mojoreads
Community
Abgründig
Arno Strobel

Abgründig

UnterhaltungJugendbücherThriller
!
0 Bewertungen
!
lesen will
!
lese ich
!
gelesen
!
INFO
!
MOJOS
!
REZENSIONEN
!
KOMMENTARE
ZUSAMMENFASSUNG
Eine Bergtour. Ein Unwetter. Ein Mord. Eingesperrt auf engstem Raum, ohne Aussicht auf Rettung, erkennt man ganz neue Seiten an seinen "Freunden".Hässliche Seiten.Tödliche Seiten ... Geplant war eine lässige Bergtour - auf eigene Faust auf die Zugspitze und wieder zurück, bevor die anderen im Camp etwas merken. Doch als die kleine Gruppe um Tim am Morgen aufbricht, scheint das Unglück vorprogrammiert. Sie geraten in ein heftiges Unwetter und müssen in einer verlassenen Hütte Unterschlupf suchen. Sie wissen nicht, wo sie sind, sie haben keine Möglichkeit, mit dem Rest der Welt Kontakt aufzunehmen, und sie sitzen fest. Solange Sturm und Regen toben, ist an einen Abstieg nicht zu denken. Zunehmend liegen die Nerven blank und Vorwürfe machen die Runde, schließlich kommt es sogar zur Prügelei. Am nächsten Morgen ist einer von ihnen verschwunden. Zurück bleibt eine Blutlache - und die Frage, ob es unter ihnen einen Mörder gibt. Das Jugendbuch-Debüt des Thrillerautors Arno Strobel, der zuletzt mit "Der Sarg" die Bestsellerlisten stürmte.
BIOGRAFIE
Arno Strobel wagte sich mit 40 Jahren an seinen ersten Roman. Als der nach fast drei Jahren, einer Recherchereise nach Rom und vielen Hochs und Tiefs vollendet war, erschien er zunächst im Eigenverlag. Doch schon wenige Wochen später sicherte sich dtv die Rechte an dem Debüt. Seit 2010 schreibt Arno Strobel im Fischer Verlag mit beachtlichem Erfolg Psychothriller für Erwachsene, die regelmäßig in den Spiegel-Bestsellerlisten vertreten sind und als Lizenz bereits in zahlreiche Länder verkauft wurden.

PRODUKTDETAILS

Verlag
Erscheinungsdatum
10.03.2014
Ausgabe
eBook
ISBN
9783732001194
Sprache
German
Seiten
240
Schlagworte
Wandern, Jugendbuch, Unwetter, All-Age, Jugendthriller, Das Rachespiel, Bestsellerautor, Zugspitze, Katastrophe, Bergtour
MOJOS
!
Hat dieses Buch Mojo?
Dann lass uns wissen, warum wir es lesen sollten!
REZENSIONEN
Bewertet von Lara B. und ankasgeblubber
a_court_of_books_and_more
ankasgeblubber
Die Gestaltung Das Cover passt ganz gut zur Geschichte, ist aber eigentlich nicht so mein Fall. Ich bin einfach kein Fan von dem Gesamteindruck, und jeder hat ja auch schließlich einen eigenen Geschmack. Die Kapitelüberschriften sind unglaublich fett und groß geschrieben, was ein bisschen gestört hat. Ich persönlich mag es lieber, wenn dort ein wenig Einfallsreichtum gezeigt wird, anstatt einfach eine Blockschrift und Großbuchstaben zu verwenden. Der Erzählstil „Abgründig“ war das erste Buch, das ich von Arno Strobel gelesen habe, und vorerst vermutlich auch das letzte. Als ich die ersten zwei Kapitel gelesen habe, war die Motivation zu lesen schon am Ende. Der Schreibstil wirkte einfach langweilig und viel zu einfach auf mich, es gab nichts Besonderes daran und ich hatte das Gefühl, die Geschichte hätte auch von einem Grundschüler geschrieben worden sein, der perfekte Rechtschreibung Grammatik beherrscht. Aus diesem Grund habe ich einige Tage lang gar nichts in dem Buch gelesen, was meine gesamte Lesemotivation sehr runtergezogen hat. In den letzten beiden Tagen hab ich mich dann aber aufgerafft und mir eingeredet, dass dies nicht das erste Buch sein soll, das ich abbreche, weshalb ich abends viel gelesen habe und auch recht schnell vorangekommen bin. Trotzdem gab es einige sehr schleppende Stellen im Buch, gerade in der Mitte, da sich alles immer wieder um die eigene Achse gedreht hat. Es gab kaum neue Entwicklungen, die irgendwie Spannung hätten hervorrufen können, weshalb ich mich irgendwann nur noch gelangweilt habe. Vieles hat sich wiederholt, auch von den verwendeten Wörtern her, wodurch es auch wenig Abwechslung gab. Die Handlung Ich habe ja eben schon ein bisschen was zur Handlung geschrieben, aber jetzt möchte ich noch ein bisschen was hinzufügen. Zuerst einmal war die ganze Geschichte rund um die 10 Jugendlichen aus dem Bergcamp sehr klischeehaft und mit Vorurteilen behaftet. Dazu aber gleich bei den Charakteren mehr. Die Entwicklungen waren alle sehr vorhersehbar für mich. Vielleicht habe ich schon zu viele Thriller gelesen, aber dieser hat wirklich alle Klischees erfüllt, die es so geben kann. Da fängt es schon mit der Idee an, dass die Gruppe in einer einsamen Hütte auf einem Berg eingeschneit wird und einer von ihnen verschwindet. Sobald die Jugendlichen es auf die Hütte geschafft hatten, drehte sich alles nur noch im Kreis. Ein paar haben ein bisschen über sich selbst ausgepackt, und dann gab es immer eine Diskussion, daraufhin eine Versöhnung, dann eine Prügelei und dann wieder eine Diskussion. Ein bisschen mehr Abwechslung hätte dem Buch nicht schaden können, zumal auch Tims Gedankengänge viel zu oft wiederholt wurden und dann auch noch in fast demselben Wortlaut. Wie für viele Jugendthriller typisch hatte das Buch keine Gewaltszenen, aber auch so würde ich es nicht als Thriller bezeichnen, sondern vielmehr als Abenteuergeschichte. Ein großer Nachteil war außerdem der Prolog in dem Buch. Dieser hat meiner Meinung nach zwar neugierig gemacht, aber trotzdem auch schon zu viel verraten. Ich hätte mich gerne mehr überraschen lassen. Die Charaktere Hier gab es ein bisschen mehr Abwechslung als in der Handlung. Jeder Charakter hatte eigene Dinge, mit denen er zu kämpfen hatte, aber trotzdem war keiner von ihnen wirklich tiefgründig gestaltet. Man erfährt eigentlich nichts über sie, als das, was für die Geschichte wirklich von Belang ist. Besonders über Lena, Jenny, Janik, Julia und Sebastian hat man sehr wenig erfahren. Gut, bei Tim, Ralf, Lucas und Denis gab es ein paar Dinge, die überrascht haben, aber auch nicht sonderlich schwer zu erkennen waren. Es war auf jeden Fall sehr schnell erkennbar, welcher Charakter welcher stereotypen Schublade zuzuordnen ist, bspw. „der Streber“, „der Angeber“, „der Aggressive“, „der Eifersüchtige“, „der Psycho“, etc. Zudem waren einige Handlungen einfach nicht authentisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand aus meiner Altersgruppe an meiner Schule auf die Idee käme, jemanden einfach nur in eine stinkende, mit Mäusekot vollgestopfte Kammer zu sperren, und das auch noch über Nacht, weil er eventuell etwas getan haben könnte. Das ist einfach nur ekelerregend und ab da war mir keiner der Charaktere mehr sympathisch, weil ich dieses Verhalten niemals verzeihen könnte. Fazit „Abgründig“ hat mich sehr enttäuscht. Zwar kann ich nicht sagen, dass das ganze Buch langweilig war, aber Spannung hat sich auch keine aufgebaut. Aus diesem Grund kann ich das Buch einfach nicht empfehlen.
Wow
ankasgeblubber
Wenn Freunde plötzlich zu Verdächtigen werden... Wenn du plötzlich nicht mehr weißt, wem du trauen kannst... Wenn du selbst ganz oben auf der Liste der möglichen Täter stehst... Und wenn du selbst nicht mit Bestimmtheit von dir behaupten kannst, unschuldig zu sein... "Abgründig" ist der erste Jugendthriller aus der Feder des Bestsellerautors Arno Strobel. Dass er sich mit fiesen Psychospielchen auskennt, wissen seine Fans bereits, doch kann er diese auch mit seinen jungen Lesern spielen? Mit Tim, Ralf, Lena, Jenny, Julia, Lucas, Janik, Sebastian, Fabian und Denis schickt Arno Strobel gleich 10 Jugendliche auf eine spannende und mörderische Reise ins "Bergcamp Grainau". Eigentlich wollten die zehn ihre Ferien mit ein paar sportlichen Aktivitäten und der ein oder anderen Bergtour aufpeppen, dass sie sich bereits nach wenigen Stunden im schlimmsten Albtraum ihres Lebens wiederfinden würden, hätten sie nicht gedacht. Während einer Wanderung gerät die Truppe in ein Unwetter. Mit Mühe und Not erreichen sie eine Berghütte, in der sie Zuflucht finden. Doch nicht nur das Wetter, sondern auch die Lage hinter verschlossener Tür spitzt sich zu. Unruhe breitet sich aus und am nächsten Morgen verschwindet einer der Freunde spurlos. Zurück bleibt eine Blutspur und die Frage, wer von ihnen ein dunkles Geheimnis hat... Als großer Fan von Arno Strobels Thrillern, schlug ich mit großen Erwartungen und einem sehr kritischen Blick die erste Seite des 240 Seiten starken Buches auf. Schon der Prolog macht neugierig auf die Geschichte und wirft viele Fragen auf, denn er rollt das Feld von hinten auf. So lernen wir Tim kennen, festgeschnallt auf der Trage eines Rettungswagens, mit mehreren gebrochen Rippen und krank vor Sorge um ein Mädchen, dessen Verbleib unklar ist. Er scheint schreckliches erlebt zu haben. "Tränen suchten sich einen kitzelnden Weg über seine Wangen. (...) Wieder sah er das Blut. Auf der Decke, am Boden, an seinen Händen ... Und er sah ihre Gesichter, als sie ihn Mörder nannten." Zitat, Seite 9 Auf den ersten Seiten stellt der Autor seine Helden vor, die nach und nach das sonnige Bergcamp beziehen. Ich fühlte mich ein kleines bisschen überfordert mit all den Namen, die zudem alle recht gängig und wenig markant sind. Hier hätte ich mir wenigstens für einige der Kids außergewöhnlichere oder auch exotischere Namen gewünscht, die es einem leichter machen, sie auseinanderzuhalten. Die Zusammenstellung der Charaktere, die aus verschiedenen sozialen Schichten stammen und unterschiedliche Backrounds haben, hat mir wiederum sehr gut gefallen, wobei man vielleicht Jenny und Julia und vielleicht auch Janik und Sebastian meiner Meinung nach jeweils zu einer Person hätte zusammenfassen können. Der Leser hat nur 240 Seiten Zeit, die Jugendlichen kennenzulernen. Gern hätte ich ein bisschen mehr über Fabian, ein bisschen mehr über Lena, ein bisschen mehr über Julia/Jenny oder meinetwegen auch ein bisschen mehr über Sebastian (sein Interesse für Lena und seine dadurch resultierende Wut auf Tim) erfahren. Nicht nur Fabian blieb für mich am Ende ein bisschen blass um die Nase. Leider ging mir zwischendurch sogar einer der Jungs einfach verloren. Als plötzlich ein Lucas auftauchte, vermutete ich erst einen Namensfehler, bis ich feststellte, dass er doch schon von Anfang an dabei war. So fiel es mir nicht ganz so leicht, in die Geschichte einzusteigen. Als sich die Gruppe rund um Tim jedoch auf eigene Faust auf eine Wander- und Klettertour begibt, nimmt nicht nur der starke Wind, sondern auch das Tempo an Geschwindigkeit und Power zu. Hier legte sich für mich der Hebel um und endlich gelang es mir, komplett in die Geschichte und die ungemütliche Szenerie einzutauchen. Arno Strobels starke atmosphärische Beschreibungen trugen einiges dazu bei, dass ich stellenweise fröstelte und - angekommen in der Berghütte, erstmal tief Luft holen musste. Der Aufstieg aber auch die beklemmende Atmosphäre in der Berghütte waren für mich absolute Highlights, ganz großes Lit-Spannungs-Kino. Nach einer beinahe schlaflosen Nacht, der übrigens ein nicht unbeachtlicher Alkoholkonsum vorausging, konnte ich mir schließlich die Fragen, ob es dem Autor gelingen würde, auch mit seinen jungen Lesern ein Psychospiel zu spielen, selbst beantworten. Yes, he can! Und wie er kann! Doch bevor ich beichte, wie oft es ihm gelungen ist, mich auf falsche Fährten zu führen und wie häufig ich mich mit meinen Verdächtigungen in einer Sackgasse wiedergefunden habe, muss ich noch ein paar kritische Worte loswerden. Für die hier angesprochene Zielgruppe fließt mir auf der Hütte eindeutig zu viel und zu leicht Alkohol. Alle trinken mit und der Alkohol wird (in meinen Augen) als "Beruhigung" und Spaß dargestellt. Natürlich bin ich mir bewusst darüber, dass die Kids heutzutage viel mehr trinken und viel früher damit anfangen. Aber hier fehlt mir ein bisschen der mahnende Finger bzw. wird das Herumreichen der Flaschen als ziemlich "normal" abgetan. Doch nach dem Erwachen am nächsten Morgen, war dieser Kritikpunkt schnell wieder vergessen, denn die Situation scheint zu eskalieren. Die Anspannung, die in der Luft liegt, ist greifbar, die Nervosität, die Unruhe, aber auch die Verzweiflung und die Angst sind spürbar. Hinterlistig schubst der Autor immer wieder neue Verdächtige ins Rampenlicht und macht noch nicht mal vor seiner Hauptfigur Tim halt, der ein besonderes Geheimnis mit sich herum trägt, das ihn ordentlich an sich selbst zweifeln lässt. Ein genialer Schachzug, der der Geschichte das "gewisse Etwas" gibt. Nicht oft rätsel ich in Jugendthrillern so viel herum, wie in diesem. Immer wieder hatte ich eine Idee, bin einer Spur gefolgt und wieder in einer Sackgasse gelandet. Sämtliche Szenarien habe ich durchgespielt, jeder war mal der Täter. Die finale Auflösung hat mich überrascht, klang aber logisch und ist für die Zielgruppe sicher die angenehmere und annehmbarere Lösung. Ein weiteres Mal ist es dem Loewe Verlag gelungen, mich mit einem seiner tollen Titel für ein paar Stunden aus dem Alltag zu entführen. Ich konnte alles um mich herum ausblenden und war am Ende froh, dass ich es bloß mit einer fiktiven Geschichte zu tun hatte. Arno Strobel erzählt die abenteuerliche Geschichte seiner Helden äußerst spannend, mitreißend aber auch herzlich und, wie ich finde, sehr authentisch. Er hat es geschafft, sich seiner neuen Zielgruppe anzupassen und sie direkt vor der Haustür abzuholen. Ein außergewöhnlich guter Jugendthriller, der ohne viel Blut und ohne geschwindigkeitsraubende Längen auskommt und den man eigentlich gar nicht liest, sondern erlebt.
Wow

KOMMENTARE

!
Noch keine öffentlichen Anmerkungen.
Deine öffentlichen Anmerkungen erscheinen hier gemeinsam mit der korrespondierenden Textstelle. Private Anmerkungen bleiben natürlich privat.
Deutsch
  
Englisch
mojoreads Instamojoreads Twittermojoreads Facebook