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Charlotte Rogan

In einem Boot

Jugendbücher
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ZUSAMMENFASSUNG
Damit die einen überleben, müssen die anderen sterben. Grace ist frisch verheiratet mit Henry Winter, einem jungen Mann aus reichem Hause, als sie sich am Vorabend des ersten Weltkriegs auf der Zarin Alexandra einschifft. Doch nach einer mysteriösen Explosion sinkt der Ozeandampfer, und Henry erkauft seiner Frau einen Platz in einem Rettungsboot. Den Naturgewalten schutzlos ausgeliefert, treibt das überladene Boot wochenlang auf offener See. In einer Atmosphäre aus Misstrauen und unterdrückter Aggression stellen sich existentielle Fragen. Sollen die Stärkeren sich opfern, damit die Schwächeren überleben können? Oder besser umgekehrt? Wer darf das entscheiden? Und sitzt Grace überhaupt zu Recht in diesem Boot? Grace überlebt die Katastrophe, findet sich aber Wochen später vor einem Gericht in New York wieder. Die Anklage lautet auf Mord.
BIOGRAFIE
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PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
16.09.2013
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783839001509
Sprache
German
Seiten
336
Schlagworte
Intrigen, Tod, Junge Erwachsene, Roman, Meer/See, Mord, All-Age, Debüt, Schiffsbruch, Geschichte, 1914, Junge Belletristik, Überleben
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REZENSIONEN
Bewertet von charlie
charlie
»Inhalt« Grace fällt es schwer, die Ereignisse aus jenen verhängnisvollen einundzwanzig Tagen zu rekapitulieren. Doch sie muss es tun, denn ihr Überleben hängt davon ab. Obwohl sie einige der wenigen ist, die das Schiffsunglück und die Zeit im Rettungsboot überlebten, stehen ihr nun neue Hürden im Weg. Denn sie ist wegen Mordes angeklagt und stellt fest, dass zu Beginn ihrer Reise im Boot niemand ahnte, dass sie alle zu kaltblütigen Morden fähig sein werden. Wird die Wahrheit ans Licht kommen und Grace sich erinnern, was wirklich geschehen ist? »Leblos und leidenschaftslos« “In einem Boot” von Charlotte Rogan ist meinen Erwartungen nicht gerecht geworden. Ich habe mir eine dunkle Geschichte versprochen, die mit den Abgründen der menschlichen Psyche in Extremsituationen spielt. Dies setzt Charlotte Rogan zwar durch ihre Figuren hindurch um, allerdings auf eine ziemlich unspektakuläre Art und Weise. Durch die Augen der Protagonistin Grace Winter wird aus verschiedenen Zeitebenen ihre Lebensgeschichte erzählt mit dem Fokus auf die einundzwanzig Tage im (Rettungs)Boot. Dabei kommt Grace leblos und leidenschaftslos herüber. Mir fehlt der Anknüpfungspunkt bei dieser Protagonistin, die zum Teil dafür verantwortlich ist, dass ich so ausgesprochen wenig fühlen konnte beim Lesen von “In einem Boot”. »Komischer Schwerpunkt« Die inneren Konflikte, moralischen Zweifel und waghalsigen Überlebensstrategien fehlten. Nüchtern und sachlich beschreibt Grace rückblickend ihre Lage im Boot: Wer sich eventuell wie mit wem – gegen wen – verschworen hat und stellt dabei zunehmend ihre Sehnsucht und Hoffnung über ihren eigenen Ehemann in den Vordergrund. Ein komischer Schwerpunkt, habe ich anfangs gedacht und noch gemeint, dass da schon noch eine wichtige Entwicklung folgen würde. Möglicherweise ist diese sang- und klanglos an mir vorbeigezogen, wer weiß? Eventuell hat mich aber auch der monotone Handlungsablauf – und das trotz der Parallelität der Erzählstränge – dermaßen eingeschläfert wie das undurchbrechbare Klatschen der Wellen an den Bootsrumpf. Sicherlich ist die Vorstellung eines einsamen Bootes im weiten Ozeans, das somit einer Nussschale gleicht, atemberaubend, doch was Charlotte Rogan daraus strickte, lässt mich bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt kalt. »Verständnislosigkeit« Vor allen Dingen zieht die Autorin nach den Geschehnissen in diesem einen Boot Kurven, Verknüpfungen und Beziehungen, die sich mir nicht erschließen wollen und deren Sinn für die Gesamtbedeutung dieses Werks sich mir vollkommen entziehen. “In einem Boot” las ich mit vielen Fragezeichen im Kopf, die sich leider nicht in Ausrufezeichen der Erkenntnisse verwandelten. Komplett aus dem Kontext gerissen fühle ich mich unerleuchtet und sogar ziemlich dumm, weil mir mein Verstand sagt, ich hätte mehr aus dieser Lektüre ziehen müssen. Charlotte Rogan ist es zu Gute zu halten, dass sie trotz dieser lahmen Geschichte einen ausreichend guten und anregenden Schreibstil an den Tag legte, der mich diesen Roman zügig durchlesen ließ und mir half, mich nicht zu langweilen, sondern “nur” mit stetig wachsendem Desinteresse der Geschichte zu folgen. »Mein Fazit« “In einem Boot” ist ein Roman, den ich am Liebsten nicht gelesen hätte, weil es mir schwerfällt, positive Aspekte zu finden. Die Autorin wartet mit einer spannenden Idee auf, die lasch umgesetzt nicht die richtige Atmosphäre entstehen lässt. Möglicherweise hat mich auch die Lektüre “Reise zum Horizont” von Jürgen Amman abstumpfen lassen, denn dort sind die Überlebenden eines Flugzeugabsturzes zum Kannibalismus gezwungen, was den Figuren aus „In einem Boot“ erspart geblieben ist. Ich rechnete mit Meeres vergleichenden Tiefen und bin enttäuscht, dass “In einem Boot” mir wie ein kalter, toter Fisch in Erinnerung bleiben wird.
Wow
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