt wieder aus anderen Augen sehen kann und Violet zeigt Finch, dass er es wert ist, geliebt zu werden. Doch während Violet Stück für Stück ins Leben zurückfindet, scheint Finchs Dunkelheit ihn doch wieder einzuholen... Meine Meinung: Ich habe meine Inhaltsangabe ganz bewusst so knapp gehalten, denn ich möchte, dass ihr unvoreingenommen an dieses Buch herangeht. Und ich möchte, dass ihr es lest. Denn dieses Buch ist so unglaublich wundervoll, dass es jeder Mensch einmal gelesen haben sollte. Ich muss zugeben, dass ich anfangs eine etwas leichtere Lektüre erwartet habe. Ich dachte, die Geschichte würde von zwei Teenagern handeln, die sich an einem dunklen Punkt in ihrem Leben treffen und einander wieder zurück ins Leben helfen. Doch ganz so leicht war es dann im Endeffekt doch nicht wirklich. Und es fällt mir unglaublich schwer, über dieses Buch zu sprechen, ohne euch mit Spoilern zu überhäufen. Die beiden Protagonisten sind mir während des Lesens sehr ans Herz gewachsen. Ich konnte mich unglaublich gut mit Violet identifizieren, denn genau wie sie gab es auch bei mir Phasen, in denen mein Zimmer meine ganze Welt war, mein sicherer Ort. Vielleicht hatten wir andere Gründe dafür, doch ich konnte sehr gut nachvollziehen, was sie meint. Und Finch.. oh man, der Junge hat mich wirklich fertig gemacht. Es hat mir so unglaublich wehgetan, seine dunklen Gedanken zu lesen. Ich fand es unvorstellbar schrecklich, dass diese Gedanken sein ganzes Leben beherrschen, sogar dann noch, als er Violet traf und in ihr seine große Liebe fand. Aber ich fand ihn gleichzeitig einfach nur toll. Ein wahnsinnig schön geschriebener, lebendiger Charakter, in den man sich wirklich nur verlieben kann. Auch die Geschichte an sich war einfach wunderbar. Jennifer Nivens Schreibstil ist wunderschön, sehr lebendig, fließend und mitreißend. Dieses Buch hat mich fast wahnsinnig gemacht, da ich es einerseits am liebsten in einer Sitzung durchgelesen hätte und andererseits wollte, dass es niemals endet. So sehr hat mich schon lange keine Geschichte mehr berührt und ich habe wirklich noch niemals so sehr bei einem Buch geweint (Harry Potter jetzt mal außen vor gelassen) und allein das ist für mich Grund genug, diesem Buch die volle Punktzahl zu geben. Aber was mich wirklich dazu gebracht hat, es mit 5 Sternen zu bewerten, sind die Protagonisten. Denn ich bin mir absolut sicher, dass sie für immer einen Platz in meinem Herzen haben werden. Dennoch gibt es auch ein paar Dinge, die ich zu "bemängeln" habe. Da das Buch sehr offen und hart mit den Themen Depressionen (und weiteren psychischen Erkrankungen) und Suizid(gedanken) umgeht, denke ich, dass eine Triggerwarnung zu Beginn des Buches angebracht wäre. Ich finde es sehr gut, dass über diese Themen endlich mehr gesprochen wird und man den Betroffenen damit zeigen kann, dass sie nicht alleine sind und dass es Hilfe gibt und dass sie ernst genommen werden. Aber der Inhalt kann meiner Meinung nach auf den einen oder anderen unglaublich triggernd wirken und da wäre eine Warnung einfach angebracht. Und ab hier sind jetzt ein paar Spoiler zu finden, weswegen ich euch bitte, nicht weiterzulesen, wenn ihr das Buch noch nicht kennt! [Der andere Punkt, an dem ich etwas auszusetzen habe, ist das Ende. Nicht mal wegen des Suizides an sich (obwohl ich mir natürlich ein ganz anderes Ende gewünscht hätte), denn das Leben kann so grausam sein und es ist wichtig, auch auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Was ich jedoch kritisch fand, war die Darstellung der Krankheiten und was sie aus den Charakteren gemacht haben. Ich weiß natürlich, dass Finchs Depressionen bzw. seine bipolare Störung (eine genau Diagnose wurde schließlich niemals gemacht und ich bin keine Psychologin) weit fortgeschritten waren und es eine romantische Vorstellung gewesen wäre, wenn Violet ihn da mal so einfach eben hätte raus retten können. Dennoch fand ich es schade, dass sein Fall so hoffnungslos dargestellt wurde. Okay, die Autorin wollte zum einen zeigen, was passiert, wenn Menschen mit einer psychischen Erkrankung nicht ausreichend geholfen wird. Aber ich hätte es besser gefunden, wenn sie dem Leser einen (möglichen) Weg gezeigt hätte, wie man trotz dieser furchtbaren Krankheit leben kann. Wenn sie gezeigt hätte, dass es eben doch noch Hoffnung gibt. Zwar hat sie mit dem Ende angezeigt, dass es ein Leben nach dem Suizid eines geliebten Menschen gibt (was auch ein unglaublich wichtiges Thema ist), aber ich persönlich hätte doch auf ein etwas anderes Ende gehofft. Andererseits ist es auch unglaublich schwierig, mit solch sensiblen Themen "richtig" umzugehen und ich bin der Meinung, dass Jennifer Niven das schon sehr gut gemacht hat. Spoiler Ende Auch, wenn ich diese kleinen kritischen Anmerkungen machen musste, bin ich dennoch hin und weg von diesem Buch und werde wohl noch eine lange Zeit darüber nachgrübeln (Hallo, Book-Hangover!). Fazit: Trotz ein paar (winziger) Kritikpunkte ist dieses "All die verdammt perfekten Tage" eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe und ich bin mir sicher, dass die Geschichte mit ihren Charakteren für immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben wird.
Wow
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