mojoreads
Community
Neil Gaiman

Der Ozean am Ende der Straße

!
4.3/5
3 Bewertungen
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
ZUSAMMENFASSUNG
"Ich habe dieses Jahr nichts mit größerer Begeisterung gelesen!" Daniel Kehlmann Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen ... Weise, wundersam und hochpoetisch erzählt Gaiman in seinem neuen Roman von der übergroßen Macht von Freundschaft und Vertrauen in einer Welt, in der nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
BIOGRAFIE
Keine Angaben verfügbar

PRODUKTDETAILS

Erscheinungsdatum
08.10.2014
Ausgabe
Hardcover
ISBN
9783847905790
Sprache
German
Seiten
238
Schlagworte
Bücher, interessant, Legenden, England / Großbritannien, Magie, Fiktion, 20. - 21. Jahrhundert, Fantastischer Roman, Fantastisch, Roman, Phantastik, Märchen, Mythen, besonders, phantastisch
MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von pmelittam und lermann
pmelittam
lermann
Ein älterer Mann kehrt in seinen Heimatort zurück und erinnert sich daran, wie er als Siebenjähriger die Familie Hempstock kennenlernte und mysteriöse Dinge erlebte. Ich weiß nicht genau, was ich von diesem Roman erwartet hatte, aber sicher nicht das, was ich bekam. Sicher, ich hatte schon andere Romane des Autors gelesen, und hätte auf manches gefasst sein können, aber zunächst las sich das Ganze wie ein Roman, in dem es um Kindheiterinnerungen geht, um nach und nach immer mehr ins Mysteriöse zu kippen. Teilweise fühlte ich mich ein bisschen wie in einem Stephen-King-Roman, in dem der Protagonist immer mehr in gruselige Dinge verwickelt wird, nur dass Gaimans Sprache deutlich poetischer ist. Am Ende stellt der Roman – und der Leser sich – die Frage, wie viel davon hat der Junge, dessen Name nie genannt wird, tatsächlich erlebt, wie viel davon war seine Phantasie? Gleichzeitig ist man entsetzt, was er alles durchmachen musste. Ich habe die Frage für mich so beantwortet: In dieser Geschichte ist alles wahr. Bis dahin hatte ich sehr spannende Lesestunden, der Roman entpuppte sich für mich als wahrer Pageturner. Der Junge erzählt selbst in Ich-Form und so kommt der Leser ihm sehr nahe und fühlt mit ihm. Der Leser bekommt eine Menge Stoff, über den er grübeln kann. Der Roman ist illustriert, für mich wäre das nicht nötig gewesen, gerade bei diesem Thema hat es mich sogar ein bisschen gestört, möchte ich doch lieber meine eigene Phantasie einsetzen. Der Roman ist mein Überraschungsbuch des Jahres, ich hätte nicht gedacht, dass er mich so faszinieren wird. Ich bin begeistert. Mich hat der Roman von Anfang an gepackt, auch emotional, und sich als wahrer Pageturner entpuppt. Wer es gerne mal mysteriös und/oder gruselig mag, und wen es nicht stört, dass das Ende relativ offen ist, kann sich hier auf unterhaltsame Lesestunden freuen.
1 Wow
Ein Märchen für Erwachsene, so heißt es immer dann, wenn am Anfang der Geschichte ein Mensch jenseits der Vierzig mitten in einer Krise zu den Schauplätzen seiner Kindheit zurückkehrt und darin die Magie entdeckt, die ihn die ganzen Jahre hindurch unbemerkt angetrieben hat, was er aber erst am Ende der Geschichte so richtig kapiert. Wie so oft ist es auch bei diesem Buch schade, dass wegen seines phantastischen Themas wahrscheinlich nur einen kleinen Kreis jenseits der Fantasy-Genrepublikums erreichen wird. Phantastische Literatur unterliegt ja immer erst mal dem Verdacht, kindischer Nonsens zu sein. Damit die Tante mit dem Zeit-Abo dieses Buch für ihre Nichte kauft, sollte wenn möglich ein Zitat von Daniel Kehlmann auf dem Schutzumschlag stehen. Sowas wie „Ein poetisches Juwel, wie man es nicht oft zu lesen bekommt.“ (Übrigens ein für Daniel Kehlmann ziemlich gruseliger Satz, ich bezweifle, dass er den Spruch seinem Verlag bei vollem Bewusstsein freigegeben hat.) Aber Gaiman hat so eine Kumpanei nicht nötig, denn er schöpft sprachlich aus einem ansehnlichen Fundus. Innerhalb der phantastischen Literatur gehört er zu den Ausnahmen und zurecht zu den erfolgreichen Autoren. Die Geschichte dreht sich um die Erlebnisse des siebenjährigen namenlosen Ich-Erzählers, der vor der Kulisse des ländlichen Sussex in seiner Nachbarschaft ein selbstbewusstes elfjähriges Mädchen kennenlernt, das ihn auf einer kurze und intensive Reise in eine Parallelwelt mitnimmt, von der er er als ein Anderer zurückkehrt. Und damit beginnt es erst. Gaiman zeigt uns in seiner lockeren, einfallsreichen Sprache, wie die englischen Schriftsteller sie oft so gut beherrschen, einerseits den universellen Schrecken, der sich bis ins anatomische Detail seines kleinen Helden ausbreitet. Fast noch besser aber sind seine Beschreibungen von opulenten Frühstücksorgien mit Pfannkuchen, Haferbrei mit warmer Soße, Fruchtsäften aus eigener Herstellung und schwarzen Tee, wie man ihn in England heute nicht mehr bekommt. Diese Stellen im Buch machen umgehend Appetit. Hier kann Gaiman einer Enid Blyton locker das Wasser reichen. Mindestens jedoch kann man sich hier als Schriftsteller auch mal abschauen, wie man es richtig macht. Kinder müssen essen. Auch Kinder in Büchern. Gaiman ist ein grundehrlicher Autor, der sich seiner Schwächen bewusst ist. Es gibt Schlußfolgerungen in den Köpfen der Figuren, die mir nicht ganz einleuchten oder auch mal zu holprig sind. Halb so schlimm. Stephen King ist darin der größte Wiederholungstäter. Dahinter steht jedoch die ungezügelte Phantasie eines Schriftstellers, der einfach nicht anders kann als jetzt eben genau diese Geschichte zu erzählen. Und davon haben wir ja auch etwas. Neil Gaiman berühmtes Buch heißt “American Gods”. In dieser Taschenbuchausgabe findet man am Ende eine bisher unveröffentlichte Kurzgeschichte, die eine Art kleines Sequel dazu bildet.
2 Wows
Deutsch
  
Englisch
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook